Schon den 1. finde ich durchschnittlich. Und gerade auch in Punkto Verfolgungsjagden, Story usw zeigt Dick Maas mit Do Not Not disturb seinem eigenen Film den Stinkefinger, der ist einfach soviel besser und ein relativ früher Vertreter mit weiblicher Heldin. Äußerst sympathischStS hat geschrieben: ↑11.04.2026, 09:07In Gestalt einer neuen, stark an „damals“ erinnernden Mordserie in der holländischen Hauptstadt führt „Amsterdamned II“ (2025) einige der Geschehnisse aus Teil 1 („Verfluchtes Amsterdam“) stolze 37 Jahre später fort – und das erneut von Dick Maas in Szene gesetzt sowie mit Huub Stapel in einer zentralen Rolle. Hauptdarstellerin Holly Mae Brood gefiel mir ebenso wie einige schicke Drohnen-Aufnahmen des noch immer besonderen Settings des von Grachten durchzogenen Stadtbilds, die Addition von Humor sowie die Andeutung einer übernatürlichen Komponente hat mich in keiner Weise gestört und die Stalk&Kill-Sequenzen stellten mich ähnlich brauchbar zufrieden wie die obligatorischen Verfolgungsjagden…
Filmtagebuch: StS
Moderator: SFI
Re: Amsterdamned II
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Re: Filmtagebuch: StS
Ich weiß nicht, was du immer mit deinen weiblichen Heldinnen hast, als wäre das irgendeine tolle Erfindung der Neuzeit. Gabs schon immer, wird es immer geben, ist per se erstmal weder sympathischer noch weniger sympathisch als ein männlicher Held.
Re: Filmtagebuch: StS
Frauen waren damals deutlich unterrepräsentiert im Actiongenre, es sei denn du beziehst auch B, C und D Produktionen mit ein? ;-) wie viele weibliche Actionhelden hatten denn dir 80er/90er?
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Re: Filmtagebuch: StS
Beide Aussagen stimmen. Klar, weibliche Actionhelden sind keine neue Erfindung, aber ihre Sichtbarkeit und Anzahl im Mainstrem ist heute bedeutend höher. Bis auf Ripley und Connor trugen seinerzeit keine Frauen große Franchises und selbst Connor musste ihre Rolle ja teilen. Was gabs noch? Xena, Lara Croft, Buffy ... wenn man so will. Ein wichtiger Unterschied ist meiner Meinung nach aber, dass frühere Actionheldinnen trotz ihrer "männlichen" Härte auch durch ihre weiblichen Facetten bestimmt wurden und womöglich sogar durch diese Kombi obsiegten: Ripleys Mutterschaft, Connors Mutterliebe usw. Heutige Actionheldinnen werden ja oft physisch gleichwertig zu Männern inszeniert oder sogar überlegen, man erinnere sich an die Herr der Ringe Serie.
Die affektive Struktur der Klimakrise
„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“
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Re: Filmtagebuch: StS
Dass das westliche Actionkino der 80er von männlichen Helden dominiert wurde, müssen wir gar nicht diskutieren. Heißt aber nicht, dass das globale Gültigkeit gehabt hätte. Ich schaue zB. sehr viele 70er-Kung-Fu-Streifen von Shaw Bros. & Co., da waren weibliche Heldinnen schon längst absoluter Standard und überhaupt nichts Besonderes. Das herauszustellen, darum ging es mir aber nicht einmal, sondern eher ging es mir darum, die Verhältnismäßigkeit in Frage zu stellen, das immer wieder in dieser Form betonen zu müssen, und beileibe nicht nur im Kontext eines älteren Films wie "Amsterdamned", sondern ich lese das hier ja auch oft in Bezug auf neuere Produktionen. Und da ist es tatsächlich oft so, wie Timo es beschreibt: Hier findet man tendenziell meistens eher eine künstliche Form des Feminismus vor, und Pauschalisierungen à la "starke Frau = sympathisch" begünstigen das auch noch. Tatsächlich finde ich das Actionkino der Vergangenheit in der Hinsicht oft wesentlich progressiver als vieles, was heute unter dem Banner läuft.
Re: Filmtagebuch: StS
Brechen wir es mal darauf runter, dass die meisten der beliebten Actionfilme männerdominiert waren, gerade Hollywood, ebenso wie es kaum Regisseurinnen gab im A Bereich. Und dass eben zu 90 Prozent weiße Männer das sagen hatten. Zudem lange Zeit auch diese tumben Überkampfmaschinen. Da hat Die Hard schon mit gebrochen, zusammen mit Lethal weapon.
Bei Do Not disturb wurde sogar mal ein stummes Mädchen zur Heldin. Ich finde, das ist schon irgendwie was Besonderes.
Heutige Produktionen kranken eher selten am female empowerment, eher an schlechten, 08 15 Büchern, schwachen Tricks usw.
