Filmtagebuch: SFI

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von gelini71 » 04.12.2019, 13:21

Das Opfer das nicht richtig spammen kann stellt sich als Opfer dar - kannste Dir echt nicht ausdenken :lol:
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von freeman » 04.12.2019, 19:43

Vor allem Gelinisaurus kennt einfach kein Maß. Der tobt und randaliert für 3 Filme. Irgendwann wird er mit Timozilla aneinandergeraten. Wird sicher episch, wenn der eine mit Vinyls um sich schmeißt und der andere gelbe und orangene Heftchen zur Gegenwehr nutzt.

In diesem Sinne:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von gelini71 » 05.12.2019, 06:16

Das Kraut das ihr im Osten raucht hätte ich auch mal gerne..... :roll:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von freeman » 05.12.2019, 19:46

Und am Ende kennt der Gelinisaurus nur Neid. Auf alles. Und Jeden. Ein Kaijudrama!

In diesem Sinne:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von gelini71 » 06.12.2019, 06:21

In Deinem Hirn ist wirklich eine extreme Schraube locker, Du bist ja nur noch gestört.... :roll:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 08.12.2019, 17:47

Brightburn: Son of Darkness

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Brightburn glänzt zwar in sattem Rot, kann das Potential seiner kreativen Prämisse, aufgrund altbekannter Horrorelemente und steifer sowie uninteressanter Charaktere, aber nur bedingt nutzen.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von StS » 08.12.2019, 20:03

Hatte den im Kino gesehen. Konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 09.12.2019, 06:37

The Report

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Zweckmäßig inszenzierte Nummer, die die bekannte Faktenlage drehbuchtechnisch nüchtern abspult, wodurch genretypische Spannungsmomente zugusten der Authentizität geopfert werden. Kopfschütteln erregt der Streifen dabei vor allem durch die vielen Legitimationsdiskussionen über Folter. Trocken aber sicher eine Sichtung wert.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 16.12.2019, 06:44

Fast & Furious: Hobbs & Shaw

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Der Beleidigungsmarathon sorgt immer wieder für Lacher, wirkt aber stellenweise genauso aufgesetzt wie die ausgelutschte Weltverbesserungsmotivation. Wer bäckt dann nur dein Brot? Die Kampfchoreographie ist gelungen, verschluckt sich aber eben auch an ihrer PG-13 Harmlosigkeit. Das sterile Hochglanzprodukt sorgt dann mit CGI-Bombast und physikalischen Wunderdingen auch auf Samoa für #gähn. Dank der beiden charismatischen und gerne gesehenen Hauptdarstellern, bekommt man die 2 Stunden immerhin einermaßen kurzweilig gewuppt.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 23.12.2019, 08:02

6 Underground

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Six Underground wirkt wie ein Zwitterprodukt aus Michael Bay Parodie und Kopie. Die Farbfilter bilden den kompletten RAL-Farbkatalog ab und blenden dem Zuschauer ungeniert als Linsen-Lichtschein in die Visage, freilich im hochgänzenden Plastiklook. Diverse bayische Bildzitate (Sonnenuntergang, Helicopter, SUV Kolonnen) wirken affektiert und würde man die Autos bei der Autoverfolgungsjagd durch Autobots ersetzen, dann könnten die Szenen aus Transformers entnommen sein. Generell erinnert der Streifen in vielen Punkten eher an jene Franchise als an Bays klassische Actionfilme. Das Figurenkarussell bleibt beispielsweise genauso flach wie eine Flunder, Reynolds kopiert abermals seine Deadpool Schnauze und generell ist der Ton des Films eher infantil. Dabei können die Actionsequenzen durchaus überzeugen und dürfen im Finale sogar als innovativ bezeichnet werden. Aufkeimende Gefahr für die Protagonisten, die sich durch Spannung auf den Zuschauer überträgt, bleibt dabei allerdings genauso ein Fremdwort wie Raumübersicht. Von einem erdigeren Look, einem ernsteren Ton, charismaterischen Charakteren (wie in vielen ältere Bay Werken) und einem klassischen Score, hätte der Streifen bei der durchaus interessanten Prämisse sicher profitiert.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von LivingDead » 23.12.2019, 10:02

