Filmtagebuch: Fäb

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Beitrag von Fäb » 03.07.2007, 12:08

lol, na da bin ich ja froh :)

speziell die Fidani-Machwerke lassen sich aber auch nur noch schwerlich als Western bezeichnen... allein schon das setting: Da wird nicht durch staubige Wüsten oder trostloses Geröll sondern teilweise durch grüne Laubbaumlandschaften geritten, die mich eher an die Wahner Heide (Flughafen Köln/Bonn) erinnern :roll:

Wer auf Italowestern steht, muss aber wenigstens mal einen Fidani sozusagen als Feuertaufe über sich ergehen lassen :lol: Nach dem Motto: OK, den absoluten Bodensatz kenn ich jetzt, nun dürfen die Perlen kommen ;)

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Beitrag von Fäb » 04.07.2007, 16:16

Tron

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Herrje! Da hat man sich bei disney aber komplett auf die revolutionäre optik verlassen... story kindisch-lachhaft³ :roll: :lol:
Die zahlreichen religiösen wie politischen Anspielungen wiegen die vergebenen Chancen nicht auf.
:liquid4:


NVA

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Amüsanter, mit einigem Witz inszenierter aber streckenweise zu platter aber noch passabler Beitrag zur Ost-Thematik der letztlich etwas zu bieder daherkommt...
:liquid6:


Alles ist erleuchtet

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Ergreifender kleiner Film über Vergangenheitsbewältigung und die komische Natur des menschlichen Wesens. Von amüsant bis bittertraurig - "The Straight Story" mit Holocaust-background auf jüdisch-ukrainisch.
:liquid8:

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Beitrag von Fäb » 09.07.2007, 18:30

Piranha

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Ziemlich lahme Gurke im Fahrwasser vom großen weißen Hai. Das Problem ist wohl auch darin begründet, dass man hunderte kleine wuselige Piranhas schlicht und einfach nicht so imposant in Szene setzen kann wie eine einzelne große Bestie. Hier färbt sich einfach nur das Wasser um den Schwimmer rot, dieser fuchtelt wild mit den Armen rum, dazwischen werden immer mal wieder einige frames mit zappelnden Piranhas geschnitten und das war's. Angereichert mit Darstellern, die direkt vom Set eines jeden Teeniehorrorfilms Ende 70er / Anfang 80er weggecasted sein könnten birgt dieses Frühwerk von Joe Dante außer dem linearen einfallslos verlaufenden Szenario (absolutes Schema-F: Intro mit zwei leicht bzw. gar nicht bekleideten "erwachsenen Teenies" als erste Opfer -> Journalistin macht sich auf die Suche -> schließt sich mit anfangs widerwilligen aber schon bald aufgrund seiner Tochter involvierten lokalem desillusioniertem Kerl zusammen -> stoßen auf Militäroperation und wissenschaftlichen freak -> lösen Katastrophe aus, die sich dank dümmlichen Einschreiten der Army und sinnloser Geheimhaltung noch ausweitet -> sorgen für Schadensbegrenzung ohne Unterstützung von offizieller Seite zu erhalten) leider keinerlei Wendungen oder Einfälle und kann somit trotz ein wenig Bluuhhht und spärlicher Moppppen ruhigen Gewissens vernachlässigt werden.
:liquid4:


Mad City

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Ich hab so gehofft, dass ich dem Film entgegen der eher verhaltenen Kritiken wesentlich mehr abgewinnen kann, aber leider entpuppt sich diese gut gemeinte Medienschelte nicht in allerletzter Konsequenz zur bitterbösen Satire und hat einige Längen im Mittelteil zu überwinden, so dass zwar kein Jahrzehnt-Meisterwerk entstanden ist aber aufgrund der 1.Liga-Schauspielern und dem zum Glück noch recht deftigen Abgang allemal ein guter Film bleibt, der aber ganz klar Potential verschenkt hat. Wegen des ehrlichen Ziel und vehemten statements und weil mir Constantin Costa-Gavras symphatisch ist und neben genannten Schwächen auch gut angebrachte und funktionierende Hiebe vorhanden sind, vergebe trotzdem noch knappe
:liquid7:

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Beitrag von Fäb » 10.07.2007, 02:37

