Filmtagebuch: LivingDead

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Beitrag von LivingDead » 30.12.2007, 19:07

Fearless

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Jet Lis Abschied vom klassischen Martial-Arts-Film. Und zugleich eine seiner besten Leistungen seiner Karriere. Unglaublich mit welcher Hingabe er seine Rolle verkörpert. Leider hält der Film dann nicht ganz, was er verspricht. Die von Ronny Yu um 40 Minuten erleichterte Fassung wirkt deutlich gestockt und lässt Tiefgang weitestgehend vermissen. Durch die harten Kämpfe und einer tollen Choreografie gestaltet sich der Film aber trotzdem ungemein unterhaltsam, auch wenn einige unnötige CGI-Effekte stören.
:liquid7:

The Hills Have Eyes

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Mit beinaher dokumentarischer Nüchternheit zelebriert Aja die aktuelle Terrorfilm-Welle und stellt den imo bisher gelungensten Vertreter dieser neuen Welle dar. Die krassen Gewaltszenen nagen deutlich an den Nerven.
:liquid8:
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daemonicus
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Beitrag von daemonicus » 30.12.2007, 19:22

Fearless schaut man auch nur in der langen Version. :wink:

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Beitrag von LivingDead » 16.01.2008, 18:19

Ja, die hab ich leider nicht... :cry:
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Beitrag von LivingDead » 18.01.2008, 21:03

Uff, was habe ich jetzt nochmal alles gesehen? ...

Black Christmas

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Letztlich ist nur ein äußerst plattes Slasher-Filmchen dabei herausgekommen, bei dem man nach positiven Aspekten schon mit der Lupe suchen muss. Die Hauptdarsteller/-innen spielen durch die Bank weg erträglich bis grottenschlecht. Vor allem das schrille Gekreische geht einem irgendwann gewaltig auf den Keks. Außerdem langweilt die Inszenierung, macht sogar grobe Fehler: Die Mordszenen sind so dermaßen unspannend in Szene gesetzt und zudem auch noch übelst getimt, sodass sich so etwas wie Spannung keinen Deut entwickeln kann. Zwar fliegt immer ziemlich viel Blut, aber trotzdem bekommt der Gorehound nicht wirklich etwas für das Auge geboten (außer viellleicht ein Auge ). Ansonsten erweist sich das "Splatterfestival" als ziemlich harmlos. Auch die Musikuntermalung von Shirley Walker ("Final Destination") wirkt mit ihren Synthesizer-Klängen recht billig, erinnert bisweilen an TV-Serien wie "Smallville". Schrecklich.
Im Endeffekt ein harmloser, langweiliger, innovationsloser Horrorfilm, den die Welt nicht gebraucht hat.
:liquid3:

Death Proof

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So gerade im Player gehabt. Ähnlich wie bei "Kill Bill" (den Tarantino auch hier mit diversen Zitaten mehrmals in die Gegenwart rückt) zitiert Tarantino nicht den typischen Sexploitationsstreifen (bzw. Eastern/Western in "Kill Bill") - das wäre auch zu einfach (Soderbergh ist ja schon bei "The Good German" daran gescheitert ein ganzes Genre, den Film-Noir, zu vergegenwärtigen) - nein, er dreht einen typischen Tarantino, inklusive ausufernder Dialoge. Doch huldigt er dabei dem Genre. Er zitiert sich selbst, er zitiert den Trash - oder vielmehr: Er zelebriert den Trash. Natürlich grenzt das alles an Übertreibung, an Kalkül; doch genau das zeigt er ja, wenn zum Schluss (als nach einer langen "Tarantino-Phase" endlich der Trash beginnt) das Bild nach einer kurzen s/w-Unterbrechung klar wird. Warum wird das Bild gerade zu diesem Zeitpunkt so gut, so modern, so überhaupt nicht konvenabel zum Inhalt: Ganz einfach: Weil Tarantino hier keinen Trashfilm dreht. Und das wollte er auch nie. Vielleicht hatte manch einer etwas anderes erwartet, doch letztlich kam ein typischer Tarantino dabei heraus, der ein Genre auswählt, dieses auf tarantinoeske Weise verdreht, und ins Absurde führt: Warum verwandelt sich der coole Mike zum Schluss zum Weinerlich. Warum wendet sich das Blatt so plötzlich und die Mädels sind auf einmal die mordlüsternen Wesen, die Angst einjagen? Weil die Charaktere hier genau so verspielt und unbeständig sind wie das Bild, welches sich urplötzlich in Schwarz-Weiß verfärbt, aufblinkt und wieder Farbe gewinnt. Letztlich ist der Film genau das, was er sein soll. Und wiederum auch überhaupt nicht. Das Faszinierende an "Death Proof" ist wahrlich das, was Vince so treffend beschreibt: Ein Film, der durch das Können seines Regisseurs, das Unvermögen seiner Gehuldigten feiert.
Doch bei alledem stört mich eines: Irgendwie vermisse ich etwas Eigenständigkeit. Wo "Kill Bill" noch etwas Ungewöhnliches darstellte, verfängt sich "DP" bisweilen in seinen Zitaten und Anspielungen, sowie den ausufernden Dialogen. Nichts davon haben wir noch nicht gesehen. Alles war schon einmal da. Und daher...
:liquid7:

Clockwork Orange

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Betörend verstörende Satire, die entfesselnd die Paradoxie des Glaubens an die Freiheit (des Glaubens) eines jeden in unserer Zeit darstellt. Handwerklich geradezu perfekt und ein weiterer Höhepunkt in Kubricks beeindruckender Filmografie.
:liquid9:

Das Bourne Ultimatum

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Der Film schafft es nach dem enttäuschenden zweiten wieder an die Qualitäten des ersten Bourne anzuschließen. Zwar verlagerte Greengrass die finale Autojagd nur nach NY, und auch einige andere Szenen zitieren die Vorgänger fast 1:1, doch letztlich hält Greengrass das Tempo stets oben, bietet endlich die (nicht gerade überraschenden) Antworten und führt zu einem guten Abschluss. Und jetzt kann ich auch wieder behaupten: Besser als "Casino Royale"!
:liquid8:

Little Children

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Ähnlich wie "American Beauty" seziert Field das Leben diverser Vorstädtler der US-amerikanischen Mittelschicht. Kinder bilden dabei Haupt und Angelpunkt der Geschichten, die fast episodenhaft daherkommen. Sehr ruhig und bedächtig inszeniert, lanciert Field stets eine morbide Stimmung, die die Fassade dieser heilen Welt Stück für Stück zersetzt.
:liquid8:

P.S. Ich liebe Dich

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Intelligente Dramödie, die Kitsch weitestgehend außen vor lässt und durchaus für amüsante zwei Stunden taugt, wenn man dieser Art Film nicht grundsätzlich abgeneigt ist. Gute Schauspieler mit einem tollen Zusammenspiel soger für ausreichend Charme. Sehr nett.
:liquid6:
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Beitrag von LivingDead » 19.01.2008, 11:31

Scoop - Der Knüller

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Leichtfüßig, und damit ungewöhnlich gewöhnlich für einen Allen, der hier nur an der Oberfläche kratzt; in jeglicher Hinsicht. Die Darsteller agieren absolut solide, die Geschichte reicht für einige ironische Referenzen, wirkt aber insgesamt zu vorhersehbar für einen echten Krimi, und zu lasch für einen Allen. Dennoch bietet "Scoop" intelligente Unterhaltung, die wieder einmal für spaßige 90 Minuten sorgt - aber eben auch nicht mit Langzeitwirkung.
:liquid6:
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Beitrag von John Woo » 19.01.2008, 13:26

LivingDead hat geschrieben:Und jetzt kann ich auch wieder behaupten: Besser als "Casino Royale"!
Naja, ich finde man sollte die nicht vergleichen. Und wenn doch, kommt CR dank der Wackelkamera-Freien Optik und den exotischeren Locations halt eben doch besser weg.

