Rush Hour (Trilogie)

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Vince
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Rush Hour (Trilogie)

Beitrag von Vince » 25.11.2005, 16:29

Rush Hour

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Originaltitel: Rush Hour 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1998
Regie: Brett Ratner
Darsteller: Jackie Chan, Chris Tucker, Chris Penn, Elizabeth Pena, Ken Leung, Tzi Ma, Tom Wilkinson u.a.

Geschrieben am 05.01.2005

Das Buddy-Konzept ist beinahe so alt wie der Film an sich, was es nicht sehr einfach macht, hier noch großartig Innovationen zu setzen. Wirkliche Innovationen sind da auch beinahe unmöglich, gab es doch schon vor Jahrzehnten gute Vertreter wie "Ein seltsames Paar" oder auch die Spencer/Hill-Filme. Selbst "Lethal Weapon", vielleicht die beste Buddy-Reihe, kocht auch nur mit Wasser, das schon lange vor Riggs und Murtaugh verwendet wurde.

Nix Neues bietet erwartungsgemäß auch Brett Ratners "Rush Hour", der ein unerwartet großer Erfolg wurde und Jackie Chan zum einem neuen Schub verhalf. Überhaupt scheint Jackie im Westen gerade als die Hälfte eines Duos ein absoluter Erfolgsgarant zu sein. Stets mimt er den zurückhaltenden netten Kerl, den er in "Mr. Nice Guy" ja sogar parodiert. Sein Humor ist brav, seine Kampfkünste setzt er nur ein, wenn es nötig ist. Da bietet sich auf der anderen Seite ein Sprücheklopfer an, der als Pausenclown die Lücken füllt. Gegensätze ziehen sich an, und das Publikum liebt es. Warum also ein Erfolgskonzept ändern, wenn es nach wie vor gut läuft?

So bekommt Jackie neben dem Sunnyboy Owen Wilson in "Shang-High Noon" diesmal das schwarze Plappermaul Chris Tucker zur Seite gestellt, der sich in seinen vorangehenden Filmen vor allem durch den Versuch in den Vordergrund spielte, möglichst viele gesprochene Worte pro Sekunde zu sprechen. In "Das Fünfte Element" funktionierte das gut, in "Money Talks" hingegen nur mäßig. In "Rush Hour" klappt es wiederum ganz gut, was aber vor allem daran liegt, dass sein Partner Jackie nun umso mehr durch seine minimalistische Art glänzen kann. Das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rolle des Carter nicht auf Tucker zugeschnitten ist. Ein Martin Lawrence hätte sie ebensogut spielen können.

Auf jeden Fall wurde das an sich abgenudelte Buddy-Konzept gut in die Story integriert. Auslöser für alles ist die Entführung der Tochter eines chinesischen Konsuls, die in der titelgebenden Rush Hour stattfindet (was für ein blöder Filmtitel). Inspektor Lee (Chan) ist mit dem Konsul befreundet, weshalb er von dem Fall persönlich betroffen ist. Der Konsul traut dem FBI die Lösung des Falles alleine nicht zu und besteht darauf, Lee in die USA einfliegen zu lassen, damit er bei der Lösung des Falls behilflich sein kann. Das passt dem FBI gar nicht in den Kram. So braucht man einen "Babysitter" für Lee, der den aus dem Fall heraushält. Weil man hierfür keinen Mann aus den eigenen Reihen entbehren will, wendet man sich an die Polizei. Und die ist froh darüber, endlich mal den aufmüpfigen Carter (Tucker) loszuwerden, weil der gerade mal wieder unnötigerweise jede Menge Kollateralschaden bei der Verfolgung eines Verdächtigen verursacht hat.

Die Konzeption in diesen ersten Minuten wird von Ratner sehr gut eingearbeitet. Wenn die ganzen Entwicklungen in den Anfangsminuten auch etwas realitätsfern erscheinen mögen, kann man doch nicht abstreiten, dass alles fließend und angenehm unauffällig auf die zielgesetzte Buddykonstruktion Tucker/Chan hinausläuft. So ist keine Szene überflüssig: Chans Einleitung auf dem Schiff in Hong Kong dient dazu, dem Konsul einen Bericht abliefern zu können und damit die Freundschaft und persönliche Nähe zwischen beiden zu verdeutlichen, während das Gespräch zwischen Chris Tucker und Chris Penn vor dem Kofferraum und die anschließende Flucht mit Explosion dafür sorgen, dass die Entscheidung des Polizeikommissars verständlich wird, einen seiner Leute für den etwas erniedrigenden Kindermädchenjob beim FBI zu entbehren. Außerdem werden hier einige Leute vorgestellt, die später noch einen nicht zu verachtenden Anteil am Verlauf der Geschichte haben werden: der Bösewicht beim Buffet, der kleine Gauner (Chris Penn) oder Carters Partnerin. Letztere dient weiterhin dazu, zu verdeutlichen, dass Carter erstens ein Frauenheld ist und zweitens keinen Partner haben will.
So kommen wir langsam zum ersten Buddy-Gesetz: Die Buddies dürfen sich nicht ausstehen, wenn sie sich kennenlernen. Dies ist nun beidseitig garantiert. Lee ist voller Ernst bei der Sache. Ihn interessiert nur, dass das Mädchen heil aus der Sache herauskommt, sonst nichts und niemand. Als sich Carter auch noch als nerviges Hindernis herausstellt, das ihn bei der Suche behindert, ist es bereits um jegliche freundschaftlichen Züge geschehen.
Carter im Gegenzug will ja erstens gar keine Partner haben (weshalb, wird später auch noch erklärt) und zweitens will er sich nicht vom FBI als Kindermädchen ausnutzen lassen. Letzteres mutet schon etwas seltsam an, denn naiv wie Carter ist, hinterfragt er das Jobangebot des FBI zu keiner Zeit. Er freut sich wie Schneewittchen, dass das FBI ihn haben will. Aber als er dann hört, worum es geht, blickt er schlagartig durch und weiß sofort, dass er hier verarscht wird. Aber gut, schließlich benötigte man ein Motiv, um Buddy-Regel Nr. 1 einzuhalten.
Bei der Ankunft Lees am Flughafen ist Carter nun also besonders stinkig, und Lee mag seinen neuen Partner offenbar genauso wenig. Dann folgen ein paar nette Momente, in denen Lee Carter einfach quasseln lässt und damit gründlich verarscht (wie genau, das kann man sich dann ja ansehen; jedenfalls sind stille Wassr tief).

