Paprika
Nach Vince's und Fäbs Lobeshymnen hab ich mir das Teil auch unter dem Nagel gerissen.
Ganz sicher haben die beiden auch nicht zu viel versprochen, nach wie vor ist der Film genial, aber irgendwie konnte er mich auch nicht durchgehend fesseln.
Die Grundidee die Träume verschiedener Leute miteinander verschmelzen zu lassen ist vielversprechend, visuell auch erstklassig und äußerst phantasievoll umgesetzt, aber gar so tief wollte/konnte ich irgendwie nicht in diese Welt eintauchen...keine Ahnung woher diese Distanz kam, vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung.
Aber in der zweiten Hälfte bauten sich dann doch starke und spannende Momente auf, während es (beabsichtigt) immer verwirrender wurde.
Am Ende war ich davon überzeugt zwar ein geniales und meisterhaftes Ausnahmewerk gesehen zu haben, aber wirklich mächtig begeistern wollte es mich irgendwie nicht...
Ich fand es gut, aber irgendwie blieb mir ein tieferer Zugang verwehrt...
Und das möchte ich aber dem Film natürlich nicht ankreiden...vielleicht war ich wirklich nur in der falschen Stimmung (ständig ließ ich mich wie so oft von anderen Gedanken ablenken

)
Ich wollte ihn richtig verdammt gut finden, aber am Ende fand ich ihn doch "nur" gut.
Der Film ist ein prima Vorzeigewerk für Animemuffel, die sich über Animefans lustig machen, und gerne auf solches Zeug wie "Pokemon" oder "Dragon Ball" hinweisen.
Für mich persönlich aber ist es nicht die Sorte Film, weshalb ich Animes so zu schätzen weiß.
Bei Paprika hat mir wohl eine Bezugsperson, Identifikationsfigur, oder eben einfach nur ein Charakter den ich wirklich mag gefehlt.
Ansonsten Technisch perfekt, Inhaltlich anspruchsvoll, und höchst surrealistisch dargestellt...so mag ich es ja auch eigentlich...vielleicht habe ich wirklich bloß einen schlechten Zeitpunkt zur Sichtung des Filmes gewählt ôô
