Freedom Strike

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Freedom Strike

Beitrag von freeman » 01.12.2005, 21:41

Freedom Strike

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Originaltitel: Freedom Strike
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1998
Regie: Jerry P. Jacobs
Darsteller: Michael Dudikoff, Jay Anthony, Tone Loc, Nicolas Coster, Ron Harper u.a.

Am 3. Juni 2001 verabschiedeten die vereinten Nationen die Vorlage 45-987932. Damit wurde die Bildung einer ständig zur Verfügung stehenden internationalen Sondereinsatztruppe beschlossen. Aufgabe dieser Spezialtruppe sollte die Infiltration feindlicher Gebiete zur Sicherung von Kriegsgerät sein, die Verhinderung von Geiselnahmen und die Neutralisierung feindlicher Ziele.

Codename: FREEDOM STRIKE

Die bösen Syrier haben einen Chip, der ein Signal aussendet, dass es den Amis unmöglich macht, diese mit Raketen zu bekämpfen, denn der Chip stört die Peilung der Raketen. Auch Flugzeugeinsätze fruchten nicht wirklich, weil die Zielsuchsysteme gestört werden. Jetzt gibt es nur noch einen Ausweg:

Freedom Strike unter Tom Dickson muss her … und Freedom Strike rockt Syrien. Der Chip wird abgestellt und der nächste Auftrag steht schon in der Pipeline: Die Überwachung der Unterzeichnung eines Vertrages, der den heiligen Krieg beenden soll (Schönes Ding, die Leute haben Ideen ;-) ). Und wo Frieden anstehen könnte, sind wie immer welche da, die da etwas dagegen haben. Diese kommen (Air Force One lässt grüßen) als Kamerateam an Bord des Flugzeugträgers, wo der Vertrag unterzeichnet werden soll.

Bei dem Geschwafel des Präsidenten zu der Unterzeichnung geschieht es dann: Die Terroristen schlagen zu und jagen dem syrischen Präsidenten eine Kugel in den Körper. Diese hat einen Sprengsatz an Bord und droht zu explodieren, wenn man den Präsidenten operiert. Und schon denkt man darüber nach Freedom Strike zu rufen, diese werden miniaturisiert, in den Körper des Präsidenten gespritzt und versuchen die Kugel im Inneren des Präsidenten zu entschärfen ... Oh, sorry, so hätte ich das weitergesponnen, die Drehbuchautoren hatten aber eine viel bessere Idee:

Freedom Strike soll herausfinden, wer hinter dem Attentat steckt, wie man die Bombe entschärfen kann und wie man den Weltfrieden schaffen kann. Das ich da nicht drauf gekommen bin ...

Der Einstieg in Freedom Strike bietet ein Bombardement an Stock Footage. Die Flug-, Kampfjet- und Flugzeugträgerszenen stammen schon rein optisch nicht von ein und denselben Regisseur wie Freedom Strike und haben große Ähnlichkeiten mit Luftkampfszenen aus Dem stählernen Adler und Top Gun, tauchen zumindest aber GENAUSO in anderen Dudikoffschinken wie Black Thunder oder Crash Dive auf! Eine weitere Gemeinsamkeit dieser Filme und anderer Royal Oaks Streifen, die in diese „Filme“ Geld investierten, ist der Score, der in allen Filmen mal dudeln durfte und irgendwann nur noch auf den Sack geht!

Dudikoff selber darf in dem Film ein zweimal gut abgehen. Bei einer Szene meint man ihm förmlich anzusehen, dass er sich selber sagt: Wow, ich habs anscheinend doch noch drauf. In den anderen Szenen wirkt er leider eher schwerfällig, zumal er auch deutlich zugelegt hat. Darum hat er sich auch eine neue Frisur für den Film zugelegt, die sein Gesicht entzerren soll ... Dennoch filmt man ihn zumeist von der Brust aufwärts oder steckt ihn in kaschierende schwarze Klamotten. Ansonsten fällt hier wie bei kaum einen anderen Film auf, wie herrlich dämlich Dudikoff gucken kann, wenn er überrascht tun soll ... dazu bekommt er hier alle Nase lang die Gelegenheit, so dass man sich bald fragt, wie so eine Pappnase eine Spezial Einheit anführen darf ...