Buddy-Regel Nr. 2: Buddies ergänzen sich. Bei den etwas ungewöhnlichen Ermittlungen offenbaren sich die besonderen Fähigkeiten von beiden sowie die besonderen Vorlieben. Carter quatscht seine Gegner zu Tode, Lee bringt sie durch seine Kampfkünste zum Schweigen; Carter steht auf Hip Hop, Lee mag die Beach Boys. Noch spielen sich beide gegenseitig aus und behindern sich damit, obwohl sie das gleiche Ziel haben. Sie müssen sich also erst aufeinander abstimmen. Und das führt uns direkt zu Buddy-Regel Nr. 3: Je mehr Zeit Buddies miteinander verbringen, desto mehr mögen sie sich. Ja, langsam erfahren sie immer mehr übereinander und stellen gewisse Parallelen fest, wie zB. das Verhältnis zu ihren Vätern. So sind sie sich bei all ihrer oberflächlichen Unterschiedlichkeit doch eigentlich ziemlich ähnlich. Und nur so wird am Ende das Abenteuer bestanden. Man kann sogar genau den Zeitpunkt festmachen: bei der Observation und dem unterlegten "Uh...ah...what is it good for? Absolutely Nothing!" weicht der ernste Umgang miteinander der langsam aufkommenden Freundschaft, die dabei hilft, den Fall zu lösen.

Der Fall an sich ist eigentlich eher belanglos; das Finale als solches auch, jedoch hat es ein paar wirklich gute Stunts zu bieten, wie etwa der "Vasenkampf" oder der Sprung über den riesigen Wandteppich, der auch wieder das Teamwork der beiden Protagonisten erfordert.
Weitere Action-Highlights sind die Bus-Akrobatik in Chinatown, die ein wenig an die Alien-Verfolgungsszene aus "Men in Black" erinnert, sowie vor allem der toll choreographierte Kampf im Restaurant, der allerdings etwas erzwungen hergeleitet wirkt. Carters Entscheidung, sich mutterseelenallein mitten in einen Haufen von Triaden zu begeben, so ganz ohne Rückendeckung, ist jedenfalls nur wenig nachvollziehbar.
Was ein wenig fehlt, ist ein markanter, greifbarer Gegenspieler. Der blondierte Asiate ist zwar ziemlich präsent, stellt sich am Ende jedoch als zittriger Handlanger heraus, der zuvor noch mit sicherer Stimme Forderungen gestellt hatte. Der Big Boss hingegen hat seinen Titel überhaupt nicht verdient, tritt er doch nur ziemlich versteckt und anonym in Erscheinung.

Trotzdem ist "Rush Hour" eine überaus unterhaltsame Buddy-Actionkomödie, die sich penibel an die Regeln des Spiels hält und gerade dadurch punktet. Denn die Chemie zwischen Chan und Tucker stimmt dank des ausgefeilten Drehbuchs, welches zwar doch einige Logiklöcher aufweist, die aber in Anbetracht der Fokussierung auf das asiatisch-amerikanische Zweigespann im Mittelpunkt zu verschmerzen sind. Der große Publikumserfolg wird der Qualität von Ratners Film gerecht - nicht mehr, nicht weniger.
:liquid7:

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Jays Review says:

mal hier mein Rush Hour Review ôô
vom 4.1.2006

Fragt man den Durchschnitts-Filmgucker nach einem Jackie Chan Film, bekommt man zu 95% die Antwort "Rush Hour".
Die beiden Rush Hour Filme sind die einzigen Chan Filme, die weltweit mehrere Hundert Mio Dollar eingespielt haben. Rush Hour ist somit Chans weltweit populärster und bekanntester Film, was eigentlich überhaupt nichts zu sagen. Der Erfolg ist dem Marketing und nicht der Qualität zuzuschreiben.

Konsul Han's Tochter wurde entführt. Die Kidnapper fordern 50 Mio Dollar Lösegeld. Han besteht darauf, dass sein persönlicher Freund Lee (Jackie Chan) zusammen mit dem FBI ermittelt. Das FBI will keinen Chinesen im Team haben, schon gar nicht, wenn dieser eine persönliche Bindung zum entführten Kind hat. Der Polizist Carter (Chris Tucker) soll ihn von den FBI-Ermittlungen fernhalten, was diesem genausowenig passt, wie Lee selbst. Die beiden bilden ihr eigenes Team um die Tochter zu retten, was ihnen zum Schluss natürlich auch gelingt...

