Horton hört ein Hu!
Verfasst: 18.06.2011, 23:13
Horton hört ein Hu
Originaltitel: Horton hears a who
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Jimmy Hayward, Steve Martino
Musik: John Powell
Was wäre, wenn die Welt aus lauter Staubkörnern bestünde? - Und wenn es auf diesen Staubkörnern Leben gäbe? - Horton, ein naiver, aber liebenswerter Elefant nimmt eines Tages im Dschungel einen Hilfeschrei von einer Blume aus wahr. Auf ihm wohnen die Hus, doch deren Welt ist in großer Gefahr, denn jede Erschütterung, jeder Windzug kann für sie das Ende bedeuten...
Zugegeben, ich war skeptisch, als ich den Film das erste Mal in der Hand hatte, doch die Skepsis konnte ich in keinster Form bestätigt sehen. Horton hört ein Hu, von den Machern von ICE AGE, entpuppt sich als einer der besten Animationsfilme seit Ice Age und Ab durch die Hecke. Bei geschätzten Produktionskosten von 85 Millionen Dollar spielte der Film weltweit fast 300 Millionen Dollar ein (Quelle: wikipedia).
Warum sich einen weiteren Animationsfilm ansehen, nachdem der letzte, den man sich angesehen hat, vielleicht nichts Besonderes war? - Was macht speziell diesen Film so besonders? - Der naive Charme des Films, seine gut platzierten Tempo-Szenen, eine im Gegensatz zu anderen Animationsfilmen gekonnte Inszenierung, die nicht auf halbminütige Gaga-Komik setzt, dafür aber einige verdammt urige und unwahrscheinlich liebevoll animierte Szenen zu bieten hat. Und zudem auch noch eine Message: Ein Mensch ist ein Mensch, wie klein er auch sei...
Horton ist, wie schon gesagt, ein naiver aber irgendwie gerade dadurch irgendwie liebenswerter Elefant, der in der deutschen Fassung übrigens von keinem geringerem als Christoph Maria Herbst (vielen sicher bekannt durch z. b. „Stromberg“) synchronisiert wurde. Die böse Känguruhmutter spricht übrigens Anke Engelke, auch die anderen Stimmen sind sehr passend und charmant besetzt.
Zum Inhalt des Films:
Die böse Känguruhmutter mag Horton nicht, denn sie befürchtet, dass er ihren Kindern Blödsinn beibringt. Kritischer betrachtet könnte man aber meinen, sie will nicht, dass ihre Jungen zuviel auf die Idee kommen, zu denken und Dinge in Frage zu stellen, denn was man nicht hören, nicht sehen und nicht fühlen kann, das existiert verdammt nochmal auch nicht. Als sie also mitbekommt, dass Horton eine Blume herumträgt und überall herumerzählt, dass es auf dieser Blume Leben gäbe, sieht sie rot und hetzt Vlad, ein Häschen mit Keksen...ups, oder wars doch eher ein böser Russenmafia-Geier mit einer nicht absprechbaren Selbstverliebtheit...? - auf den armen Horton. - Findets selbst heraus.
Horton, entstanden nach einem Kinderbuch aus dem Jahre 1954 (!) - da gab es übrigens noch Schwarzweiß-Filme und Filme ganz ohne Computertricks ;) - ist ein kleiner Geniestreich, der so charmant gezeich..äh animiert wurde, dass man problemlos zwischendurch vergisst, dass der Film eigentlich nur aus Bits und Bytes besteht. Im grunde genommen ist die Story der von ICE AGE gar nicht so unähnlich, allerdings hat „Horton..“ einfach einen genialen Kniff: Die Story läuft im Grunde genommen in zwei Welten. Es gibt einmal Horton und die Tiere um ihn herum, die übrigens sehr gut animiert worden sind und die mittlerweile sehr viel echter aussehen als so mancher Mensch in computerunterstützen Actionfilmen heutzutage und auf der anderen Seite gibt es die Welt der Hus, die alles andere als oberflächlich geschildert wird. Hier wird eine eigene kleine Welt entworfen, und am Ende des Films fragt sich vielleicht sogar so mancher Zuschauer, ob es nicht vielleicht auch eine Welt über uns gibt, von der aus betrachtet wir nur ein kleines Staubkörnchen sind...
Was auch wieder auffällt, sind die starken Parallelen zwischen amerikanischen Actionfilmen und Animationsabenteuern. Mir war das damals schon bei „Toy Story 2“ aufgefallen im Kino. So gibt es bei Horton z. B. die Armageddon-mäßige „Mission verloren“-Sequenz, und die Naivität der Stadträte könnte man als kleine Anklage auf die ebenso naive amerikanische Regierung verstehen.