Ich bin mit einer Podcasterin in Kontakt,die einen feministischen Podcast hat, sehr sympathisch, Die Rosarote Brille. Dadurch bekomme ich mal eine andere Sicht auf die Dinge. So sehr ich Jerry Bruckheimer Action liebe, hier und da ne stärkere Frauenfigur wäre cool gewesen. Und selbst bei Speed fällt auf, obwohl Sandra Bullock hier stark geschrieben wurde...der letzte rettende Einfall und die Rettung kommt vom - trotzdem sehr sympathischem - Helden. Manchmal denke ich, da war man im Horrorgenre schon weiter. Und wenn man sich alte Bonds ansieht...Frauen schlagen, erzwungenen Beischlaf...da ist manches schon arg fragwürdig, denke da sind wir uns einig ;-) ?
Bei Do Not disturb wurde sogar mal ein stummes Mädchen zur Heldin. Ich finde, das ist schon irgendwie was Besonderes.
Heutige Produktionen kranken eher selten am female empowerment, eher an schlechten, 08 15 Büchern, schwachen Tricks usw.
Ich bin mit einer Podcasterin in Kontakt,die einen feministischen Podcast hat, sehr sympathisch, Die Rosarote Brille. Dadurch bekomme ich mal eine andere Sicht auf die Dinge. So sehr ich Jerry Bruckheimer Action liebe, hier und da ne stärkere Frauenfigur wäre cool gewesen. Und selbst bei Speed fällt auf, obwohl Sandra Bullock hier stark geschrieben wurde...der letzte rettende Einfall und die Rettung kommt vom - trotzdem sehr sympathischem - Helden. Manchmal denke ich, da war man im Horrorgenre schon weiter. Und wenn man sich alte Bonds ansieht...Frauen schlagen, erzwungenen Beischlaf...da ist manches schon arg fragwürdig, denke da sind wir uns einig ;-) ?
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Re: Filmtagebuch: StS
Ja, das Horror-Genre hatte Mädels wie Jamie Lee Curtis... aber es gab z.B. auch Pam Grier im anderen Genre schon vorher.
Re: Filmtagebuch: StS
Exakt. Einfach mal in unserem Pre-80s-Bereich vorbeischauen. ;)
Re: Filmtagebuch: StS
Von außen reingegrätscht: Nein.
Bond ist keine Figur, die eine Vorbildfunktion haben soll oder muss. Er ist sicher konzeptionell in Teilen eine pubertäre Männerfantasie - und das Frauenbild der Filme war nie progressiv, aber das gilt selbst noch für die Craig-Ära -, die aggressive Raubtiersexualität war allerdings über Jahrzehnte wichtig und charakterdefinierend. Und das Bond in der Hinsicht seit 1995 immer stärker domestiziert wurde, hat ihn zumindest für mich als Figur zunehmend verwässert, aus ihm einen unter vielen gemacht.
Fragwürdig ist das alles nur, wenn man den Maßstab der Realität heranzieht, aber das muss man nicht tun. Mich empören die alten Bonds in keiner Szene.
Re: Filmtagebuch: StS
Ohnehin sollte man heute gültige Maßstäbe nie auf ältere Filme anwenden. Das ist nichts anderes als anmaßend, zumal es ein Trugschluss wäre, anzunehmen, dass wir heute alle die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Kontextualisierung ist auch bei Filmrezeption essenziell.
Re: Filmtagebuch: StS
Wobei man gleichzeitig auch nicht davon ausgehen sollte, dass damals alles kritiklos hingenommen wurde, nur weil die Filme Klassiker sind.
Wenn wir bei Bond sind, da gibt es schon mindestens eine Szene, die auch damals Kritik hervorrief und die man heute wahlweise mit Empörung oder Belustigung ob ihrer Beschränktheit sehen kann. Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Wie gesagt: Das ging auch damals nicht kritiklos runter und gerade die Connery-Bonds sind da manchmal schon grenzwertig. Ich meine, es gab da auch einen ("Goldfinger"?), in dem er eine Frau mehr oder weniger dazu erpresst mit ihm zu schlafen. Kann man natürlich als "raubtierhafte Sexualität" bezeichnen, aber das erinnert auch daran, dass das englische Wort "predator" sowohl "Raubtier" als auch "Sexualstraftäter" bedeuten kann.
