Fear Itself (Season 1 Sammelthread)

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Fear Itself (Season 1 Sammelthread)

Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:32

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Entstehungsdaten: USA - Kanada 2008

Opening Credits:
http://www.youtube.com/watch?v=2_oYZ4XMhJQ


In letzter Zeit erfreuen sich so genannte „Anthology“-Serienformate, bei denen jede Folge eine in sich abgeschlossene sowie von den anderen unabhängige Geschichte erzählt, erneut einer zunehmenden Beliebtheit, was in erster Linie einem ambitionierten Projekt aus dem Hause „Showtime“ zu verdanken ist, bei dem diverse angesehene und/oder aufstrebende Genre-Regisseure (pro Staffel) jeweils ein rund 60 Minuten umfassendes bzw andauerndes Mini-Movie inszenieren durften: „Masters of Horror“ (2005). Dank der wenigen Auflagen des zweitgrößten Pay-TV-Senders der Vereinigten Staaten konnten sich die betreffenden Filmemacher weitestgehend uneingeschränkt „austoben“, etwa hinsichtlich der präsentierten verbalen Ausdrucksweisen sowie Sex- und Gewaltdarstellungen – was jedoch leider vereinzelt merklich auf Kosten der Handlung, Spannung und Atmosphäre geschah. Wie auch immer: Vertragsgemäß wurden zwei Seasons produziert, bevor die (bis dato) für die Sicherstellung der Finanzierung sorgenden Firmen „IDT“ und „Anchor Bay“ von „Starz Entertainment“ übernommen wurden, man einen anderen Kurs (seitens des Managements) einschlug sowie „Showtime“ im Zuge dessen die Option auf die Realisierung einer dritten Staffel nicht mehr in Anspruch nahm. Daraufhin erwarb „Lionsgate“ die Rechte und schloss sich für die Umsetzung mit dem Sender „NBC“ zusammen, der allerdings „öffentlich“ (also nicht nur gegen zusätzliche Bezahlung) zugänglich ist, was im Rahmen der Projektgestaltung unweigerlich Kompromisse für die Verantwortlichen bedeuten und mit sich bringen würde. Mick Garris, seines Zeichens im Prinzip „Mastermind“ der Reihe, blieb trotz des Wechsels sowie aller damit verbundenen konzeptionellen Herausforderungen dennoch relativ lange mit an Bord – bis er sich (als Mitglied der „Writers Guild of America“) an dem großen Autorenstreik 2007 beteiligte und schließlich inmitten der „Pre-Production“-Phase endgültig ausstieg, ungeachtet dessen in den Credits aber gleichwohl noch als „Creator“ Erwähnung findet. Um sich an diesem Punkt der Entwicklung nun entschieden von der Vergangenheit zu lösen sowie sich eine eigene (neue) Identität aufzubauen, änderte man im Folgenden zudem (konsequenterweise) den Titel der Sendung – sie heißt jetzt „Fear Itself“ und flimmert inzwischen seit Juni 2008 über die amerikanischen Fernsehbildschirme…

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:33

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Season 1, Episode 1: "the Sacrifice"

Regie: Breck Eisner
Darsteller: Jeffrey Pierce, Rachel Miner, Jesse Plemons, Mircea Monroe, Michelle Molineux, Stephen Martines, ...


Die erste Episode von „NBC´s“ neuer „Horror Anthology“-Serie „Fear Itself“ basiert auf einer Skript-Vorlage aus der Feder des „Creators“ der Show, Mick Garris, mit der jener die Del Howison Kurzgeschichte „the Lost Herd“ Format-gerecht adaptierte. Nun den Titel „the Sacrifice“ tragend, entstand die Verfilmung unter der Regie Breck Eisners („Sahara“) und eröffnet in Gestalt vier junger Männer, die nach einem offensichtlich misslungenen Deal in ihrem Pick-Up auf einer abgeschiedenen Landstraße im verschneiten kanadischen Hinterland unterwegs sind – bis ihnen eine im Fahrbahnboden steckende Metallstange entgeht und diese ihr Fahrzeug derart stark beschädigt, dass sie sich daraufhin dazu gezwungen sehen, ihre Flucht zu Fuß fortzusetzen. Als ihnen im Zuge dessen Rauch am Horizont gewahr wird, schlagen sie umgehend jene Richtung ein, denn sie benötigen sowohl eine Unterkunft für die bereits anbrechende Nacht als auch eine (zumindest notdürftige) medizinische Versorgung, da einer aus ihrer Mitte (Reamonn Joshee) eine fiese Schusswunde in der Brust aufweist und entsprechend zunehmend an Blut und Besinnung verliert. Schließlich am Ursprungsort angekommen, stellt sich dieser als ein tief im Wald gelegenes altes Fort heraus: Vorwiegend aus Holz errichtet, mit hohen Mauern und diversen Gräbern im Innenhof – aber einem verlockend riechenden Topf Suppe auf dem Feuer…

