Interstate 60

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Interstate 60

Beitrag von freeman » 22.12.2005, 22:02

Interstate 60

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Originaltitel: Interstate 60
Herstellungsland: Kanada/USA
Erscheinungsjahr: 2002
Regie: Bob Gale
Darsteller: Gary Oldman, Michael J. Fox, James Marsden, Christopher Lloyd, Amy Jo Johnson, Kurt Russell, Chris Cooper, Amy Smart u.a.

Alle Jahre wieder passiert es ... man stolpert über einen Film, von dem man noch nie gehört hat und der fegt einen einfach weg, lässt einen zurück in dem Wissen: Es gibt sie noch: Filme, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.

Ein solcher ist Interstate 60, der mit der These beginnt, dass die Amerikaner niemanden haben, der ihnen Wünsche erfüllt. Die bösen Araber ;-) haben ihren Dschinn, die Iren ihre seltsamen Kobolde, wir Europäer unsere Feen, doch was haben die Amerikaner? Den Weihnachtsmann? Der zählt nicht, zudem ist dieser ursprünglich europäisch. Doch ist da wirklich niemand? Mitnichten, denn natürlich haben auch die Amerikaner einen Wünscheerfüller. Dieser ist schlicht und ergreifend noch nicht lange genug im Amt, weshalb ihn keiner kennt ... diesen rothaarigen, eine Affenkopfpfeife rauchenden O.W.Grant. Wobei O.W. für One Wish steht, denn O.W.Grant erfüllt immer nur einen Wunsch und das auch noch nach seinem eigenen Gutdünken und stark stimmungsabhängig.

Genau diesen O.W.Grant könnte Neal gut gebrauchen. Neal befindet sich an einem Scheideweg zwischen eigenen Wünschen und Träumen und den Erwartungen, die andere in ihn setzen. Er will malen, sein Vater sieht ihn als Jurist. Dieser Zwiespalt macht Neal unsicher und er ist soweit, dass er nicht mehr weiß, wie er sich entscheiden soll und was er mit seinem Leben anfangen soll. Soll er den schwierigen Weg des Künstlers gehen oder den des Juristen, wofür ihm sein Vater schon ein Stipendium erkauft hat!!? Die daraus resultierende Unentschlossenheit macht Neal empfänglich für verschiedenste Zeichen, in denen er sich Entscheidungshilfen erhofft. Eines Tages sieht er ein Werbeplakat mit einer wunderschönen Frau, die ihn extrem fasziniert und die er fortan immer malen muss, ohne zu wissen wer sie ist ... Bald merkt Neal, dass er eine Auszeit braucht und so nimmt er bei einer dubiosen Firma einen Job an. Er soll ein Päckchen bei einer Frau abliefern und seltsamerweise glaubt er, dass der Empfänger die Frau von dem Werbeplakat sein könnte. Das Dumme ist nur, dass die Frau in einem Ort wohnt, von dem noch nie jemand gehört hat und der an einer Straße liegt, die es nicht gibt ... die Interstate 60. Auf seiner Suche nach der Straße nimmt Neal einen Tramper mit ... O.W.Grant. Auf einmal findet Neal die Straße und die Wunder entlang seines Weges beginnen sich zu häufen und Neal wird diese Fahrt als ein anderer Mensch beenden …

Die Story wirkt wie ein familienfreundlicher Donnie Darko. Eine Parallelwelt in Form einer Straße, die es nicht gibt, sonderbare Gestalten, seltsame Ereignisse, unglaubliche Orte und die beständige Ungewissheit, was hier gerade abläuft: Träumt Neal? Ist er wach und in einer parallelen Dimension gefangen? Bildet er sich alles nur ein? Dabei gibt sich der Film deutlich freundlicher und heller als Donnie, ist die Hauptfigur deutlich positiver angelegt und erstickt nicht in Depressionen. Über allem schwebt ein feiner Humor und so manche Botschaft, die der Film vermittelt, wird teils recht hinterlistig an den Zuschauer herangetragen.