Wenn wir bei Bond sind, da gibt es schon mindestens eine Szene, die auch damals Kritik hervorrief und die man heute wahlweise mit Empörung oder Belustigung ob ihrer Beschränktheit sehen kann. Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Wie gesagt: Das ging auch damals nicht kritiklos runter und gerade die Connery-Bonds sind da manchmal schon grenzwertig. Ich meine, es gab da auch einen ("Goldfinger"?), in dem er eine Frau mehr oder weniger dazu erpresst mit ihm zu schlafen. Kann man natürlich als "raubtierhafte Sexualität" bezeichnen, aber das erinnert auch daran, dass das englische Wort "predator" sowohl "Raubtier" als auch "Sexualstraftäter" bedeuten kann.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
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Re: Filmtagebuch: StS
Er haut ihr keine rein, und schlägt sie in der Szene überhaupt gar nicht. Sie nimmt ihm den Hörer aus der Hand und er zieht das Telefon zurück. Mehr körperliche "Aggression" findet da nicht statt. Später im Orient-Express ohrfeigt er im selben Film Tatjana Romanova, als er glaubt, diese sei für den Tod seines Kollegen verantwortlich (was er zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich denken muss). Mit der Szene habe ich aber keine Bauchschmerzen. Bond glaubt, sie arbeite für die Gegenseite, und wähnt sich in Lebensgefahr. Dass er da nicht einfach nur nett fragt, ob sie Lust hätte, Informationen mit ihm zu teilen, sollte klar sein.McClane hat geschrieben: ↑30.04.2026, 12:10Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Die andere Szene, die du meinst, mit der "Erpressung", ist in "Feuerball", aber da muss man diesen Moment dem Film schon bösartig auslegen wollen, um da eine Erpressung zu sehen. Es ist eindeutig spielerisch gemeint, und die "Erpresste" hat sofort ein dickes Honigkuchenpferdgrinsen im Gesicht und zieht Bond vergnügt zum Stelldichein in der Saune hinter ihm her.
Wie gesagt: Ich sehe da nichts, was das Potenzial hat, mich zu empören. Da finde ich das Frauenbild der modernen Bonds deutlich problematischer. Und ansonsten bin ich bei Vince: Aus heutigen "Sensibilitäten" heraus über Filme vergangener Zeiten zu urteilen hat immer bis zu einem Grad auch etwas anmaßendes, führt teils zu falschen Schlüssen.
Re: Filmtagebuch: StS
Hatte ich nicht mehr richtig in Erinnerung (vielleicht mit der anderen Szene vermischt), aber ganz korrekt ist deine Erinnerung auch nicht, denn er haut ihr zumindest auf die Pfoten:
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Re: Filmtagebuch: StS
Nachdem sie ihn befummelt, ohne zu fragen, ob er damit gerade einverstanden ist. Klarer Fall von Notwehr. 
Re: Filmtagebuch: StS
Du findest das Frauenbild der neueren Bonds for real PROBLEMATISCHER?! Dann schauen wir doch mal...Frauenbild früher: eher Sexsymbol und maximal Hilfskraft, teilweise fast schon erzwungener Sex durch Bond...versus heute: female empowerment, selbstbewusste Frau, kämpferisch...Wallnuss hat geschrieben: ↑05.05.2026, 11:43Da finde ich das Frauenbild der modernen Bonds deutlich problematischer. Und ansonsten bin ich bei Vince: Aus heutigen "Sensibilitäten" heraus über Filme vergangener Zeiten zu urteilen hat immer bis zu einem Grad auch etwas anmaßendes, führt teils zu falschen Schlüssen.McClane hat geschrieben: ↑30.04.2026, 12:10Wenn Bond am Anfang von "Liebesgrüße aus Moskau" mit der Lady im Boot rummacht, dann sein Agententelefon klingelt und er ihr ein paar reinhaut, weil sie lieber Bunga Bunga machen anstatt ihn ans Telefon zu lassen. Nachdem er dann fertig telefoniert hat, ist sie trotz der Schellen immer noch willig, weshalb er dann ein paar Minuten später ins Büro kommt.
Es mag sein, dass du dich einfach nur saublöd ausgedrückt hast, aber so wie du es schreibst, ist es schwierig, dir da auch nur im Ansatz was Positives zu unterstellen. Nein, so wie du es ausdrückst, klingt es machohaft und misogyn...und ich muss sagen, dass ich schon geschockt war, das zu lesen von dir
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Re: Filmtagebuch: StS
Cinefreak, durchatmen. Ich denke Walnuss argumentierte nicht, dass die alten Bond-Filme weniger sexistisch waren, sondern dass moderner Sexismus manchmal schwerer zu erkennen ist, weil er sich progressiv inszeniert. Früher war das Frauenbild in vielen Actionfilmen offen stereotyp und patriarchal. Heute werden Frauenfiguren häufig als stark dargestellt, bleiben aber trotzdem oft innerhalb männlicher Fantasien oder Erwartungen konstruiert, das ist eben deutlich raffinierter. Das vermeintliches Empowerment ist trotzdem auf Attraktivität, Coolness oder männliche Anerkennung zugeschnitten. Früher war das Girl die Freundin des Helden, heute ist das Girl die toughe Kämpferin, die zwar kämpfen darf und gleichgestellt ist, aber weiterhin perfekt attraktiv, stylisch und emotional auf den Helden abgestimmt bleibt. Das ist perfomativer Feminismus.
