City of Violence

Der Actionfilm der 80er, der 90er und heute.
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City of Violence

Beitrag von freeman » 22.07.2007, 20:23

City of Violence

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Originaltitel: Jjak-pae
Herstellungsland: Südkorea
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Ryoo Seung-wan
Darsteller: Ryoo Seung-wan, Jung Doo-hong, Lee Beom-su, Jeong Seok-yong, Ahn Kil-kang, Lee Joo-shil, Kim Byeong-wook, Jo Deok-hyeon, Kim Dong-yeong, Jo Gyoo-cheol u.a.

Tae-Su, Wang-Jae, Pilhos sowie Seok-Whan und dessen Bruder waren zu Jugendzeiten eine unzertrennliche Clique, die sich in diversen Straßenkämpfen in ihrer Heimatstadt Onsung gegen andere Banden zu behaupten wussten und in inniger Freundschaft vereint waren. Doch wie so oft trennten sich auch die Wege dieser Freunde irgendwann und man begann sich auseinander zu leben. Eines Tages hört der mittlerweile in Seoul als Polizist arbeitende Tae-Su vom Tod seines Freundes Wang-Jae. Umgehend reist er in seine Heimat und bemerkt schnell, dass hier etwas nicht stimmt. Pilhos ist nämlich zu einer Art Immobilienhai und Schwerverbrecher aufgestiegen, der seine Schuldner tyrannisiert und dabei nicht einmal vor ehemaligen Freunden wie Wang-Jae halt macht. Als er obendrein auch noch Seok-Whans komplette Familie auslöscht, ist der Bogen überspannt und Tae-Su und Seok-Whan ziehen in ein klärendes Gefecht ...

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Dieses beginnt ungefähr nach 60 Minuten und hält dann unglaubliche 30 Minuten vor. Zusammen mit seinem Martial Arts Choreographen Jung Doo-Hong entfesselt hier der Arahan Regisseur Ryoo Seung-Wan einen wahren Kampfsportorkan, in deren Verlauf Seok-Whan und Tae-Sue in minutenlangen Burly Braws (also 2 gegen ganze Horden von Gegnern) alles niederknüppeln, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Dabei wird Abwechslung groß geschrieben. Erst ziehen sie einer großen Gruppe mit Knüppeln neue Scheitel, danach wird eine weitere Kohorte mit Messern unfein zerschnetzelt und dann geht es in den Hand to Hand Infight, in dem sie gegen vier größere Endgegner antreten dürfen, die ihnen alles abverlangen und dabei die Schauwerte noch einmal deutlich nach oben schrauben. Diese wirklich lange und sehr dramatisch endende Actioneinlage ist einfach Entertainment vom Allerfeinsten ohne jegliche Haken und Ösen. Vorher gab es zwar auch schon einige Actioneinlagen zu bestaunen, die Brillanz des Showdowns erreichen sie allerdings bei weitem nicht. Die Ausnahme bildet eine lange Sequenz zu Beginn des Filmes, in deren Verlauf Tae-Su mit vier Banden aneinander gerät! Den choreographischen Kraftakt hinter dieser Einlage möchte ich gar nicht erahnen. Allerdings hat man bei fast allen Actionszenen vor dem Showdown ein wenig den Eindruck, sie seien nur da, um im Einstieg die Pace nicht komplett versacken zu lassen. Das wäre aber gar nicht notwendig gewesen, da die Story die ersten 60 Minuten auch mühelos hätte tragen können. Sie ist zwar nicht die Ausgeklügeltste, erinnert in der Beschwörung von Werten wie Loyalität, Freundschaft und Ehre allerdings massiv an die großen Heroic Bloodshed Epen Hongkongs und funktioniert absolut hervorragend. Zwar wirken einige um Komplexität bemühte Flashbacks in die Vergangenheit der Freunde und das Aufstiegsgebaren von Pilhos ein wenig zu gewollt, stören kann dies den Fluss der Handlung, die mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Richtung blutiges Drama tendiert, nur unwesentlich. Transportiert wird die Story durch sehr sympathische Darsteller, die allesamt einen großen Bogen um das allseits geliebte Overacting machen, was vor allem bei der Figur des Pilhos verwundert, da diese schon ein wenig exaltierter angelegt ist - auch und vor allem wegen dem Äußeren des Darstellers. Technisch bewegt sich der Streifen auf hohem Niveau. Die Action wird in extrem langen Einstellungen transportiert und Übersichtlichkeit scheint das höchste Gebot gewesen zu sein. Auch abseits der Action funktioniert City of Violence hervorragend und punktet immer wieder durch kurz eingeflochtene, vor allem durch den netten Score transportierte Elemente des Westerngenres, in das City of Violence auch mühelos gepasst hätte. Man müsste im Grunde nur Pilhos zum bösen Großgrundbesitzer umdeuten, der den Farmern das Land wegnehmen will (was er ja sogar macht) und Tae-Su und Seok-Wahn zu Outlaws, die ihm den Marsch blasen wollen.

