Filmtagebuch: SFI

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von McClane » 02.01.2020, 11:55

Was man allerdings sagen muss: Die Erinnerung ist ein Betrüger. Man erinnert sich noch an die großen Highlights der 1980er und 1990er, während man vom derzeitigen Kino die volle Breitseite im Blick hat. Der Schund und die Durchschnittsware der Vergangenheit, die fallen oft dem Vergessen anheim und nähren das Gefühl, dass früher alles geiler war.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 02.01.2020, 15:26

Unbestritten, aber zumindest stehen bei mir von früher deutlich mehr Filme im Regal als von der Neuzeit. Zudem, amtliche Vollbretter sind heute imo auch rarer gesäht. Das letzte dürfte bei mir The Raid II gewesen sein. Ein guter Vergleich was heute im Blockbustersegment passiert ist neben dem Herr der Ringe / Der Hobbit Vergleich imo ID4 und sein Sequel. ID4 ist ja im Kern auch hirnlose Unterhaltung, macht aber heute immer noch richtig Laune, die CGI passen, die Schauspieler passen etc. Das Sequel hat ja beeindruckend gezeigt, was es alles nicht kann, trotz der Vorlage. Vielleicht weil es der Spiegel dessen ist wie Hollywood heute Blockbuster Produktionen angeht? Wäre mal eine Detailanalyse wert.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von LivingDead » 02.01.2020, 15:42

Sicherlich hat sich auch das Blockbusterkino weiter entwickelt. Ob nun in eine schlechte oder gute Richtung sei mal dahingestellt. Aber dass es für dich kinomäßig hinter den 80ern aufhört, zeigt ja nur eine generelle Abneigung, die schlicht in Sehgewohnheiten begründet zu liegen scheint. ;) Immerhin gibt es noch weit vorher mit "Der Unsichtbare Dritte" (wie auch vom Cinefreak beschrieben) ein Paradebeispiel eines klassischen Blockbusters.

Und ich finde gerade die von dir gescholtenen aktuellen Mission:Impossible-Filme, Monster Action in Form von Godzilla/King Kong und Science Fiction wie z.B. Blade Runner 2049, zeigen mir auf, dass auch das aktuelle Blockbusterkino noch zu erinnerungswürdigen Filmen im Stande ist.
Mit freundlichem Gruß
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 02.01.2020, 16:02

Aber dass es für dich kinomäßig hinter den 80ern aufhört, zeigt ja nur eine generelle Abneigung, die schlicht in Sehgewohnheiten begründet zu liegen scheint.
Ich würde es vielleicht nicht Sehgewohnheit nennen, sondern Sehbedürfnis. Ich bestreite ja nicht, dass es hunderte gute Filme vor den 80ern gibt (Dollar Filme etc.), die sehenswert sind, aber sie entsprechen oft nicht der Vorstellung wie ich einen Film erleben möchte, was er emotional transportieren soll und wenn doch, dann sind sie technisch limitiert. Ein gutes Beispiel sind die glorreichen Sieben. Er geht konform mit meinem Sehbedürfnis, denn er bietet eine pathetische Prämisse samt passender Musik und duften Schauspieler. Wenn aber jemand getroffen vom Gaul fällt, nicht mal ein Loch im Hemd hat, dann ist es bei mir mit dem Spaß vorbei. Oder der doofe 70er Superman mit seinem Leinwandflug. Geht nicht. Die 80er sind für mich der gefühlte Wendepunkt, bei dem die technischen Möglichkeiten zum Rest aufschlossen. Das wurde bis zum Ende der 90er perfektioniert und fand seinen Höhenpunkt in Blockbuster Filmen wie ID4 oder Armageddon. Heute hat die Technik den Rest überholt, steht im Fokus, wodurch das Seherlebnis für mich wieder abnimmt, da die Drehbücher neben den schon immer vorherrschenden Klischees nun auch nach Lego anmuten (ID 4 Sequel).
Und ich finde gerade die von dir gescholtenen aktuellen Mission:Impossible-Filme, Monster Action in Form von Godzilla/King Kong und Science Fiction wie z.B. Blade Runner 2049, zeigen mir auf, dass auch das aktuelle Blockbusterkino noch zu erinnerungswürdigen Filmen im Stande ist.
Erinnerungswürdig vielleicht, unterhaltsam definitiv, aber eben keine Bretter für mich, die ins Regal wandern müssen oder einer Mehrfachsichtung bedürfen.
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 02.01.2020, 16:23