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Re: Filmtagebuch: StS
Wobei dies ja einer der großen Clashes zwischen Second-Wave- und Third-Wave-Feminismus war, denn die Feministinnen der dritten Welle haben ja reklamiert, dass es sich trotzdem attraktiv kleiden oder Pink tragen darf, wenn man das aus eigenem Antrieb tut, nicht nur um Männern zu gefallen. Die strikte Ablehnung haben sie als einschränkend und dogmatisch empfunden.
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Re: Filmtagebuch: StS
Darum habe ich das KLINGT ja auch markiert. Ich fand es einfach saublöd formuliert und wer das von außen liest, denkt da sicher ähnlich. Wollte ihm nur Spiegeln, wie seine Worte rüberkommen könnten und fand es etwas in Relation gesehen schon krass, wie sehr Walnuss die alten, teils äußerst problematischen Szenen mit Händen und Füßen verteidigt so als hätte man ihm sein Lieblingsspielzeug weggenommen, auf der anderen Seite dann aber den neuen, deutlich weniger sexgeilen, weniger übergriffigen Bond als - und da ging es mir rein um das Adjektiv! - problematisch bezeichnet. Man kann die alten Dinger ja trotzdem noch abfeiern, aber was Moral und Frauenbild angeht, war das schon zum Kotzen. Ich vergaß..war ja nur beruflich…wie bei Kotzschalk ;-)
Man möge mir die Ironie verzeihen, passte gerad so schön. Das mit den Wellen im Feminismus finde ich spannend, da sind einige hier viel mehr informiert als ich…
Mir war es wichtig, meinen Standpunkt nochmal genauer zu erklären.
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Re: Filmtagebuch: StS
So ein Quatsch. Ich sehe bei Wallnuss eine gut begründete Argumentation, die von Timo auch völlig korrekt untermauert wurde, in deinen letzten beiden Posts dagegen nur Hysterie (mit den Füßen und Händen, die du ihm vorwirfst), und auf die Argumentation gehst du keinen Stück ein, sondern belässt es bei der schlecht untermauerten Aussage des starken, selbstbewussten Female Empowerments der Gegenwart.
Tornado
I am Tornado. Remember my Name.
Bei „Tornado“ (2025) handelt es sich um einen in den rauen Landschaften Schottlands gedrehten sowie in den 1790ern angesiedelten Rache-Drama-Thriller von John Maclean („Slow West“), welcher die Geschichte einer jungen Puppenspielern (Kôki) erzählt, die gemeinsam mit ihrem Vater (Takehiro Hira) als Schausteller durch Großbritannien reist – bis sie eines Tages an eine Bande Räuber (u.a. Tim Roth, Jack Lowden und Rory McCann) geraten, was (neben anderen Dingen) in dem Tod ihres Vaters, einem brutalen Überlebenskampf in den ungemütlichen Wiesen und Wäldern jener Region, der Suche nach zuvor gestohlenem Gold sowie der Rache des Mädels resultiert, die von klein auf mit dem Schwert umzugehen gelernt hatte…
Sowohl als eine Hommage an als auch als eine Neuinterpretation traditioneller Samurai-Filme konzipiert, entfaltet sich der Verlauf dramatisch, ruhig sowie nur wenig Action aufwartend – ebenso wie mitunter ein Stück weit humorig-schräger und durchweg atmosphärischer Natur sowie solide bis gute Performances bietend (Model, Songwriterin und Schauspielerin Kôki verkörpert die Hauptrolle prima). Die Charakter-Zeichnungen sind nicht allzu tiefschürfend geraten – doch weisen bestimmte Vater/Kind-Dynamiken auf beiden Seiten durchaus Reiz auf und sind die brutaleren Momente überwiegend bewusst „nicht showy“ arrangiert worden. Eigenwillig, gritty und „stripped-down“, ist der Streifen nicht „für jeden“ was. Aber das war „Slow West“ ja auch schon nicht…

Bei „Tornado“ (2025) handelt es sich um einen in den rauen Landschaften Schottlands gedrehten sowie in den 1790ern angesiedelten Rache-Drama-Thriller von John Maclean („Slow West“), welcher die Geschichte einer jungen Puppenspielern (Kôki) erzählt, die gemeinsam mit ihrem Vater (Takehiro Hira) als Schausteller durch Großbritannien reist – bis sie eines Tages an eine Bande Räuber (u.a. Tim Roth, Jack Lowden und Rory McCann) geraten, was (neben anderen Dingen) in dem Tod ihres Vaters, einem brutalen Überlebenskampf in den ungemütlichen Wiesen und Wäldern jener Region, der Suche nach zuvor gestohlenem Gold sowie der Rache des Mädels resultiert, die von klein auf mit dem Schwert umzugehen gelernt hatte…
Sowohl als eine Hommage an als auch als eine Neuinterpretation traditioneller Samurai-Filme konzipiert, entfaltet sich der Verlauf dramatisch, ruhig sowie nur wenig Action aufwartend – ebenso wie mitunter ein Stück weit humorig-schräger und durchweg atmosphärischer Natur sowie solide bis gute Performances bietend (Model, Songwriterin und Schauspielerin Kôki verkörpert die Hauptrolle prima). Die Charakter-Zeichnungen sind nicht allzu tiefschürfend geraten – doch weisen bestimmte Vater/Kind-Dynamiken auf beiden Seiten durchaus Reiz auf und sind die brutaleren Momente überwiegend bewusst „nicht showy“ arrangiert worden. Eigenwillig, gritty und „stripped-down“, ist der Streifen nicht „für jeden“ was. Aber das war „Slow West“ ja auch schon nicht…

Hype!