Gary Oldman gibt den O.W.Grant mit schelmischen Witz und verpasst der Figur das Augenzwinkern, dass nötig ist, um die Geschichte nicht ins Lächerliche abgleiten zu lassen. Er ist ein Wünscheerfüller, der seinen Job nicht als Pflicht versteht, sondern das Ganze aus Spaß an der Freude macht und der nur die Wünsche bearbeitet, die „interessant“ klingen. James Marsden (Cyclops aus X-Men) spielt Neal angenehm zurückhaltend, ohne dabei neben dem schwergewichtigen Cast zu verblassen, denn neben ihm laufen weiterhin auf: Christopher Lloyd als schrulliger Auftraggeber Neals, Amy Smart als geheimnisvolle Fremde, die Neal immerzu malen muss, Amy Jo Johnson als sexsüchtige und heißeste aller Anhalterinnen überhaupt, Chris Cooper als Anhalter, der Neal fürs Gefahrenwerden sogar bezahlt, Michael J. Fox als erstes „Opfer“ von O.W.Grant und Kurt Russel mit Steven Seagal Gedächtnisfigur. Anhand Kurts Episode würde ich gerne einmal darstellen wollen, wie der Film funktioniert ...

Neal nimmt auf der Interstate 60 eine Frau mit, die ihren Sohn sucht. Beide kommen bald in eine Kleinstadt in der JEDER Drogen konsumieren darf und in der jeden Tag Raves stattfinden. Der Sheriff der Stadt (Russel) erklärt dem verdutzten Neal, dass diese Maßnahme das kleine Nest befriedet hat: Keiner begeht Verbrechen, um an Drogen zu kommen, denn diese sind ja legalisiert und überall frei erhältlich, zudem werden sie STAATLICH hergestellt. Am Abend wird dann gefeiert und am Tage gearbeitet, um die Drogen bezahlen zu können. Dieser Kreislauf hat die Menschen unempfänglich für andere – böswillige als auch intelligente – Gedankengänge gemacht, dösen sie doch ALLE in einem Zustand permanenter geistiger Umnachtung vor sich hin. Und jetzt kommt der Moment, der Interstate 60 ausmacht: Der Sohn der Frau ist auch süchtig und will die Stadt nicht verlassen. Darum gibt der Sheriff der Frau den Rat auch abhängig zu werden (nicht Süchtige werden nicht geduldet oder müssen weit außerhalb leben und dürfen kaum Kontakt zu Süchtigen haben) oder ihres Weges zu gehen. Neal stößt dieses Angebot mehr als sauer auf und er versucht die Frau vehement von dieser Idee abzubringen. Soweit so moralisch, doch genau hier schlägt der Film dem Zuschauer ein Schnippchen, denn während Neal noch argumentiert, hat die Frau sich schon die erste Dosis gesetzt und wird zu einer Süchtigen ... und warum? Weil wir Menschen nun mal so sind, denn wie sagt der Sheriff so richtig: Drogen lassen uns fröhlich werden und sie verhindern, dass wir uns über ernste Entscheidungen oder Angelegenheiten einen Kopf machen. Er nennt seine Stadt einen Ort ohne Entscheidungen, Ängste und Probleme, ein Paradies für Entscheidungsunfreudige. Und hier hält der Film nicht nur Neal, dem König der Zauderer, einen Spiegel vor, sondern uns allen, denn wie die Frau neigen wir nun mal dazu den Weg des kleinsten Widerstandes zu gehen. Und so sitzt der Zuschauer da und muss trotz stetem lustigen Unterton, den der Film IMMER transportiert, betroffen schlucken. Einfach grandios.