Wenig später treffen sie innerhalb des abgegrenzten sowie auf den ersten Blick menschenleer anmutenden Grundstücks dann auf drei blasse, blonde und sehr attraktive rumänische Schwestern (Rachel Miner, Mircea Monroe, Michelle Molineux), die dort zusammen mit ihrem bettlägerigen Vater, einem Reverend (Bill Baksa), leben. Sie sind die letzten Verbliebenen einer Amish-ähnlichen Gemeinschaft, zeigen sich gastfreundlich, bieten ihnen eine warme Mahlzeit an und kümmern sich um Navarro´s Wunde. Während die beiden Brüder Point (Jeffrey Pierce) und Lemmon (Jesse Plemons) speisen, erhofft sich Diego (Stephen Martines) derweil, bei einem der hübschen Mädels landen zu können, welches ihrerseits in der Hinsicht gar nicht mal so abgeneigt zu sein scheint. Ersterer indessen, ein von Natur aus eher skeptisch-vorsichtiger Zeitgenosse, traut dem harmonischen Frieden der Situation nicht wirklich – zu Recht, wie er schnell die Bestätigung seines Bauchgefühls erhält, indem er beim Nachsehen Navarro´s Leiche findet und unmittelbar im Anschluss daran nur knapp den Angriff einer höchst aggressiven Kreatur übersteht, die sich als ein von der kleinen Gemeinde seit der Einwanderung ihrer Vorfahren in dieser isolierten Bastion gehaltener Vampir herausstellt, welcher bislang immerzu davon absah, den Gebäudekomplex gen „Außenwelt“ zu verlassen, so lange man ihm regelmäßig menschliche Opfergaben zukommen ließ. Grausame Stunden stehen allen Anwesenden bevor…

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie „the Sacrifice“ unter dem „Masters of Horror“-Banner ausgefallen wäre bzw ausgesehen hätte, denn Möglichkeiten für die Einbindung zusätzlicher oder ausschweifenderer Szenen mit Gore und nackter Haut sind an etlichen Stellen der Handlung problemlos auszumachen. Zwar vollziehen sich vorliegend bestimmte (gewalttätige) Dinge bewusst „off Screen“, doch wurden diese nichtsdestotrotz zum Teil ganz nett für die Zuschauer angedeutet sowie gelegentlich gar von direkt präsentierten Detailaufnahmen ergänzt (wie eine „Schattenspiel-Enthauptung“, verschiedene Wunden oder das Zunähen eines Mundes) – im Prinzip wirkt der Gesamteindruck nie so, als würde etwas fehlen, das man unbedingt hätte vordergründig aufzeigen müssen. Aufgrund der Restriktionen des „öffentlichen“ Sendplatzes mussten die Verantwortlichen unweigerlich mehr Nachdruck auf die jene Momente umhüllenden, eigentlich ja ohnehin viel wichtigeren Elemente legen – allen voran die Atmosphäre und dargebotene Story an sich. Ersterer Punkt wird allein schon seitens der gewählten Location(s) und dem stimmig angepassten Set-Design relativ gut abgedeckt, denn zum einen fanden die Dreharbeiten in einer trostlos-kühlen, von TV-Cinematographer Attila Szalay („Reaper“/„Touching Evil“) entsprechend optisch eingefangen Zeit des Jahres statt, zum anderen nutzte man diverse dem angestrebten „Authentizitätsgefühl“ hervorragend dienliche Räumlichkeiten und Impressionen des „Fort Edmonton Parks“ – seines Zeichens Kanada´s größtes „Living History Museum“ und zudem jenes Gelände, auf dem bereits (u.a.) Produktionen wie „Ginger Snaps Back“ oder „the Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford“ realisiert wurden. Auf dieser Ebene funktioniert die Episode nahezu ohne Anlass zur Klage.

