Filmtagebuch Cinefreak

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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 06.05.2020, 00:18

Die Brücke nach Terabithia

Wow, so ein schöner Film und so ein heftiger und unerwarteter Stimmungsbruch, hätte die Macher dafür würgen wollen...trotzdem ein wunderschöner Film und der weibliche Sidekick ist richtig crazy.

:liquid8:,5
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 20.05.2020, 00:13

Mile 22

Kurzreview zu einem Actioner an einem mäßigen Tag...gemessen daran sollte man die Bewertung auch sehen, kann sein, dass ich den in einem anderen Zustand an einem anderen Tag ganz anders wahrgenommen hätte...;)

huui, ich muss zugeben, ich fand den deutlich besser als nach den Vorbesprechungen gedacht....Actionhighlight sind für mich die Straßenkämpfe (dagegen kackt die Konvoi-Szene in SICARIO 2 ja wirklich derbe ab), schwierig fand ich eher den Häuser-Showdown, weil zu langgezogen und die zerschnittene Kampfszene in der Botschaft. - Dazu kann ich aber sagen, dass ich die Handlung schon streckenweise sehr mitreißend fand, insbesondere das Ableben des Teams ist schon sehr brachial geraten und in Anbetracht dessen, dass PG 13/ FSK 12 viel zu oft Sache ist im Kino, gefällt mir die angenehme Härte trotz Schwächen in der TEchnik sehr gut. Ich würde diese Erstsichtung mal bei 7 von 10 Punkten ansiedeln, denn der ist weder zwischendurch langweilig noch hat er hundertprozentige K.o.-Punkte wie z. B. völlig zerschnittene Autojagden, was leider häufig der Fall ist. - Fazit: sehenswert, je nachdem wie hoch der eigene Anspruch ist, muss man Abstriche machen. Positiv: gesunde Härte, kurze Laufzeit und recht straff inszeniert, sehr dramatisch und am Ende sogar überraschend, gut treibender Score - Negativ: teilweise zu hektischer Schnitt, einige CGI-Explosionen (die man aber alle schon schlechter gesehen hat) - gemessen an meinen Erwartungen wurden die locker übertroffen, ich hatte nämlich ein ähnliches Schnittmassaker befürchtet wie beim grauenvollen Bourne-Verschwörung..

:liquid7:
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 22.05.2020, 22:20

Vergleichsreview:

Hard Target 1 & 2

Im Jahre 1993 gab eine Ikone des Hongkong-Actionfilms, der König des Todesballett, sein herausragendes US-Debüt!

Und HARTE ZIELE war sicher für viele mehr als nur irgendein stupider Actionfilm. Mit einem für US-Verhältnisse eher schmalem Budget von gerade mal 18 Mio. Dollar inszenierte Woo einen Streifen, der zynisch, blutig und kompromisslos daherkam, der aber trotz aller Gewalt und Action Zeit ließ für ruhigere Passagen, Gefühle und eine handvoll One-Liner.

Chuck Pfarrer schrieb ein herausragendes Drehbuch, und es ist für mich fast unverständlich, wenn ich sehe, wie wenig nennenswerte Filme danach noch in seiner Biografie auftauchen. Die Bedrohlichkeit und die düstere Atmosphäre der Handlung wurde durch die Musik von Graeme Revell unterstrichen, und Jean Claude Van Damme (der sicher mehr Stinker in seiner Biografie hat als wirklich gute Filme) gab hier eine beeindruckende Vorstellung in einem Actionfeuerwerk, das John Woo mit einem viertelstündigen Nonstop-Showdown in einer Lagerhalle krönt.

Auch die Nebenfiguren empfand ich als toll geschrieben, Van Dammes weiblichen Sidekick hätte man vielleicht manchmal etwas mehr Acting gewünscht, aber sonst war die Figur toll geschrieben, klasse auch die Todesszenen, die durch die wirklich gut erzählten Figuren jedesmal mitreißen. Allen voran sicher der erste Gejagte und natürlich die Figur von Kasi Lemmons, deren Tod ich immer wieder sehr traurig und berührend finde. Für Humor sorgt natürlich Onkel Douvee.