Dito zu "6 Underground", der einmal mehr zeigt, dass ein zügelloser Bay zu nicht vielem im Stande ist. Mit einem vernünftigen Produzenten an der Hand (Bruckheimer, Spielberg) wurden seine Bilder immerhin in ein stimmiges Korsett gebündelt.
Mit freundlichem Gruß
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 23.12.2019, 16:05

Absolut, wobei man die fehlende inhaltliche Finesse eher den Drehbuchbuben anlasten muss. Auf die angedeuteten Sequels kann ich aber dennoch verzichten. Interessant indes das Thema Produzent. Wenn er dem selbst fröhnt, dann taugen die Produkte wieder was (Black Sails, The Last Ship, Jack Ryan).
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von McClane » 23.12.2019, 17:08

Stimme in vielen Punkten zu (siehe Review), auch wenn ich den insgesamt wohlwollender sehe. Eine interessante Frage stellte ich mir, gerade auch im Abgleich mit Bays älteren Filmen: Das moderne Actionkino, das er ja mit angeleiert hat, hat ihn ja in Sachen Extravaganz und Anything-Goes-Attitüde (siehe die F&F-Sequels oder den ganzen Dwayne-Johnson-im-CGI-Spektakel-Kram) überholt. "6 Underground" wirkt dann so, als wolle er zu dem wieder aufschließen anstatt zu seinen Wurzeln zu gehen, trotz R-Rated-Action mit entsprechenden Härten.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 24.12.2019, 06:29

Exakt und deswegen wirkte es für mich ein wenig parodisch. Wobei afair sein Benghazi Streifen eben noch jenen Look hatte, den wir hier vermissen.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 26.12.2019, 07:53

Monsieur Claude 2

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Seichterer Aufguss des schon seichten Vorgängers, völlig harmlos und dabei offensichtlich planlos. Der Streifen wirkt dabei wie eine Episode aus einer Soap-Serie, bei der man hängen geblieben ist und dennoch irgendwie unterhalten wird.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von McClane » 26.12.2019, 08:51

SFI hat geschrieben:
24.12.2019, 06:29
Exakt und deswegen wirkte es für mich ein wenig parodisch. Wobei afair sein Benghazi Streifen eben noch jenen Look hatte, den wir hier vermissen.
Ich fand eigentlich die meisten Sachen davor relativ genuin Bay, auch wenn ich meine, dass ich bei "Transformers 4" + 5 eine gewisse Lustlosigkeit seinerseits gespürt habe.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 30.12.2019, 07:24

Spider-Man: Far From Home

Bild

Der Endgame Restbestand entpuppt sich zwar als kurzweiliges Scharmützel und einer soliden Schurkenmotivation, bietet aber neben den totgekochten TeenRomCom Versatzstücken auch nur generisches Blitzlicht und einem stärketechnisch überzeichnenden Spider-Man. Besser als Homecoming aber allemal.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 30.12.2019, 07:32

Statistik 2019

gesehene Filme: 51 [2018: 66 | 2017: 113 | 2016: 97 | 2015: 94 | 2014: 173 | 2013: 107 | 2012: 208 | 2011: 279]
gesehe Serienstaffeln: 34 [2018: 48 | 2017: 38 | 2016: 45 | 2015: 45 | 2014: 48 | 2013: 42 | 2012: 18 | 2011: 8]
Kinobesuche: 7 [2018: 6 | 2017: 6 | 2016: 2]
prozentuale Verteilung VoD / BD-Disc: 71 % zu 29% [2018: 63 % zu 37 % | 2017: 59% zu 41% | 2016: 61% zu 39 % | 2015: 42 % zu 58 % | 2014: 41 % zu 59 %]
prozentuale Verteilung amazon Prime / Netflix: 49 % zu 51% [2018: 41 % zu 59 %]
Highlight 2019: nicht vorhanden
gefällige Filme: Robin Hood, Avengement - Blutiger Freigang, Rambo: Last Blood, Green Book, The Wolf´s Call
persönliche Floplights: Spider-Man: A New Universe, 6 Underground, Captain Marvel, Alita: Battle Angel, Ad Astra, Mission: Impossible - Fallout

