
Bei der Middleages Trilogy handelt es sich um ein Boxset, bestehend aus den 3 Grave Digger Alben "Tunes of War", "Knights of the Cross" und "Excalibur". Alle 3 sind Konzeptalben die sich mit dem Thema Mittelalter im allgemeinen und "Tunes of War" mit der Geschichte Schottlands, "Knights of the Cross" mit den Kreuzzügen und "Excalibur" mit der Arthur-Saga im Speziellen beschäftigen. Alle 3 sind auch nacheinander erschienen. In der Box ist jedes Album mit Bonustracks versehen und kommt in einem Digipack mit ausführlichem Booklet daher, in dem noch mal die Geschichte und Bedeutung jedes einzelnen Songs erklärt ist.
Tunes of War:

Band:
Chris Boltendahl- Vocals
Uwe Lulis-Guitar
Tomi Göttlich - Bass
Stefan Arnold - Drums
Trackliste.
1.The Brave
2. Scotland United
3. The Dark of the Sun
4. William Wallace (Braveheart)
5. The Bruce (The Lion King)
6. The Battle of Flodden
7. The Ballad of Mary (Queen of Scots)
8. The Truth
9. Cry for Freedom (James the VII)
10. Killing Time
11. Rebellion (The Clans are marching)
12. Culloden Muir
13. The Fall of the Brave
14. Heavy Metal Breakdown (Bonus)
15 Witchhunter (Bonus)
16. Headbanging Man (Bonus)
Kritik:
Kommen wir nun also zu dem ersten der 3 Konzeptalben. "Tunes of War" beschäftig sich mit der Geschichte Schottlands. Von desen Entstehung, der Vereinigung der Clans etc, bis hin zu dem Verlust der Unabhängigkeit an England werden alle wichtigsten Stationen der schottischen Geschichte in chronologischer Reihenfolge behandelt. Allerdings muss einem auch klar sein das man es hier mit einer Power -/True - Metal- Combo zu tun hat und man daher auch keine lyrischen Meisterwerke erwarten darf.
Grave Digger heben sich von anderen Powermetal - Combos ab, da sie ne ganze Ecke rauer und härter zu Werke gehen als die Konkurrenz . Der Hauptunterschied ist aber der Gesang von Chris Boltendahl, der rein gar nichts mit dem Enuchen - Gesang a la Hammerfall zu tun hat. Viel mehr grunzt und röhrt er sich durch die Songs das es eine wahre Freude ist, vereinzelt lässt er sich auch zu hohen Schreien hinreißen, die aber trotzdem nicht nach Knabenchor anhören.
Das Album wird mit einem Instrumentalstück mit Dudelsackmusik und Gitarre eingeleitet was schon ziemlich stimmig ist. "Scotland United" rockt gleich tierisch mit einem Hammer-Refrain nach vorne. Bei dem nächsten Song "The Dark of the Sun" der zwar auch ein ordentliches Brett ist, wird leider der Nachteil der Platte deutlich: Irgendwie wirkt das ganze nicht so rund und speerig um wirklich richtig abzugehen. Beim Song Nummer 7, "The Ballad of Mary", zeigt Boltendahl das er auch in ruhigen Songs mit cleanem Gesang überzeugen kann. Einer der Übersongs des Albums ist definitiv "Rebellion". Der Song beginnt mit einem schönen marschierenden Herr das von Dudelsack-Musik in den Kampf geführt wird und verwandelt sich dann in eine richtig geile Hymne. Hab ne Bekannte die total eingeschworener Unterground-Blackmetal und Deathmetal-Fan ist und mit Grave Digger und Co gar nichts anfangen kann, aber diesen Song findet sie geil.
Die Cd ist dick und gut produziert da gibt es nichts zu meckern. Die Bonussongs sind 3 alte Bandklassiker neu aufgenommen, kann man nicht drüber meckern. Im Großen und Ganzen ein ziemlich gutes Album. Man hat es geschafft sogar die Geschichte Schottlands passabel umzusetzen, auch wenn es an manchen stellen ungelenk wirkt. Daher gibt's von mir