In the Cut

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Ist mir ein Rätsel, wie dieser Film scheinbar bei der Majorität derart in Miskredit steht. Liegt möglicherweise an der Lesart des Films, den ich eher weniger als waschechten Thriller sondern als teilweise grandios psychedelischen albtraumhaften Seelenstrip (neben den physischen) wahrnehme. Mit einer entfesselt (und fesselnenden - im doppelten Sinne) spielenden Meg Ryan entgegen ihrem Mauerblümchen-Image. Von meiner Warte aus Daumen nach oben und die Ansicht, dass der Thrillerplot und die derbe Effekthascherei nicht so sehr im Fokus stehen wie die inneren Kämpfe einer zutiefst verwirrten und zugleich sehnsuchtsvollen Frau - die Wendung konnte man sich so oder so ähnlich zwar denken, aber das spielt in dieser Betrachtungsweise eben meiner Meinung nach nicht die entscheidene Rolle. Und wer den schlicht als Softporno mit etwas Blut drumherum betitelt, dem gehören die Löffel lang gezogen.
:liquid7:,5


Bleigewitter

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Beginnt passabel und mündet schnell in einem Belagerungsszenario, welches aber dann die mit sich bringenden Längen nicht zu umgehen weiß und zudem mit zu viel Laberei, Gutmenschentum und zu allem Übel auch noch christlich-versöhnlichem Kitsch-Ende nervt. Die hie und da aufkeimenden unlustigen Klamauk-Versuche seien mal mit Blick aufs Entstehungsjahr (1970, da durchzog natürlich diese Unart schon allmählich das Genre) gar nicht erst als Kritikpunkt angeführt. Klar unterdurchschnittlicher Western, der zwar aus Italien kommt, aber nicht das ist, was ich als Italowestern-Freund unter "meinem" Genre verstehe und sehen will. Könnte sich somit genausogut in die Reihe tausender belangloser US-Western einreihen.
:liquid3:

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Beitrag von daemonicus » 10.07.2007, 07:35

Ich hatte das "Vergnügen" In the Cut in ner Preview zu sehen und war sowas von gelangweilt. Ein für mich echt schlechter Film. Und Schauspielerinnen, die versuchen sich selber mit Gesichts-OPs und Titten zeigen wieder ins Gespräch zu bringen: Nein danke.

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Beitrag von Fäb » 10.07.2007, 22:43

Also wenn das der Grund sein soll... :roll:

egal, eben den hier gesehen:

Caligula

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Tjaaa... will da gar nicht viele Worte drüber verlieren, Caligula war ja ein zutiefst kranker Charakter und insofern spiegelt der Film diesen evtl. wieder. Aber muss man deswegen brutalste Gewalt, Hardcore-Szenen und erigierte Penisse noch und nöcher und eine Geschmacklosigkeit nach der anderen überbieten und auf 150 Minuten elend lang variieren? Die ungekürzte Fassung ist in der Tat SEHR explizit, lediglich einige Dinge wie rektales fisting mit dickem Siegelring sind nicht on-screen, sondern aus verdeckender Position gefilmt.
Faszinierend allerdings, wer sich für dieses Machwerk alles hergegeben hat: Malcolm McDowell, Helen Mirren, Peter O'Toole... :-O
Wer drauf steht... wie sagte doch eben ein Kommilitone so schön: "Das ist einer der besten oder der beste äh...ähh......hm... Historienporno!"
:liquid3:
Hat mir aber immer noch "besser" (bzw. ein bisschen weniger katastrophal) gefallen als die Caligula-Oper (!) die ich Ende 2006 über mich ergehen lassen musste *schüttel*

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Beitrag von daemonicus » 10.07.2007, 23:26

Oh sorry dass ich meine Meinung geschrieben habe. Und klar ich bewerte nen Film nur nach den Titten der Schauspielerinnen, ist ja der Grund überhaupt.

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Beitrag von Fäb » 11.07.2007, 00:01

pff..