Bei „Hype!“ handelt es sich um einen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1996, der die Entwicklung der Musik-Szene in Seattle zwischen Mitte der Achtziger und Neunziger aufzeigt und beleuchtet – von Punkrock zu lokalem Grunge bis hin zur internationalen Kommerzialisierung letzteren Stils. Regisseur Doug Pray wartet mit einem reichhaltigen Fundus an Konzert-Aufnahmen kleinerer Club-Gigs sowie Interviews mit örtlichen Bands, Kritikern und Store-Besitzern auf…
Der Fokus liegt dabei auf den Leuten, die dort lebten und diese massive Veränderung mitmachten. Was als Subkultur/-Genre begann, wurde dank Nirvana, Pearl Jam, Soundgarden & Co. zu einem weltweiten, Charts und Styles (Mode, Frisuren und persönliche Einstellungen) beherrschenden „Phänomen“. Als jemand, der diese Zeit als Teen durchlebt hat, schwingt bei dem ganzen natürlich eine Menge Nostalgie mit – aber auch ohne diesem Faktor ist das Werk angenehm kurzweilig (rund 80 Minuten) sowie authentisch-unprätentiös geraten…
Ein Highlight ist eine seltene Aufnahme von Nirvana´s Live-Debüt des später zur „Hymne einer ganzen Generation“ werdenden Songs „Smells Like Teen Spirit“ aus dem April 1991. Die Videos sind herrlich „rau“ – vor Digital-Kameras, Handys und dem verbreiteten Zugang zum Internet. Aber da hatte Grunge ohnehin schon seinen Zenit überschritten – quasi mit dem Tod von Kurt Cobain im Frühjahr 1994. Daran kann ich mich noch lebhaft erinnern. Für Freunde oder Interessierte an dieser Musik-Richtung ist „Hype!“ auf jeden Fall ein Ansehen wert…
starke
Der Fokus liegt dabei auf den Leuten, die dort lebten und diese massive Veränderung mitmachten. Was als Subkultur/-Genre begann, wurde dank Nirvana, Pearl Jam, Soundgarden & Co. zu einem weltweiten, Charts und Styles (Mode, Frisuren und persönliche Einstellungen) beherrschenden „Phänomen“. Als jemand, der diese Zeit als Teen durchlebt hat, schwingt bei dem ganzen natürlich eine Menge Nostalgie mit – aber auch ohne diesem Faktor ist das Werk angenehm kurzweilig (rund 80 Minuten) sowie authentisch-unprätentiös geraten…
Ein Highlight ist eine seltene Aufnahme von Nirvana´s Live-Debüt des später zur „Hymne einer ganzen Generation“ werdenden Songs „Smells Like Teen Spirit“ aus dem April 1991. Die Videos sind herrlich „rau“ – vor Digital-Kameras, Handys und dem verbreiteten Zugang zum Internet. Aber da hatte Grunge ohnehin schon seinen Zenit überschritten – quasi mit dem Tod von Kurt Cobain im Frühjahr 1994. Daran kann ich mich noch lebhaft erinnern. Für Freunde oder Interessierte an dieser Musik-Richtung ist „Hype!“ auf jeden Fall ein Ansehen wert…
starke
Ponyboi
Während HorsegiirL ja bekanntlich eine interessante High-BPM-Happy-Hardcore-Eurodance-Hyperpop-Künstlerin ist, ist „Ponyboi“ dagegen ein „Neon-getränktes“ Queer-Thriller-Drama von Esteban Arango aus dem Jahr 2024, in dessen Zentrum ein junger intersexueller Latinx-Sexarbeiter steht (River Gallo, der auch das Drehbuch verfasste). Angesiedelt an einem Valentinstag in New Jersey, geht in dem kleinen „Indie“ ein Drogendeal schief – wonach Ponyboi mit einem Haufen Geld die Stadt zu verlassen versucht, um ein neues Leben zu beginnen, während verschiedene Leute ihn deswegen aufzuspüren gedenken und er sich in bestimmterlei Hinsicht mit seiner Vergangenheit und Identität auseinandersetzen muss…
Der Film verfügt u.a. über eine überzeugende Atmosphäre und eine starke Lead-Performance Gallos. Basierend auf seinem 2019 entstandenen Kurzfilm, hat er im Vorliegenden ein Skript abgeliefert, das klassische gritty Crime-Inhalte mit einer intergeschlechtlichen Coming-of-Age-Geschichte kombiniert – samt gelungener dramatischer Szenen/Passagen und einem Hauch von Surrealismus und Farce-artigem Humor. Dylan O'Brien (als Dealer/Zuhälter) und Victoria Pedretti (als seine schwangere Freundin) steuern ansprechenden, feinen Support bei – generell hinterlassen die „leiseren“ Charakter-bezogenen Momente den markantesten Eindruck. Alles in allem hätte die Vorlage eine gewisse Straffung und Fokussierung vertragen können – ein solides Genre-Werk ist dabei aber dennoch herausgekommen…
gute