Ja, aus dieser recht simplen Alibi-Story hat Brett Ratner einen ganz unterhaltsamen Popcorn Streifen gemacht.
Das ungleiche Paar Jackie Chan und Chris Tucker, welches zu Beginn gar nicht miteinander auskommt, sorgt für einige gute Gags. Lee, der seriöse, pflichtbewusste und dennoch sympatische Cop aus Hong Kong ist ein guter Kontrapunkt zu seinem großmäuligen, egoistischen, aber stilvollen Plappermaul Carter. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert wunderbar, und programmiert somit einen Großteil des Unterhaltungsfaktors des Films vor.

Dazu kommt noch eine gute Portion jugendgerechte Action, einigen netten Schiessereien, Explosionen und natürlich Chan spezifischen Fights und Stunts. Nur leider handelt es sich dabei allesamt um eine Light-Edition des wahren Jackie Chans.
Jackie Chans erstes Hollywodprojekt "Battle Creek Brawl" im Jahre 1980 scheiterte (trotz großer Publicity). Grund: Chan konnte sich nicht nach seinen Regeln austoben!
Jackie Chans zweiter Angriff auf den US-Markt "The Protector" 5 Jahre später wurde zu einem noch größeren Desaster, was wieder hauptsächlich daran lag, dass Chan sogut wie keine Kontrolle über den Film hatte.
Mit "Rumble in the Bronx" konnte Jackie endlich Erfolg in den USA verbuchen. War ja auch eine HK-Produktion, die jedoch für den amerikanischen Markt bestimmt war.
Darauf hin kamen einige ältere Chan-Schinken nochmals in die US-Kinos mit zwar mäßigem ERfolg, aber immerhin.
Aber Rush Hour sollte dann der endgültige Durchbruch für den Chinesen sein, und das obwohl er auch hier wieder ganz schön in seinen Fähigkeiten eingeschränkt wurde.

Und das sieht man jeder Kampfszene an. Man erkennt dass es sich um einen typischen Chan Fight handelt, doch es fehlt die ungeheure Dynamik aus seinen HK-Filmen sowie auch die "Autsch, das muss doch weh tun" Szenen, die der Zuschauer erleben darf.
Ich versuche Filme immer möglichst objektiv und nüchtern zu betrachten, doch die Tatsache, dass dieser qualetativ weniger ansprechende Film einen überdimensional größeren Erfolg verbuchen kann, als die wahren Vorzeigefilme des Hauptdarstellers, veranlasst mich doch zu einem detailierten Vergleich.

-Die Fights in Rush Hour erreichen nicht die furiose Dynamik von Police Story, Wheels on Meals oder Drunken Master 2.

-Die Stunts, sind kaum der Rede wert. Nichts dabei, wo der Zuschauer im Sessel zusammen zuckt, wegen dem Schmerz den der Stuntman erleiden muss. Die Klasse von Project A, nochmals Police Story oder Mission Condor nirgends auch nur annährend erreicht.

-Shootouts, sind zwar kein Markenzeichen von Jackie Chan, jedoch hat man in Police Story 3 oder Crime Story viel aufwendigere und fetzigere Schiessereien gesehen als in Rush Hour.

-Explosionen können hier ebenfalls kaum überzeugen. Mit Police Story 2 konnte Chan die beeindruckendsten Feuerbälle zeigen (ok, das waren eher die pyrotechniker), und dieser ist 10 Jahre älter als Rush Hour.

Nur die Comedy kann mithalten, auch wenn sie nicht mit asiatischem Humor verglichen werden kann. Die Gags können unterhalten, jedoch habe ich bei Dragons Forever (Action Hunter), oder Wheels on Meals wesentlich mehr gelacht.

Rush Hour verliert so ziemlich in allen Punkten gegen einen klassischen Chan Film. Selbst die Regie, kann sich gegen Chans Meisterleistung in "Miracles" nicht behaupten. Der Film liegt in allen cineastischen Bereichen unter Jackie's Fähigkeiten. Nur der stylische Look des Films (da es sich eben um einen Hollywoodfilm handelt) kann einen Punkt für sich gewinnen, sowie der Humor, der meist den Geschmack der Masse trifft.

So unfair der kommerzielle Unterschied zwischen Rush Hour und Police Story (Jackie Chans wahrer Vorzeigefilm) ist, möchte ich doch fair bleiben, und Rush Hour als das ansehen was er ist. Ein unterhaltsamer, mainstreamiger, Popcorn Streifen, der Spass macht, und hungrige Filmgucker gut sättigt. In eine Jackie Chan Top 20 schafft es dieser hier jedoch nicht.

:liquid7:

Die DVD von BMG ist qualitativ gut und überzeugt mit witzigen Extras, unter anderem einem Kurzfilm des Regisseurs Brett Ratner, dem die DVD-Umsetzungen seiner Filme bekanntermaßen wichtig sind.
Zuletzt geändert von Vince am 22.08.2007, 23:15, insgesamt 5-mal geändert.

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MysteryBobisCREEPY
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Rush Hour 2

Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 25.11.2005, 18:11

Rush Hour 2

Bild

Originaltitel: Rush Hour 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2001
Regie: Brett Ratner
Darsteller: Jackie Chan, Chris Tucker, Zhang Ziyi, Don Cheadle, John Lone, Alan King, Stephen Sable, Tanya Newbould, Roselyn Sanchez, Michael A. Tessiero, Maggie Q. u.a.