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Beitrag von Fäb » 12.07.2007, 18:31

Vierzig Gewehre

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Eine Großgrundbesitzerin hält sich 40 bewaffnete Männer, welche gelegentlich aus der Reihe tanzen und mit ihrem pöbelnden Bruder eine Stadt terrorisieren. Ein rigeroser Marshal kommt in die Gegend, auf der Suche nach einem Viehdieb, und beginnt ein scheinbar unmögliches Verhältnis mit besagter Großgrundbesitzerin...
Ein vielschichtiges Drama im Westerngewand tischt uns Sam Fuller auf. Inhaltlich ungewöhnlich und technisch teilweise brilliant bis nahezu revolutionär und dazu mit einem absolut rockenden weil trockenen Ende! (das ich mir allerdings noch 2 minuten kürzer gewünscht hätte, damit der letzte Anflug von Kitsch verloren geht, der dann letztendlich doch noch rein musste... Aber sei's drum, das ist wohl dem zeitgeist der 50er Jahre geschuldet.)
:liquid8: Gehört wohl zu den paar US-Western, die jeder Westernfreund mal gesehen haben sollte.

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Beitrag von Fäb » 16.07.2007, 13:51

Crank

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Endlich mal nachgeholt, nachdem es jetzt eine günstige single-uncut-DVD gibt und ich nicht das überteuerte steelgedööns mit tausend stunden bonusmaterial, das ich zeitlich eh nicht bewältigen würde, anschaffen wollte. Und paff! Der Film rockt einfach wie Sau. Übertrieben bis in die Spitzen, mit netten verzerr-Effekten für die Wahrnehmungsschwierigkeiten, einer grandiosen Amy Smart in der Nebenrolle :lol: , einem herrlichen lakonischen Arzt und einem Ende, das genau so gut zum Film passt [allerdings ist man schlicht und einfach Matsche wenn man aus 1000 m Höhe aufprallt, aber sei's drum] - Ein rasant schonungsloses Ende für einen Film der gut 80 Minuten auf der Überholspur rast und schlussendlich gegen die Wand fährt. Yeah!
:liquid8:

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Beitrag von Fäb » 17.07.2007, 03:21

Sublime

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Kommt zunächst nur sehr behäbig in Gang und gelangt dann irgendwann zur Auflösung die man sich, ich will nicht sagen genauso, aber zumindest ähnlich ja gedacht hatte, wobei ich letztendlich den Eindruck nicht loswurde, dass der Film gänzlich falsch vermarktet wurde und die Effekthascherei ziemlich unsinnig war und die Erwartungshaltung aufgrund des reißerischen Raw-Feed-Gedööns eine leicht andere war bzw. diese nur dadurch zu erfüllen versucht wurde. Herausgekommen ist am Ende ein halbes Ethik-Drama in seltsamer Verbindung mit surrealem Blut und Gekröse. Naja.
:liquid5: (knapp)
btw: Was macht es für einen Sinn, bei einem von vorneherein als dtv-geplantes Projekt in einem breiteren Format als 16:9 zu filmen? Soll wohl zu einem edleren Gesamteindruck beitragen.


Keine Lieder über Liebe

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Hab ja ohnehin durchaus was für Tomte, Kettcar usw. und eben auch Hansen vom deutschen Vorzeige Indie-Label Grand Hotel Van Cleef übrig und Jürgen Vogel ist sowieso eine Bank und spielt einfach sicht selbst, ergänzt durch seine Hansen-Band mit allen bekannten Gesichtern von Thees Uhlmann bis Marcus Wiebusch. Heike Makatsch zeigt ebenfalls was sie drauf hat und Florian Lukas gibt den fiktiven Regisseur und Bruder von Vogel. So kommt denn dieses Tourroadmoviediary samt Knatsch und Dreiecksbeziehung trotz scheinbar durchsichtiger Prämisse und vermeintlich ausgelutschtem Schema keineswegs verbraucht rüber. "Baby Melancholie...!"
:liquid9:

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Beitrag von Fäb » 19.07.2007, 11:50

Four Brothers

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Kann ja durchaus verstehen wie man diesem Mitleid und Empathie heischenden sowie Coolness und Zusammenhalt heuchelnden Streifen was entgegenbringen kann, aber mir war das alles ne Spur zu aufgesetzt und so gar nicht "old fashioned" wie alle tun und was immer das bedeuten mag. :roll:
:liquid5:


