Der zuletzt gesehene Serien-Thread

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von kami » 25.01.2025, 21:55

Das ist im Buch schon recht spannend, wie eine gut zusammen gefasste Kriegschronik. Aber es fehlen halt Mysterien und faszinierende Wendungen, wie es sie in GoT gab.

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 04.02.2025, 08:09

Man kann getrost sagen, dass die HBO-A24-Bron-(mini)-Serie „the Idol“ (2023) a mess ist – allerdings a hot mess, um das mal so zu formulieren. Erschaffen von Abel “The Weeknd” Tesfaye und Sam Levinson – dem Mann hinter der fantastischen US-Version von „Euphoria“ – begann das Chaos schon während der Dreharbeiten – nämlich als Regisseurin Amy Seimetz 2022 gefeuert wurde, nachdem sie bereits rund 80% der Season abgedreht hatte, da die Showrunner mit ihrer (feministischen?) Herangehensweise an die Materie nicht zufrieden waren. Infolge dessen gab es Nach- und Umbesetzungen, Rewrites und ausgiebige Reshoots – sowie am Ende bloß fünf anstatt der ursprünglich geplanten sechs Folgen…

„the Idol“ ist sleazy, shallow und oversext – was an sich prima mit der Musikindustrie und den sie bevölkernden Persönlichkeiten harmoniert. Wer Levinson (siehe auch „Assassination Nation“) kennt, der weiß, dass er nicht vor „Direktheit“ in Sachen Sex, Sprache und sonstige „Abgründe“ zurückschreckt. Das Gebotene schwankt immer wieder zwischen dramatisch, satirisch, erotisch und campy – was eine keineswegs ununterhaltsame Kombination ergibt, sofern man sich darauf einlassen kann und möchte: Themen sind u.a. das „Toxische“ von Männern sowie des Geschäfts, der auf Künstler lastende Druck, Trauma-Bewältigung, Exploitation und Missbrauch sowie der Wunsch, sich selbst kreativ verwirklichen zu wollen…

In Richtung „Cult-Leader“ tendierend, agiert Tesfaye in seiner Rolle bisweilen belustigend schlecht – was aber irgendwie dazu passt, dass seine Figur einfach ein tendenziell erbärmlicher „Möchtegern“ ist. Lily-Rose Depp gibt (und zeigt) derweil alles – während auch die übrige Besetzung regelmäßig ansprechend positiv auffällt (u.a. Jane Adams, Hank Azaria, Eli Roth, Rachel Sennott sowie eine großartige Da'Vine Joy Randolph). Mal anturnend, mal ungemütlich, mal langweilig, mal banal, mal cringy und mal schlichtweg klasse, weiß man irgendwie nicht, was absichtlich mitunter derart cheesy gedacht war, und was nicht (einschließlich des „rausgestreckter Mittelfinger in verschiedene Richtungen“-Finales)…

Kurzum: Inhaltlich leider zu oberflächlich und unpräzise, verfügt „the Idol“ dennoch (u.a. aufgrund toller Momente im Bereich der Performances, Inszenierung, Inhalte und Stimmungen) über einen speziellen Reiz. Für mich war´s durchaus a guilty Pleasure – quasi „Showgirls“ meets „Euphoria“…

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von kami » 11.02.2025, 10:04

Star Trek: Lower Decks
Wunderbares Zeichentrick-Star Trek, dank der halb so langen Episodenlaufzeit inhaltlich ähnlich gehaltvoll, aber deutlich knackiger erzählt als klassisches Trek. Mochte die Charaktere, die (englischsprachigen) Sprecher machen einen fantastischen Job, allen voran Tawny Newsome als Beckett Mariner. Auch der reduzierte, aber höchst expressive Zeichen- und Animationsstil passt perfekt. Schade, dass es nach nur 50 Episoden vorbei ist, das Ende scheint bittersüß.

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 12.02.2025, 08:28

Mein Fazit von S1 lautete damals: Als (nicht unbedingt reichhaltiger) „Genre-Happen für zwischendurch“ gehtthe Night Agentin Ordnung (5,5/10). Tja, nun ist Season 2 dieser Serie (welche 2023 zu einer der erfolgreichsten überhaupt aus dem Hause „Netflix“ avancierte) am Start… und ich kann mich jenem Resümee erneut so anschließen – zudem aber auch vermelden, dass mir diese 10 neuen Folgen sogar einen Zacken besser gefallen haben als die vorherigen!