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Beitrag von Montana » 19.01.2008, 13:38

:00000654

Meiner ansicht nach ist Casino Royal Born meilenweit überlegen.
Bessere Story 3x kürzer erzählt. Geniale, bessere Action scenen, wenn auch auf grund der Story weniger. Keine Wackelkamera!

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Beitrag von LivingDead » 19.01.2008, 15:21

Naja, ich muss dazu sagen, dass ich nicht zu den größten Fans von "CR" zähle. Hatte dem zwar auch (knappe) 7 Punkte gegeben, aber mit dem abschließenden dritten Teil der Bourne-Filme muss ich insgesamt sagen, dass die eben doch wesentlich besser funktionieren, als der immer noch zu glatte "CR". Die Actionszenen sind imo wuchtiger, die emotionalen Szenen glaubwürdiger, auch die Charaktere insgesamt überzeugender... und ja, ich meine wirklich Bourne, trotz Mätt Dähmön. ;)
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Beitrag von LivingDead » 23.01.2008, 13:47

Smokin' Aces

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Komödie, Drama, Thriller, Krimi... irgendwie ist der Film alles und nichts, switcht beliebig zwischen den Genres hin und her und entscheidet sich nie wirklich für eine Richtung. Etwas mehr Konsequenz und Eigenständigkeit hätte diesem Machwerk gut getan, welches sich eindeutig an den Arbeiten eines Tony Scott, Oliver Stone oder Tarantino orientiert, nie aber deren Klasse erreicht. Zwar wird der Film nie langweilig - trotz einiger unnötig aufgeblähter Szenen - aber optisch hat Carnahan alles im Griff und hält das Tempo stets oben.
:liquid4:
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Beitrag von LivingDead » 24.01.2008, 18:06

Full Metal Jacket

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Gehört zu den besten Kriegsfilmen überhaupt, kann aber dennoch nicht verbergen, dass die Qualität des Streifens nach der genialen ersten Stunde im Ausbildungslager zunehmend abebbt.
:liquid8:
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Beitrag von LivingDead » 27.01.2008, 12:40

Barry Lyndon

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Kunstkino - einen passenderen Begriff könnte man für dieses Werk kaum wählen. Jede einzelne Szene, jedes einzelne Bild könnte man sofort ausdrucken, einrahmen und ins Wohnzimmer hängen. Kubrick geht bis an die Grenzen des filmisch machbaren, zoomt stets aus der Halbtotalen heraus und offenbart ein atemberaubendes Panorama in wunderschönen Sepia-Farben. Die Geschichte um Barry selbst wirkt manchmal distanziert, doch ähnlich wie bei einem Gemälde nimmt uns das Gezeigte dann doch urplötzlich ein und erschüttert uns in den Grundfesten. Großes Kino.
:liquid9:

Shooter

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Sehr straight inszenierter Thriller mit einem sympathischen Hauptdarsteller. Die Geschichte erweist sich als herrlich altmodisch; in ihrem Aufbau sogar ein klarer Wink ans Actionkino der Siebziger. Die Hochglanzinszenierung dagegen ist Fuqua-typisch hervorragend gelungen und den Actionszenen fehlt es kaum an Brutalitäten und Drive.
:liquid7:
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Beitrag von LivingDead » 28.01.2008, 18:00

Pat Garret jagt Billy the Kid

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Durchaus lohnenswerter Peckinpah. Anzumerken ist, dass der Film trotz der restaurierten Fassung immer noch zusammengekürzt wirkt und nicht unbedingt durch einen konsequenten Handlungsablauf besticht, sondern durch die feinen, teils umwerfenden Einzelszenen, die zusammen mit Bob Dylans Soundtrack hervorragen.
:liquid8:
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Beitrag von LivingDead » 30.01.2008, 20:34

