Dann musst du Rage meinen, denn der Rob Lowe Film war vor allem eines: Scheee menschlich ;-)
Harry Potter und der Orden des Phoenix
Nach den Kinderkacketeilen eins und zwei fing sich die Reihe doch beachtlich und wurde scheee düster, gruseliger und erzählte seine Geschichten straighter und nachvollziehbarer. All das gilt jetzt auch für den Phoenixfilm, der in seinen besten Momenten ja fast schon ein Actionfilm ist und deutlich erwachsener wirkt, als es vielleicht beabsichtigt war (wie ein zwei dumme Gags und einige krampfhaft auf Teenie getrimmte Figuren beweisen). Optisch gefiel mir der Film sogar bisher am Besten, weil das Verklärte und ständig Märchenhafte einem finstren Realismus gewichen ist. Dennoch gibt es immer noch genug Momente zum Mosern. Was sollten die Zentauren im Film? Was der Riese? Wer brauchte Hagrid in dem Teil und und und ... wenn die die Filme noch kompakter machen würden, es wäre perfekt, so schleicht sich doch immer mal wieder ein ordentliches Quäntchen Langeweile ein ... Ralph Fiennes als Voldemort ist aber nach wie vor eine Wucht, auch wenn hier ein wenig verheizt wird... !
The White Countess
Und nochmal Ralph Fiennes in einem von der Grundidee her interessanten Streifen. Countess spielt im sich öffnenenden Shanghai um den zweiten Weltkrieg herum. Franzosen, Russen, Briten, Amis, Japaner und alle anderen möglichen Nationen geben sich ein Stelldichein und machen den Ort zum Interessantesten der Welt. Hier errichtet der blinde Mr. Jackson (Fiennes) ein Etablissement, das all diese verschiedensten Strömungen atmet und ein Mittelpunkt des bunten Treibens wird. Bis die Japaner im Land einfallen ... leider weiß Regisseur James Ivory (wie so oft) nicht so recht, auf was er eigentlich hinauswill und so versickert eine grundsätzlich interessante Story in den Weiten der Belanglosigkeit. Stark ausgestattet, über weite Strecken (Fiennes!) toll gespielt, gut beobachtet und recht atmosphärisch, fehlt eben komplett ein echter Storyantrieb und wenn die Geschichte dann endlich zu Potte kommt, wirkt alles wie ein riesiger Zufall. Das macht es dann doch recht schwer, dran zu bleiben und durchzuhalten ...
Feivel der Mauswanderer
Einst Starzeichner bei Disney, wurde Don Bluth im Laufe eines Streiks von Disney geschasst. Er suchte sich ein neues Studio, fand es in Spielbergs Amblinfirma und machte fortan Filme, die technisch auf grandiose Weise mit Disney konkurrieren konnten, inhaltlich aber nichts anderes waren, als ein Best Of der Disneyingredienzien. Und genau das Fazit trifft auf den eigentlich grundsoliden und unterhaltsamen Feivel samt und sonders zu ...
Triff die Robinsons
Und nochmal Disney. Diesmal aus dem Animationsstudio, das schon Chicken Little gestemmt hatte und damit aus der Not (Pixar grub Disney das Wasser ab) eine Tugend machte, indem man einen Film lancierte, der so weit von Disney weg war, wie sonst was. Diese Richtung wollte man bei den Robinsons beibehalten und schafft es sogar. Denn wenn Hüte die Weltherrschaft übernehmen, wild in der Zeit geswitcht wird und die Charaktere komplett durchdrehen, ist das wilder, bunter, schneller und überzogener, als es Disney je war. Problematisch wird es, wenn die Figuren allesamt nicht sympathisch sind und die Animation so hakelig und reduziert wirkt, dass das Zusehen doch schon Mühe bereitet. Dennoch lohnt es sich, durchzuhalten, einfach weil hier auch Vadder Walt ein Denkmal gesetzt wird. Nicht umsonst endet der Film mit einem Zitat vom großen Walt, an den man sich anhand der Hauptfigur auch beständig erinnert fühlt. Auch wenn man dazu wissen muss, das Disney eben ein Erfindergeist war, der ALLES Geld aus vorhergehenden Filmen in neue Erfindungen und Projekte steckte und eigentlich erst richtig Geld scheffelte, als ihm die Idee mit den Themenparks kam ... Und irgendwie scheint die kindliche Hauptfigur, vor allem diesen Pioniergeist Walts zu transportieren. Scheee ... Leider wurde das dritte Projekt aus der Animationsschmiede inzwischen schon von John Lassitter vereinnahmt. Leider, weil der ursprüngliche Regisseur von Bolt, der Wunderhund, der Erfinder von Lilo und Stitch war, was großes erwarten ließ ...
In diesem Sinne:
freeman