Vince behauptet:
Geschrieben am 05.01.2005

Hmm... verdammt schwierig, diesen Film zu bewerten. Als eigenständiger Film handelt es sich hier um ein sehr dünnes Buddy-Movie, in seiner Eigenschaft als Sequel muss man ihm allerdings einige Qualitäten zugestehen, die sich vor allem daraus ergeben, dass die Verbindung zum Original gut eingesponnen wurde. Mit anderen Worten: Brett Ratner hat alles richtig gemacht, wenn man bedenkt, dass eine Fortsetzung in Anbetracht des Erfolgs von "Rush Hour" unvermeidbar war.

So beginnt Teil 2 auch genau an der Stelle, an der Teil 1 endete. Lee (Jackie Chan) und Carter (Chris Tucker) befinden sich im Flugzeug auf dem Weg nach Hong Kong, um nach all den Strapazen, in deren Verlauf sie sich kennenlernten, endlich mal Urlaub zu machen. Carter ist ganz heiß auf das Nachtleben, weshalb er auf den heimischen Lee als Fremdenführer vertraut. Der allerdings wird von seinem Vorgesetzten auf einen neuen Fall angesetzt. Es gilt, einen Anschlag auf die US-Botschaft zu untersuchen, in den scheinbar der ehemalige Partner von Lees getötetem Vater verwickelt zu sein scheint. So bekommt Carter seine Parties - die sehen aber etwas anders aus, als er sich vorgestellt hat.

Positiv sticht zunächst heraus, dass die wunderschöne Location sowie sämtliche Kulissen sich vom Original unterscheiden, welches ja noch in den Vereinigten Staaten stattfand. So wird Carters Revier gegen das von Lee eingetauscht. Fortan spielt also Jackie Chan den Leader, während Chris Tucker hinter ihm herdackeln darf. Die obligatorischen und charakteristischen Running Gags (wie sie ganz ähnlich zwischen Chan und Wilson in der "Shanghai"-Reihe vorzufinden sind) erleben somit einige Variationen. Im Sequel darf man eben nicht das Radio eines Chinesen anfassen usw., man kennt das ja.

Viel interessanter ist es jedoch, wie sich dieser Umstand - Lee als Heimischer, Carter als Tourist - auf die Charaktere auswirkt. Natürlich haben wir immer noch das charakterlich unveränderte Buddy-Gespann vor uns. Lee ist der zurückhaltende, pflichtbewusste Polizist, bei dem Pflicht Vorrang vor Spaß hat. Anders bei Carter, der es genau umgekehrt hält. Seine eloquente Art mag in den USA nie aufgefallen sein, weil es das typisch amerikanische Klischeeverhalten eines schwarzen Michael Jackson-Verschnitts ist. In Hong Kong jedoch treffen da kulturelle Welten aufeinander. Nicht nur durch seine Größe und Hautfarbe fällt Carter auf wie ein bunter Hund. Nein, auch hier mimt er den menschlichen Wasserfall und denkt gar nicht daran, sich zurückzunehmen. Hieraus ergeben sich teils witzige, teils auch abgenudelte Arten von Kulturhumor, wie etwa der Versuch, mit Hilfe eines kleinen Wörterbuches chinesisch zu sprechen und dabei die absurdesten Sätze zu produzieren (hier auch ein kleiner Kontinuitätsfehler, denn im Original bemerkt Carter am Ende, dass er durchaus chinesisch sprechen kann, Lee nur nie gefragt habe).

Allerdings ergeben sich dadurch auch wieder unsinnige Situationen, wie auch schon eine in Teil 1 vorkam, als Carter ohne Plan einfach so ein chinesisches Restaurant voller Triaden stürmte. Diesmal gehen sie von Lee aus. Denn der verschweigt Carter zunächst immer die Aufträge (weil Carter ja nur ausspannen will) und setzt damit jedes Mal aufs Spiel, bei der Suche nach den Verdächtigen unauffällig zu bleiben. Denn im Club gibt Carter mal eben eine Michael Jackson-Nummer, auf dem Luxusdampfer gibt er sich als Eigentümer aus, dann kleidet er sich mitten in der Stadt in die skurrilsten Klamotten und noch so ein paar Späße. Und das passt nicht zu dem rational denkenden Lee, seinen Partner so fahrlässig agieren zu lassen. Nur müssen solche Ausbrüche eben sein, zugunsten des Comedyformats der "Rush Hour"-Reihe.

Man hätte die Comedyelemente natürlich auch mehr auf die Wortgefechte zwischen Lee und Carter spezialisieren können. Das wäre (je nach Umsetzung) anspruchsvoller gewesen und außerdem hätte man oben genannten Logikfehler vermeiden können. Überhaupt fehlen die Buddy-Neckereien, die das Original so aus der Masse hoben. Dafür ist es schön zu sehen, wie sich das Verhältnis zwischen Carter und Lee weiterentwickelt. In der Regel sind beide die dicksten Freunde geworden, was man dem Film positiv oder negativ ankreiden kann. Gewisse Unterschiede zwischen beiden werden oft nur durch dritte Parteien deutlich (wie zB. in der Szene mit Don Cheadle, der mit seiner kleinen Rolle beinahe verschenkt ist).
Insgesamt aber kann man mit der Charakterentwicklung noch gut leben. Gerade der Anschlag, bei dem Carter vermeintlich ums Leben kam und Lee um ihn trauernd mit dem Auto durch die Gegend fährt und kopfnickend P.Diddy hört, verfehlt nicht seine Wirkung und verbindet Witz gekonnt mit Emotionen (insgesamt halte ich Chan für keinen besonders guten Schauspieler - obwohl ich, das sei noch gesagt, seine Filme liebe - aber seine Gesichtsveränderung im Wagen zu P. Diddys "Missing You" ist einfach klasse).