Das Skript, welches der gewiss in erster Linie für seine diversen Stephen King Verfilmungen bekannte Mick Garris („Sleepwalkers“) verfasste, kombiniert eine Vielzahl unterschiedlicher Genre-Versatzstücke miteinander: Kriminelle auf der Flucht, die irgendwo Unterschlupf finden, dort aber in grausame Ereignisse verstrickt werden (vgl. „Malevolance“ oder Ittenbach´s „Chain Reaction“), Einsiedler mit einem dunklen Geheimnis, dessen Wahrung einem übergeordneten Zweck verschrieben ist (á la „the Village“), dazu dann noch ein blutrünstiges Geschöpf, das den Hauptprotagonisten nach dem Leben trachtet – fertig ist eine unkreative, dem ungeachtet jedoch potentiell unterhaltsame Geschichte, die sich auch gut in weniger als einer Stunde erzählen lässt. Obgleich beileibe nicht sonderlich innovativ oder originell, verhindern beständige kleinere Schlenker im Verlauf (erfreulicherweise) ein Erkeimen fataler Langeweile und/oder zu starker Vorhersehbarkeit. Den Ausklang dieser Folge haben die Verantwortlichen mit einem heutzutage ja geradezu obligatorischen, in meinen Augen recht okay daherkommenden Twist gesegnet, und insgesamt vermag die straffe Abfolge der Ereignisse manch kleinere Schwäche einigermaßen erfolgreich zu kaschieren. Dennoch sind vereinzelte banale Dialogzeilen und Klischees zweifellos vorhanden, die sich einfach nicht übergehen lassen – etwa dass man einem gebissenen Vampiropfer nicht „provisorisch“ vor seiner demnächst ja unabwendbar anstehenden Verwandlung einen Pflock durchs Herz treibt, diese „Pflichttat“ stattdessen (ungläubig) so lange hinausgezögert wird, bis sie sich letztlich (zwangsweise) um ein Vielfaches schwieriger gestaltet…

Im Sinne der konzeptionellen Beschaffenheit der beiden maßgeblichen Personengruppen hatte ich so ziemlich von Beginn an einige mehr oder minder gewichtig einzuschätzende Kritikpunkte anzumerken: Primär in Anbetracht der Gegebenheit, dass das „Sirenen-Trio“ das abgeschiedene Anwesen bislang noch nie verlassen hat, empfand ich die Mädels als einen Tick zu „modern“ auftretend, sowohl hinsichtlich ihres Verhaltens als auch ihrer (meist irritierend akzentfreien) Sprache bzw Wortwahl – wohingegen allein die Tatsache, dass es sich bei den männlichen Hauptprotagonisten um Straftäter handelt, das allgemeine Entstehen einer Verbindung zwischen ihnen und den Zuschauern ein gutes Stück weit erschwert. Immerhin gehen die schauspielerischen Leistungen meines Erachtens nach völlig in Ordnung: Reamonn Joshee („the Clinic“) und Stephen Martines (TV´s „General Hospital“) fallen zumindest nicht negativ auf, Jeffrey Price (TV´s „the Nine“/„Junior Pilot“) erinnerte mich irgendwie permanent an Matthew Fox und lieferte eine restlos solide Performance ab, der wie ein jüngerer Bruder Matt Damons ausschauende Jesse Plemons (TV´s „Friday Night Lights“/„Shrink“) verkörpert den naiven Lemmon ebenso anständig – „ihnen gegenüber“ sind die allesamt sehr hübschen, passabel talentierten sowie überzeugend agierenden Michelle Molineux („Decoys 2“/„the Manikin“), Mircea Monroe (TV´s „Drive“/„Fast Girl“) und Rachel Miner („Tooth & Nail“/„Penny Dreadful“) zu sehen. Den Part der Kreatur hat übrigens Make-up-Künstler Walter Phelan übernommen, welcher vor der Kamera u.a. schon als Engel („the Prophecy“), Alien (TV´s „the X-Files“), Zombie („House On Haunted Hill“), Blutsauger („from Dusk till Dawn“) oder gar „Dr.Satan“ himself („House of 1000 Corpses“) zu sehen war.