Die Action ist solide inszeniert. Abgesehen von dem Stock Footage Müll, der nicht ganz stimmig in den Film eingebaut wurde, gibt es kleinere Kloppereien und Shoot Outs, bei denen es durchaus auch mal blutig zugehen darf. Es bleibt sogar mal eine Blutwolke in der Luft stehen. Schön, weil mittlerweile arg selten. Im Mittelteil des Filmes versucht man eine Art Thrillerhandlung aufzubauen, die aber mit diversen Flugeinlagen von Kampfjets zugekleistert und diversen dämlichen Dialogen konterkariert wird und damit NULL funktioniert. Beim Showdown darf dann Michael im Dudistyle alles umnieten, was irgendwie syrisch aussieht. Ein kleines Highlight ist hierbei die Hommage an die Granatensicherungsringszene aus Leon der Profi, die fast 1:1 kopiert wird und einfach nur LOLig ist.

In den Actionszenen solide, in der Handlung altbekannt nervt Freedom Strike mit massivsten und vor allem für die Handlung sinnlosen Stock Footage Einsatz vom allerhärtesten. Dafür gibt’s auch einen klaren Punkt Abzug. Im Vergleich zu mancher Produktion aus jüngeren Zeiten ist dieser Film allerdings geradezu eine Wohltat.
:liquid3:

Eine deutsche DVD gibt es zwar, leider ist diese nur in der FSK 16 Fassung vorrätig. Eine andere brauchbare Veröffentlichung scheint es leider nicht zu geben und nur diverse Fernsehausstrahlungen und die FSK 18 VHS sind uncut.

In diesem Sinne:
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Zuletzt geändert von freeman am 06.01.2008, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Vince » 01.12.2005, 21:52

Kampfjets, Flugzeugträger, UNO, Mikrochips, irgendwelche Präsidenten... ich finde solche Filme wirklich grundsätzlich tierisch langweilig, mal vielleicht abgesehen von "Air Force One", der war lustig. Aber in so nem B-Movie-Zeugs mit dem Inhalt schlaf ich immer ein. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb ich mit Dudi nix anfangen kann - der hat doch oft in der Art Filmen mitgespielt, oder?
Ach ja, diese Power Rangers-artigen Ninja-Actioner mag ich auch net. :wink:
Aber feines Review mal wieder.

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Beitrag von freeman » 01.12.2005, 21:56

Jo, die meisten sehen aus wie am Stück gedreht. Ich wollte das ganze hier ja erst Black Thunder / Freedom Strike Review nennen, weil die sind einander mehr als ähnlich ... Aber naja, die haben es schon verdient einzeln gerieviewt zu werden ... Naja, ich mag den Dudi halt ... ;-). Ich hab sogar den seine Serie Cobra irgendwo auf VHS rumflattern.

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Beitrag von Joker6686 » 06.01.2008, 01:58

Oller Royal Oaks Böller, der mit einer ziemlich guten Auftaktballerei beginnt und das wars auch schon an positiven Eigenschaften. Danach kommt nur noch Militär Stockfootage und dämliches Gerede über die Freiheit der Welt. Die ganze Zeit sehnt man sich den Showdown herbei, doch kaum hat der angefangen ist er auch schon wieder vorbei. Waren bei der Auftaktballerei noch blutige Treffer angesagt, so werden die vielleicht 10 Gegner im Showdown quasi im vorbeigehen erledigt, stimmt ist ja auch viel cooler nem Kampfflugzeug beim fliegen zuzugucken. Für den gelungenen Anfang und unseren Dudi, der mal wieder mit seinem treudoofen Dackelblick durchs Bild huscht gibts von mir noch gerade eben so