Allgemein ist also zu sagen, dass das Buddy-Konstrukt, das bei "Rush Hour" noch so toll funktioniert hatte, in "Rush Hour 2" etwas an Reiz verloren hat.

Die Stunts sind dafür aber wieder gewohnt gut. Sei es die Akrobatik rund um das Häusergerüst, die Rutschpartie an den Laternen oder der Fight im Massagesalon, für das Auge bietet Jackie wie üblich einiges, wobei Tucker zwar nicht mitkommt, aber doch auch keine schlechte Figur macht, wenn er auch insgesamt mehr mit dem Plappern und Anschmachten von Frauen beschäftigt ist als mit Kämpfen. Lediglich Tuckers Endkampf gegen Zhang Ziyi wirkt doch arg unglaubwürdig und auf das Ende hin konstruiert, baute man Ziyi doch über die gesamte Laufzeit zur mysteriösen Figur im Hintergrund auf, die ohne Zweifel jede Menge Kampftalent verbarg, während Tucker wie üblich den Tölpel spielte und im Filmverlauf von Ziyi auch schon ein paar Mal eins auf die Nase bekam. Und da soll Tucker plötzlich ein gleichberechtigter Gegner sein? Nun ja, das war in "Rush Hour" mit dem finalen Schußduell zwischen Tucker und dem chinesischen Terroristen besser gelöst.

Nichtsdestotrotz ist aber gerade Zhang Ziyi ein guter Bösewicht. Überhaupt kann sich das Bösewichtegespann mehr als gut mit dem doch etwas gesichtslosen Ensemble des Originals messen.

So ist "Rush Hour 2" eigentlich kein besonders herausragender Vertreter seiner Gattung, hat aber in Anbetracht der etwas erzwungenen Ausgangslage doch so seine Stärken. Schöne Kulissen, tolle Akrobatik und gelegentlicher Wortwitz machen den Nachfolger des Überraschungserfolgs zu einem durchaus sehenswerten Abenteuer, das allerdings in keiner Sekunde die Klasse des Vorgängers erreicht. Regisseur Brett Ratner ist da aber kein Vorwurf zu machen.
Noch :liquid6:

Die DVD von Warner ist ein ganz nettes Ding geworden: Wtzige Menüs, gute Technik und ein paar Extras versüßen den Filmspaß. "Rush Hour 2" war übrigens eine der ersten regulären Warner-DVDs, die von Beginn an im Amaray erschien und nicht im Snapper Case.
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Rush Hour 3

Beitrag von freeman » 25.11.2005, 20:35

Rush Hour 3

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Originaltitel: Rush Hour 3
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Brett Ratner
Darsteller: Jackie Chan, Chris Tucker, Max von Sydow, Hiroyuki Sanada, Yvan Attal, Youki Kudoh, Noémie Lenoir, Zhang Jingchu, Tzi Ma, Henry O, Michael Chow, Andrew Quang

Vince nimmt's locker:

Heute ist nicht aller Tage Abend. Das stellen zumindest schon immer mehr Kino-Charaktere fest, die nach dem gelösten Fall schlafen gehen, morgens aufwachen und merken: Hey, ich bin im Sequel!

Harold Crick, tragische Hauptfigur der doppelbödigen Komödie “Schräger als Fiktion”, ist diesbezüglich also inzwischen schon eine Ausnahme - nie war die Überlebenswahrscheinlichkeit eines fiktionalen Charakters nämlich so hoch wie heute. Wer heute erfunden wird und gut ankommt, der darf sich wirklich glücklich schätzen. Was wie ein Spiegel auf unsere Anti-Fett-Anti-Rauchen-Gesundheitsgesellschaft anmutet (Hauptsache: Überleben), ist in Wirklichkeit pures Kommerzdenken. “Rush Hour 4" ist jetzt schon beschlossene Sache, wenn das Publikum nur “Ja” sagt. Man hätte ja auch à la “Matrix” oder “Fluch der Karibik” gerne sofort einen vierten Teil mitgedreht, um Kosten zu sparen, aber man ist wieder ein wenig vorsichtiger geworden im Reiche Hollywood und es ist auch einfach nicht das Vertrauen da, dass der Überraschungserfolg von “Rush Hour” ewig währt.

Keiner war übrigens überraschter über den merkwürdigen Geschmack der Amerikaner als Hauptdarsteller Jackie Chan selbst, der sich über die Franchise nicht unbedingt sehr wohlgesonnen auslässt und damit im Grunde ja auch Recht hat. Gibt es noch Überflüssigeres als “Rush Hour 3"? In diesem Jahr vielleicht nicht mehr. Aber genau das dreht sich zum Vorteil von Brett Ratners Kommerzreihe. Sie ist dermaßen redundant, dass sich durch einen schlechteren Ableger überhaupt nichts zum Negativen verändert. Wiedersehen macht Freude, mehr ist besser als weniger. In diesem Sinne: Willkommen zurück, Jackie und Chris.