Regisseur Breck Eisner, der mit diesem (also seinem) ersten Vorstoß in Horror-Gefilde vermutlich etwas für seine angekündigten „Crazies“- und „the Creature from the Black Lagoon“-Remakes üben wollte Schrägstrich konnte, gab sich redlich Mühe, ein stimmig-unheilschwangeres Feeling zu erzeugen, ohne im Rahmen seiner Inszenierung auf „Holzhammer-Methoden“ zurückzugreifen: Das Setting, spezielle Details (wie ein Windspiel aus Nummernschildern), eine ausgewaschene Farben aufweisende Optik und ein inspirierter Einsatz des angepassten Scores sind zumindest allesamt ersprießliche Zutaten – bloß mundet einem das fertige Gericht nicht ganz so köstlich wie erhofft, da man einige entscheidende Eigenschaften oder wenigstens klar herausragende Nuancen sträflich vermisst. Hochspannung sucht man genauso vergebens wie ein echtes Gänsehaut-Gefühl, der konkrete Grusel-Faktor hält sich stark in Grenzen. Der Vampir sieht zwar keineswegs schlecht aus, ist aber weder faszinierend noch furchteinflößend genug, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen – zumal sich seine Anwesenheit auf einem arg wackeligen Fundament stützt: Ich hätte mir deutlich reichhaltigere Background-Infos (zu ihm, der Gemeinschaft, den Schwestern etc) gewünscht – was hält ihn eigentlich in dem Fort („Nahrung“ würde er draußen schließlich ebenso problemlos finden), warum haben die Bewohner ihm nicht bereits vor Jahren den Gar ausgemacht? Vielleicht lag das ja mit an der einschränkenden Zeitvorgabe, doch so wirkt die Angelegenheit jedenfalls bisweilen relativ oberflächlich und im finalen Akt außerdem viel zu überstürzt abgehandelt...

Mir ist bewusst, wie schwer es ist, die richtige Pilotepisode für eine neue Serie (insbesondere dieses Formats) auszuwählen, denn sie muss Neugier erwecken und darf die kommenden Folgen zugleich auch nicht qualitativ überschatten – spontan denke ich, dass dieser Spagat den Machern von „Fear Itself“ recht gut geglückt ist.

Fazit: Handwerklich kompetent umgesetzt, gelingt es „the Sacrifice“ (einer Reihe evidenter Schwächen zum Trotz) durchaus akzeptabel, einen annehmbaren Unterhaltungswert zu generieren: Die Story entfaltet sich zügig und ohne Längen, der Action-Gehalt wächst zum Schluss hin immer stärker an, die Darsteller machen ihre Sache ordentlich und atmosphärische Kulissen schmeicheln den Augen der geneigten Betrachter – nur war das Skript schlichtweg zu durchwachsen und die Geschichte an sich schon nicht selbstschöpferisch genug, um der Produktion die nötigen Voraussetzungen zu bieten, sich effektiv von der artverwandten (Genre-) Masse abheben zu können…

knappe :liquid6:


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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:35

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Season 1, Episode 2: "Spooked"

Regie: Brad Anderson
Darsteller: Eric Roberts, Cynthia Watros, Larry Gilliard Jr., Jack Noseworthy, ...


„Spooked“, die (nach „the Sacrifice“) zweite Folge der „Fear Itself“-Reihe aus dem Hause „NBC“, wurde unter der kompetenten Führung Brad Andersons („the Machinist“) umgesetzt, basiert auf einem Skript aus der Feder von Matt Venne („White Noise 2“/„MoH: Pelts“) und wartet mit B-Movie Veteran Eric Roberts („Runaway Train“) in der Hauptrolle auf.