So ist City of Violence ein insgesamt sehr gelungener Mix aus Großstadtwestern und Heroic Bloodshed Motiven geworden, der mit einem herrlich langen, imposanten und an Schauwerten reichen Showdown ins Beuteschema jedes Actionfans passen sollte!
:liquid7:

Die deutsche DVD von Splendid kommt mit einer FSK 18 uncut und hat in der Special Edition neben einer knackscharfen Bildqualität auch eine ordentliche Menge an Specials im Gepäck.

In diesem Sinne:
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Beitrag von wolfman » 22.07.2007, 20:35

Nettes Review zur aktuellen Asian-Wave! 8-)
Film ist nicht schlecht, erinnerte mich im Showdown aber auch stark an Kill Bill.
:liquid6: mit der Tendenz nach oben

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Beitrag von Vince » 22.07.2007, 20:38

Oh cool, der interessiert mich selbstverständlich auch. Wegen New Asian Wave und so :wink: .
Der eine Screen da oben erinnert ja ganz verdächtig an Dragon Tiger Gate.

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Beitrag von freeman » 22.07.2007, 20:44

Jup, mich auch, deswegen hatte ich ihn eingebaut ... Kihi ... im Gegenteil zu Dragon Tiger Gate wird der hier dir aber deutlich mehr gefallen ... viel geerdeter, handfeste Action und eben ein geiler Showdown ... hab ich schon 3 mal geguckt, den Showdown *lach*

In diesem Sinne:
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Beitrag von wolfman » 22.07.2007, 20:47

Ich hab da ein passendes Narrenposting! :lol:
wolfman hat geschrieben:Drei Filme - je einer aus Hong Kong, Korea und Thailand - bei denen die Handlung lediglich dazu dient, von einem Fight zum nächsten zu kommen.

Dragon Tiger Gate :liquid6:
Eins vorneweg: die Frisuren sind halb so schlimm wie überall geschrieben wird. Aber vielleicht ist mir das bei nem Kerl auch einfach nur egal! Da Donnie Yen, wie schon bei Sha Po Lang, für die Actionchoreografie verantwortlich war, bewegen sich die Fights auch auf einem ähnlichen Level - hart & schnell. Der Fight im japanischen Restaurant erinnert bzgl. Ausstattung, Kamera und Kampf selbst stark an Kill Bill Vol. 1

The City Of Violence :liquid6:
Ein Polizist (mit koreanischen Methoden! Alles klar! :wink:) kehrt zur Beerdigung eines Schulfreundes in seine Heimatstadt zurück. Gemeinsam mit einem weiteren Schulfreund macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Ordentliche Fights und am meisten Handlung der drei Filme. Der Showdown erinnert ebenfalls stark an Kill Bill Vol. 1.

The Tiger Blade :liquid6:
Wilder Genremix, mit einer Handlung, die sich bereits bei den Eröffnungscredits verabschiedet hat. Aber hey, ordentliche Action & hübsche Thaimiezen ergeben einen sehenswerten No-Brainer! Und außerdem ist da ja auch noch der schöne Metallschuber! 8-) :wink:

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Beitrag von Vince » 22.07.2007, 21:39

Bah, Tiger Blade ist auch so ein Scheißfilm. Bei dieser Zusammenstellung (auch noch alles die gleichen Noten!) hab ich bald gar keine Lust mehr auf City of Violence. :wink:

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Beitrag von wolfman » 22.07.2007, 21:42

Geh doch Sandmännchen kucken du Heulkind! 8-) :wink:

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Beitrag von Vince » 22.07.2007, 21:43

:lol:

Nein Mama sagt i muss jetz Heia machen. :cry:

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Beitrag von wolfman » 22.07.2007, 21:53

:lol:

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Beitrag von freeman » 22.07.2007, 22:38

Oh Mann Vince: City rawkt ...