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Denn Butter bei die (gefillte) Fische: Nachdem Jackie in den USA war und Chris in Hongkong, ist das Yin-Yang schön gleichmäßig ausgefüllt und ein dritter Teil wird unweigerlich zum Anhängsel. Aber ist das lästig, das Anhängsel? Nö, eben nicht! Nach und nach arbeitet sich die Reihe eine totale Unabhängigkeit von den ihr zugrundeliegenden Stories zurecht und mehr und mehr wird “Rush Hour” das “Lethal Weapon light”, ernährt sich ausschließlich von seinen unverzichtbaren Buddies und den vielen Insidern, die sich irgendwann automatisch in jedem Sequel-Kontinuum ergeben. Nur eben ohne den extremen Kultfaktor der Gibson / Glover-Filme, deren dritter Teil (!) übrigens in der Opening Sequence zitiert wird.

Die totale Loslösung von allem, was zu einem vollwertigen Filmerlebnis gehört, nimmt man die ersten Male negativ auf und wie schon “Rush Hour 2" zuvor ist auch “Rush Hour 3" im Grunde wieder ein ganz schlechter Film - verhältnismäßig schwach eingefangene Action, für die sich Jackie wahrscheinlich schämt und Heimweh kriegt, eine dumme Story ohne Sinn und Überraschungen, Witze mit Bart (und zwar nicht Bart Simpson, wohlgemerkt). Aber man nimmt bestimmt die nächste Gelegenheit wahr, den Einsatz in Paris ein zweites Mal zu sehen, ein drittes Mal - und bald fühlt man sich abhängig davon, alle zwei, drei Jahre mal wieder einen Rush Hour-Filmabend mit der kompletten Trilogie zu veranstalten. Die Marotten Chans und Tuckers und die ständigen Insider werden zur Marotte des Zuschauers. Die Tanzeinlagen und der Michael Jackson-Gesang Tuckers, die sexy Gaststars (Roman Polanski spielt einen Polizisten... neeeeein, gemeint ist natürlich das französische Model Noémie Lenoir), der Siegertanz zum Ende, der einst mit “Uh, ah, what is it good for...” begann. All das schaut man sich gerne an, auch wenn es - oder gerade weil es - im Angesicht eines John McClane mit Hacker-Buddy im Hi-Tech-Plot schon ein klein wenig anachronistisch wirkt.

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Trotz allem ist Teil 3 der bisherige “Tiefpunkt”, wenn man so will. Alleine die Idee, nach Frankreich zu düsen, dort einen Chinesen und einen Afroamerikaner mit einem französischen Taxifahrer einen Culture Clash Deluxe erfahren zu lassen und auch sonst kein Klischee zu vermeiden, das die Buddy-Komödie hergibt, spricht eher dafür, das Kinoticket bei einem Film zu lösen, der wahlweise nicht unbedingt eine “3" im Titel stehen hat. Jackie Chan ist derweil älter geworden und man merkt, wie der “Oh”-Faktor schon immer weiter zurückgeht. Zwar hat der kleine Mann immer noch wesentlich mehr drauf als hier durch den schwachen Schnitt der Actionszenen gezeigt wird, aber tatsächlich beginnt so langsam gar Chris Tucker, seinem Partner die Show auch im Bereich Action zu stehlen. Bei der Taxifahrt ist es vielleicht nicht er selbst, aber doch zumindest seine Filmfigur, die zwischen Auto und Motorrad hängt. Das spektakuläre Finale auf dem Eiffelturm (wiederum: welch Klischee) gehört dann wieder Jackie und seinen Turnübungen auf den Stahlträgern. Aber die Taxifahrt sah man schon besser in den “Taxi”-Filmen und das Grande Finale aus “Shanghai Knights” kann locker mit dem aus “Rush Hour 3" mithalten, war aber eben schon vorher da.
Darstellerisch ist es hingegen erstmals Tucker, der bevorzugt Sympathien abbekommt. Während man sich bislang immer auf die Seite des Chinesen schlug, dessen “Schweigen ist Gold”-Einstellung grundsympathisch erschien, kommt Tucker nach seiner langen Pause (seit dem zweiten Teil hat er keinen Film mehr gedreht) sehr charismatisch rüber. Empfand man ihn bei seinem letzten Auftritt noch als hyperaktives Nervenbündel, dem beim Anblick einer Frau auf der Stelle die Hose platzte, so haben sich die Verhaltensweisen zwar nicht geändert, aber sein James Carter ist zugänglicher geworden und die Chemie zwischen Chan und Tucker profitiert davon durchaus. Chan selbst spielt dabei allerdings nur bedingt mit; ob es nun das Drehbuch schuld ist oder die fehlende Spiellaune, auf jeden Fall ist Inspektor Lee diesmal unbeteiligter am Geschehen denn je, obwohl die kleine Soo Yung von damals wieder im Fadenkreuz der Bad Guys ist, inzwischen als junge Frau.

Fazit:
Grundsätzlich ist es doch so: Wer freiwillig “Rush Hour 3" besucht, weiß ganz genau, worauf er sich dabei einlässt. Ratners Lego-Landschaft bekommt einen weiteren Baustein verpasst, so einfach ist das. Lees und Carters Aufenthalt tut niemandem weh, er verlängert lediglich das fiktionale Leben der beiden Charaktere. Der Film dahinter ist schwach, das ist aber ehrlich gesagt gar nicht mal so wichtig. Im Kino mag das noch nicht so deutlich werden, aber wenn die DVD dann später erst mal rotiert, wird es klarer.