Fazit:
„Horton hört ein Hu“ ist also ein perfekt gemachter Animationsfilm mit hohem Aufwand, erstklassigen Charakteren (hier seien nur mal Horton, der unglaublich urig gemachte Bürgermeister von Huh-Heim und Morton erwähnt), netter Action und gut platzierten, echt charmanten Dialogen. Ein Film für jung und alt. So gut wie ICE AGE.
bis 
Originaltitel: Horton hears a who
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Jimmy Hayward, Steve Martino
Musik: John Powell
Was wäre, wenn die Welt aus lauter Staubkörnern bestünde? - Und wenn es auf diesen Staubkörnern Leben gäbe? - Horton, ein naiver, aber liebenswerter Elefant nimmt eines Tages im Dschungel einen Hilfeschrei von einer Blume aus wahr. Auf ihm wohnen die Hus, doch deren Welt ist in großer Gefahr, denn jede Erschütterung, jeder Windzug kann für sie das Ende bedeuten...
Zugegeben, ich war skeptisch, als ich den Film das erste Mal in der Hand hatte, doch die Skepsis konnte ich in keinster Form bestätigt sehen. Horton hört ein Hu, von den Machern von ICE AGE, entpuppt sich als einer der besten Animationsfilme seit Ice Age und Ab durch die Hecke. Bei geschätzten Produktionskosten von 85 Millionen Dollar spielte der Film weltweit fast 300 Millionen Dollar ein (Quelle: wikipedia).
Warum sich einen weiteren Animationsfilm ansehen, nachdem der letzte, den man sich angesehen hat, vielleicht nichts Besonderes war? - Was macht speziell diesen Film so besonders? - Der naive Charme des Films, seine gut platzierten Tempo-Szenen, eine im Gegensatz zu anderen Animationsfilmen gekonnte Inszenierung, die nicht auf halbminütige Gaga-Komik setzt, dafür aber einige verdammt urige und unwahrscheinlich liebevoll animierte Szenen zu bieten hat. Und zudem auch noch eine Message: Ein Mensch ist ein Mensch, wie klein er auch sei...
Horton ist, wie schon gesagt, ein naiver aber irgendwie gerade dadurch irgendwie liebenswerter Elefant, der in der deutschen Fassung übrigens von keinem geringerem als Christoph Maria Herbst (vielen sicher bekannt durch z. b. „Stromberg“) synchronisiert wurde. Die böse Känguruhmutter spricht übrigens Anke Engelke, auch die anderen Stimmen sind sehr passend und charmant besetzt.
Zum Inhalt des Films:
Die böse Känguruhmutter mag Horton nicht, denn sie befürchtet, dass er ihren Kindern Blödsinn beibringt. Kritischer betrachtet könnte man aber meinen, sie will nicht, dass ihre Jungen zuviel auf die Idee kommen, zu denken und Dinge in Frage zu stellen, denn was man nicht hören, nicht sehen und nicht fühlen kann, das existiert verdammt nochmal auch nicht. Als sie also mitbekommt, dass Horton eine Blume herumträgt und überall herumerzählt, dass es auf dieser Blume Leben gäbe, sieht sie rot und hetzt Vlad, ein Häschen mit Keksen...ups, oder wars doch eher ein böser Russenmafia-Geier mit einer nicht absprechbaren Selbstverliebtheit...? - auf den armen Horton. - Findets selbst heraus.
Horton, entstanden nach einem Kinderbuch aus dem Jahre 1954 (!) - da gab es übrigens noch Schwarzweiß-Filme und Filme ganz ohne Computertricks ;) - ist ein kleiner Geniestreich, der so charmant gezeich..äh animiert wurde, dass man problemlos zwischendurch vergisst, dass der Film eigentlich nur aus Bits und Bytes besteht. Im grunde genommen ist die Story der von ICE AGE gar nicht so unähnlich, allerdings hat „Horton..“ einfach einen genialen Kniff: Die Story läuft im Grunde genommen in zwei Welten. Es gibt einmal Horton und die Tiere um ihn herum, die übrigens sehr gut animiert worden sind und die mittlerweile sehr viel echter aussehen als so mancher Mensch in computerunterstützen Actionfilmen heutzutage und auf der anderen Seite gibt es die Welt der Hus, die alles andere als oberflächlich geschildert wird. Hier wird eine eigene kleine Welt entworfen, und am Ende des Films fragt sich vielleicht sogar so mancher Zuschauer, ob es nicht vielleicht auch eine Welt über uns gibt, von der aus betrachtet wir nur ein kleines Staubkörnchen sind...
Was auch wieder auffällt, sind die starken Parallelen zwischen amerikanischen Actionfilmen und Animationsabenteuern. Mir war das damals schon bei „Toy Story 2“ aufgefallen im Kino. So gibt es bei Horton z. B. die Armageddon-mäßige „Mission verloren“-Sequenz, und die Naivität der Stadträte könnte man als kleine Anklage auf die ebenso naive amerikanische Regierung verstehen.
Fazit:
„Horton hört ein Hu“ ist also ein perfekt gemachter Animationsfilm mit hohem Aufwand, erstklassigen Charakteren (hier seien nur mal Horton, der unglaublich urig gemachte Bürgermeister von Huh-Heim und Morton erwähnt), netter Action und gut platzierten, echt charmanten Dialogen. Ein Film für jung und alt. So gut wie ICE AGE.