The Dangerous Lives of Altar Boys

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Sehr dogmatisch ausgefallenes Jugenddrama, welches sich durch seine immer wieder lancierten - sehr ansehnlichen - Comic-Einlagen vom Durchschnitt abhebt. Aber auch die Darsteller zeigen durch die Bank weg beachtliche Leistungen. Zudem sehr angenehm, dass sich die namhaften Stars Foster und D'Onofrio im Hintergrund halten.
:liquid7:
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Beitrag von freeman » 30.01.2008, 21:22

Ich hab mir ja von dem Namen McFarlane hinsichtlich der Comicsequenzen ganz ehrlich mehr erwartet ... Film ist ansonsten aber wirklich in Ordnung ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von LivingDead » 30.01.2008, 21:25

Ja, wobei ich mir im Vorfeld nicht so ganz vorstellen konnte, wie sich das Endresultat da gibt; also hinsichtlich der Comiceinlagen. Sind jetzt natürlich nicht überragend ausgefallen, sollen sie ja wohl auch nicht (wäre ja auch etwas unangebracht, zumal ja die Kinder die Zeichnungen erstellen ;) ), aber im Endeffekt funktioniert das imo recht gut.
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Beitrag von LivingDead » 03.02.2008, 15:11

Pathfinder - Die Fährte des Kriegers

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Ein grober Unfug: Nicht, dass ich Intellektuellen-Kino erwartet hätte, aber dieser Film bietet all das, was ich in einem martialischen Actionfilm NICHT sehen möchte: Hektische Schnitte, unübersichtliche, schlecht inszenierte Actionszenen (die Szene auf dem Eis war ja wohl 1:1 aus King Arthur; nur 1000mal schlechter), miese CGIs, und eine richtig, richtig alberne Geschichte. Da helfen selbst einige derbe Szenen und die vielen Blutfontänen nicht viel.
:liquid3:
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Beitrag von LivingDead » 08.02.2008, 19:33

Das Spiel der Macht

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Sean Penn spielt grandios, auch wenn er teils zum Overacting neigt, die Rolle dies aber geradezu von ihm verlangt. Ansonsten ein recht unterhaltsames Polit-Drama, das mir aber teils etwas zu zerfahren wirkte. Vor allem die Rollenaufteilung gefiel mir nichr recht: Hopkins kam mit seiner recht wichtigen Rolle viel zu kurz, wohingegen der aalglatte Jude Law mit seinen Off-Kommentaren absolut deplatziert wirkte und überhaupt nicht aufging.
:liquid6:

Schräger als Fiktion

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Feine Idee, toll umgesetzt, mit der richtigen Mischung aus Groteskem und leisen Zwischentönen, die aber mal so richtig gut funktionieren. Letztlich eine emotional ehrliche Parabel auf das gute alte Happy End.
Sehr gute :liquid8:
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Beitrag von LivingDead » 08.03.2008, 11:04

Operation: Kingdom

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Regisseur und Schauspieler Peter Berg inszenierte einen Unterhaltungsfilm mit einem fulminanten Showdown, der sich der gängigen "C.S.I"- Mechanismen annimmt und erst in zweiter Linie das hochbrisante Thema der Selbstmordanschläge und deren Ursache an den Wurzeln zu packen versucht und dabei gar nicht mal so schlecht abschneidet. Überraschend, wie plakativ Berg in den letzten Minuten die Amis mit den saudischen Terroristen gegenüberstellt und eine interessante Schlussbilanz zieht. Durch solche Momente knappe, aber wohlverdiente...
:liquid8:

Death Sentence - Todesurteil

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Kevin Bacon zeigt eine Glanzleistung, Regisseur James Wan gibt sich solide, das Drehbuch schrammt knapp an einer Katastrophe vorbei. Die Dialoge bewegen sich teils extrem auf Soap-Opera Niveau. Da ist es einzig und allein den sehr gut aufspielenden Darstellern zu verdanken, dass sie das Boot noch auf Kurs bringen können.
Insgesamt ein kleiner, brutaler Actionfilm, der gerne mehr sein möchte und durchaus das Potenzial dafür gehabt hätte. Doch so reiht er sich nur im Wulst der unzähligen Revenge-Filme der 80er ein, ohne irgendwelche Akzente zu setzen.
:liquid6:
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Beitrag von LivingDead » 29.04.2008, 19:36