Uh... ah... What Is It Good For? Absolutely Nothing!
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Beitrag von Vince » 25.11.2005, 22:38

Platzhalter geraubt und Antworten verlagert:
MysterybobisCREEPY hat geschrieben:Hi, ich mag Jackie Chan und Chris Tucker überhaupt nicht, und Rush Hour war mir schon zu "lächerlich" deshalb hab ich mir den 2ten gleich gespart.
Das musste mal gesagt werden 8-)
Hehe, hab nur dein Fazit gelesen... fesch :wink:
freeman hat geschrieben:Ganz schlechter Film, leider! Er macht von Anfang bis Ende unverzeihliche Fehler! Beispiele gefällig?: Chris Tucker ist nicht witzig, dass aber viel zu lange! Jackie Chans Akrobatik wird extrem unter den Tisch fallen gelassen! Ich erinnere mich an maximal drei Kampfszenen, die allesamt nicht besonders choreographiert waren und durch absolut beschissene Zwischenschnitte auf den Hampelmann Chris Tucker noch gebremst wurden!!! Der Bösewicht dargestellt von John Lone darf nix machen und man fragt sich den ganzen Film über, warum sind Chan und Tucker sauer auf den netten Asiaten, der hat doch niemanden was getan? Der Showdown wird einem förmlich vor die Füße gerotzt, so unzusammenhängend und spannungsfrei kommt der daher! Was ist da nur schiefgelaufen? Waren die Drehbuchautoren noch bei Trost? Nein, denn auch der Rest der Story ist einfach unter aller Sau! Hier mal Geldfälscherei, da mal ne Intrige und dann noch ne Geschichte aus Chans Vergangenheit, die gesühnt werden muß!

Gääähn!

Ach ja etwas positives gibt es doch: Zang ZiYi! Sie ist göttlich! Ich habe im Kino überlegt aufzuspringen und ihr zu huldigen, weil sie Chris Tucker bei jedem ihrer furiosen Auftritte eins aufs Maul gegeben hat und der so mal endlich seine Schnauze hielt! Mann mann mann, der wollte doch tatsächlich mit Michael Jackson Witzen punkten! Ich fasse es nicht!

In diesem Sinne:
freeman, der findet, dass nur Owen Wilson und Chan zusammen rocken !!!

Hmm, also die Charakterzeichnung von Lone fand ich gar nicht mal so schlecht eigentlich, dass da auch ein bisschen mit den Konventionen gespielt wurde und man nicht so recht wusste, wer denn jetzt nun Bäddie ist und wer nicht. Ziyi war natürlich geil zickig und frech, aber wie im Review gesagt, Carter gegen sie kämpfen zu lassen und ihn auch noch kampftechnisch gleichberechtigt zu machen, war mir doch zuviel des Guten.

Insgesamt seh ich das aber auch so, dass die Buddy Comedy in der Shanghai-Reihe mit Wilson 10 mal besser funktioniert. Liegt wohl daran, dass Owen Wilson auch auf die Verhaltenszüge von Chan eingeht und mit ihm wirklich eine symbiotische Beziehung aufbaut, während Tucker vollkommen auf sich selbst fixiert ist und die Buddy Comedy sich rein aus dem Ruhig-Lebhaft-Schema ergibt.
Zuletzt geändert von Vince am 22.08.2007, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von freeman » 25.11.2005, 23:21

Genauso seh ich das auch: Wilson und Chan INTERAGIEREN, während Chan und Tucker nebenher ablaufen. Jeder zieht seine eigene Show durch und wirken jeweils wie ein Fremdkörper ... ich sollte aber auch noch erwähnen, dass ich Wilson allgemein IMMER köstlich finde, ich weiß auch nicht warum, aber der hat was ... diese verschrobene Fresse und so. Und witzig ist der auch ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 26.11.2005, 14:37

freeman hat geschrieben:
freeman, der findet, dass nur Owen Wilson und Chan zusammen rocken !!!
Nöö, die auch nicht 8-)
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Beitrag von freeman » 26.11.2005, 15:58

Mosermietze ...

;-)

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Vince » 30.11.2005, 20:38

Sodele, jetzt ist auch Teil 1 oben.

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Beitrag von Sir Jay » 12.06.2006, 16:52

*EDit Vince: Review nach oben verschoben!

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Beitrag von Hannibal » 10.08.2007, 00:54

Eben zum ersten mal die 2 gesehen:

Amüsante Fortsetzung, imo nur einen kleinen Tick schwächer als der Vorgänger. Größtenteils amüsieren die Wortgefechte beider Hauptdarsteller nach wie vor und die Chemie stimmt, wie ich finde wesentlich besser als bei WIlson & Chan. Geschichte ist zu vernachlässigen, halt das übliche, einige Situationen sind nett, die Fights sind recht ordentlich, das FInale unterhält, auch wenn die Tucker-Ziyi-Kombination im Showdown mal echt lachhaft ist, aber naja...Hab mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn das Filmchen sicherlich schnell in mein Hirnrinde verschwindet, weil was wirklich spektakuläres gibt's hier nicht zu vermelden...allenfalls die Szene mit Jackie, als er den Puff Daddy-Song hört und trauert...
:liquid7:

MFG
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Beitrag von Vince » 10.08.2007, 13:12

Ich sehe grad, wenn jetzt bald die 3 kommt, müssen wir den Thread wohl mal ein bissl umkrempeln.