Die bewährten inhaltlichen und stilistischen Elemente sind weiterhin vorhanden – wobei es dieses Mal drei zentrale (plus ein paar kleinere nebenrangige) Plotstränge gibt, die sich entfalten und verbinden: Die Arbeit eines mysteriösen „Informations-Brokers“, eine Informantin in der iranischen Botschaft, die ihre Familie aus der Heimat herausholen lassen möchte, sowie ein drohender Giftgas-Angriff seitens der Familie eines inhaftierten Kriegsverbrechers…

Wechselnde Allianzen, Misstrauen gegenüber Vertretern der eigenen Behörde, ein Anschlag, den es zu verhindern gilt, ein „rogue“ agierender Agent… und so weiter: Klassisches Genre-Material also, das man aus Shows wie „24“ oder „Homeland“ bereits gut kennt – welches aber auch hier ansprechend umgesetzt wurde. Ständig passiert etwas – das Tempo ist flott, der Action-Gehalt ordentlich und der Spannungsgrad okay. Zwei Folgen hat übrigens Ana Lily Amirpour gedreht…

Ein Pluspunkt der Serie ist klar sein Lead-Duo Peter und Rose: Beide sind einem sympathisch – was nicht unerheblich dank der Performances von Gabriel Basso und Luciane Buchanan so der Fall ist. Zwar mutet Rose´s neuerliche Beteiligung durchaus etwas „konstruiert“ an – doch bereichert sie (aus den zuvor genannten Gründen) das Ganze; weshalb das zu vernachlässigen ist. Die übrigen Parts/Akteure passen ebenfalls – und der Einstieg in Thailand wusste mir prima zu gefallen…

Kurzum: S2 ist erneut angenehm unterhaltsam und sollte die bestehenden Fans der Serie rundum zufrieden stellen. Ich freue mich auf S3, dessen Setting/Weg das Ende hier bereits in Aussicht stellt…

:liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 17.02.2025, 09:31

Anständig führt Season 2 von „Yellowjackets“ die sich auf zwei Zeitebenen (1996/2021) entfaltende Story fort – wobei es evident ist, dass die Showrunner einen konkreten „Plan“ besitzen (für fünf Staffeln, ihrer Aussage nach), so dass im Prinzip keine Gefahr besteht, dass so etwas wie bei „Lost“ geschieht. Regelmäßig merkt man genau das dem Präsentierten an: Offenbarungen haben meist nicht nur kurzfristige Wirkungen – deuten des Öfteren auf spezielle Entwicklungen und Dinge hin, die „in der Zukunft mal“ (in einer folgenden Staffel) konkreter ins Spiel kommen dürften – während das, was damals in der Wildnis vorgefallen ist, weiterhin bloß häppchenweise (chronologisch) preisgegeben wird. Damit verknüpft ist das Pacing mitunter ruhiger als wohlmöglich erwartet…

Hochwertig verfasst und handwerklich kompetent realisiert, gebührt dem Darsteller-Ensemble viel Lob – welches im Vorliegenden noch um Elijah Wood, Lauren Ambrose, Simone Kessell und John Reynolds erweitert wurde. Melanie Lynskey, Sophie Thatcher, Juliette Lewis, Christina Ricci, Sophie Nélisse und so weiter: Großartig portraitieren sie ihre Charaktere – und in dem Moment, als einer aus dieser Runde stirbt, vermittelt das einen entsprechenden „Impact“. Dieses Mal steht Lottie (Courtney Eaton/Simone Kessell) kräftiger im Fokus – u.a. ihre Visionen und wie die anderen damit umgehen. Nicht nur die Passagen in ihrem „Wellness Center“ weisen einen Sinn für Humor auf, der die „kalte, dramatische Düsternis“ durchaus nett auflockert…

Regelmäßig findet ein Wechsel zwischen den Zeitebenen statt – und in der Gegenwart der Handlung gibt es ebenfalls multiple Storylines. Etwas schade ist es, dass die Haupt-Protagonisten in letzteren häufig getrennt voneinander unterwegs sind, so dass man dort das eine oder andere ein wenig hätte „straffen“ können: Im Vergleich sind ihre gemeinsamen Interaktionen reizvoller. Packender ist definitiv der Teil in der Wildnis mit seinen Survival- und Horror-Elementen – obgleich „das Übernatürliche“ da nicht zwangsweise „übernatürlich“ sein muss. Clevere Einfälle und einzelne schicke Visuals kommen da noch hinzu – plus eine fantastische Song-Auswahl von Bands/Künstlern wie Garbage, Nirvana, Tori Amos, Live, the Cranberries, Alanis Morissette, Florence + The Machine…