Babel

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Insgesamt der schwächste Iñárritu bisher, wenn auch auf einem äußerst hohen Niveau. Die gewohnt konstruierte Story, die drei Handlungsstränge miteinander verbindet - diesmal sogar transkontinental ausgedehnt - und das typische Thema der fehlerhaften Kommunikation zwischen Menschen und Nationen, funktioniert dennoch hervorragend, da die Geschichten genug Potenzial für emotionale Spitzen bieten, wenn auch einiges etwas zu plakativ dargestellt wird. Die beiden Vorgängerfilme waren in ihrer Bildsprache etwas subtiler/effektiver. Nichtsdestotrotz...
:liquid8:

Whisper

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Überraschend solider Horrorfilm, der weniger durch echten Horror oder Originalität begeistert, als durch seine verhältnismäßig gute Inszenierung und Leichtfüßigkeit, die den Film zu einem richtig appetitlichen Snack für zwischendurch macht.
:liquid6:
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Beitrag von Vince » 29.04.2008, 19:38

Hey, da waren wir ja fast zeitgleich. ;) Hast dir nicht auch zufällig das Steelbook gegönnt, das günstiger geworden ist?

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Beitrag von LivingDead » 29.04.2008, 19:41

Exakt! ;)
Wobei ich das Steelbook schon länger im Regal stehen habe; damals aber auch nur 13€ bezahlte. Hatte mir "Babel" zusammen mit "Amores Perros" und "21 Gramm" aus dem Urlaub mitgenommen...
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Beitrag von LivingDead » 05.05.2008, 18:51

Brücke nach Terabithia

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Großartiger Film, der leider unter dem Einfluss der Walden Media leidet.
:liquid7:,5

Mehr dazu hier...
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Beitrag von Vince » 05.05.2008, 18:54

LivingDead hat geschrieben:
Mehr dazu hier...
Jarp!

EDIT: Hä, vorher stand da deine Frage "soll ich das auch hier einstellen wegen Robert Patrick". :wink:

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Beitrag von LivingDead » 05.05.2008, 18:57

lol... jo, dumme Frage, die ich mir kurz nach dem Klick auf "antworten" schon selbst beantwortet habe... :lol:

..und die Kritik scho 'neigestellt... ;)
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Beitrag von LivingDead » 07.05.2008, 22:28

Hitman

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Naaaja, auf der Habenseite steht zumindest die absolut solide Insenierung, die sich kaum Schnitzer leistet, und eine recht authentische Spiele-Atmo, da der Regisseur recht nette Referenzen zum Spiel mit eingebaut hat. Ansonsten... ja, was bleibt noch? Nicht viel, denn insgesamt gestaltet sich der Film extrem belanglos. Eine Story aus dem kleinen Einmaleins des Actionfilms (na gut, die ist zumindest dem Spiel ähnlich), ein tatsächlich zu uncharismatischer Hauptarsteller (obschon ich Olyphant sonst sehr gerne sehe), wenige, dann auch noch unüberzeugende Actionszenen, welche zwar optisch nett inszeniert wurden, aber kaum Innovationen bieten. Zudem ziehen sich einzelne Passagen zu sehr, sodass der Film insgesamt zu unharmonisch wirkt. Dazu kommen unfreiwillig komische Szenen àla "Wollen wir in Würde abtreten...?" ... Überzeugend ist da nur die Schießerei im Club - auch wenn wir im asiatischen Bereich definitiv schon dynamischeres gesehen haben -, ansonsten konnte mich da nichts vom Hocker reißen.

Netter Actionfilm für zwischendurch. Doch aus der Vorlage hätte man viel mehr herausholen können. Definitiv!
:liquid4:
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