Zudem hat der Film packende, zynische, aber auch diabolische bis charismatische Bösewichte zu bieten gehabt, allen voran natürlich das Duo Lance Henriksen und Arnold Vosloo.

Kurzum: ein Kultfilm für viele Actionfans

2016 dann eine Fortsetzung, und da der Film sich auch noch frech HARD TARGET 2 nennt, komme ich nicht umhin ihn in direkten Vergleich zu stellen. Und dann ist es ein echter Stinker mit nur wenigen wirklich guten Actionszenen aus meiner persönlichen Sicht. Keine Frage, wer B-Movies, Scott Adkins oder Actioner mag, in denen der Schwerpunkt auf körperlichen Auseinandersetzungen liegt, könnte sich gut bedient fühlen. Bis auf zwei, drei kleinere Explosionen bleibt hier aber für mich nichts, das auch nur annähernd das Feeling des ersten Teils aufkommen ließ.

Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, Roel Reiné versuche hier, Woos Stil, vor allem in der Anfangssequenz ein wenig zu kopieren, als nicht besonders gut gemachte, aber vielleicht noch gut gewollte, Hommage an den Kult-Vorgänger. Spätestens aber bei den dümmlich eingesetzten Taubenszenen ( in einer Szene sogar ein Schmetterling :-D ) und dem völlig vergeigten Finale kann man sich als Fan des Originals, der selbiges bei jeder Sichtung aufs neue zelebriert hat, allerdings nur an den Kopf fassen. Ich weiß nicht, wer auf die bescheuerte Idee gekommen ist, eine solche Dummpfeife wie diese schwache Henriksen-Kopie zu schreiben, der sich erstmal gemütlich hinsetzt, während er fünf Leute auf den Gejagten einkloppen lässt. Henriksen und Vosloo waren da eben viel mehr Mittendrin statt nur dabei.

Fazit:

Teil 1 ist Kult und für mich mit Abstand Van Dammes beste Performance, Teil 2 als direkte Fortsetzung eine Katastrophe geworden, die vermutlich nur harte B-Movie-Fans feiern werden können. Wirklich brauchbar war hier nur der Score und einige nette Ansätze

Bewertung: Teil 1 bekommt von mir volle 10/10 Punkten

(Irgendwie hoffe ich ja noch, dass der deutlich längere Directors Cut, von dem im Netz manchmal die Rede ist, irgendwann nochmal ausproduziert werden wird...;)

Teil 2 wohlwollende 4 von 10 Punkten, insgesamt ist das aber jämmerlich vergeigt und man sieht, dass offenbar keiner der Beteiligten des ersten Teils so richtig auf den Streifen Bock hatte wohl
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Re: Filmtagebuch Cinefreak

Beitrag von Cinefreak » 25.06.2020, 00:04

Amazon Prime

23 Jahre alt...und gut gealtert, das Comeback des Ruhrpott-Rüpels mit Herz

Schimanski - Die Schwadron

Nach einem bewaffneten Überfall auf ein von Albanern geführtes Bordell wird Ex-Kommissar Horst Schimanski, der sich in Belgien als Boxtrainer eine neue Existenz aufgebaut hat, reaktiviert und zur Duisburger Polizei versetzt. Man eröffnet ihm, dass sein Kollege Thanner von einem LKW überfahren und ermordet wurde. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft unter Ilse Bonner vermutet einen Maulwurf bei der Polizei in Duisburg. Der Verdacht fällt auf den Beamten Tobias Schrader.

Schimanski - hier ohne Thanner (Eberhard Feik erlag einem Herzinfakt 1994)

Den habe ich damals tatsächlich schon mal gesehen, zumindest teilweise. Die Story mag ein wenig vorhersehbar sein, aber Schimanski motzt wie eh und je - und kommt dabei sympathischer rüber als in manchem Tatort. Die Action, wenn sie einsetzt, macht richtig Druck und Tempo und ist wohldosiert, das Ende angenehm dramatisch. Ein runder Actionkrimi, der durchaus auch heute noch Spaß gemacht hat

starke :liquid7:,5
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