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 21.02.2025, 09:00

Im Grunde die einzige Sache, die mir an Season 2 von „the Recruit“ nicht gefiel, war dass die Staffel bloß 6 Folgen hat – denn gern hätte ich noch weitere gesehen! Das ist generell gemeint – nicht etwa weil die Story nicht abgeschlossen wäre oder so. Nahtlos wird ans Ende der vorherigen Ereignisse angeknüpft – und über einen Zufall (das Öffnen eines Umschlags aus Neugier und Langeweile; gefolgt von einem köstlichen „laugh out loud“-Moment) findet sich Owen dieses Mal plötzlich hauptsächlich in Südkorea wieder, wo er abwenden soll, dass ein dortiger Geheimdienstler (Teo Yoo) brisante Informationen über die USA veröffentlicht – welcher die CIA genau damit erpresst; und zwar mit der Absicht, dass eben jene im Gegenzug seine in Russland verschleppte Frau freibekommt…

Wer S1 mochte, wird auch an S2 seine Freude haben. Der Humor macht Spaß – Owen und der ihn verkörpernde Noah Centineo ebenfalls – die Ereignisse entfalten sich flott und straff, der Soundtrack ist erneut schön lässig und so ziemlich das gesamte Figuren-Ensemble weiß zu gefallen (Nathan Fillion und James Purefoy inklusive). Ja, auf den Neben-Plotstrang von Hannah (Fivel Stewart) hätte ich verzichten können – aber z.B. ist Maddie Hasson als Nichka (Max´s Tochter) schön badass-cool und mochte ich zudem auch Neuzugang Shin Do-Hyun als Yoo, Owen´s Freundin aus Kindheitstagen. Das asiatische Setting ist ansprechend, die gebotenen Action-Momente passen (eine Konfrontation rund um ein Auto gefiel mir am besten) und Langeweile kommt zu keiner Zeit auf…

Kurzum: Gute Unterhaltung! S3? Gern her damit!

starke :liquid7:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 05.03.2025, 14:41

Cobra Kai - Staffel 6
Wenngleich sich die eine oder andere Länge einschlich, bin ich unterm Strich positiv überrascht gewesen. Mir hat gefallen, dass Feinde zu Freunden wurden, und es gab doch so einige wirklich emotionale Szenen.
Spoiler
Show
Was ich auch - wenngleich ungern - zugeben muss: Die haben es doch noch geschafft, Kreese menschliches zu geben, und irgendwie fand ich seinen Abgang recht cool und so blieb das eigentliche Arschloch Silver und natürlich dieser wahnsinnige Kämpfer, der von Fairplay so gar nichts hält. Was ich nicht ganz verstanden habe, ist, warum um den Tod des einen Kämpfers so ein Gewese gemacht wurde - hat er nicht selber töten wollen, oder hat man ein Messer so aus Jux in der Hand?!
- Ein schönes Finale, einige tolle Songs, für die richtigen ein schönes Ende, für die Arschlöcher ein fieses...ich weiß, ich bin da eher in der Minderheit, aber ich mag Happyendings, erst recht im Moment, wo man das Gefühl hat, die Welt wird immer bekloppter und radikaler eine Wohltat
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von SFI » 05.03.2025, 16:05

Natürlich braucht Cobra Kai ein Happy End, alles andere würde die Miyagi Philosophie ja Lügen strafen. :D
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 05.03.2025, 17:49

SFI hat geschrieben:
05.03.2025, 16:05
Natürlich braucht Cobra Kai ein Happy End, alles andere würde die Miyagi Philosophie ja Lügen strafen. :D
:lol:
Jetzt, wo du es sagst :cool:
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 19.03.2025, 09:20

Bei „Rabbit Hole“ (2023) handelt es sich um eine Verschwörungsthriller-Serie aus dem Hause „Paramount+“ mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle, die letztlich nicht über eine einzige Staffel (8 Folgen) hinausgekommen ist: Definitiv ein Stück weit schade, meiner Meinung nach – denn obgleich ich sie keineswegs als „Must-see-TV“ einstufen würde, vermag sie den Freund derartiger Kost durchaus anständig zu unterhalten; komplett mit verschiedenen Twists, Verfolgungsjagden und weitreichenden Verschwörungen (so wie man es bei dem Genre erwartet)…

Phasenweise schön spannend und rasant sowie in dem interessanten Feld lukrativ-brisanter Wirtschaftsspionage (samt Verstrickungen in Richtung Politik) angesiedelt, ist es nett, Sutherland hier mal wieder tendenziell im „Jack-Bauer-Modus“ agierend zu sehen – wobei mir aber auch die Gestaltung seiner im Vorliegenden verkörperten Figur zuzusagen vermochte. Meta Golding, Charles Dance, Rob Yang, Peter Weller und weitere steuern kompetenten Support bei – in einer Schlüsselrolle ist zudem Lance Henriksen mit von der Partie…