Und derartige Episoden hat der Film einige zu bieten. Doch der Film wedelt in diesen Episoden nicht mit dem Zeigefinger. Es gibt kein wirkliches Richtig oder Falsch, dazu ist der Mensch individuell zu verschieden und komplex. Und das weiß der Film und somit bleibt die dicke Moralkeule glücklicherweise aus. Was aber nicht ausbleibt ist die Aufforderung zu leben, an seine Träume zu glauben, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, an Schicksal zu glauben, nicht immer den leichtesten Weg zu gehen, vergebenen Chancen nicht nachzutrauern und offen für die Möglichkeit zu sein, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Und genau wie diese Botschaft ist eben auch der Film. Von Grund auf sympathisch.

Wundervolles modernes Märchen mit toller Besetzung, schöner Geschichte, sympathischem Anliegen und angenehm augenzwinkernden Witz. Ein kleines Juwel, das es zu entdecken gilt!
:liquid9:

Die deutsche DVD von Eurovideo gibbet derzeit für nen Appel und nen Ei überall zu erstehen und es lohnt sich!

In diesem Sinne:
freeman

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Und hier die Meinung von unserem Vince zu diesem kleinen Juwel.

Stelle dir folgendes vor: Du stehst mitten in den Vereinigten Staaten in einer Wüste auf einem schnurgeraden Highway. Hinter dir und vor dir eine durchgehende graue Linie, die das orangebraune unebene Feld durchbricht. Die Sonne strahlt durch die Bergwipfel am Horizont, der Wind weht dir sanft das Haar aus deinem Gesicht.
Dein Blickfeld offenbart dir nun zwei Dinge: einen langen Teil der Strecke, die hinter dir liegt, und einen ebenso langen Teil, der vor dir liegt. Du kannst den Highway noch kilometerweit überblicken.
Aber: Was befindet sich eigentlich hinter dem Fels, der sich nur drei Meter zu deiner Linken befindet? Kannst du aus deiner aktuellen Position hinter diesen Fels blicken? Nein. Nicht einmal den Felsen selbst hättest du registriert, wenn ich dich nicht auf ihn aufmerksam gemacht hätte.

Willkommen auf dem “Interstate 60", wo dich ein kleines Juwel von einem Film erwartet. Sei darauf vorbereitet, nach magischen 111 Minuten vollkommen perplex dazusitzen, denn nie hättest du erwartet, eine solche Substanz im nun schon drei Jahre alten Film-Regiedebüt eines Mannes vorzufinden, der obendrein massenhaft Stars verpflichten konnte - James Marsden, Gary Oldman, Amy Smart, Christopher Lloyd, Kurt Russell, Michael J. Fox. Und zwar bei einem Film, der so unbekannt ist wie die Fläche hinter dem Felsen. Die Ironie hat wieder bitter zugeschlagen: Du musst dir die Zeit nehmen, den Weg zum Interstate 60 zu suchen, denn auf der Landkarte findest du ihn nicht. Vielleicht musst du auch ein wenig mit der Nase drauf gestoßen werden - deswegen diese Zeilen.

Du wirst dich in den ersten Minuten wundern; bist du auf einen angeblichen Heilsbringer reingefallen, der einen durchschnittlichen sentimentalen Film über den Sinn des Lebens aufgeschwatzt hat? Es ertönt der erzählsprachliche Off-Kommentar des Hauptdarstellers. Wie hieß es in “Adaption”? Der Off-Kommentar ist das narrative Mittel der Faulen und Unfähigen. Noch dazu wird er von einem talentfreien Schauspieler gesprochen, dem man gleich noch die Hauptrolle übertragen hat. James Marsden heißt der Junge, und einmal mehr scheitert er darin, einen Film zu tragen. Von Glück kann er reden, dass sämtliche Nebenrollen mit hochkarätigen Stars besetzt sind und ihm die Last abnehmen.
Wie geht es dir bis zu diesem Moment? Ich denke, du wirst noch auf etwas warten, etwas Verblüffendes, was dir versprochen wurde. Aber diesen plötzlichen Aha-Moment wird es nie geben.