Der Rückgang der Sichtungen kann 2019 mit der gezielteren Vermeidung von Durchschnittsware, potentiellem und offensichtlichem Schund (MIB 4, Mortal Engines) sowie konsequentem Abbruch von tatsächlichem Schund (Hellboy, Hurrican Heist, Venom, Predator Upgrade, Bumblebee, Final Score, Shaft) erklärt werden. Entsprechend sind auch die Floplights erstmals nicht als Kernschrott zu verstehen. Streaming nahm im Vergleich zu physischen Datenträgern weiterhin zu und auch Prime holte gegenüber Netflix auf. 2020 wird hinsichtlich Disney Plus spannend.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Vince » 30.12.2019, 13:11

Kllingt auf den ersten Blick logisch und nachvollziehbar, auch wenn ich selbst das so wahrscheinlich nie handhaben werde, weil ich die filmische Gesamtentwicklung im Auge behalten möchte - und das geht eben nur, wenn man auch weiterhin die vermeintlichen Kracher und Blockbuster verfolgt (die sich dann oft zugegeben als verzichtbar entpuppen). Auf den zweiten Blick stellen sich mir aber doch ein paar Fragen:

- verspürst du denn keinerlei Interesse, anstatt der dick aufgeblasenen neuen Blender mal auf Schatzsuche in der Filmgeschichte zu gehen? Ist da keinerlei Interesse an alten Filmen?
- es ist ja nicht so, dass heute keine guten Filme mehr gemacht werden, da muss man dann halt bloß etwas tiefer graben. Du könntest doch ebenso gut den frei gewordenen Platz der ausgesparten Blockbuster für kleine Filme nutzen, die dir evtl. mehr geben.

Allerdings zeigt deine Zuwendung zum Streaming (der ich mich ungewollt im Übrigen auch aussetze), dass dir an aktiver Suche anscheinend nicht viel gelegen ist... wenn man sich allerdings bloß vom Mainstream mitziehen lässt, muss man sich auch nicht wundern, dass einem nur noch die kleinen Fische vor die Linse kommen.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 30.12.2019, 16:02

- verspürst du denn keinerlei Interesse, anstatt der dick aufgeblasenen neuen Blender mal auf Schatzsuche in der Filmgeschichte zu gehen? Ist da keinerlei Interesse an alten Filmen?
Ganz klar nein. Für mich ist, bis auf wenige Ausnahmen, vor den 80ern Schluß. Mein Fokus lag beim Film schon immer auf der reinen Unterhaltung und nicht auf den vielschichtigen künstlerichen Aspekten. Entsprechend bin ich nicht nur genrebegrenzt, sondern auch eigen was die schauspielerische, technische, oder visuelle Handschrift eines Films betrifft. Ein guter Film holt mich dazu auf pathetischer Ebene ab, weswegen auch die tonale Komponete eine große Rolle spielt. Entsprechend kann ich mich beispielsweise an 300 oder Battleship ergötzen, mögen sie aus verschiedenster Betrachtungsweise nachvollziehbar noch so tumb sein. Das ist eben vor den 80ern in der Form nicht gegeben.
- es ist ja nicht so, dass heute keine guten Filme mehr gemacht werden, da muss man dann halt bloß etwas tiefer graben. Du könntest doch ebenso gut den frei gewordenen Platz der ausgesparten Blockbuster für kleine Filme nutzen, die dir evtl. mehr geben.
Das habe ich mir auch schon oft überlegt, aber ich will bei Filmen weder ständig Weheklagen des tatsächlichen Lebens gespiegelt bekommen noch mir über moralische Reflexionen gesellschaftlicher Zustände Gedanken machen. Blockbuster, wie sie in den 90ern noch regelmäßiger vorkamen, gaben mir beim Filmgenuß genau das was ich heutzutage oft vermisse. Zudem, ich kaufe keine Datenträger mehr und muss daher auch auf mein limitiertes Leihkontingent bei videobuster, welches leider ein Schatten von lovefilm ist, berücksichtigen.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von LivingDead » 01.01.2020, 14:32