Kompetent produziert, gespielt und in Szene gesetzt, eignet sich „Rabbit Hole“ auf ordentliche Weise dazu, sich ein paar Stunden zu vertreiben – zumal der zentrale Fall der ersten Staffel (trotz der Absetzung) weitestgehend abgeschlossen ist und man sich daher in der Beziehung nicht zu sehr ärgern muss. Damit, dass Sutherland´s Part den Antagonisten oft einen Schritt voraus ist, muss man leben – was aber mit dazu führt, dass die Momente, in denen er an sich selbst zu zweifeln beginnt, mehr „Gewicht“ erhalten. Alles in einem eine recht kurzweilige Angelegenheit…

starke :liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von SFI » 19.03.2025, 16:00

Mochte die Serie aus und wunderte mich schon, dass es noch keine Fortsetzung gibt. Die Absetzung ging wohl an mir vorrüber.
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 22.03.2025, 23:22

The good Doctor
abgeschlossen

Wieder eine kleine Reise beendet nach 126 Episoden

Schöne Serie, auch wenn nicht jede Folge Bombe ist. Aber die Serie hat viele tolle Charaktere und Geschichten und kommt nach sieben Jahren zu einem wirklich schönen Finale, mit dem man zufrieden sein kann. Die Serie ist auch divers, ohne das dabei aufdringlich zu machen. Einziges Manko wie bei fast allen Krankenhausserien - das Thema Krebs und Tumore ist leider sehr präsent.

würde mal :liquid8: insgesamt für die Serie geben
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 31.03.2025, 10:12

Season 3 von „Reacher“ basiert auf Lee Child´s Roman „Persuader“ und folgt dem klassischen Schema der Reihe (Buch/Serie) weiterhin auf unterhaltsame Weise: Eine ernste Crime-Story mit Action, Gewalt sowie auch einem netten Sinn für Humor. Alan Ritchson mag ich in der Titel-Rolle inzwischen echt gern – während ich mit Maria Sten als Neagley noch immer nicht ganz „warm geworden“ bin. Wer mir in dieser Staffel ebenfalls gefiel, war Sonya Cassidy als DEA-Agentin Duffy – von ihrem Typ, Aussehen und Akzent her (an Willa Fitzgerald als Roscoe kommt sie dennoch nicht heran)…

Auf Seiten der Baddies agiert Brian Tee als Quinn (der Rolle gemäß) eiskalt-fies – doch vermittelt seine Figur leider keine „echte Bedrohung“ als Widersacher von Reacher. Ganz anders Oliver „The Dutch Giant“ Richters als Paulie: Ihr ausgiebiger, knallharter Fight – an dem übrigens ganze drei Wochen lang gedreht wurde – bildet dann auch das unbestreitbare Action-Highlight dieser Season; wobei sich andere Auseinandersetzungen – z.B. Neagley gegen einige Killer in einem Bürogebäude, ein Lagerhaus-Shootout oder ein nächtlicher Hinterhalt – aber ebenfalls sehen lassen können…

In Nebenrollen agieren u.a. Anthony Michael Hall und Johnny Berchtold jeweils rundum solide – handwerklich wurde das Ganze anständig umgesetzt. Insgesamt wurde das Buch ordentlich adaptiert – inklusive einzelner Gewaltspitzen sowie der „erbarmungslosen Art“ Reachers in manchen Momenten/Situationen. Alles in allem kurzweilig zu konsumierende, nicht gerade „fordernde“ Kost – so wie es die Vorlagen halt auch sind – wobei das Staffelfinale (Folge 8) meiner Meinung nach die bislang beste Episode der kompletten Serie markiert. Daher:

gute :liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 08.04.2025, 08:11

Bei „Pulse“ (2025) handelt es sich um eine stereotype, aber unterhaltsame „Netflix“-Krankenhaus-Serie von Showrunner Carlton Cuse (TV's „Lost“, „Bate's Motel“, „Jack Ryan“ etc.), welche sich in einer Notaufnahme in Miami entfaltet. Nicht vordergründig um Authentizität bemüht – stattdessen auf „klassisches Drama-Entertainment“ (á la Shows wie „ER“, „Chicago Hope“ und „Grey's Anatomy“) setzend – weisen einige Elemente (Plotstränge, Charaktere, Beziehungen und Dialoge) durchaus klischeehafte sowie in Richtung Soap-Opera tendierende Eigenheiten auf…