Es ist vielmehr eine schrittweise Folge zur Begeisterung. Die einleitende Szene in der Bar kann dich noch überzeugen - hier ist unverhofft von der amerikanischen Ideologie die Rede, von der Substanz, die hinter der amerikanischen Kultur steckt. Am Beispiel von Wunschfeen verschiedenster Kulturen in verschiedensten Formen - darunter auch der Weihnachtsmann - wird dir gezeigt, dass Amerika eine solche Figur fehlt, die auf die eigentlichen amerikanischen Wurzeln zurückzuführen ist. Ein alter Trunkenbold funkt dazwischen und behauptet das Gegenteil - ein gewisser “O.W. Grant” basiere eben doch auf der amerikanischen Kultur.
“O.W. Grant” siehst du kurz darauf in Form von Gary Oldman (mit kurzen, roten Koboldhaaren) mit dem Fahrrad und einer Affenpfeife im Mund vorbeifahren. Später nennt er seinen vollen Namen: “O.W.” steht für “One Wish”, und du kombinierst: “One Wish Grant” - ein Wunsch wird dir gewährt. Gary Oldman spielt also eine Art amerikanischen Dschinn im Koboldstil. Der Wunsch als das Sinnbild für Amerika - eine Parabel auf den amerikanischen Traum? Du jubilierst - dieser Film könnte tatsächlich etwas zu sagen haben.

Zu Beginn fehlt dir dieses kleine, aber feine Puzzleteil allerdings noch, und so wirst du dich noch schwer tun mit der ausgelutschten Vater-Sohn-Beziehung (schwerreicher Vater will, dass Sohn in seine Fußstapfen tritt, Sohn hat aber andere Pläne mit seinem Leben), den infantilen Märchenfiguren (Eine Affenpfeife, die grünen Rauch qualmt? Sind wir hier im Kasperletheater?) und der Moral, die so dicht über der Handlung hängt wie eine Nebelbank über einem tristen Herbstmorgen.
Spätestens, wenn unserem von James Marsden gespielten Helden (Neil Oliver sein Name) ein Eimer auf den Kopf fällt, er ins Krankenhaus geliefert wird und sich dort mit einem ominösen Grünkittel namens Ray (Christopher Lloyd) unterhält, beginnst du, zu begreifen, dass mehr hinter diesem Roadmovie steckt, das nun seinen rätselhaften Schlund öffnet und ein Kabinett von kuriosen Einzelepisoden losreißt. Der Dialog ist philosophisch interessant, er offenbart so viel und lässt doch immer noch zu viel im Verborgenen. Was zum Teufel will dieser Film dir eigentlich sagen? Du weißt es nicht, aber du bist bereits lange gefesselt von der Geheimniskrämerei, die selbst mit dem Abspann so vielschichtig und multifunktional interpretierbar bleibt wie zu Anfang. Du bist gleichzeitig schlauer und verwirrter mit jeder Minute, die verstreicht.

Der “Interstate 60" ist zunächst schwer zu finden - einmal jedoch gefunden, ist er der Kanal zu vielen verrückten Orten, die du nun zusammen mit James Marsden besuchst. Eigentlich folgt der nur Straßenschildern, auf denen Amy Smart mit ihrem herzzerbrechenden Lächeln abgebildet ist - und diese Bilder kann nur er sehen. Und du, versteht sich.
O.W. Grant begleitet euch ein Stück auf dem Highway. Ihr nehmt eine Anhalterin mit, eine Nymphomanin - grandios, wirst du sagen, wenn du diese erste kleinere Einzelepisode hinter dich gebracht hast. Der Dialog ist von übergeordneter Klasse, zudem ganz offensichtlich nicht direkt mit der Handlung verbunden, sondern ganz klar mit einem Subtext versehen. So würden die Figuren in einer normalen Situation nicht reden - das merkst du, und du verstehst, dass hier eine Art Metapher erstellt wird für einen Sachverhalt, der auf die Zustände in Amerika abzielt. Und die Art, wie dies vorgetragen wird - du bist entzückt. Gary Oldman sorgt für treffsicheren Humor - er lacht zusammen mit Marsden über seine eigene körperliche “Unregelmäßigkeit” wie über einen guten Witz.