Der Film verfügt u.a. über eine überzeugende Atmosphäre und eine starke Lead-Performance Gallos. Basierend auf seinem 2019 entstandenen Kurzfilm, hat er im Vorliegenden ein Skript abgeliefert, das klassische gritty Crime-Inhalte mit einer intergeschlechtlichen Coming-of-Age-Geschichte kombiniert – samt gelungener dramatischer Szenen/Passagen und einem Hauch von Surrealismus und Farce-artigem Humor. Dylan O'Brien (als Dealer/Zuhälter) und Victoria Pedretti (als seine schwangere Freundin) steuern ansprechenden, feinen Support bei – generell hinterlassen die „leiseren“ Charakter-bezogenen Momente den markantesten Eindruck. Alles in allem hätte die Vorlage eine gewisse Straffung und Fokussierung vertragen können – ein solides Genre-Werk ist dabei aber dennoch herausgekommen…
gute
Citizen Vigilante
Armer Armie. Nach fünf Jahren ohne Filmangebot muss er wahrlich verzweifelt gewesen sein, sich ausgerechnet an diesem „Fishing Trip nach Zuschauern in rechten Gewässern“ Uwe Bolls zu beteiligen: „It was just this moment where I was like: I’m going to get to do the thing that I love more than anything — other than my children”, verriet er dem Hollywood Reporter, „I would have done a fucking cat food commercial. I just wanted to work again.” Hätte er doch lieber noch etwas länger auf den Caiman Islands gejobbt. Vielleicht hätte er ja auch so die Rolle in „Frontier Crucible“ bekommen und darauf schrittweise aufbauen können – wer weiß? Nunja, so gehört er zumindest mit zum Besten, was „Citizen Vigilante“ zu bieten hat – auch wenn er hier eine der schwächsten Performances seiner Karriere abliefert…
Wie ein uninspiriert zu Werke gehender Debütant reiht Boll inhaltlich lose miteinander verbundene Szenen unchronologisch aneinander – via mauem Editing sowie von ihm selbst in unbeseelt arrangierte Bilder gekleidet. Vieles wirkt unbeholfen – wobei ich die Wechsel in der Zeit aber durchaus mochte. Mehr „Dynamik“ als das hat das Ganze aber nicht zu bieten – schon gar nicht in Sachen Action. Ein Massaker an einer Gruppe Polizisten hat er mit „ironisch unpassender“ Musik unterlegt – doch lässt sich der betreffende Verlauf auch so oder so nicht ernst nehmen, da unrealistisch (nicht bloß vom Verhalten der Männer her) und zudem mit einem übertriebenen (so wie präsentiert: eher peinlichen) Gore-Effekt aufwartend: Ittenbach halt. Zum Kopfschütteln – für so einige aber gewiss „krass-cool“…
In einem nicht näher benannten europäischen Land angesiedelt – in dem die Polizisten bspw. „SWAT“- oder „Police“-Aufdrucke tragen – aber in Fahrzeugen mit „Policija“-Beschriftung sitzen – hat Boll diverse dumpfe Dorfkneipen-Stammtisch-Talking-Points in seine Geschichte mit eingeflochten – und das genau auf dem betreffenden Niveau. Wie Armie Kids belehrt, was Schwarzfahren eigentlich für „Folgen für alle“ hat, ist dabei deutlicher unfreiwillig komisch als dass man den darin verborgenen Wahrheitskern vernünftig mitnimmt. Und so ist das durch die Bank weg hier: Hoffnungslos schwankt der „Ton“ zwischen anprangernd, konventioneller Selbstjustiz-Genre-Kost und Exploitation. Ehrlich sagt, hatte ich mir den Film intensiver, ungemütlicher, beklemmender vorgestellt – was er aber irgendwie (trotz der Materie und entsprechender Szenen) nie in einem effektiven Maße ist…
In „Rampage“ hat Boll vieles deutlich besser hinbekommen – während man sich bei „Citizen Vigilante“ eigentlich nur ärgert. Am widerlichsten ist im Prinzip die Widmung am Ende – denn echte Opfer haben solch einen Film wahrlich nicht verdient, der ihr Leid einfach dumpf ausschlachtet. Einzelne reizvolle Ansätze vermasselt Boll zudem mächtig: Die stoisch-schlichte Hauptfigur hätte man leicht interessanter anlegen können – z.B. als einen Mann, der Selbstjustiz begeht und irgendwann die Grenze zu einem Mörder Unschuldiger überschreitet. In einem besseren Film hätte der Moment bedeutsam sein, also „Impact“ besitzen können – hier allerdings nicht: Ein Unbeteiligter wird von der Straße gedrängt und ihm auch noch die Schuld daran gegeben – von der miesen Explosion mal ganz zu schweigen. Und dann noch solche Sachen wie offenbar keine Überwachungskameras in der gesamten City, Armie´s hinterlassene DNA überall beim Begehen von Verbrechen (speziell bei einer Szene mit einem Richter in dessen Wagen) und so weiter…
Kurzum: Ein spannungsfreier, handwerklich mauer, dummer Film.