Jennifer Eight

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Sicher kein Jahrhundertwerk aber ein guter Copthriller um einen blinde Frauen Mörder und Andy Garcia als junger Stadtcop in neuer Umgebung auf dem Lande und nicht immer in bester Gesellschaft. Manchmal formelhaft, mal tatsächlich recht spannend, dann wieder mit ein paar Längen oder etwas unbeholfene Szenen mit Zeugin Uma Thurman (die nicht deshalb unbeholfen sind, weil selbige blind ist) macht es sich der Film nicht immer selbst leicht und steuert auf ein akzeptables wenn auch einigermaßen konventionelles Ende hin, das allerdings vorgibt, ziemlich genial zu sein. Kann man insgesamt ohne größeren Einwände gefahrenlos gucken.
:liquid7:


Das große Fressen

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Absolutes Kultwerk oder mittlerweile doch eher angestaubtes kulturhistorischen Relikt? Wieder mal einer dieser Filme, die in ihrer Zeit für Furore sorgten oder gar als Skandalfilme durchgingen, aber an denen der Zahn der Zeit leider doch arg nagte. Bin mir da noch nicht ganz schlüssig, wie ich den persönlich einordne. Wahrscheinlich eher etwas höher, es ist schon ein pervers lobenswertes Unterfangen einen Film zu drehen in dem sich 4 Freunde in eine Villa einquartieren um den lieben langen Tage und darüberhinaus aufs dekadenteste zu speisen bis sich einer nach dem anderen zu Tode frisst und wie nach und nach jegliche gesellschaftliche Normen über Bord geworfen werden.

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Beitrag von Vince » 19.07.2007, 12:06

Wieder einmal hundertpro Zustimmung beim vollkommen überschätzten Vier Brüder. :wink:

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Beitrag von LivingDead » 19.07.2007, 13:41

Jap, zu "Vier Brüder": Dem kann ich mit zwei zugedrückten Augen auch nur höchstens 6 Punkte geben. Wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, wie manch einer dem Film die volle Punktezahl geben kann...
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von Fäb » 19.07.2007, 14:13

naja das ist dann halt eher das "ey krass alder / 2Fast2Furious"-Publikum.

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Beitrag von LivingDead » 19.07.2007, 14:18

Joar, noch nicht mal. Auch aus meinem Freundeskreis gibt es genug, die den Film in den Himmel loben und das sind keine Gangsta-Typen... ;) Und auch der allgemeine Tenor geht eher in die Richtung "sensationeller Actionthriller"; was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann...
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von Fäb » 23.07.2007, 02:40

Lucky # Slevin

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Mehr als ordentliche Katz und Maus-Szenerie, die sich gegen Ende dafür entscheided, alles haargenau und bis in die letzte Nuance gefühlte fünfundachzig mal zu erklären, aber somit leicht befremdlich wirkt, weil eigentlich alles etwas offensichtlicher ist als es uns der Film glauben machen will, da er scheinbar so sehr stolz auf das perfekte puzzle ist. Spaßig ist das ganze dennoch, mit einem Josh Hartnett, dem der Schelm im Nacken sitzt, überhaupt einem Cast der sich liest wie gemalt und alles was sonst noch so dazu gehört wie etwa einer hübschen Montage und wunderbar unaufgeregten Dialogen.
:liquid8:

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Beitrag von Fäb » 24.07.2007, 12:52

Die Schlacht von Marathon

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Ausstattungs- und Statistentechnisch recht opulentes 50er Jahre Spektakel aus der zweiten Reihe, das zwar so einiges historisch durcheinanderwirft und stark verknappt, aber im Großen und Ganzen gar nicht soo unhistorisch ist (hatte erst dieses Semester ein Seminar über den Stoff ;) ). Während z.B. jüngst "300" die Xerxes-Invasion zu Grunde lag, befasst sich dieser Sandalenfilm mit dem einige Jahre zuvor geführten und wesentlich kleiner angelegten Angriff eines persischen Heeres auf einige griechische poleis und schließlich des athenischen Hoplitenheeres. Persergroßkönig Dareios (hier "Darius" benannt) wurde im Film flugs mit seinem Heer nach Griechenland verschifft, obwohl er die Führung gar nicht inne hatte usw., aber das macht nun wirklich nichts. Wer ein faible für sowas hat, hat in manchen Momenten seinen Spaß, alle anderen sollten es vielleicht lieber nach den großen Genre-Klassikern auf sich beruhen lassen, da so manche Sequenzen doch etwas arg hölzern bis laientheaterhaft wirken. Als uncredited Zweitregisseur wird übrigens niemand geringeres als ein gewisser Mario Bava geführt ;)
:liquid5: (Arte strahlte den hier dankenswerterweise im grandiosen 2,35:1 und toller Qualität aus)


