Black Belt

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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McClane
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Black Belt

Beitrag von McClane » 22.03.2008, 18:20

Black Belt

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Originaltitel: Blackbelt
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1992
Regie: Charles Philip Moore, Rick Jacobson
Darsteller: Don 'The Dragon' Wilson, Deirdre Imershein. Matthias Hues, Richard Beymer, Alan Blumenfeld, Jack Forcinito, Bob McFarland, Joe Garcia, Mitchell Bobrow, Victor Mohica, Brad Hefton, Mia M. Ruiz, Michele Krasnoo u.a.

„Black Belt“ ist einer der hierzulande am stärksten geschnittenen B-Actionfilme, obwohl der Film gar nicht mal so viel Action wie ähnlich übel verkürzte Titel bietet.
John Sweet (Matthias Hues) nimmt sich mit einer Prostituierten ein Hotelzimmer – verschwindet aber vor dem Akt noch mal kurz, um eine Angelegenheit zu erledigen. Bereits in der Auftaktszene darf Matthias Hues, seines Zeichens gelernter B-Actionhüne und blondes Unsel, eine Horde von Gegner im wahrsten Sinne des Wortes totschlagen. Allerdings ist die derbe Kampfszene recht kurz; Hues macht wirklich „kurzen“ Prozess mit seinen Opponenten.
Sweet ist gleichzeitig ein fanatischer Fan der Sängerin Shanna (Deirdre Imershein), der er auch gleich einen abgeschnittenen Finger als Präsent in ihrer Umkleide hinterlässt. Sie ist verängstigt, will aber der Polizei nicht trauen. Daher heuert sie Jack Dillon (Don ’The Dragon’ Wilson) an. Dillon ist den Gesetzen des Genrefilms folgend natürlich Bodyguard, Ex-Cop und Kampfsporttrainer. Wenn er eine junge Prostituierte im Auftrag ihrer Eltern von der Straße holt, dann wird (natürlich) von den Eltern kein Geld kassiert, sondern nur der Zuhälter fachgerecht zusammengeprügelt.

Dillon stimmt zu, nachdem man Sweets übel zugerichtete Opfer gefunden hat. Er kommt dem Killer auf die Spur, kann ihn aber nicht fangen. Derweil hat Shanna noch ganz andere Probleme: Ihr Manager hat Kontakte zur Mafia und sie will sich von ihm lösen. Doch ihr Förderer will nicht auf ihre Einnahmen verzichten und hat seine Schlägertrupps, um seine Wünsche durchzusetzen. Jack und Shanna geraten in Lebensgefahr von mehreren Seiten...
„Black Belt“ ist als Actionkrimi nicht allzu innovativ, aber routiniert, was sich eigentlich auf alle Punkte des Films bezieht. Dafür produziert die Story solide Spannung und besitzt keine Längen, auch wenn keine Wendung überrascht und man keinen besonders großen Thrill serviert bekommt. Die Ausleuchtung ist bunt geraten, ähnlich wie z.B. „Defender“, aber der Look des Films gefällt mir persönlich ziemlich gut. Auch an der Regieleistung von Charles Philip Moore und Rick Jacobson kann man nicht herummeckern, ihre Leistung ist alles in allem zufriedenstellend und über dem B-Action-Durchschnitt.
Auch die Charaktere sind keine wirkliche Neuerfindung, sondern Standardfiguren des B-Actionfilms. Dafür sind die Darsteller sowie die Gestaltung ihrer Rollen sehr sympathisch, so dass die mangelnde Innovation auch in diesem Punkt nicht negativ ins Gewicht fällt. Zudem ist der Soundtrack nett rockig, auch wenn keiner der Songs ein Megakracher ist.