Im Rahmen der Einführungssequenz dieser Episode werden wir, die Zuschauer, Zeuge des harten (aber effektiven) Vorgehens eines engagierten Cops namens Harry Siegal (Roberts), welcher seinen Job getreu der persönlichen Leitlinie „Sometimes you´ve got to do a Wrong to make a Right“ ausübt – was gelegentlich auch heißt, Zeugen unter extremen Druck zu setzen und Verdächtige gar zu foltern, um auf jenem Wege an die gewünschten Informationen zu gelangen. Aktuell traktiert er gerade in einem verlassenen Gebäude einen gestellten Entführer (Jack Noseworthy) mit Fäusten, bevor er irgendwann, angesichts der immer knapper werdenden Zeit, dazu übergeht, den an einen Stuhl gefesselten Mann mit einem Messer schmerzhafte Schnitte zuzufügen, um ihm so den Ort zu entlocken, an welchem er den jungen Sohn eines Politikers versteckt hält. Im Zuge dessen verpasst Harry dem Inquirierten in seiner Rage jedoch (mehr oder minder unbeabsichtigt) eine fiese Wunde am Hals, worauf jener eine Menge Blut zu verlieren beginnt, endlich nachgibt und sein Schweigen bricht – leider erliegt der geständige Verschlepper allerdings kurz darauf genau dieser Verletzung, während der Entführte hingegen sicher gefunden und gerettet werden kann…

Vor dem obligatorischen Zeitsprung („15 Jahre später“) setzt nun aber erst einmal das „Fear Itself“-Intro ein, welches auf jeden Fall schwächer als der atmosphärisch dichte „Masters of Horror“-Vorspann daherkommt, was vorliegend weniger an den gebotenen Impressionen (flatternde Krähen plus verschiedene andere gängige Genre-Motive) liegt, sondern vielmehr an der gewählten Musik- und Gesangs-Untermalung (Serj Tankian´s „Lie, Lie, Lie“), welcher es einfach nicht gelingt, eine passend ausgeprägte Stimmung heraufzubeschwören. Ohne Ton ist die Wirkung gleich ganz anderes, also besser – und man erkennt schnell das entsprechend verschenkte Potential.

Wie auch immer: Da die anfangs gezeigte Aktion im Nachhinein dazu geführt hat, dass Harry seine Dienstmarke abgeben und seiner Pension „auf Wiedersehen“ sagen musste, verdient er sich sein Geld seither als Privatdetektiv, der sich darauf spezialisiert hat, „seitenspringende Ehepartner“ beweiskräftig zu überführen. Eines Tages wird er nun von einer verzweifelten Sozialarbeiterin (Cynthia Watros) darum gebeten, ihr Gewissheit bezüglich der vermuteten Untreue ihres Gatten zu verschaffen – und da jener ein sehr vorsichtiger, aufmerksamer Zeitgenosse ist, der einen länger vorm Haus geparkten Van schnell bemerken würde, schlägt sie ihm vor, sich doch in dem leerstehenden Gebäude auf der anderen Straßenseite zu positionieren, von wo aus man eine hervorragende Sicht auf ihr Grundstück besäße…

Natürlich nimmt Harry den Auftrag an und entscheidet sich schließlich für eine Kombination beider Möglichkeiten: Sein Partner, der recht unerfahrene James (Larry Gilliard Jr.), bezieht Stellung im Fahrzeug am Ende der Straße, er selbst quartiert sich in der u.a. mit schrägen Graffiti-Zeichnungen ausgiebig „verzierten“ Bruchbude ein. Gleich in der ersten Nacht beginnt er jedoch diverse merkwürdige (visuelle wie akustische) Dinge wahrzunehmen, die anscheinend irgendwie mit seiner eigenen Vergangenheit und dem Haus an sich verknüpft sind sowie von James offensichtlich nicht bemerkt werden (können) – unaufhaltsam wird er fortan in einen tiefen Strudel aus immer intensiver auf ihn einwirkenden Visionen und Empfindungen hineingesogen, welche ihn schon bald psychisch vollends zu verschlingen drohen…