Hier mal meine Tiger Blade Wertung:
Heute geschaut und relativ enttäuscht zurückgeblieben ... Die Story des Filmes beginnt so lustig vielversprechend: Tattoo - Schwert usw. und all das wird nach 45 Minuten einfach so alles aufgegeben. Fand den ab da nur noch lahm und wußte gar nicht, wofür der noch das Schwert rumschleppt, immerhin hat ja niemand mehr so ein Tattoo. Was der General in dem Film sollte, weiß ich auch net, der fette Partner war Sackgang pur ... wenigstens sahen die Girls und die Action brauchbar aus. Die Rapeszene passte weder in den Filmkontext noch zur Stimmung, die der Film transportierte und ist daher arg geschmacklos.

Weiß auch nicht, schwanke zwischen 4 und 5 Punkten ... tendiere aber zur 4 ...
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Beitrag von TonyTorpedo » 23.07.2007, 00:41

Hatte mir nach Arahan, dem Trailer und der 18er Freigabe etwas mehr versprochen aber Freeman liegt genau richtig. Quentin klaut bei den Asiaten und die klauen wiederum bei ihm, das haben die doch nicht nötig. :-)


Die :liquid7: ganz oben liegt schon richtig aber nicht nach Ong-Bak schauen der hier spielt in einer anderen Liga.

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Beitrag von kami » 23.07.2007, 13:33

TonyTorpedo hat geschrieben: Die :liquid7: ganz oben liegt schon richtig aber nicht nach Ong-Bak schauen der hier spielt in einer anderen Liga.
Dafür ist CITY OF VIOLENCE immerhin ein richtiger Film, und kein strunzdummer Actionporno wie ONG BAK, der ja in jeder Minute, in der nicht gekämpft wird, geradezu körperlich weh tut.

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Beitrag von Vince » 23.07.2007, 14:45

TonyTorpedo hat geschrieben: Quentin klaut bei den Asiaten und die klauen wiederum bei ihm, das haben die doch nicht nötig. :-)
Wieso, ist doch eine wundervolle Symbiose. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. ;)

@kami: Dito, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob Tony das nicht auch genau so gemeint hat? Denn es stimmt, Ong Bak spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Und genauso natürlich ist diese Liga tiefer als alles, was irgendwie vorhat, eine Geschichte zu erzählen.

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Beitrag von TonyTorpedo » 23.07.2007, 15:09

@kami: Dito, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob Tony das nicht auch genau so gemeint hat? Denn es stimmt, Ong Bak spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Und genauso natürlich ist diese Liga tiefer als alles, was irgendwie vorhat, eine Geschichte zu erzählen.
Rofl, genauso wars gemeint. Aber solange das immer wieder richtig gestellt wird bin ich zufrieden. 8-) :lol:


Dafür ist CITY OF VIOLENCE immerhin ein richtiger Film, und kein strunzdummer Actionporno wie ONG BAK, der ja in jeder Minute, in der nicht gekämpft wird, geradezu körperlich weh tut.
Körperlich weh tut ? also Muskelkater ? :lol:

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Beitrag von McClane » 12.10.2009, 11:22

Hab den gestern gesehen und bin eigentlich relativ angetan, gerade das, was kami sagt, kann ich nur unterschreiben. Endlich mal wieder ein Asien-Actionfilm mit vernünftigen Charakteren. Zwar keine Tiefe wie bei Woo, aber immer noch 20mal besser ausgearbeitet als die Jaa-Klopper, die mich abseits der Wemmsereien stets kalt lassen. Der hier hat zudem wirklich toll choreographierte Fights (die Straßenprügelei und der Showdown rocken derbst), in den ersten zwei Dritteln allerdings relativ wenige, ehe das Finale dann richtig aufdreht. Geil sind auch die Montagesequenzen, vor allem die, in der zusammengefasst wird, wie sie alle Verdächtigen verdreschen. Noch kein Oberhammer, aber ziemlich gut.

:liquid7:
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