The Witcher - Staffel 1

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Kurzum, ich tat mir schwer. Mitten in die Welt hineingeworfen, mit Orten, Begriffen, Figuren und Zeitebenen beschossen, die mich orientierungslos auf der sonst so übersichtlichen Couch werden ließen. Indes könnte ich mich über die überall zu lesende GoT Vergleiche amüsieren. Das käme mir niemals in den Sinn, es vergleicht doch auch niemand andere Mittelalterserien (The Last Kingdom, Knightfall) mit Got. Zumal The Witcher ja deutlich in die Fabelwelt mit sprechenden Drachen abdriftet und GoT wie auch die genannten Beispielserien einen realistischeren Ansatz verfolgen. Es verhält sich wohl eher so wie bei Star Trek und Star Wars, beide spielen im Weltraum, Punkt. Da erinnert The Witcher schon eher an Xena und Hercules, zumindest was die Production Values und Dialoge angeht, natürlich plus der Jahre an CGI Möglichkeiten. Eine B-lastigkeit kann man The Witcher aber definitiv nicht absprechen, der dank eines stark aufspielenden und Schwertkampf versierten Henry Cavill immerhin während seiner Screentime auch musikalisch richtig Laune macht. Als Nichtkenner der Bücher und Spiele hatte ich bei seiner Wanderschaft von Level zu Level sowieso beständig Skyrim vor Augen.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von gelini71 » 03.01.2020, 08:15

Mit Verlaub - aber Deine Einstellung zu alten Filmen ist imo etwas arrogant.
Gerade die technische Limitierung macht in meinen Augen den Reiz aus - denkst Du etwa das Steve McQueen in "Flammendes Inferno" gerne über einem Modellturm schwebte ? Vieles war zu den Entstehungszeiträumen technisch einfach nicht machbar, daraus jetzt zu sagen "sowas schaue ich nicht weil technisch Scheiße" ist mir zu einfach.
Klar kann man darüber schmunzeln das in frühen Sci-Fi Filmen die Fernseher im 4:3 Format sind, klar ist es unfreiwillig komisch wenn Superman vor einer sichtbaren Leinwand schwebt.....aber geht es in Filmen nicht um die Handlung ? Ist ein Film packend und gut erzählt ist die technische Umsetzung doch egal. Die alten Schwarz-Weiß Thriller von Alfred Hitchcock sind größtenteils immer noch packender in Szene gesetzt als viele der neuen modernen Thriller mit CGI Effekten.

Im Grunde kannst Du auch sagen "Alle Filme die ein Budget unter 100 Millionen Dollar haben sind generell Scheiße".
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 03.01.2020, 09:22

Im Grunde kannst Du auch sagen "Alle Filme die ein Budget unter 100 Millionen Dollar haben sind generell Scheiße".
Nope, das ist garantiert nicht die Kernaussage, da die Prämisse abertausender Filme das gar nicht verlangt und da ich genrefixiert bin, stehen Hitchcock Filme etc. erst gar nicht zur Disposition bzw. wurden hier nicht berücksichtigt. Zudem beschwerte ich mich weiter oben über den gegenwärtigen, unrealistischen Blockbuster CGI Overkill. Habe aber kein Problem mit der Unterstellung von Arroganz, denn die Filmemacher sind nicht minder arrogant und denken sie können mit jedem Unfug von meiner Lebenszeit kosten und werden dafür noch bezahlt. :lol: Die Parameter was ein Film für mich bieten muss definiere nur ich (so wie du für dich definierst, dass die technische Limitierung ihren Reiz hat), das muss für andere nicht nachvollziehbar sein, aber Filme besitzen kein naturgegebenes Recht auf Beachtung. :wink: Ich schwirre auch nicht durch alle Musikgenre aller Zeitalter oder lese Bücher XY. Optimal ist, wenn ich in die Filmwelt eintauchen kann, die Zeit stehen bleibt, wie etwa bei Herr der Ringe oder Star Trek. Das ist eine meiner Definitionen was ein Film leisten muss. :wink:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 06.01.2020, 10:10

Rendezvous mit dem Leben - The Book of Love

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Solide Dramödie über den Umgang mit Verlust und Trauer, die im Finale ein vielleicht zu unrealistisches und nostalgisch verklärtes Ende nimmt. Maisie Williams als verzottelte Streunerin könnte, zusammen mit ihrem verbalen Auftreten, auch direkt die Abfahrt vom GoT Set genommen haben. :lol:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 06.01.2020, 15:39

Plötzlich Familie

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Gewohnter US-Dramödienmix aus hektischem Dauergequatsche und rührseligen Szenen, hinter dem immerhin eine wahre Begebenheit steht, die sich nah am Film halten soll. Die drei Kinder spielen ihre Rollen indes toll, die beiden Erwachsenen wirken in ihrem Verhalten durchweg affektiert.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 07.01.2020, 05:36

Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

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Im Vergleich zu so manch anderem Sparks Liebesfeuer sprang leider kein Funke über. Dazu gesellten sich ungewohnte und unpassende Thrillerelemente. Immerhin, das Ende und der Twist stimmen versöhnlich.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von McClane » 07.01.2020, 23:15

Ist gerade rosa Woche bei dir? :D
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 08.01.2020, 06:51

Diese Stigmatisierung muss ja hin und wieder empirisch bedient werden und die Tage fiel mir der ganze Schwall ungesehener Schmonzetten auf. :lol: :lol:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von MarS » 09.01.2020, 17:45

Ich kann SFI gut verstehen. Ich geh auch klar nach meinen Sehbedürfnissen und sehe inzwischen primär den Unterhaltungswert. Ich kategorisiere zwar nicht so sehr nach Jahrzehnten, aber auch bei mir waren die 80er und 90er klar stilprägend, was klar am damaligen Alter lag. Bei den 80ern passt das zwar nicht 1:1, da wir fast alle Filme der 80er aber auch erst in den 90ern zu sehen bekamen, prägten die halt die Kinder- und Jugendzeit und in dieser Zeit werden nun mal auch die meisten persönlichen Klassiker gebildet. Da hat man ein bestimmtes Gefühl für Filme erlebt und entwickelt. Und das wünscht man sich halt auch heute. Geht mir jedenfalls oft so.

Ich hab z.B. letztens den Sportfilm City of McFarland gesehen, welcher auch in den 80ern spielt und mir eben genau das Feeling geboten hat. Nichts anderes. Fand ich klasse. Das wertet einen Film halt auf, wenn er die Erinnerungen füttert. Ob die Erinnerungen einen dabei betrügen ist doch egal, wenn man sich trotzdem wohl dabei fühlt.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 10.01.2020, 06:51

In meinem Fall ist es sogar so, dass ich erst mit der Jahrtausendwende, dem Internet und dem DVD Zeitalter intensiv mit dem Thema Film anfing. Viele ältere Kracher, die ich zum Zeitpunkt ihrer Erscheinung nicht einmal namentlich kannte (Alarmstufe Rot, The Rock, Hard Boiled, Robocop ...), sah ich also das erste Mal in meinen späten 20ern. Da ist nicht viel mit vernebelter Jugenderinnerung, maximal bei Perlen wie Street Fighter, die ich direkt im Kino sah. :lol:
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von MarS » 10.01.2020, 13:47

Von der Menge her hab ich auch einen großen Teil erst etwas später gesehen. Man hatte in den 90ern halt ein paar VHS-Kassetten und den Rest hat man normal im TV gesehen. Die Anzahl an Filmen war bedeutend geringer als das was ich später ab der DVD gesehen habe. Dafür hab ich Filme noch viel öfter mehrfach gesehen. Alleine das sorgte dafür, dass einzelne Filme einen höheren Stellenwert entwickeln konnten als Filme von heute. Auch wenn man dann mehrere Filme erst später nachgeholt hat, atmen die ja aber den entsprechenden Zeitgeist.

Ansonsten ist aber ein Fakt, dass gerade in der Jugendzeit die meisten persönlichen Klassiker gebildet werden. Da ist auch nichts unbedingt vernebelt bei. Bloß weil die Trash-Granaten gerne mal ihre Wirkung verloren haben, heißt das nicht, dass alles übel gewesen sein muss. Ich kann das ganz gut bei meinem Jungen beobachten. Der sieht mit Begeisterung die Sachen aus meiner Zeit und damit meine ich nicht nur alte Trickfilmserien bzw. Trickfilme, sondern auch die Realfilmklassiker aus meiner Zeit. Stand by me, Herkules und die Sandlot-Kids, Jumanji ... letztens saß er mit drei seiner Kumpels gebannt vor den Goonies. Die Dinger sind heute immer noch genauso gut wie damals.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 10.01.2020, 15:52

Dracula - Staffel 1

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Beachtenswerte Neuinterpretation, die mit Claes Bang als exquisite Besetzung aufwartet. Charismatisch wie ein James Bond subsumiert er selbst seinen Tötungsdrang unter aristokratische Manierlichkeiten und wählt seine Opfer mit Bedacht. Mit seiner Gegenspielerin wird eine Figur installiert, die als Gottes Vertreterin auf Erden mit herrlichen Dialogen ihren eigenen Glauben pointiert und alleine durch ihre Präsenz Dracula ebenbürtig ist. Dadurch verkommen die vielen Nebenfiguren allerdings zu Randnotizen. Der
Spoiler
Show
Zeitsprung
ist in seiner Wirkung mit die innovativste Idee, generiert aber auch ein qualitatives Gefälle.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 22.01.2020, 07:42