„Spooked“ eröffnet wesentlich packender als seine Vorgänger-Episode und lässt sich insgesamt als die ruhigere, intelligentere und reichhaltigere einstufen – ist allerdings (zumindest in meinen Augen) unterm Strich betrachtet trotzdem die schwächere, weil weniger unterhaltsamere der beiden Mini-Movies. Das Hauptproblem markiert in erster Linie die simple Tatsache, dass einem die Abläufe dieser Art Geschichte über die Jahre hinweg ausnehmend geläufig geworden sind, so dass es umso schwieriger ist, echte Überraschungen zu erzeugen und diese im fertigen Produkt dann auch noch effektiv zu präsentieren. Der Titel und ein Blick auf das ansonsten in einer schönen Nachbarschaft gelegene Gebäude (in seinem verwahrlosten Zustand, inklusive der an die Wände gemalten Pentagramme und Botschaften á la „We will kill you!“) reichen bereits jeweils mehr als nur aus, um eins und eins zusammenzählen zu können – doch für den Fall der Fälle, dass jemand das dennoch nicht raffen bzw schaffen sollte, griffen die Verantwortlichen zusätzlich auf eine Gruppe Jugendlicher zurück, deren Mitglieder sich just in Harry´s ersten Nacht im Keller verstecken und ihn (als dieser sie entdeckt) schließlich darüber aufklären, dass es sich bei ihrer Aktion bloß um eine Mutprobe handelte, da es in jenen Räumlichkeiten angeblich spuken würde, seit sich dort vor einiger Zeit ein bizarrer Gewaltakt zugetragen hat...

Welche gängigen Klischees gibt´s noch? Eine alte Puppe, deren verbliebenes Auge sich ganz von allein bewegt, elektronische Interferenzen, die Harry´s Überwachungs-Equipment stören, flüsternde Laute sowie ein Radio, das eigenständig zu Leben erwacht – und noch etliche mehr. Darüber hinaus werden bestimmte Dinge auf unterschiedlichen Ebenen viel zu weit im Voraus angekündigt, so dass der gesamte Verlauf, trotz diverser Twists und Offenbarungen, im Prinzip ziemlich früh relativ vorhersehbar wird. Harry zum Beispiel vertritt eine strikt ablehnende Haltung bezüglich des Tragens sowie Nutzens von Feuerwaffen, was wiederholt thematisiert wird – James indessen ist verhältnismäßig frisch im Geschäft, schnell abgelenkt und findet seine brandneue 9mm einfach nur verdammt cool. Ob das wohl auf irgendetwas hinauslaufen, vielleicht sogar mit Harry´s innerer Last oder den letzten unheilschwangeren Worten des eingangs verbluteten Kriminellen in Zusammenhang stehen könnte? Tja, zum Glück gibt es am Ende eine längere Flashback-Sequenz, die Licht in alle dunklen Regionen dieser Angelegenheiten bringt…

Auch in dieser zweiten „Fear Itself“-Folge wird vom Zuschauer erwartet, einer Person gewisse Sympathien zuzusprechen, die sie im Grunde genommen gar nicht unbedingt verdient: Vorliegend handelt es sich zwar weder um einen Straftäter auf der Flucht noch um ein Menschenopfer darbringendes Immigranten-Mädel, wohl aber um einen Polizisten, der sich in speziellen Situationen bewusst über die allgemeingültigen Gesetze hinwegsetzt, um seinen eingeschlagenen Pfad ungehindert weiterverfolgen zu können – und selbst nach seiner Entlassung aus dem Staatsdienst hat Harry als Detektiv (ebenso) kein Problem damit, Auftraggeber zu erpressen, sofern er im Zuge seiner Recherchen und Ermittlungen auf belastende oder kompromittierende Infos aus ihrem Umfeld stößt. Klar erfahren wir im finalen Drittel, was ihn geprägt und auf diese Bahn gelenkt hat – nur nützt einem das hinsichtlich des bis dato gefestigten Gesamteindrucks recht wenig. Unabhängig dessen gehört zudem nicht gerade viel dazu, auf das Vorhandensein eines tief verwurzelten Traumas zu tippen, das vermutlich in der Kindheit ausgelöst wurde und bis heute sein Verhalten entscheidend beeinflusst. Klassisch trinkt er seinen Kaffee mit extrem viel Zucker und hat stets eine Flasche Whiskey in Griffweite – nein, als „originell“ lässt sich das wahrlich nicht bezeichnen. Zumindest ist Eric Roberts („the Specialist“/„the Dark Knight“), Julia´s Bruder und Emma´s Vater, einer dieser Akteure, denen man einen solchen Part ohne jeglichen Hauch eines Zweifels abnimmt. Seine Performance gefiel mir gut – besonders gen Ende, als es primär darum geht, Harry´s seelische Leiden und Zerrissenheit nach außen zu transportieren. Jack Noseworthy („Event Horizon“) agiert okay und (später) einigermaßen creepy, Cynthia Watros (TV´s „Lost“) vermochte mich dank ihres emotionalen Auftretens zu überzeugen – Larry Gilliard Jr. („Gangs of New York“) hingegen strapazierte zunehmend meine Geduld und Nerven, was aber fraglos ein gewichtiges Stück mit seiner hoffnungslos uninspiriert konzipierten Rolle in Verbindung stand.