:liquid4:

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Beitrag von Ed Hunter » 06.01.2008, 13:29

Wenn ich mich recht erinnere (schon ne Zeit her, dass ich den gesehen habe :wink: ), ist das einer der wenigen Filme, die mir einfach zu billig, zu plump und zu dumm sind :wink:

:liquid2: oder so

Black Thunder find ich dagegen ganz ok. Der würde immerhin ":liquid4: kriegen :wink:
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Beitrag von Joker6686 » 06.01.2008, 14:33

Ed Hunter hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere (schon ne Zeit her, dass ich den gesehen habe :wink: ), ist das einer der wenigen Filme, die mir einfach zu billig, zu plump und zu dumm sind :wink:

:liquid2: oder so

Black Thunder find ich dagegen ganz ok. Der würde immerhin ":liquid4: kriegen :wink:
Black Thunder, Freedom Strike und Konsorten sind doch quasi alle ein Film ;)

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Beitrag von Ed Hunter » 06.01.2008, 18:10

Schon, aber ich kann mich erinnern, Black Thunder aus ominösen Gründen halbwegs unterhaltsam gefunden zu haben und Freedom Strike eben nicht :wink: (bin ja mal gespannt, wies dann mit "Flight of Fury" aussehen wird :mrgreen:)
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Beitrag von Joker6686 » 06.01.2008, 18:16

Ed Hunter hat geschrieben:Schon, aber ich kann mich erinnern, Black Thunder aus ominösen Gründen halbwegs unterhaltsam gefunden zu haben und Freedom Strike eben nicht :wink: (bin ja mal gespannt, wies dann mit "Flight of Fury" aussehen wird :mrgreen:)
Der klaut ja glaub ich nur am Ende extremst bei Stählerner Adler..trotzdem scheisse dieses ewige Stock Footage.

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Beitrag von John Woo » 06.01.2008, 18:26

Flight of Fury hat wenigstens nen recht annehmbaren, selbst gedrehten Showdown, ansonsten gibts da ja auch derbst viel Stock Footage. Zum Glück kamen/kommen danach 3 Filme, die vermutlich kein Stock Footage besitzen und darüberhinaus noch im Amiland gedreht wurden.

Den hier besprochenen Film kenn ich nicht, aber immer die gleichen Fliegerszenen anzusehen, find ich nicht grad berauschend, darum lass ich den und andere Dudikoff-Filme dieser Art wohl eher aus.

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Beitrag von Joker6686 » 06.01.2008, 18:29

Was ich noch viel schlimmer finde als die ewig gleichen Flugzeugträger und Flugzeuge, ist wie freeman auch erwähnt, das ewig gleiche Gedudel. Wenn ich am PC sitze und den Fernseher nicht angucke dann fallen mir echt gleich 3 Filme ein bei dem diesselbe Mucke läuft und in allen ist uns Dudi irgendein Marine, der irgendwelche Turbanträger aus dem Weg räumen muss.

Btw. hab irgendwie Bock mal wieder Marine Fighter zu gucken, vielleicht nach dem Besuch beim Amerikaner nachher..

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Beitrag von John Woo » 06.01.2008, 18:31

Jo und bei Flight of Fury wurde diese Musik offensichtlich auch noch gleich wiederverwendet! Grosses Kino! :lol:

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Beitrag von freeman » 06.01.2008, 21:18

Tja, gute Sachen setzen sich halt immer durch. Das is wie mit Whams Last Christmas ... das hört man ja auch alle Jahre wieder :lol:

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Beitrag von kami » 06.01.2008, 21:27

Wobei ich diese Themen der Brüder Wurst eigentlich so schlecht gar nicht finde, ROYAL OAKS hat sie nur immer und immer wieder verheizt. Und unter den Dudikoff-Actionern aus diesem Hause gefällt mir FREEDOM STRIKE noch am besten, würde gute 4 Punkte vergeben.

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