Dass Willa Fitzgerald („Stange Darling“) als Haupt-Protagonistin gecastet wurde, ist 'ne feine Sache – schließlich verdient sie Besseres als bloß Serien-Nebenparts und maue B-Movies (á la „Alarum“). Sie agiert gewohnt gut und wird von einem netten Ensemble brauchbarer Darsteller umgeben – darunter Colin Woodell, Jessie T. Usher, Jessica Rothe, Jack Bannon und Nestor Carbonell – welche Figuren spielen, von denen die Mehrzahl ansprechend sympathisch ist (und selbst wenn nicht: zumindest nicht uninteressant), so dass man sie durchaus gern durch diese kurzweiligen 10 Folgen begleitet…

„Amüsant“ ist übrigens ein Aspekt der Werbe-Strategie: Im Trailer wird die Romanze der beiden Leads hervorgehoben – welche in der Serie an sich aber schon vorüber ist und nur in Form regelmäßiger Flashbacks aufgezeigt wird, während die gegenwärtige Handlung an just dem Tag einsetzt, als er gerade suspendiert wurde, nachdem sie ihn in der HR-Abteilung u.a. wegen der damit verbundenen Machtverhältnisse und Auswirkungen angezeigt hatte (was unweigerlich für Drama/Spannungen im Team sorgt). Zudem zieht ein Hurricane genau dann über Florida hinweg und stürzt ein Schulbus von einer Brücke…

starke :liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 10.04.2025, 09:09

Cassandra

Die Serie hat zu Anfang so gar kein Interesse bei mir geweckt. Da ich aber ein weiteres Interview mit The Changeman hatte und er sie empfohlen hat, wurde ich doch neugierig.
Und wow...ich fand sie extrem fesselnd und unheilverkündend. Ich konnte gut mitfiebern, fand aber die Entscheidungen einiger handelnder Personen sehr fragwürdig.
Spoiler
Show
dass der Ehemann versucht, die Frau umzubringen, nur weil die KI das Kind bedroht, lässt den Typen sehr schwach wirken, ebenso wie die Tatsache, dass der Mordversuch des Mannes am Ende quasi keine Rolle mehr gespielt zu haben scheint, überhaupt ist das Ende ein wenig unbefriedigend, wenngleich ich froh war, dass die Familie überlebt hat, denn ich hatte sie schon in Herz geschlossen. Vor allem die von Mina Tander gespielte Hauptperson hat mir sehr gut gefallen und ich habe wirklich mit ihr mitgelitten. ich fand es übrigens cool, dass sie am Ende die Heldin war, und wenngleich vielleicht ein wenig einfach über die psychologische Schiene den Gegner überzeugen konnte. Auch fand ich, dass einige Twists, wie z. B. die Sache mit dem zweiten Kind, überraschend kamen
Unterm Strich ne starke, fiese, perfide Serie, der der wirklich gelungene Abschluss ein wenig gefehlt hat.

:liquid7: bis :liquid8:

Meinungen dazu?
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 01.06.2025, 09:17

Nach der „leicht holprigen“ (da mit auffallend vielen Needle-Drops aktuell angesagter Songs sowie einer Menge Exposition in den Dialogen daherkommenden) Start-Episode entpuppt sich die 2025er Coming-of-Age-Autoschrauber-Streetracing-Serie „Motorheads“ aus dem Hause „Amazon Prime” erfreulicherweise aber schon bald als eine angenehm unterhaltsame Angelegenheit – was vor allem der sympathischen Darsteller und Charaktere, einem gewissen „Nostalgie-Faktor“ und einer Story zu verdanken ist, die das Herz am rechten Fleck hat…

Die Besetzung ist nicht nur optisch ansprechend, sondern stellt eine gute Chemie miteinander zur Schau und verkörpert eine nette Ansammlung von Figuren, mit denen man durchaus gern Zeit verbringt. Nichts ist sonderlich originell – aber das muss es auch gar nicht sein, um den Betrachter (welcher einer Materie wie dieser generell zugeneigt sein sollte) bei Laune zu halten. Und glücklicherweise handelt es sich hierbei um keine the-Fast-and-the-Furious-in-einer-Kleinstadt/Highschool-Prequel-eske Show – obgleich Nathalie Kelley aus „Tokyo Drift“ mit von der Partie ist…