Letters from Iwo Jima

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Wollte eigentlich mal zeitnah die DVDs kaufen, aber gestern brachte dann ein Kumpel diesen hier als Leih-Scheibe spontan mit (warum nur den hier und nicht auch noch Flags.. bleibt mir ein Rätsel). Allemal interessantes, atmosphärisch dichtes und in der verworrenen Ehrenideologie der Japaner und dem hoffnungslosen Unterfangen des Unternehmens bitter realistisches Kriegsportrait. Jetzt wird die nächsten Tage natürlich alsbald auch Flags... mal ausgeliehen.
Für sich alleine schonmal:
:liquid8:

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Beitrag von Fäb » 25.07.2007, 01:27

Harsh Times

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Neben der Farbgebung und dem setting, die an den auf dem Cover zitierten "Training Day" erinnern (den ich im übrigen nicht sooonderlich toll fand), erinnert mich die Konstellation eher an einen anderen Film, nämlich an "Gridlock'd", in dem Tupac Shakur und Tim Roth sich durch den lieben langen Tag schlagen und eigentlich clean werden wollen, aber immer wieder an sich selbst oder ihrer Umgebung scheitern. In "Harsh Times" sind es ein ex-Ranger der US Army und sein momentan arbeitsloser Kumpel, die ihr Leben auf die Reihe bekommen müssen, aber mehr an sich selbst als an den äußeren Umständen zu scheitern drohen. Christian Bale verkörpert Jim, den durch Kriegseinsätze verstärkt psychopathisch-unkrontollierten Hitzkopf und Freddy Rodríguez mimt die Figur Mike, den homie aus seinem Viertel, der weiter zu ihm steht, auch wenn dies seine Frau, gespielt von Desperate Housewives-Mieze Eva Longoria, gar nicht freut - aus Angst um ihren Mike und aus Sorge, dass er sich zudröhnt statt nach einem Job zu suchen. Hin und hergerissen zwischen freundschaftlichem Abhängen und den rufenden Verpflichtungen rutscht man von einem Regenguss in die nächste Traufe, ständig am Abgrund zwischen "alles wird gut" und "alles gerät außer Kontrolle". Der Film führt zunächst gemächlich den Gang der Dinge nach Jims Rückkehr ein und zeichnet im vorbeigehen ein detailliertes Milieu-Bild, während die Hauptfiguren ihre Situationen zu meistern versuchen, wobei Jim stets der tonabegende Part zukommt. Mit der Zeit spitzen sich Risiken zu handfesten Problemen zu, andere werden gelöst, woraus sich neue ergeben... - der Film nimmt an Intensität zu, was genau zum Ende hinaus seine Stärke ist und ihn nicht zu dem macht, was einem Cover und Rattenfänger-Werbesprüche weismachen wollen, nämlich keinem x-beliebigen Hood 'n' Gangz-Film, sondern einem Psychodrama, das im Milieu von LA spielt. Kein großer Film, aber in seinem bescheidenen Rahmen und mit berkenswerter Besatzung ganz gut funktionierend.
Das Ganze ist mir am Ende knappe
:liquid7: wert.

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Beitrag von Fäb » 27.07.2007, 02:20

Simpsons Movie

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Anderthalb Stunden gelber Irrsinn auf der Megaleinwand, eine Anspielung folgt dem nächsten genialen Zitat, einfach rundum perfekt. Scheisse was haben wir heute im Kino gefeiert!!
:liquid10: "i moag a mal en witz höan" :lol:

Anschließend gings dann einen Kinosaal weiter in:

Death Proof

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Oh mann, was soll ich sagen? Zu Beginn macht sich, als der Hauptfilm angekündigt wird, leider etwas störend bermerkbar, dass das Konzept auseinandergerupft ist, was sich aber alsbald legt. Der Film ist selbst ja quasi in zwei Teile gegliedert, in dem jeweils die ersten 90% endlos diskutiert und scheinbar belangloses Zeug getan wird, wodurch die Gewalteinbrüche aber nur noch umso sticheliger gesetzt werden können, wobei stets das überdrehte Kindliche Tarantinos selbst den derben Szene anhaftet. Zitiert wird in Deah Proof quasi am laufenden Band, das fängt beim ständigen Nennen von Klassikern wie "Fluchtpunkt San Francisco" an, geht weiter bis zum ständigen Selbstzitat und schlägt sich einfach in der ganzen Machart nieder. Tarantino, the quotationking. Das Ende ist dann wieder aberkomisch comichaft, und irgendwie ist das alles ziemlich Banane, aber das sind die 70's Schmuh-Filme auch und machen dennoch teilweise Laune. Bleibt eine an diese Zeit gerichtete Liebeserklärung, die sicherlich nicht jedermanns Sache ist, aber das sind Filme wie "Faster Pussycat, Kill kill!", an den der zweite Teil mit umgekehrten Vorzeichen stark erinnert, auch nicht und so manchen dürfte das langweilen bis nerven (Tonsprünge, kurze s/w-Sequenz, gefakter ruckeliger Rollenwechsel usw. inkl. ;)) aber mir hats durchaus gefallen, wobei ich dann auf DVD mal das komplette Grindhouse so wie's gewollt war, nurchnudeln muss.
:liquid8:

und weil nach zwei kinofilmen vom Tag eh nicht mehr viel übrig war, noch einen gute Nacht Happen aufgenommen und eben gesehen:

Das Große Rennen von Belleville

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Sicherlich skurril und liebevoll gemacht, aber eigentlich so gar nicht mein Fall. Irgendwie keinen Zugang gefunden und nur aus objektiven Gründen kein üblerer Verriss dieses zwar märchenhaft kreativen, aber doch für meinen Geschmack zu verkauzten seltsamen Werkes... Finde außerdem die Figurenzeichnung abgrundtief hässlich. Das ist zwar so gewollt, ändert aber nichts daran, dass ich mich den ganzen Film lang irgendwie daran gestört hab.
:liquid6:

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Beitrag von Vince » 27.07.2007, 11:33

Fäb hat geschrieben:Simpsons Movie
Anderthalb Stunden gelber Irrsinn auf der Megaleinwand, eine Anspielung folgt dem nächsten genialen Zitat, einfach rundum perfekt. Scheisse was haben wir heute im Kino gefeiert!!
:liquid10:
So sieht's aus! :rock:
"i moag a mal en witz höan" :lol:
"I vermiss Danny Deviiido." :lol:

Das Große Rennen von Belleville
:liquid6:
:shock:
Das mit dem Geschmack versteh ich schon, aber ich fand den einfach nur faszinierend und wunderschön. Optisch wie inhaltlich.

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Beitrag von Fäb » 27.07.2007, 13:32

Vince hat geschrieben:
Das Große Rennen von Belleville
:liquid6:
:shock:
Das mit dem Geschmack versteh ich schon, aber ich fand den einfach nur faszinierend und wunderschön. Optisch wie inhaltlich.
Ja, das wurde einem ja auch von allen Seiten im vorhinein zugetragen, weshalb ich mir den unbedingt angucken wollte. Aber bei mir hats irgendwie nicht angeschlagen. Sicher, wie die Alte ihren Liebling aufzieht, wie sich später die Geschichten mit dem Triplette verbinden usw. ist alles eigentlich gelungen, die Hundetraumsequenzen sind fabelhaft, genauso wie die Froschjagd mit Handgranaten und dutzender weiterer Details... und trotzdem kann ich herzlich wenig mit dem Film anfangen irgendwie und mehr noch, ich musste mich zusammenreißen um den ganzen Film lang dran zu bleiben, so ernervierend waren manche Passagen imho. Lag vielleicht auch daran, dass ich aus dem Kino mit besagten beiden Knallern kam und irgendwie zu hibbelig für ein solch rührseelig stilles künstlerisches Werk, vielleicht sind die 6/10 ein Pünktchen zu niedrig jetzt wo ich nochmal drüber geschlafen hab, und wer will, kann darin gerne ein Meisterwerk sehen, mir persönlich ist diese Sicht leider irgendwie verwehrt geblieben.