Lost in Space - Staffel 2

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Nach der ersten Staffel gelingt Netflix etwas für mich bis dahin Unbekanntes: Eine Kurskorrektur, die eine unterdurchschnittliche Serie auf ein deutlich höheres Niveau anhebt. Sicher, die Robinsons manövrieren sich immer noch selbst in allerlei Problemsituationen, nur um sie dann durch denn unerschütterlichen Familienzusammenhalt bewältigen zu können. Nun generiert aber auch die feindliche Planetenumgebung Herausforderungen, die den innewohnenden Wissenschaftscharakter der Serie deutlicher betont und die visuelle Darstellung kann dabei nur als allerfeinst bezeichnet werden. Mit einem gelungenen Cliffhanger freut man sich nun richtig auf Staffel 3.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 23.01.2020, 06:39

The Expanse - Staffel 4

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Nach den spannungsgeladenen Ereignissen der vorangegangenen Staffeln, die im fulminant-epischen Finale der 3. Staffel kumulierten, kann Staffel 4 als Ausgangspunkt des nächsten großen Schritts der Menschheit betrachtet werden. Der kommt leider nicht. Kleindimensioniert gehen die alten, großen Konflikte der drei Zivilisationen auf einer Kolonie weiter, die tendenziell hanebüchene Ausweitung des Protomolekülplots inklusive. Immerhin, die Amazon Übernahme ermöglichte auch ein üppiges Budget, was man der Serie überall ansieht. Viele visuelle Herausforderungen der Schwerelosigkeit stellen auch hier wieder den Wissenschaftsfan zufrieden, aber letztlich handelt es sich bei der 4. Staffel inhaltlich zugleich um die schwächste Staffel, die sich zudem trotz der selben Protagonisten nicht so ganz wie The Expanse anfühlt. Knappe:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 26.01.2020, 06:11

The Revenant

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Anmutig und poetisch bebildert, mit famoser Kameraführung eingfangener Überlebenswille, der bei den Unweltbedingungen allerdings auch Stirnrunzeln verursacht. Für einen fiktiven Abenteuerfilm mit überzeichneten Charakteren absolut tauglich, im Sinne des hießigen Dokuhabitus selbst für Rambo zu hart.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 26.01.2020, 16:37

The Big Bang Theory - Staffel 12

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Nach einigen Staffeln nervigem Familiengedöns, besinnten sich die Autoren im Finale wieder auf alte Tugenden, wodurch die Serie einen würdigen Abschluß erhält. Highlight neben der tollen Finalfolge ist natürlich der erste Auftritt von William Shatner, der mit seinen fast 90 Jahren immer noch ausgesprochen agil scheint.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 27.01.2020, 06:21

Anna

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Bei Anna durchwühlten anscheinend Praktikanten Ebay wahllos nach alten Mobiltelefonen, wohl auch weil es günstiger als der Nachbau von Telefonzellen war. Entsprechend gibts auch hier und da nette Zukunftsmodelle, die 1990 nicht einmal auf dem Entwicklerplan standen. Sowieso wirkt alles trés modern, da helfen auch ein paar Röhrenmonitore nicht. Abseits dessen handelt es sich bei Anna um einem gelungenen Spionagethriller, der dank den Zeitsprüngen einige nette Twists parat hält. Auch die Action kann sich sehen lassen und wäre vor 20 Jahren mit Sicherheit auf dem Index gelandet.

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von MarS » 27.01.2020, 13:39

SFI hat geschrieben:
26.01.2020, 16:37
The Big Bang Theory - Staffel 12

... der erste Auftritt von William Shatner, der mit seinen fast 90 Jahren immer noch ausgesprochen agil scheint.

Was der ist schon so alt. :shock:

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von gelini71 » 27.01.2020, 13:58

Meine Rede - "Anna" ist cool !
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 27.01.2020, 16:54

gelini71 hat geschrieben:
27.01.2020, 13:58
Meine Rede - "Anna" ist cool !
Wer behauptet Gegenteiliges?
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Re: Filmtagebuch: SFI

Beitrag von SFI » 27.01.2020, 16:55

MarS hat geschrieben:
27.01.2020, 13:39
SFI hat geschrieben:
26.01.2020, 16:37
The Big Bang Theory - Staffel 12

... der erste Auftritt von William Shatner, der mit seinen fast 90 Jahren immer noch ausgesprochen agil scheint.

Was der ist schon so alt. :shock:

Afair Jahrgang 1931
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