Ryan Phillippe hat sich über die Jahre hinweg echt gut gehalten, einer der Regisseure ist Neil Burger und inhaltlich gibt es die üblichen „Teen-Drama-Verstrickungen“ zu verzeichnen – gepaart mit verschiedenen „Schatten der Vergangenheit“ (Flashbacks inklusive), Rivalitäten (u.a. in der Liebe wie auch „hinterm Steuer“) sowie ein paar kriminellen Machenschaften. Was mir an diesen 10 Folgen ebenfalls zugesagt hat: Das Gebotene weist keine unnötige „Schwere“ auf, sondern bietet einem stattdessen eher lockeres Entertainment. S2 darf kommen…

:liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 13.06.2025, 08:04

Nachdem mir der Trailer im Kino beim Fantasy Filmfest begegnet war – und dabei ein wenig Verwunderung über den Hinweis „ARD Mediathek“ auslöste – stand nun die (hierzulande mit dem Untertitel „Horror ist Kult“ versehene) 2025er irisch-deutsch-britische Horror-Comedy-Serie „Video Nasty“ bei mir auf dem Programm. In Dublin des Jahres 1985 angesiedelt, wird die Geschichte dreier Teenager (Justin Daniels Anene, Cal O'Driscoll und Leia Murphy) erzählt, welche es anstreben, ihre VHS-Sammlung der berüchtigt-verbotenen „Video Nasties“ zu vervollständigen – sowohl um die Streifen alle mal gesehen zu haben als auch um sie anschließend dann als „Gesamtpaket“ lukrativ verkaufen zu können. Leider aber geraten sie im Zuge ihrer sie ins ländliche England führenden Jagd nach dem letzten Tape in reale „düstere Geschehnisse“…

Alles in allem sind diese 6 Folgen (á >30 Minuten) eine sympathische Angelegenheit – obgleich die gebotene Mischung aus Ernst und Humor für mich nicht immer optimal „rund“ war und man einen sich um die jene Kids suchenden Eltern rankenden Plotstrang ein Stück weit hätte „komprimieren“ oder „trimmen“ können. Unabhängig dessen, dass ich weder so ein Fan von '70er/'80er-Horror noch britischem Folk-Krams á la „the Wicker Man“ bin, habe ich mich dennoch an diversen Anspielungen („TCM“, „Driller Killer“ etc.) erfreut, haben die Leads ordentlich gepasst (Zoe mochte ich am liebsten; samt der schönen Augen Murphys) und konnten die Macher aus dem eher bescheidenen Budget (nicht nur von der Atmosphäre) her durchaus Anständiges herausholen – worüber hinaus ich bei den Regisseuren ein wenig überrascht war, Christopher Smith („Creep“/„Triangle“) unter eben jenen zu entdecken…

Kurzum: Ein netter, lockerer „Serien-Snack“, dieser Mix aus schwarzhumoriger Coming-of-Age-Story, Comedy, Krimi und Horror-Genre-Hommage – u.a. aber leider etwas „uneben“ im Bereich der Kombination aus ernsten Themen/Momenten (RIP, Fangoria Fangirl)…

knappe :liquid6:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 25.06.2025, 18:17

FUBAR

Kein kompletter Ausfall, aber leider weit hinter ihren Möglichkeiten bleibt diese Serie mit Arnie. Leider sind die Stories ziemlich 08/15mäßig und die einzelnen Stories und Handlungsstränge ziehen sich gefühlt doch arg. Trumpfas hier ist natürlich Monica Barbaro als Arnies Tochter. Hat mir sehr gut gefallen, auch dass mal wieder Womanpower am Start war. Einige Dialoge sind auch ganz lustig, die Puppenszene war wirklich amüsant, dazwischen aber auch ein Feuerwerk an Belanglosigkeiten. Lediglich das Finale war ganz ok (das Budget sieht man aber wirklich in jeder Actionszene - also, dass scheinbar kaum welches vorhanden war ;) - der Cliffhanger macht zumindest bedingt neugierig...
insgesamt aber eine zähe Angelegenheit mit netter Besetzung und einigen zuviel Kalauern.
Ich glaub, ne :liquid5: ist hoch genug...würde Staffel 2 aber trotzdem ne Chance geben...zum Anfüttern hats bei mir gereicht :lol:

Squid Game Staffel 2
Nicht schlecht. Aber hart..es sind schon einige Charaktere dabei, für die ich Sympathien empfinde...zu wissen, dass nur einer oder zwei davon überleben werden, ist schon traurig. So gefiel mir dann das Ende auch nicht so recht, zwar twisty (aber wahrscheinlich auch nur, weil ich nicht gleich gecheckt habe, dass zwei Personen ein und die gleiche sind ;) NAja...neugierig hats Ende schon gemacht, ein mitfiebern mit einigen Charakteren wird dann wohl auch in der STaffel 3 möglich sein. Dafür, dass die Autoren bzw. der Autor nur einen Bruchteil der Zeit hatte wie für die erste STaffel, ist das ne ganz ordentliche Nummer nochmal geworden. Glücklicherweise ist die dritte auch die letzte, genügt dann auch, denke ich. Und es ist absehbar, dass man bald weiß, wie es ausgeht ;)
:liquid7: etwa...
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von StS » 02.07.2025, 08:03

the Terminal List“ (Season 1, 8 Folgen, 2022) basiert auf einer Buchvorlage eines Ex-US-Elitesoldaten und handelt von einem hochdekorierten Navy-SEAL, der in eine „bis in höchste Kreise“ reichende Verschwörung gerät, unter einem Gehirntumor leidet, bei einem Einsatz seine gesamte Einheit verliert, die Ermordung seiner Familie (Frau und Tochter) miterleben muss sowie danach stracks einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen alle Verantwortlichen in Angriff nimmt…

Ich habe kein Problem mit solchen Selbstjustiz-Werken – siehe z.B. „Shooter“ – sofern sie nicht zu stumpf daherkommen und man mit dem Protagonisten mitzufiebern in der Lage ist. Letzteres ist im Vorliegenden aber nicht wirklich der Fall – denn der von Chris Pratt verkörperte Reece agiert dermaßen Ego-getrieben fokussiert aufs Auslöschen seiner Gegner, dass man bald schon zu wünschen anfängt, jemand möge ihn doch bitte aufhalten (verhaften oder erschießen)…

Was eine spannende Geschichte hätte werden können, wird so zu einer zwar anständig produzierten sowie u.a. von Antoine Fuqua und M.J. Bassett kompetent in Szene gesetzten Angelegenheit, der man aber einfach deutlich mehr Ambivalenz in gleich mehrerlei Hinsicht gewünscht hätte. Gradlinig und konventionell entfaltet sich das Geschehen – ist trotz einiger „Twists“, Brutalitäten und guter Action-Momente allerdings weder packend/spannend noch irgendwie „überraschend“ geartet…

Hauptdarsteller Pratt besitzt zwar den passend trainierten Körper für den Part – doch seine Stärken liegen grundsätzlich im Bereich „lockerer“ Charaktere. Reece dagegen ist fast komplett stoisch-ernst – weshalb Pratt´s Performance eher „uncharismatisch-farblos“ rüberkommt. Zumindest punkten seine Co-Stars Constance Wu, Taylor Kitsch, Jeanne Tripplehorn und Jai Courtney in der Hinsicht besser. Riley Keough ebenfalls – welche generell höherwertigeres Material verdient hätte…

Leichte religiöse Untertöne passen zu der anvisierten Zuschauerschaft dieser Serie, bei der die meisten Leute Reece trotz all seiner Taten viel zu „ehrfürchtig“ betrachten und entsprechend agieren. Wenn etwa eine Politikerin „nicht ganz sauber“ ist, legitimiert das wohl automatisch, dass man nicht nur ihre Personenschützer einfach so töten darf. Und als Reece tatsächlich mal vor einem gewissen „moralischen Dilemma“ steht, hilft ihm das Skript netterweise aus diesem heraus…

Kurzum: Season 1 ist routiniert-solide, keineswegs ununterhaltsame Kost – primär gemacht fürs „republikanisch-konservative Publikum“ – unoriginell sowie mitunter ein Stück weit ärgerlich. Bei RogerEbert.com hat man es so formuliert: So much within action tales, whether based on cops, secret agents, or soldiers, can be gratuitous, and that can be their gritty fun. But „The Terminal List“ is gratuitous with a dead-serious face …jingoism at its finest, and absolute worst.

:liquid5:

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von SFI » 02.07.2025, 15:35

:00000654
DER MÜNTZER

„Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise.“

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 03.07.2025, 19:34

Squid Game - STaffel 3
Leider eher enttäuschend, vor allem gab es mir da mindestens einen Tabubruch zuviel. Wer es gesehen hat, wird wissen, was ich meine. Zudem ziemlich unbefriedigend -
Spoiler
Show
Wer auf Bestrafung der asozialen Assholes hofft, wird enttäuscht. Alle kommen davon, der Polizist kann gar nichts ausrichten. Kein Showdown, nichts. Selbst die Finale Explosion ist ein Witz. - ICh fand es schon relativ geschmacklos, die Schwangere sterben zu lassen. Dann aber auch noch ihr Kind zum neuen Spieler in einem Todesspiel zu machen, fand ich einfach nur noch pervers. Und für Spieler 100 hätte ich mir einen fieseren Tod gewünscht, der war ja nun das Arschloch hoch 1000
Fazit: Nett, sie gesehen zu haben, aber
Spoiler
Show
nahezu alle Figuren finden ein sehr unbefriedigendes Ende
:liquid4:,5

Eines muss ich allerdings sagen: Dafür, dass der Autor im Gegensatz zur ersten Staffel nur einen Bruchteil der Zeit hatte, war es nicht so schlecht geschrieben, aber leider hätte man aus vielem viel mehr machen können.
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 08.07.2025, 14:32

Noch nie in meinem Leben - Staffel 1 - Netflix

Die 40teilige Serie ist eine meiner zwei Serien-Neuentdeckungen bei Netflix. ICh weiß noch genau, ich hatte Squid Game STaffel 3 geschaut und fand das einfach zu heftig
Spoiler
Show
die Sache mit dem Baby und so
, suchte leichte Unterhaltung...und nun habe ich mich könnte man sagen in diese Serie verguckt :shock: :cool:

Es geht um Devi, ein indisches Teenager-Girl, die den Tod ihres Vaters noch nicht verkraftet hat. Ihre Mutter kommt ebensowenig mit der Situation klar, so dass immer wieder Konflikte zwischen den beiden entstehen. Und dann ist da noch die Cousine, die ebenfalls im Haus mit wohnt und die einen indischen, für sie ausgesuchten Mann heiraten soll...obwohl sie eigentlich schon länger mit jemandem zusammen ist...

"Never have I ever... ist originell, spritzig, aber auch zum Heulen schön - Coming of age von seiner besten Seite. Die Staffel ist die perfekte Balance aus tief berührenden Szenen (immer, wenn es um den Vater geht zum Beispiel) und aberwitzigen und witzigen, teils fast schon direkten Dialogen. Ja, manchmal wird es sogar ein wenig absurd (Koyotenszene :lol: ), gleichzeitig spürt man aber auch die Trauer des Mädchens. Ich bin absolut happy, diese Feelgood-Serie von Mindy Kaling und Lang Fisher entdeckt zu haben und empfehle sie absolut weiter. Die finale Folge war auch noch eine sehr besondere, da liefen ordentlich die Tränen.
Lob geht hier auch an die dt. Synchro, besonders Ronja Peters als Devi hat eine sehr besondere Art, der Figur leben zu geben. Auch der Rest der Besetzung (incl. den Sprechern) machen einen tollen Job. Gerade auch die Cliquengeschichte hat immer wieder bewegende Momente.

Unbedingt zu erwähnen ist hier auch der wirklich schöne Elektro-Pop-Soundtrack, der mal nicht aus dem Who is who der Charts besteht und gleich mitzureißen weiß.
Ich gebe



sehr starke
:liquid9: und das auch nur, um ggf. noch Luft nach oben zu haben.
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von kami » 09.07.2025, 17:04

Musste erstmal nachschauen, wovon du hier sprichst, da ich die Serie nur unter ihrem Originaltitel "Never Have I Ever" kenne. Tatsächlich eine sehr schöne Coming-Of-Age-Dramedy-Serie mit einer supersympathischen Hauptdarstellerin.
Ach von Mindy Kaling zu empfehlen (neben The Mindy Project) ist The Sex Life Of College Girls, das bei Prime strömt. Ähnliche Mischung wie obige Serie.

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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von Cinefreak » 09.07.2025, 19:25

Danke für den Tipp. Muss aber etwas grinsen, dass bei diesen so unterschiedlichen Titeln die Serien einen ähnlichen Vibe haben sollen...erstmal NEver have I ever durchschauen, wir wollen nämlich dazu auch nen Podcast machen. Freu mich schon jetzt drauf :cool:
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Re: Der zuletzt gesehene Serien-Thread

Beitrag von kami » 10.07.2025, 10:48

Cinefreak hat geschrieben:
09.07.2025, 19:25
Danke für den Tipp. Muss aber etwas grinsen, dass bei diesen so unterschiedlichen Titeln die Serien einen ähnlichen Vibe haben sollen...erstmal NEver have I ever durchschauen, wir wollen nämlich dazu auch nen Podcast machen. Freu mich schon jetzt drauf :cool:
Der "sex life"-Anteil in der neueren Serie ist ähnlich wie der in "Never Have I Ever", ist keine sleazige Exploitationserie.

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