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Beitrag von Vince » 22.08.2007, 21:10

Rush Hour 3 ab sofort oben als Review zu finden.

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Beitrag von Sir Jay » 22.08.2007, 21:22

Hat sich toll gelesen der Text ;) und ich fühle mich nun in der vermutung bestätigt, dass das ein echt lahmer Streifen ist.
Rush Hour mag ich sowas von gar nicht X.x

immerhin die faire Note 7...btw, weiter oben kriecht ja nochn review von mir rum, das hättest du doch auch oben einpflegen können xD"

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Beitrag von Cyborg Cop » 22.08.2007, 22:21

Da der Thread grade oben ist:

Hab jetzt mal nur das Fazit zu Teil 3 gelesen. Wußte schon, warum ich mir den nicht anschauen werde. :wink:

Teil 1 und 2 sind durch und durch solide Unterhaltung. Anschauen würde ich mir die aber heute nicht mehr.

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Beitrag von John Woo » 22.08.2007, 22:57

Die 5 Punkte für den dritten Teil sind absolut nachvollziehbar! Ich gebe aber einen Punkt drauf weil ich finde, dass es noch viel schlechteres gibt und der Film eben doch einigermassen unterhaltsam ist!

Der zweite Teil, den ich gerade gestern gesehen habe, ist aber um einiges besser, spannender und unterhaltsamer! Heute kommt noch Teil 1 dran!

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Beitrag von freeman » 23.08.2007, 15:15

Na wenn Teil II laut John besser ist, denn ich voll katastrophal finde, bin ich ja mal gespannt auf die III LOL ... Imo nach wie vor die schlechtesten Filme aus Chans Amerikaauftritten (sogar das Medaillon hat mehr Schmäh). Da mag ich (und das ist ja bekannt) die Buddy Movies um die Knights mitm Owen tausendmal mehr! Auch hier Lob fürs feine Review. Wann und ob ich mir den gebe, steht aber in den Sternchen ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 23.08.2007, 18:09

Na ich denk, bei dir hat das einfach auch ein bissl mit deiner Ratner-Aversion zu tun. Wie man Rush Hour nämlich NOCH schlechter als das Medaillon sehen kann, ist mir unbegreiflich.

Sag dem Ratner, er soll den Kubrick von mir grüßen - die hältst du ja sicher im gleichen Schrank eingesperrt. :wink:

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Beitrag von John Woo » 23.08.2007, 18:17

Jo also Rush Hour ist definitiv besser als der obergurkige Medaillon.

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Beitrag von StS » 23.08.2007, 18:25

John Woo hat geschrieben:Jo also Rush Hour ist definitiv besser als der obergurkige Medaillon.
Ich glaub, das ist auch jedem objektiven Zuschauer klar... :wink:

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Beitrag von wolfman » 23.08.2007, 18:43

RC1 ick hör dir kommen! :D
freeman hat geschrieben: ... Imo nach wie vor die schlechtesten Filme aus Chans Amerikaauftritten (sogar das Medaillon hat mehr Schmäh).
Medaillon ist übrigens eine HK-Produktion!

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Beitrag von Sir Jay » 23.08.2007, 18:56

ne, das medallion is halb HK, halb US ôô...glaub ich xD

@john
gibst du jetzt seit neuestem Geld für Chan werke aus?
Also wenn dann doch bitte für die WIRKLICH guten Streifen ;)

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Beitrag von John Woo » 23.08.2007, 19:06

Sir Jay hat geschrieben: @john
gibst du jetzt seit neuestem Geld für Chan werke aus?
Also wenn dann doch bitte für die WIRKLICH guten Streifen ;)
Sieht so aus. :wink:
Und Rush Hour gefällt mir halt, ist so ne n Buddy-Action-Streifen, der genau mein Geschmack trifft.

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Beitrag von djoli » 24.08.2007, 02:58

Habe heute den dritten gesehen. Super Unterhaltung genau wie 1 und 2.
Von mir kriegen sie alle die selbe Wertung :

:liquid7:
Vielleicht war das Pulver feucht...
Oder du bist einfach nur scheiße!

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Beitrag von Hannibal » 02.09.2007, 12:49

Hab mir auch gestern die 3 mangels Alternative angesehen und ich kann die Kritik vom Vince nicht vollständig nachvollziehen. "Rush Hour" ist so 'ne Reihe, die eigentlich vom ersten bis zum dritten Teil einfach nur konsequent gleich bleibt. Wenig innovativ, recht ideenlos inszeniert, 08/15-Skripts und dazu ein eingespieltes Duo, zwischen dem die Chemie nach wie vor einfach stimmt. Davon lebt "Rush Hour" und das rettet die ansonsten absolut langweilig durchschnittliche Produktion auch wieder im dritten Teil, denn den beiden zuzuschauen, macht einfach nach wie vor Spaß. Die 3 war übrigens einer der ersten Filme, bei dem ich halbe Angst-Schweißausbrüche ihm Kino hatte, weil ich als Höhenängstler bei der Eifelturm-Kletterei am Rande des Nervenzusammenbruchs stand...kein Scheiß ;-) Lethal Weapon light trifft's alles in allem ganz gut...
:liquid7:

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