Überdurchschnittlich sind sicherlich die Mordszenen, vor allem wenn John Sweet seine Gegner kurz und klein schlägt, weshalb man die Schneiderei in vielen Ländern verstehen kann. Allerdings nicht in dem Umfang, denn so viel Action gibt es auch wieder nicht und die harten Szenen sind eher die Einzelmorde. Ansonsten bietet die Action kurze, aber recht blutige Shoot-Outs, kleine Verfolgungsjagden sowie ein wenig an Stunts. Für den Fan ist das nett anzusehen, ebenso wie die Fights, auf denen das Hauptaugenmerk ruht. Diese sind für B-Niveau recht spektakulär (vor allem der Barfight und das Finale), auch wenn nicht ganz so gut wie z.B. „Best of the Best 3“ oder „Tough and Deadly“. Allerdings nimmt die Action erst in der zweiten Hälfte größere Ausmaße an, weshalb „Black Belt“ eher ein Actionkrimi als ein reinrassiges Spektakel ist.
Die Darsteller sind zwar allesamt keine großen Offenbarungen, aber wie bereits erwähnt recht sympathisch. Das gilt in erster Linie für die Kontrahenten und B-Action-Veteranen Matthias Hues und Don ’The Dragon’ Wilson, von deren Duell der Film auch teilweise lebt. Die Nebendarsteller sind unbekannt, leisten aber durch die Bank weg überzeugende Arbeit.

So bleibt ein solider, harter Actionkrimi, der etwas an Schauwerten bieten könnte, aber doch erfreulich kurzweilig daherkommt.

:liquid7:,5

Ich kenne nur das ungekürzte Holland Video, das den Film zwar mit nervigen Zwangs-UT bringt, dafür aber wenigstens uncut ist - die US DVD ist leider bloß R-Rated und da soll so einiges fehlen.
In Deutschland gibt es den Film auch, zumindest teilweise, denn die Jungs von Highlight dachte sich wohl, dass ein Film, der sowohl für R-Rated als auch BBFC 18 Freigabe geschnitten werden musste, hier unbeschadet keine 18er Freigabe kriegen würde und man da für eine 16er nicht viel mehr schnippeln müsse. Deshalb gibt es den wohl besten Don 'The Dragon' Film hier nur als Rumpffassung mit FSK 16.
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Beitrag von freeman » 22.03.2008, 22:26

Der wohl beste Don Wilson Film? Allmächt, na da werd ich mal die Augen nach offen halten :lol: ;-). Wieviel hat Highlight denn da etwa rausgenommen? Die haben ja einige B-Filmchen auf dem Gewissen ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von McClane » 23.03.2008, 01:11

Bei ca. 84 Minuten Laufzeit fehlen 12 Min und das bei 25 Cuts... also fehlen da ganze Szenen oder gar Szenenfolgen.
Gibt auch nen SB, natürlich mit diversen Spoilern, da ja Teile des Films in der DF abhanden gekommen sind. :lol:
http://www.schnittberichte.com/schnittb ... hp?ID=2869
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Beitrag von Ed Hunter » 23.03.2008, 15:54

Auweh! :shock:

Es ist eine Crux mit den B-Actionfilmen...ein richtig guter Don-Wilson-Film täte mich ja schon mal interessieren :wink: , weil über 5/10 is bei mir noch keines seiner Werke rausgekommen.
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Beitrag von Vince » 23.03.2008, 15:59

Ich kenn erst einen und der hat geschmerzt. Der hier würde mich deswegen ja doch mal interessieren.

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Beitrag von kami » 14.07.2009, 21:19

Ich hab mir den jetzt mal angeschaut und hab mich durchaus gut unterhalten, da der Fil anständig inszeniert wurde, Don Wilson sogar ansatzweise Charsima zeigen darf, sein weiblicher Ko-Star hübsch ist und die Story ihren Zweck erfüllt. Wenig begeistert war ich allerdings von der Action, gerade die Fights sind ausgesprochen steif, lahmarschig, unrealistisch, sprich ganz schön daneben. Da gibts in der Filmographie des Dragons aber deutlich spektakuläreres, als Beispiele seien z.B. die ersten beiden BLOODFIST-Teile oder LIONSTRIKE genannt. Immerhin ist das Geballer nett gemacht, reißt aber auch nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hin.
Insgesamt ein Film mit Potential, von dem leider viel verschenkt wurde, weswegen insgesamt der Durchschnitt nur knapp überboten wird.
Knappe :liquid6:

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