Was siehst du noch? Satire auf Kunst und das, was die Kunst zur Kunst macht; Satire auf das amerikanische Rechtssystem und die damit verbundene “Kläger-Kultur” und das Überangebot an Anwälten; Satire auf den Umgang mit Drogen und das Auseinanderfallen amerikanischer Kleinfamilien; Satire auf das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung, von Lohn und Arbeit. Dir wird klar, dass Regisseur Bob Gale selbstkritisch mit der äußeren Gelacktheit der US-Ideale aufräumt und die Fassade durchbricht, die uns glauben lässt, Amerika sei eine eigene Welt ohne Schwächen, das unumstrittene Vorzeigemodell für die ganze Welt. Und wie geschickt all dies miteinander verwoben und auf das Leben der Hauptfigur und seine Orientierung abgestimmt ist, das wird dir nochmals eine besondere Erwähnung wert sein. Du bewegst dich durch diese Welt wie durch einen Traum. Du erlebst viele Was-wäre-wenn-Szenarien. Du kommst in den Genuss vertrackter Dialoge, die so viel Wahrheit vermitteln, dass du mit dem Nicken kaum nachkommst.

Dass James Marsden nie ein wirklich guter Schauspieler wird, diese Tatsache, dieses Fakt ist nach den knapp zwei Stunden so bedeutungslos, wie es nur sein kann. Du wirst zu sehr beschäftigt sein, über die Grenzen des Films hinaus über dessen Bedeutung nachzudenken. Du bleibst perplex zurück und weißt, dass es jenseits der Hauptstraße in kleinen, dunklen Gassen immer mal wieder funkelnde Diamanten zu entdecken gibt. “Interstate 60" ist selbst einer, weil er über diese Diamanten aufklärt; weil er Gesellschaftssatire in Perfektion darstellt; weil er ehrlich ist; weil er in den Bann zieht und eine einnehmende, eigentümliche Atmosphäre ausstrahlt.
Und das weißt du jetzt.
:liquid8:
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Beitrag von StS » 22.12.2005, 22:25

An dem Laufe ich schon seit Jahren (sprichwörtlich) vorbei (RC1) ... nun werd ich vielleicht doch mal einen Blick riskieren! :wink:

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Beitrag von freeman » 22.12.2005, 22:49

Ich denke, der könnte dir gefallen, zumal der erste Auftritt von Amy Smart richtig schön amüsant geworden ist ... meiner einer wurde von dem Film ziemlich kalt erwischt, denn dass der so einschlagen könnte, hätte ich nicht gedacht. Heute habe ich dann zum ersten mal gesehen, dass der sogar schon 3 Jahre auf dem Buckel hat ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 23.12.2005, 11:56

Cool, den kenn i noch gar net... vorgemerkt! ;)
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Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
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Solang bis du erkennst
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Beitrag von Vince » 23.12.2005, 12:49

Hört sich höchst interessant an... amazon 6,97€ - das is ne Überlegung definitiv wert! Wen der Preis noch a bissl so bleibt, pack ich ihn wohl auf jeden Fall in meine nächste Bestellung. Thank you! :wink:

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Beitrag von freeman » 23.12.2005, 12:52

Ich werde es definitiv auch tun und die Premiere Aufzeichnung geht über den Jordan ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 25.12.2005, 12:26

Wow, kann ich da nur sagen. Hab ihn gestern gesehen und dachte ja vorher noch, die 9/10 von dir sind wahrscheinlich ein bisschen zu hoch gegriffen - aber ich bin letztendlich gar nicht so weit von deiner Note entfernt.
Der Film ist enorm stark vergleichbar mit Stephen Kings "Riding the Bullet" - nur ohne Horror und insgesamt deutlich intelligenter. Dabei ist der Hauptdarsteller (wie immer) meines Erachtens scheiße, aber das geht echt total unter in diesem Trip, der da auf diuch einrasselt.
Und es beginnt auch noch recht plump. Verträumter Off-Kommentar des Hauptdarstellers, die Moral ist förmlich schon zu riechen, als Sohnemann von Daddy mit dem Sportwagen beschenkt wird und gedrängt wird, studieren zu gehen, und dann noch ein lustiger Kobold aka Gary Oldman auftaucht mit ner Affenpfeife, die grünen Rauch bläst... aber dann geht's echt ab. Irgendwie passt da alles zusammen, ohne dass man so recht weiß, als was man das definieren soll - ich würde es als metaphernartige Satire auf die amerikanische Gesellschaft bezeichnen. Der Hammer - danke, dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast. :wink:

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Beitrag von freeman » 25.12.2005, 14:03

Jau, kein Problem, und insgesamt gings dir da ja echt wie mir, denn der Film begann wie ein klarer "Spulkandidat", wo ich auch nur dachte: Oooch nö, aber kurz bevor der Finger zum Spulknopf wanderte hatte er mich auf einmal ... Schönes Ding! Und cool, dass er dir gefällt.

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 25.12.2005, 15:12

Ich musste einfach auch ein Review verfassen - der Streifen hat es echt verdient, weiterempfohlen zu werden. :wink:

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Beitrag von freeman » 25.12.2005, 18:27

Ich habe es mal oben reineditiert ...

Was soll das hier?
Du wirst dich in den ersten Minuten wundern; bist du auf einen angeblichen Heilsbringer reingefallen, der einen durchschnittlichen sentimentalen Film über den Sinn des Lebens aufgeschwatzt hat?
Wieso angeblich? Und weiß irgendeiner in der ofdb, dass damit ich gemeint bin?



;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 25.12.2005, 19:05

freeman hat geschrieben: Wieso angeblich?
Eine rhetorische Frage - es hat sich dann ja herausgestellt, dass es kein angeblicher, sondern ein tatsächlicher Heilsbringer war... und wenn es dich beruhigt, ich habe immer an dein Urteilsvermögen geglaubt. :wink:

Und weiß irgendeiner in der ofdb, dass damit ich gemeint bin?
Ich hoffe doch nicht - aber freut mich, dass du diesen kleinen Hinweis verstanden hast. :D So'n kleiner Insider muss zwischendurch ja auch mal sein.

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Beitrag von freeman » 25.12.2005, 19:07

Kihi, ja so bin ich eben ... Aber Heilsbringer? Gut, ok, mein Spitzname zu Schulzeiten war Siddharta Gautama, aber der bvrachte auch weniger heil, als vielmehr den Weg der Mitte zu predigen ... ;-)

In diesem Sinne:
freeman, jetzt bin ich mal gespannt, wann StS zuschlägt
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Beitrag von kaiserfranz » 07.07.2006, 00:21

Den gibt's gerade übrigens für 5,97€ bei amazon.

Review ist übrigens klasse!

Film kann ich auch empfehlen. :)

Edit: :oops: Meine natürlich Reviews. Sind ja schließlich 2. :oops:

Gruss
kaiserfranz
Oma, bist du noch rüstig?

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Beitrag von Vince » 07.07.2006, 00:29

Ja, der ist schon länger ziemlich billig zu kriegen... ich hab glaub ich auch nur nen Euro mehr bezahlt.
Ist auf jeden Fall jeden Cent wert!

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Beitrag von Samir » 11.02.2007, 15:12

schon seit einigen Wochen gesehen und kann den beiden oben nur zu stimmen ein kleine eher unbekannte Filmperle. Wobei ich eher zu Vinces bewertung tendiere da ich ihm auch :liquid8: geben würde. Tolle reviews von beiden btw.

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Beitrag von freeman » 12.02.2007, 00:39

Der Streifen mutiert mehr und mehr zu einem Geheimtipp unseres Forums ... alleine die Viewzahlen! Knapp 1000 ... Hammerhart, wenn ich da die Viewzahlen GROSSER Filme sehe ... Allmächt *lach*

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 12.02.2007, 11:37

freeman hat geschrieben:Der Streifen mutiert mehr und mehr zu einem Geheimtipp unseres Forums ... alleine die Viewzahlen! Knapp 1000 ... Hammerhart, wenn ich da die Viewzahlen GROSSER Filme sehe ... Allmächt *lach*
Das ist nur wegen Amy Smart. Die haben gesehen, wie Jason eingelocht hat und jetzt wollnse mehr...

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Beitrag von Fäb » 12.02.2007, 12:09

:lol:

Bis auf den Hauptdarsteller, der eine Ausstrahlung wie ein toter Holzpflock hat und irgendwie ein ständiges debiles soap opera-face besitzt, mag ich den Film übrigens auch sehr gern. Der absolute Oberhammer natürlich Chris Cooper als Anwalt! (Ich brech zusammen beim Gedanken allein :lol: ) - und eure Reviews :D Tendiere auch eher zur 9. Das Besonderes muss gewürdigt werden.

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Beitrag von Vince » 12.02.2007, 13:01

Fäb hat geschrieben: Bis auf den Hauptdarsteller, der eine Ausstrahlung wie ein toter Holzpflock hat und irgendwie ein ständiges debiles soap opera-face besitzt, mag ich den Film übrigens auch sehr gern.
So ist es. Der Sack kostet den Film locker einen Punkt. :wink:

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Beitrag von freeman » 13.02.2007, 00:17

Deshalb bekommt X-Men III auch 6/10 und nicht nur 5/10 ... immerhin wird der Typ da zerbröselt :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Taran-tino » 15.02.2007, 00:16

Hab mir den jetzt auch mal bestellt. :D

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Beitrag von Taran-tino » 15.02.2007, 23:05

Was soll man zu diesem Film sagen?! Donnie Darko ohne psychotischen Hauptdarsteller? Fear and Loathing in Las Vegas ohne Drogen? Zumindest ist es ein extrem abgedrehter und hoch sympatischer Road Movie mit einer beachtlichen Nebendarsteller Cast. Kurt Russel rockt da so einiges weg, Chris Cooper ist brillant und Gary Oldman spielt enorm stark auf. Ein Film der den Zuschauer nicht nur einmal sehr nachdenklich stimmt und eigene Fragen des Lebens sehr geschickt beantwortet (oder auch nicht. Wink )
Auf die Ideen muss man erstmal kommen, eine Stadt die nur Anwälte als Einwohner hat die sich alle nur selbst am verklagen sich, hab ich so auch noch nie gesehen.
Ein wirklich schöner Film der einen mit einer richtig guten Laune zurück lässt, sicher aber nicht jedem gefallen würde. Einzig der Hauptdarsteller James Marsden (Cyclops aus den X-Men Filmen) mit seinem Dawsons Creek Gesicht zum ständig rein schlagen, fand ich nicht sooo pralle.

:liquid10:

PS: Die Szene mit der ultra scharfen Anhalterin hat mich total vom Sessel gehauen. Stelle mir das grad selbst vor, fährst da so auf der Strasse, nimmst die Süße mit und auf deine Frage wo sie hin will kommt sofort ein "Ich suche den Fick meines Lebens" und zwinkert dir da was vor. Laughing

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Beitrag von freeman » 16.02.2007, 00:18

Taran-tino hat geschrieben:PS: Die Szene mit der ultra scharfen Anhalterin hat mich total vom Sessel gehauen. Stelle mir das grad selbst vor, fährst da so auf der Strasse, nimmst die Süße mit und auf deine Frage wo sie hin will kommt sofort ein "Ich suche den Fick meines Lebens" und zwinkert dir da was vor. Laughing
Jau, und ich stelle mir gerade vor, was vorfallen müßte, damit ich die gehen lassen würde, ohne ihr den gewünschten Pimperer for Life zu besorgen ... oder es zu versuchen :lol:

Und wieder ein Liebhaber mehr ... Ich sachs ja, inoffizielles Forenjuwel ;-)

In diesem Sinne:
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