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Beitrag von Fäb » 28.07.2007, 02:09

Fäb hat geschrieben:Letters from Iwo Jima

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Wollte eigentlich mal zeitnah die DVDs kaufen, aber gestern brachte dann ein Kumpel diesen hier als Leih-Scheibe spontan mit (warum nur den hier und nicht auch noch Flags.. bleibt mir ein Rätsel). Allemal interessantes, atmosphärisch dichtes und in der verworrenen Ehrenideologie der Japaner und dem hoffnungslosen Unterfangen des Unternehmens bitter realistisches Kriegsportrait. Jetzt wird die nächsten Tage natürlich alsbald auch Flags... mal ausgeliehen.
Für sich alleine schonmal:
:liquid8:
Heut folgte dann der Gegenpart.

Flags of our fathers

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Für meinen Geschmack nicht immer ganz glücklich montiert und zum Ende hin vielleicht 10 Minuten zu lange Tränendrüsendrückerei, aber unterm Strich dennoch Qualitätsstrotzend und ein geglücktes filmisches Denkmal eines historisch betrachtet eher missglückten wenn auch in der Situation hilfreichen realen Denkmals, das aber tatsächlich nicht ohne Letters From Iwo Jima auskommt, wenn der Anspruch auf Objektivität (bzw. Intersubjektivität wie mein alter Sozialwissenschaftslehrer sagen würde) gewahrt bleiben soll. Aber auch ohne bleibt wie es sich für einen Eastwood gehört nichts beschönigt, wenngleich auch imho ein wenig zu sehr an der Figur des "Häuptling" das unpassende war-loan-Werbekorsett für eigentlich seelisch versehrte GI's aufgezeigt wurde.
:liquid7:,5 und beide Filme zusammen auf der glatten 8.

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Beitrag von Fäb » 30.07.2007, 12:50

Wahl der Waffen

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Top besetztes französisches Thrillerdrama, das leider minimum 20 Minuten (Laufzeit fast 130 Min. bei elendigen unnötigen Längen und Leerlauf-Phasen) zu lang geraten ist und offensichtlich der Zahn der Zeit enorm genagt hat, so dass der Film oftmals genauso ziellos umherirrt wie seine Protagonisten, die von einem Missverständnis zum nächsten Unglück hetzen... Die ganz großen des französischen Kinos, als da z.B. wären Yves Montand, Gérard Depardieu und Catherine Deneuve, können da leider auch nicht mehr allzuviel retten.
:liquid5: ,5


Man nennt mich Halleluja

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Ganz ordentliche Italowesternkomödie um die ultracoole Figur Halluluja (George Hilton), die zwischen mexikanischen Revolutionären, deren Feinden der Armee, amerikanischen Banden, US-Spezialagenten und sonstigen Vögeln dem eigenen Profit hinterherjagd. Gewürzt wird das ganze durch die legendäre Rainer Brandt-Synchro, welche der Hauptperson ständig geile Dialoge in den Mund legt, die so niemals im Original vorhanden waren und etwas völlig eigenes kreieren, der man aber einen gehörigen UNterhaltungswert nicht absprechen kann, zumal davon auszugehen ist, dass das wesentlich stummere Original nicht unbedingt viel besser ankommt (und das sage ich als äußerst kritischer Beobachter des Klamauk-Entwicklung im Western). Beispiel gefällig?
"Wer ist General Ramirez?"
"Kennen sie nicht? 'ne große impotente Erscheinung."
:lol:
Naja unter'm Strich allemal ganz nett, dieser Halleluja-Spaß.
:liquid6:

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Beitrag von Fäb » 31.07.2007, 10:18

The New World

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Tja, was will dieser Film? Konflikte zwischen den Siedlern und den Eingeborenen zeigen? Anfangs startet der Film quasi mit einem Plädoyer für friedlichen Umgang und einer Schmähung der teuflischen zerstörerischen Lebensweise der weißen Eindringlinge in das Paradies der Ureinwohner. Doch mit Beginn der Liebesgeschichte und mit teilweise richtiggehend unpassend bis seltsamer elegischer Musik untermalt bleibt am Ende eher eine dramenhafte Einzelschicksalsgeschichte, zwar vor historischem Hintergrund aber ohne sonderlich auf diesen einzugehen. Seltsam. Pseudophilosophisch. Und imho nicht wirklich gut.
:liquid5: ,5

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