SFI hat geschrieben:
30.12.2019, 16:02
Ganz klar nein. Für mich ist, bis auf wenige Ausnahmen, vor den 80ern Schluß. Mein Fokus lag beim Film schon immer auf der reinen Unterhaltung und nicht auf den vielschichtigen künstlerichen Aspekten. Entsprechend bin ich nicht nur genrebegrenzt, sondern auch eigen was die schauspielerische, technische, oder visuelle Handschrift eines Films betrifft. Ein guter Film holt mich dazu auf pathetischer Ebene ab, weswegen auch die tonale Komponete eine große Rolle spielt. Entsprechend kann ich mich beispielsweise an 300 oder Battleship ergötzen, mögen sie aus verschiedenster Betrachtungsweise nachvollziehbar noch so tumb sein. Das ist eben vor den 80ern in der Form nicht gegeben.
- es ist ja nicht so, dass heute keine guten Filme mehr gemacht werden, da muss man dann halt bloß etwas tiefer graben. Du könntest doch ebenso gut den frei gewordenen Platz der ausgesparten Blockbuster für kleine Filme nutzen, die dir evtl. mehr geben.
Das habe ich mir auch schon oft überlegt, aber ich will bei Filmen weder ständig Weheklagen des tatsächlichen Lebens gespiegelt bekommen noch mir über moralische Reflexionen gesellschaftlicher Zustände Gedanken machen. Blockbuster, wie sie in den 90ern noch regelmäßiger vorkamen, gaben mir beim Filmgenuß genau das was ich heutzutage oft vermisse. Zudem, ich kaufe keine Datenträger mehr und muss daher auch auf mein limitiertes Leihkontingent bei videobuster, welches leider ein Schatten von lovefilm ist, berücksichtigen.
Klingt insgesamt aber so, als ob du einfach nur mit den Filmen was anfangen kannst, die dich in einer bestimmten Altersperiode begleitet haben. Natürlich haben sich Filme in jedem Jahrzehnt weiter entwickelt und keines ist wie das vorangegangene. Aber ich bin insgesamt nicht der Meinung, dass sich die Filmlandschaft qualitativ gravierend verändert hat und heute nur noch Schund dominiert (das wurde ja damals von Blockbustern wie Staw Wars Ende der 70er auch behauptet, und die Heimatfilme aus Deutschland der Nachkriegszeit sind und bleiben auch weiterhin großer Schund).

Die größten Veränderungen, welche ich zur Zeit sehe sind wohl tatsächlich die Sehgewohnheiten, beeinflusst durch das Streaming. Binge-Watching gab es zwar schon immer, aber nun gibt es auch einen Begriff dafür, welcher dazu führte, dass man momentan gerade zu bombardiert wird mit neuen "Qualitäts-Serien", welche neben audiovisueller Perfektion aber tatsächlich alles andere als perfekt sind. Aber das ist ja eigentlich nur die Spitze des Eisberges. Daneben werden immer noch ausreichend Filme und Serien produziert, die sich jedem Trend sträuben und einfach nur gute, manchmal auch tiefgründige (aber nicht jeder Film oder jede Serie abseits des Mainstreams lädt sich den ganzen Weltschmerz auf :wink: ) Unterhaltung bieten.
Leider führten diese Sehgewohnheiten auch dazu, dass die Konzentration, bzw. die Aufmerksamkeitsspanne offensichtlich leidet. Damals habe ich meine auf DVD gekauften Serien mindestens durchgeguckt, bevor ich mir ein Urteil erlaubte. Heute bezieht Netflix seine Zuschauerzahlen lediglich auf das Sehen der ersten zwei (!) Minuten (!!) einer Serie. Da ist ja manch ein Trailer länger...
Mit freundlichem Gruß
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 01.01.2020, 15:47