Oder... wie ich es bei Joblo geschrieben habe:
It's a dumb movie from a guy that is about as subtle as a drunk bloke in a bar with a megaphone.
gute
Wie ein uninspiriert zu Werke gehender Debütant reiht Boll inhaltlich lose miteinander verbundene Szenen unchronologisch aneinander – via mauem Editing sowie von ihm selbst in unbeseelt arrangierte Bilder gekleidet. Vieles wirkt unbeholfen – wobei ich die Wechsel in der Zeit aber durchaus mochte. Mehr „Dynamik“ als das hat das Ganze aber nicht zu bieten – schon gar nicht in Sachen Action. Ein Massaker an einer Gruppe Polizisten hat er mit „ironisch unpassender“ Musik unterlegt – doch lässt sich der betreffende Verlauf auch so oder so nicht ernst nehmen, da unrealistisch (nicht bloß vom Verhalten der Männer her) und zudem mit einem übertriebenen (so wie präsentiert: eher peinlichen) Gore-Effekt aufwartend: Ittenbach halt. Zum Kopfschütteln – für so einige aber gewiss „krass-cool“…
In einem nicht näher benannten europäischen Land angesiedelt – in dem die Polizisten bspw. „SWAT“- oder „Police“-Aufdrucke tragen – aber in Fahrzeugen mit „Policija“-Beschriftung sitzen – hat Boll diverse dumpfe Dorfkneipen-Stammtisch-Talking-Points in seine Geschichte mit eingeflochten – und das genau auf dem betreffenden Niveau. Wie Armie Kids belehrt, was Schwarzfahren eigentlich für „Folgen für alle“ hat, ist dabei deutlicher unfreiwillig komisch als dass man den darin verborgenen Wahrheitskern vernünftig mitnimmt. Und so ist das durch die Bank weg hier: Hoffnungslos schwankt der „Ton“ zwischen anprangernd, konventioneller Selbstjustiz-Genre-Kost und Exploitation. Ehrlich sagt, hatte ich mir den Film intensiver, ungemütlicher, beklemmender vorgestellt – was er aber irgendwie (trotz der Materie und entsprechender Szenen) nie in einem effektiven Maße ist…
In „Rampage“ hat Boll vieles deutlich besser hinbekommen – während man sich bei „Citizen Vigilante“ eigentlich nur ärgert. Am widerlichsten ist im Prinzip die Widmung am Ende – denn echte Opfer haben solch einen Film wahrlich nicht verdient, der ihr Leid einfach dumpf ausschlachtet. Einzelne reizvolle Ansätze vermasselt Boll zudem mächtig: Die stoisch-schlichte Hauptfigur hätte man leicht interessanter anlegen können – z.B. als einen Mann, der Selbstjustiz begeht und irgendwann die Grenze zu einem Mörder Unschuldiger überschreitet. In einem besseren Film hätte der Moment bedeutsam sein, also „Impact“ besitzen können – hier allerdings nicht: Ein Unbeteiligter wird von der Straße gedrängt und ihm auch noch die Schuld daran gegeben – von der miesen Explosion mal ganz zu schweigen. Und dann noch solche Sachen wie offenbar keine Überwachungskameras in der gesamten City, Armie´s hinterlassene DNA überall beim Begehen von Verbrechen (speziell bei einer Szene mit einem Richter in dessen Wagen) und so weiter…
Kurzum: Ein spannungsfreier, handwerklich mauer, dummer Film.
Oder... wie ich es bei Joblo geschrieben habe:
It's a dumb movie from a guy that is about as subtle as a drunk bloke in a bar with a megaphone.
gute
Crime 101
Bart Layton´s 2026er Don Winslow Adaption „Crime 101“ – netter doppeldeutiger Titel, by the Way – ist ein Stück weit wie eine light-Variante von „Heat“ meets „Drive“: Ein prima besetzter, kompetent inszenierter und gespielter, ansprechend anzusehender, keineswegs ununterhaltsamer Streifen – dabei jedoch wenig in Erinnerung verbleibend „glatt“; weder mit nennenswert markigen Inhalten noch Charakteren aufwartend (Punkte wie Sexismus und Altersdiskriminierung werden zwar vorgebracht – das allerdings eher oberflächlich). Als Streaming-Titel (nicht etwa als Kauf-Kandidat) ist dieser Kino-Flop für Genre-Freunde aber durchaus zu empfehlen…
gute
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Over your dead Body
Bei „Over your dead Body“ (2026) handelt es sich um ein beinahe-1:1-Remake von Tommy Wirkola´s „the Trip – ein mörderisches Wochenende“ aus dem Jahr 2021 – dieses Mal u.a. aus dem Hause „87North“ sowie statt mit Aksel Hennie und Noomi Rapace mit Samara Weaving und Jason Segel in den Hauptrollen. Über das Original schrieb ich damals:
Von Regisseur Jorma Taccone (The Lonely Island) hätte ich persönlich mehr erwartet – gerade bei den Comedy-Anteilen. In Sachen Gewalt wird sich derweil nicht zurückgehalten und Timothy Olyphant ist immer willkommen – doch wie nicht selten, ist es mal wieder Weaving, die herausragt (samt der Einbindung ihres Aussie-Akzents in die Dialoge)…
Kurzum: Mal etwas besser, mal etwas schwächer, sehe ich „Over your dead Body“ unterm Strich gleichauf mit „the Trip“. In diesem Sinne: Wer letzteren nicht kennt, kann sich somit quasi bedenkenlos aussuchen, zu welchem er greift…
knappe
Tja, so ziemlich all das trifft nun auch auf Neuverfilmung zu – welche gar auch in Skandinavien (Finnland) gedreht wurde, mit einem imo eher nicht so guten Epilog versehen daherkommt sowie seinem „Vorgänger“ im Ganzen nicht wirklich etwas hinzufügt; den geneigten Zuschauer dabei aber dennoch solide bei Laune zu halten vermag…Bei „the Trip“ haben wir es mir einer blutig-schwarzhumorigen „Rosenkriegs-Geschichte“ aus Norwegen zutun, in deren Zentrum ein Paar steht, deren Ehe offenkundig ihrem Ende zusteuert, als sie gemeinsam zu einer Kurzreise in die abgeschieden an einem See gelegene Waldhütte seines Vaters aufbrechen. Was schön sarkastisch-gallig-satirisch beginnt – samt unterhaltsam präsentierter Klischees – wandelt sich aber schon bald hin zu einem derben, nichtsdestotrotz weiterhin vergnüglichen Überlebenskampf, bei dem sich immer mehr Personen vor Ort einfinden und der Bodycount entsprechend stetig ansteigt…
Nichts an „the Trip“ ist subtil: Die Story kommt simpel (und nicht sonderlich einfallsreich) gestrickt daher, die Gewalt ist splatterig und der Humor „grobschlächtig“ (u.a. werden Homophobie und eine drohende Vergewaltigung als „Gag-Quellen“ herangezogen). Die Schauspieler machen ihre Sache jeweils ordentlich, dass ausschließlich skandinavische Lieder gespielt werden fand ich nett – und trotz einer etwas zu langen, sich zunehmend vorhersehbarer entfaltenden Laufzeit von rund 110 Minuten (bei der man bspw. den Epilog locker hätte weglassen können) wurde ich seitens der absurden, gewalttätig-amüsanten Art des Streifens dennoch durchweg solide unterhalten. Knappe 6/10.
Von Regisseur Jorma Taccone (The Lonely Island) hätte ich persönlich mehr erwartet – gerade bei den Comedy-Anteilen. In Sachen Gewalt wird sich derweil nicht zurückgehalten und Timothy Olyphant ist immer willkommen – doch wie nicht selten, ist es mal wieder Weaving, die herausragt (samt der Einbindung ihres Aussie-Akzents in die Dialoge)…
Kurzum: Mal etwas besser, mal etwas schwächer, sehe ich „Over your dead Body“ unterm Strich gleichauf mit „the Trip“. In diesem Sinne: Wer letzteren nicht kennt, kann sich somit quasi bedenkenlos aussuchen, zu welchem er greift…
knappe
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