Obgleich ich Matt Venne´s Teleplay als eine zentrale Schwachstelle dieser Episode ansehe, bot seine Vorlage Regisseur Brad Anderson nichtsdestotrotz auf inhaltlicher Ebene sowie vom angestrebten Basisgefühl her genau eine dieser Geschichten, mit denen sich der Filmemacher eigentlich hervorragend auskennt. Düstere Familiengeheimnisse, einen auf die Dinge in den finstersten Ecken und Winkel der menschlichen Seele geworfenen Blick, heraufbeschworen durch die Anwesenheit in einer belastend-unheimlichen Umgebung, sich manifestierende persönliche Ängste sowie an die Oberfläche zurückkehrende Schatten der Vergangenheit – ähnliche Themenbereiche ist Anderson (auch stilistisch) bereits in seinem 2001er Geheimtipp „Session 9“ äußerst wirkungsvoll angegangen. Der Mensch bzw die betreffende Person steht im Mittelpunkt, nicht die Genre-üblichen „Scare-Tactics“. Leider gelingt es ihm (ebenso wie bei seinem „Masters of Horror“-Beitrag „Sounds like“) erneut nicht umfassend, daraus ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis zu generieren – was die Vermutung nahe legt, dass er auf dem TV-Parkett irgendwie nicht richtig aufgehoben ist und sich lieber vorrangig seinen (bislang) wesentlich ersprießlicheren Indies widmen sollte. Zwar lieferte er handwerklich solide Arbeit ab, sorgte dank einiger netter Zusätze zwischenzeitig immer wieder für Abwechslung (z.B. in Form einer in Wärmebildkamera-Optik gehaltenen Szene) und konzentrierte sich in erster Linie auf die von ihm anvisierte Atmosphäre – nur erreicht diese meiner Meinung nach keinen genügend intensiven Ausprägungsgrad, weshalb ich den kompletten Verlauf letztlich weder als besonders gruselig noch spannend ansah. Gelungen indessen fand ich eine ungemütliche Sequenz, in der sich ein Mann die Zähne rausreißt und diese durch Patronen ersetzt, sowie die sich verändernden Motive an den Wänden (vier Gestalten, die sich an einer Stelle etwa selbst die Kehlen aufschneiden), was kreativ und erfreulich unaufdringlich realisiert wurde – nur schade, dass es den einzelnen herausragenden Momenten (sowohl von ihrer Quantität als auch Qualität her) alles in allem nicht gelingt, sich zu einer kompakten, den ansonsten eher mauen Gesamteindruck aufwertenden (homogenen) Einheit zu verbinden…

Fazit: „Spooked“ bemüht sich redlich, auf dem Fundament einer klassischen „Haunted House“-Story eine (potentiell) relativ interessante Horror-, Thriller- und Drama-Kombination zu präsentieren, bei der die psychologischen Aspekte der Handlung im Vordergrund stehen – allerdings verhindern (u.a.) das zu vorhersehbar und stereotyp geratene Skript sowie die an Suspense und Nachhaltigkeit mangelnde Inszenierung weitestgehend, dass diese „Fear Itself“-Folge ihrem eigenen (doch recht hoch angesetzten) Anspruch im nötigen Umfang gerecht wird…

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:36

Season 1, Episode 3

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:36

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Season 1, Episode 4: "In Sickness and in Health"

Regie: John Landis
Darsteller: Maggie Lawson, James Roday, William B. Davis, Sonja Bennet, Christie Laing, Marshall Bell, ...