Klingt insgesamt aber so, als ob du einfach nur mit den Filmen was anfangen kannst, die dich in einer bestimmten Altersperiode begleitet haben.
Es gibt aber auch viele einstige gefeierte Filme, die mir heute lächerlich vorkommen (Blade I und II sind so Beispiele), aber das Gros damals gut befundener Filme ist es auch noch heute, stimmt. Das sieht man auch an der übrig gebliebenen Essenz meiner Blu-ray Sammlung. Es müsste sich dennoch eher so verhalten, dass es für meine gegenwärtige Altersperiode kaum noch erträgliches Blockbuster Material gibt, derweil viele einstige Filme zeitlos blieben, weil sie in vielen Punkte einfach wertiger waren. Darin sehe ich dann auch die qualitative Veränderung begründet, da vieles in neuem, technischem Gewand abermals wiederholt wird und Remakes/Reboots eine gewichtigere Rolle haben als noch vor 10 bis 20 Jahren, samt ADHS Schnittfolgen, offensichtlichem Green Screen Einsatz mit damit einhergehendem sinkendem Realismus und ermüdendem CGI Overkill. Ein gutes Beispiel ist doch der Herr der Ringe / Der Hobbit Vergleich. Im mehr oder weniger originären Blockbuster Seqment ( ... has Fallen Reihe :lol: :lol: ) wird ja immer noch Unterhaltung geboten.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 02.01.2020, 07:24

I can only imagine

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Bewegender Streifen, der aber wohl eher durch Dennis Quaid getragen wird als durch die Glaubensbotschaft. Die Hoffnung auf Veränderung gegenwärtig prekärer Lebenssituationen kennt indes wohl jeder und die Musik kann in diesen Zeiten wahrlich ein Halt sein.

:liquid7: +
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von Cinefreak » 02.01.2020, 11:19

SFI hat geschrieben:
30.12.2019, 16:02
- verspürst du denn keinerlei Interesse, anstatt der dick aufgeblasenen neuen Blender mal auf Schatzsuche in der Filmgeschichte zu gehen? Ist da keinerlei Interesse an alten Filmen?
Ganz klar nein. Für mich ist, bis auf wenige Ausnahmen, vor den 80ern Schluß. Mein Fokus lag beim Film schon immer auf der reinen Unterhaltung und nicht auf den vielschichtigen künstlerichen Aspekten. Entsprechend bin ich nicht nur genrebegrenzt, sondern auch eigen was die schauspielerische, technische, oder visuelle Handschrift eines Films betrifft. Ein guter Film holt mich dazu auf pathetischer Ebene ab, weswegen auch die tonale Komponete eine große Rolle spielt. Entsprechend kann ich mich beispielsweise an 300 oder Battleship ergötzen, mögen sie aus verschiedenster Betrachtungsweise nachvollziehbar noch so tumb sein. Das ist eben vor den 80ern in der Form nicht gegeben.
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fällt mir schwer zu verstehen...ich war früher auch so, aber es gibt echt sehenswerte Klassiker wie z. B. Der unsichtbare Dritte oder Eine Leiche zum Dessert, um nur zwei zu nennen
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von McClane » 02.01.2020, 11:55

Was man allerdings sagen muss: Die Erinnerung ist ein Betrüger. Man erinnert sich noch an die großen Highlights der 1980er und 1990er, während man vom derzeitigen Kino die volle Breitseite im Blick hat. Der Schund und die Durchschnittsware der Vergangenheit, die fallen oft dem Vergessen anheim und nähren das Gefühl, dass früher alles geiler war.
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