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[Testbericht] KLIPSCH RB 25

Verfasst: 08.07.2010, 20:19
von SFI
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Technische Daten:
Frequenzbereich: 49Hz-20kHz ±3dB
Wirkungsgrad: 94dB
Maximale Belastbarkeit: 75 Watt
Impendanz: 8 Ohm
2-Wege-System mit einem magnetisch abgeschirmten 1 Zoll Titanmembran Druckkammertreiber und einem 5 Zoll 90° x 60° Tractrix Horn sowie magnetisch abgeschirmten 6.5 Zoll Tieftöner mit Aluminium-Konus
Abmessungen: 37.6cm x 19.1cm x 24.8cm (HxBxT)
Listenpreis: 540 EUR/Paar
Farbwahl: schwarz und kirsche Dekorfolie
Gewicht: 6,4 Kg pro Stück

Verarbeitung:
Die Amerikaner nehmen bekanntlich vieles lockerer als der gemeine Germane, angefangen bei politischen Themen bis hin zu den billig wirkenden Plastikknöpfen bei ihren aktuellen Harman Kardon Geräten. :lol: Klipsch, ein traditioneller amerikanischer Lautsprecherhersteller, bildet da keine Ausnahme. Die lässig eingelassene Plastikfront, das im bestenfall solide Anschlussterminal sowie die minimalistische Kantenverarbeitung sind nicht unbedingt Tugenden, die man von einem 550 EUR Lautsprecherpaar erwartet. Da ist der europäische Hifi Freund doch etwas anderes gewohnt, weisen etwa schon 300 EUR Lautsprecher von Nubert eine ganz anderes Verarbeitungsniveau vor, ja selbst Furnier ist in der 500 EUR Klasse nicht selten. Positiv fällt die Abdeckung auf, die sich per Magnetverschluss einfach abnehmen lässt, ohne dass man die Befürchtung haben muss, die Befestigungsstifte könnten irgendwann abbrechen. Das Design ist eher konservativ geraten, eine einfache schwarze Kiste, die nur ohne Abdeckung dank dem kupferfarbenen Chassis und dem Horn optisch ansprechend wirkt. Zum Glück sagt das Ganze nichts über den Klang aus.

Anschlussterminal
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Klang:
Der erste Eindruck war erst einmal recht spektakulär, vor allem was die Hochtonwiedergabe angeht. Fast als hätte man die ganze Zeit wie durch einen Vorhang gehört, öffneten sich plötzlich die Höhen, frisch und luftig erstrahlte „Svenson & Gielens – Beachbreeze“. Schnell wurde mir dann aber klar, dass das Ganze nicht zwingend etwas mit Neutralität zu tun hat, vielmehr erlaubt sich Klipsch ein leichtes Sounding, was sicher Geschmackssache ist. Gut aufgenommene CDs machen so über die Klipsch zwar "mehr" Spass, leicht übersteuerte Aufnahmen von denen es leider zu viele gibt kippen den Klangcharakter schon mal leicht ins "Aggressive". Ein Schlagzeug wid dann auch mal schwammig, die Stimmwiedergabe leicht krächzend. Auch diverse klassische Stücke klingen nicht ganz stressfrei. Dann kam es aber zur ersten Paradedisziplin der Klipsch -> „Survivor“ mit „Eye of the Tiger“. So hatte ich den Track bis dato noch nicht wahr genommen, ein richtiges Live Feeling mit knackigem und treibenden Beat, der zum lauter drehen anspornt, sehr geil. Dank dem sehr hohen Wirkungsgrad der Klipsch kann man dann auch entsprechend laut hören und kommt verzerrungsfrei in Regionen, wo es eher dem Ohr als dem Lautsprecher weh tut.
In diversen Clubs wird bekanntlich auch mit Hornsystemen gearbeitet, der Klang ist dabei aber je nach Qualität der Lautsprecher nicht immer angenehm. Wenn es aber klingt, dann ist Party angesagt, man saugt den Beat auf, man spürt die Musik, die Lebendigkeit lässt einen nicht mehr los. Mit den Klipsch kann man nun den Club getrost nach Hause verlagern, die Pegel macht sie mit, „Live“ klingt sie auch und die zweite Paradedisziplin ist ganz klar die elektronische Musik. Eine Trance Vinylscheibe wurde zum Erlebnis - „der Bass batscht ordentlich nei“, war die Bemerkung eines anwesenden Freundes und genau das taten die Klipsch. Zwar war die Präzision nicht ganz so ausgeprägt und auch der Tiefgang ist konstruktionsbedingt limitiert, dafür stimmt aber der Druck und die Dynamik, welche gepaart mit der Direktheit des Horns und der möglichen Lautstärke ordentlich Spass bringt.

Fazit:
Die Klipsch spielt als Spass & Partybox groß auf. Sie kann nicht alles, aber das was sie kann, macht ihr so schnell keiner nach. Das ist natürlich alles subjektiv und jeder sollte sich selbst ein Bild von einem Lautsprecher machen. Das Ganze kann mit entsprechend anderem Equipment, einem anderen Raum sowie gänzlich andere Hörgewohnheiten total von meinen Eindrücken abweichen.

:liquid7: