Filmtagebuch: Vince
Moderator: SFI
Also in Tarzan beispielsweise finden alle Bewegungen an und um Lianen in komplett 3D gerenderten Räumen statt ... Bei der Schatzinsel entstanden fast alle Hintergründe im Rechner, sieht man an den unglaublichen Kamerabewegungen. Da kann von einer reinen Unterstützung nicht mehr gesprochen werden. Also imo ... Schatzplanet ist dahingehend eh die Krone der Schöpfung. Hier wandelt dann auch ein komplett 3D animierter Roboter als Hauptfigur unter 2D animierten Figuren usw. Dieser Film ist imo der perfekte Zwitter zwischen beiden Welten ...
In diesem Sinne:
freeman
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Eme Nakia

Ein Kurzfilm, der auf der Special Edition von Spartas "Threes" enthalten ist. Untermalt mit dem Soundtrack der Band wird der libanesische Bürgerkrieg (1975-1990) aus Sicht des Sparta-Drummers Tony Hajjar erzählt, der damals noch ein Kind war.
Ein Review, übrigens das am wenigsten Gelesene in der ofdb seit meinen Anfangstagen dort
, gibts hier
Die Überlebenskünstler

Anfangs Top-Gesellschaftskritik, später dann Flop-Komödchen, das sehr wirr anmutet.
Review ist hier zu finden
Moskau in New York

Ein pelziger Robin Williams darf als Russe New York unsicher machen und beschließt mal eben, seinen Kurzauftritt in einer Zirkusveranstaltung zu verlängern und gleich dort zu bleiben.
In der Tragikomödie ist Williams voll in seinem Element, denn kaum ein Schauspieler ist so sehr darauf spezialisiert, Komödie mit Drama zu verbinden. Paul Mazursky inszeniert einen relativ schweren Brocken, der zunächst mal komplett in Russisch beginnt. Auf effektive Gags muss man lange warten (ungefähr in Minute 45 konnte ich zum ersten Mal richtig lachen), eher wird der Blick auf die bunte Salad Bowl USA mit einem Übergewicht beim Drama festgesetzt. Liebesgeschichte mit einer Italoamerikanerin inbegriffen. Das ist alles nicht verkehrt, wenn auch nicht gerade Originalitätspreise gewonnen werden.

König der Fischer

Ein ganz typischer, surreal verzogener Terry Gilliam, mit totalen Close Ups, bedrohlichen Fantasy-Szenen von feuerspeienden roten Rittern, jeder Menge Geisteskrankheit, einer ungewöhnlichen Perspektive auf die Stadt, haufenweise kauziger Charaktere und einem ausgefeilten Spagat zwischen Komödie (im "Einer fliegt übers Kuckucksnest"- oder eben "12 Monkeys"-Stil) und Drama. Robin Williams habe ich nie besser gesehen, Jeff Bridges hält definitiv mit. Das Beziehungsdrama nimmt am Ende durch zu lange Auswälzungen und Vorhersehbarkeiten leider Überhand an.


Ein Kurzfilm, der auf der Special Edition von Spartas "Threes" enthalten ist. Untermalt mit dem Soundtrack der Band wird der libanesische Bürgerkrieg (1975-1990) aus Sicht des Sparta-Drummers Tony Hajjar erzählt, der damals noch ein Kind war.
Ein Review, übrigens das am wenigsten Gelesene in der ofdb seit meinen Anfangstagen dort
Die Überlebenskünstler

Anfangs Top-Gesellschaftskritik, später dann Flop-Komödchen, das sehr wirr anmutet.
Review ist hier zu finden
Moskau in New York

Ein pelziger Robin Williams darf als Russe New York unsicher machen und beschließt mal eben, seinen Kurzauftritt in einer Zirkusveranstaltung zu verlängern und gleich dort zu bleiben.
In der Tragikomödie ist Williams voll in seinem Element, denn kaum ein Schauspieler ist so sehr darauf spezialisiert, Komödie mit Drama zu verbinden. Paul Mazursky inszeniert einen relativ schweren Brocken, der zunächst mal komplett in Russisch beginnt. Auf effektive Gags muss man lange warten (ungefähr in Minute 45 konnte ich zum ersten Mal richtig lachen), eher wird der Blick auf die bunte Salad Bowl USA mit einem Übergewicht beim Drama festgesetzt. Liebesgeschichte mit einer Italoamerikanerin inbegriffen. Das ist alles nicht verkehrt, wenn auch nicht gerade Originalitätspreise gewonnen werden.
König der Fischer

Ein ganz typischer, surreal verzogener Terry Gilliam, mit totalen Close Ups, bedrohlichen Fantasy-Szenen von feuerspeienden roten Rittern, jeder Menge Geisteskrankheit, einer ungewöhnlichen Perspektive auf die Stadt, haufenweise kauziger Charaktere und einem ausgefeilten Spagat zwischen Komödie (im "Einer fliegt übers Kuckucksnest"- oder eben "12 Monkeys"-Stil) und Drama. Robin Williams habe ich nie besser gesehen, Jeff Bridges hält definitiv mit. Das Beziehungsdrama nimmt am Ende durch zu lange Auswälzungen und Vorhersehbarkeiten leider Überhand an.
Ersteres. ;) Aus dieser recht günstigen "Best of Hollywood"-Reihe, wo halt mehrere Filme aus dem Columbia-Backkatalog nach Schauspielern geordnet in 2er- und 3er-Packs auf den Markt geschmissen werden.Fäb hat geschrieben:haste ne Robin Williams-Box-gekauft, wo liefen die oder was ist los? :)
Beim Gilliam frag ich mich, warum sein letzter Film von (ich glaube) 2006 bei uns gar nicht veröffentlicht wird. Der interessiert mich nämlich ziemlich.
In dieser Hinsicht auch empfehlenswert sind der koreanische Zeichentrick-Actioner WONDERFUL DAYS und Mamoru Oshiis GHOST IN THE SHELL 2.freeman hat geschrieben:Gibt es doch wie Sand am Meer ... nimm nur den Schatzplanet. Handgezeichnete Figuren in 3D Umgebungen ... genauso Tarzan usw. Im Schatzplanet trieb man es zur Spitze, indem man Long John silver als Mischung aus handgezeichneter und 3D animierter Animation anlegte!Vince hat geschrieben:Übrigens auch eine Mischung aus Zeichentrick-Handarbeit und CGI
Tideland von 2005 (gerade nochmal nachgeschaut), ja in der Tat eine gute Frage, eine hiesige DVD wäre sofort gekauft.Vince hat geschrieben:Beim Gilliam frag ich mich, warum sein letzter Film von (ich glaube) 2006 bei uns gar nicht veröffentlicht wird. Der interessiert mich nämlich ziemlich.
(Auch wenn ich dem guten Mann immer noch Brother's Grimm leicht übel nehme
Wenns danach geht, halten viele "Tideland" im Vergleich für die noch größere Gurke...Fäb hat geschrieben:Tideland von 2005 (gerade nochmal nachgeschaut), ja in der Tat eine gute Frage, eine hiesige DVD wäre sofort gekauft.Vince hat geschrieben:Beim Gilliam frag ich mich, warum sein letzter Film von (ich glaube) 2006 bei uns gar nicht veröffentlicht wird. Der interessiert mich nämlich ziemlich.
(Auch wenn ich dem guten Mann immer noch Brother's Grimm leicht übel nehmeaber auch nur ein gaaanz klein wenig, jeder darf auch mal ne Gurke abliefern und wenn ich bedenke, dass ich bislang zwölf seiner Filme im Bereich von 8-10 Punkten eingeordnet habe, ist dieses Machwerk auch echt die Ausnahme und hoffentlich in der letztendlichen Form auch nicht seines Geistes Kind)
- daemonicus
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Dem Kami seine Empfehlungen kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Vor GitS2 aber unbedingt 1 ansehen, was auch sehr schön im Fernsehen in dieser Reihe geht. Ne grösser Gurke als die Grimm Brüder geht fast gar nicht. Das war schon ne Beleidigung.
Wonderful Days ist schon länger auf dem EInkaufszettel.
Und was Brothers Grimm angeht, ja, alle haben gemeckert, aber ich versteh mal wieder nicht, was da jetzt so grottig dran sein soll. Sicher einer von Gilliams schwächeren Filmen, möglicherweise auch der schwächste, aber unter einer "Beleidigung" stelle ich mir was anderes vor.
"Tideland" interessiert mich vor allem thematisch.
Und was Brothers Grimm angeht, ja, alle haben gemeckert, aber ich versteh mal wieder nicht, was da jetzt so grottig dran sein soll. Sicher einer von Gilliams schwächeren Filmen, möglicherweise auch der schwächste, aber unter einer "Beleidigung" stelle ich mir was anderes vor.
"Tideland" interessiert mich vor allem thematisch.
- daemonicus
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War nen 4 Disc Set und zumindest in der Erstauflage war die vierte Scheibe anstatt der versprochenen Bonusdisc der Film "Das Haus an der Friedhofsmauer". Voll die Schundedition.daemonicus hat geschrieben:Ja gab es, aber anscheinend ist der dt. Release technisch nicht sehr berauschend.
Good Night, and Good Luck

Man benötigt eine Perspektive, um dieses ambitionierte Werk so zu konsumieren, wie es konsumiert werden will. Möglichst sollte man sich über die wesentlichen Punkte der McCarthy-Ära informieren. Ich habe mich genau mit der Erwartungshaltung genähert, die der Film benötigt - und komme dennoch nicht über das Urteil "ganz ordentlich" hinaus.
Ein ähnliches Problem wie bei seinem anderen Prestigewerk "Syriana" befällt Clooneys zweite Regiearbeit (nach "Confessions of a Dangerous Mind"): beide Filme sind viel zu mikroperspektivisch und bei derart politischen Themen muss das nicht notwendigerweise, kann aber sehr schnell Gift sein. Wie man das interne Operieren aus einer Institution heraus adäquat darstellt, wie man nicht auf die den Unterhaltungsmechanismen gehorchende Spannung verzichtet, die gewöhnlich auch als Katalysator für das Verstehen und Einfühlen des Zuschauers in die Materie dient, haben Filme wie "Insider", "Thirteen Days" und "Die Unbestechlichen" gezeigt. Dort wird ebenfalls ein einzelner Insider oder eine Gruppe zum Identifikationspol gemacht, auch hier wird das große Ganze von der eingeengten Position des Kleinen heraus aufgedeckt, jedoch wusste man wesentlich besser mit dem Element der Unterhaltung umzugehen, das hier komplett fehlt.
Clooney macht einen massiven Anfängerfehler: Dass "Good Night, and Good Luck" eine Herzensangelegenheit ist, macht ihn blind für das Bedürfnis des Publikums. Er setzt voraus, womit er selbst sich intensiv auseinandergesetzt hat, ohne zu berücksichtigen, dass man eine Brücke bauen muss, um gegenüber dem Adressaten verständlich zu wirken. George Clooney ist der Techniker, fasziniert von den ihm vertrauten Rädchen und Schrauben, dem verdutzten Ikea-Kunden eine Montageanleitung vorsetzend, deren Fachsprache der Kunde unmöglich entschlüsseln kann, ohne nicht selbst ein Technikstudium absolviert zu haben.
Nicht, dass man nicht ein wenig Geschichtswissen oder harte Fakten vorraussetzen könnte; um Gottes Willen, darum soll es nicht gehen. Die Handlung dürfte für jeden denkenden Menschen - und nur an solche wendet sich dieser Film - nicht schwer nachvollziehen zu sein. Was schwer nachvollziehbar ist, das sind die Charaktere. Es findet keine Einfühlung statt. Die Journalisten sind plakativ, zweidimensional, wie ein Holzschnitt - das eigentlich als optische Hilfestellung zur Rückbesinnung in die 50er Jahre wird zur optischen Betonung jener Plakativität.
Doch wenigstens ergeht sich Clooney nicht im aktuellen Trend zur Faselei wie sein Kollege Robert de Niro mit "The Good Shepherd" - es wird gesagt, was gesagt werden muss. Und das ist erledigt in angenehmen 89 Minuten. Nicht mehr, nicht weniger. Eine vorbildliche Beachtung der Grice'schen Maximen, ein Musterbeispiel für Effizienz. Danke wenigstens hierfür.
- wolfman
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Ne, ich hab da irgendwo mal nochwas von nem Steelbook gesehen!Vince hat geschrieben:War nen 4 Disc Set und zumindest in der Erstauflage war die vierte Scheibe anstatt der versprochenen Bonusdisc der Film "Das Haus an der Friedhofsmauer". Voll die Schundedition.daemonicus hat geschrieben:Ja gab es, aber anscheinend ist der dt. Release technisch nicht sehr berauschend.![]()
Edith: Ein Metalpack war es! *klick*
Zu GNaGL: Will ich schon ewig sehen, allerdings ist mir die DVD mit 17€+ zu teuer. Deine Worte helfen mir jetzt aber auch noch etwas länger auszuharren. :?
Ich hab den vor ein, zwei Wochen für 8,99€ abgestaubt - dachte eigentlich, der wär jetzt überall so in der Preisregion.wolfman hat geschrieben: Zu GNaGL: Will ich schon ewig sehen, allerdings ist mir die DVD mit 17€+ zu teuer. Deine Worte helfen mir jetzt aber auch noch etwas länger auszuharren. :?
- daemonicus
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Vince hat geschrieben:"Tideland" interessiert mich vor allem thematisch.
EuroVideo veröffentlicht das Schauermärchen nach gefühlten 10 Jahren Wartezeit am 08. Oktober endlich auch in Deutschland auf DVD, vorläufig jedoch nur im Verleih. Der Silberling ist mit Dolby Digital 5.1 Dolby Sound in Deutsch und Englisch ausgestattet und verfügt zusätzlich über einen DTS Track.
Leaving Las Vegas

Ehrlich, absolut stark gespielt, toll bebildert, mit einem surrealen Touch und einer total klischeefreien Charakterbeziehung.

Das Spiel der Macht

Neuverfilmung des Romans "All the King's Men" in einer sagenhaften Besetzung und mit tollen Bildern. Das Werk ist wohl in den Staaten erwartungsgemäß gefloppt bei dem extremen linksliberalen Ton, noch dazu in der Hauptrolle besetzt mit Sean Penn - kein Wunder.
Ein richtig seriöser Politthriller ist es nicht geworden, dazu ist alles viel zu sehr überzeichnet. Aber er legt einen Unterhaltungswert an den Tag, den man so nie und nimmer erwartet hätte. Penns Darstellung ist dafür der Gradmesser. In Gestik, Mimik und Tonfall komplett überzogen, aber es macht einfach Spaß, seiner Figur zuzuschauen, die annähernd so etwas wie eine Karikatur ist. Es macht genauso viel Spaß wie Al Pacino bei "Im Auftrag des Teufels" zuzuschauen. Und so füllen sich zwei emotional mitreißende Stunden ohne Anflüge von Langeweile, auf Kosten jedoch des Anspruches an Seriosität, dem nur Mark Ruffalo nachkommt.
Noch
The Good German

Einen Kommentar auf freemans Narren-Kritik habe ich hier hinterlegt. Knappe

Ehrlich, absolut stark gespielt, toll bebildert, mit einem surrealen Touch und einer total klischeefreien Charakterbeziehung.
Das Spiel der Macht

Neuverfilmung des Romans "All the King's Men" in einer sagenhaften Besetzung und mit tollen Bildern. Das Werk ist wohl in den Staaten erwartungsgemäß gefloppt bei dem extremen linksliberalen Ton, noch dazu in der Hauptrolle besetzt mit Sean Penn - kein Wunder.
Ein richtig seriöser Politthriller ist es nicht geworden, dazu ist alles viel zu sehr überzeichnet. Aber er legt einen Unterhaltungswert an den Tag, den man so nie und nimmer erwartet hätte. Penns Darstellung ist dafür der Gradmesser. In Gestik, Mimik und Tonfall komplett überzogen, aber es macht einfach Spaß, seiner Figur zuzuschauen, die annähernd so etwas wie eine Karikatur ist. Es macht genauso viel Spaß wie Al Pacino bei "Im Auftrag des Teufels" zuzuschauen. Und so füllen sich zwei emotional mitreißende Stunden ohne Anflüge von Langeweile, auf Kosten jedoch des Anspruches an Seriosität, dem nur Mark Ruffalo nachkommt.
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- LivingDead
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Ja, den finde ich auch saustark. Schon fast zu gut - hab mir den seit damals nie wieder ansehen können... So ähnlich wird´s mir jetzt auch mit dem gestern gesichteten "Requiem for a Dream" gehen...Vince hat geschrieben:Leaving Las Vegas
Ehrlich, absolut stark gespielt, toll bebildert, mit einem surrealen Touch und einer total klischeefreien Charakterbeziehung.
Mit freundlichem Gruß
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