„In Sickness and in Health“, die vierte Episode der „Fear Itself“-Reihe aus dem Hause „NBC“, basiert auf einem Skript des Regisseurs und Drehbuchautors Victor Salva („Jeepers Creepers“), wartet mit zwei „Stars“ der TV-Serie „Psych“ in den Hauptrollen auf und wurde von John Landis („An American Werewolf in London“) inszeniert – also unter dem Kommando jenes Filmemachers, der in den späten 70ern sowie 80ern vornehmlich dank einer Reihe erfolgreicher Komödien (á la „Animal House“ oder „Coming to America“) Bekanntheit und Ansehen erlangte, seit knapp 20 Jahren allerdings fast ausschließlich nur noch Flops und Enttäuschungen abgeliefert hat, wie zum Beispiel „Oscar“, „Beverly Hills Cop 3“ oder „Blues Brothers 2000“. Nach den beiden „Masters of Horror“-Folgen „Deer Woman“ (2005) und „Family“ (2006), welche ich persönlich ja bestenfalls mäßig fand, ist er nun also im Rahmen dieser „inoffiziellen dritten Staffel“ ebenfalls wieder mit von der Partie – und bleibt dabei seiner (qualitativen) Linie leider weitestgehend treu…

Was wäre, wenn Dir am Tage Deiner Hochzeit ein anonymer Zettel mit der Botschaft „The Person you are marrying is a Serial Killer!“ zugespielt werden würde? Wie würdest Du reagieren, was wären wohl Deine nächsten Schritte? Handelt es sich nur um den schlechten Scherz eines Missgönners der Beziehung bzw Vermählung – oder steckt eventuell mehr dahinter? Ist die Nachricht möglicherweise tatsächlich als eine ernstgemeinte Warnung anzusehen? Exakt mit diesen Fragen, Vermutungen und Befürchtungen sieht sich gerade die zukünftige Braut Sam (Maggie Lawson) konfrontiert – zeitlich nur noch Minuten vom Beginn der Trauungszeremonie entfernt, im Zuge derer sie ihren „Traumprinzen“ Carlos (James Roday) zu ehelichen gedenkt, welchen sie zwar nur wenige Monate kennt, für den sie aber wirklich starke Gefühle empfindet. Viele ihrer Freunde betrachten ihren Schritt vor den Altar sehr skeptisch und lehnen ihn zum Teil gar vordergründig ab – die Ankunft ihres Bruders, seit dem Tod ihrer Eltern der einzige ihr noch nahe stehende Verwandte, lässt zum Beispiel weiterhin auf sich warten, was sie genau auf diesen unharmonischen Hintergrund zurückführt.

Das in einem Umschlag verschlossene Schriftstück war ihr jedenfalls von einer ihrer Brautjungfer (Sonja Bennet & Christie Laing) übergeben worden – und jener wiederum hatte es der örtliche Priester (William B. Davis) zuvor in die Hand gedrückt, nachdem es ihm eine mysteriöse Frau überreicht hatte, deren Gesicht ein roter Schleier verbarg. Als es Sam infolge dessen nicht auf Anhieb gelingt, die betreffende Dame ausfindig zu machen, reißt sie sich erst einmal zusammen, behält die Information strikt für sich und heiratet Carlos schließlich wie geplant. Während die anknüpfende Feier dann auf der anderen Straßenseite langsam in Fahrt kommt und sich Sam für diese noch etwas in einem Nebenraum der Kirche vorbereitet (das Kleid wechselt etc), kommen ihr die unheilvollen Gedanken jedoch erneut in den Sinn – und schnell überträgt sich diese Stimmung nun ebenfalls auf die Personen in ihrem Umfeld, welche zwar von dem Zettel wissen, nicht aber seinen Wortlaut kennen. Gerüchte beginnen sich zu verbreiten, worauf jede Verhaltensweise unterschiedlich gedeutet wird: Unter anderem glauben die Brautjungfer etwa, Carlos hätte eine Affäre oder so – jener wiederum ist total verunsichert und reagiert ziemlich verärgert auf derartige Anschuldigungen, da er genau weiß, dass viele ihre Entscheidung für überstürzt halten und ihn stets misstrauisch beäugt haben. Zügig schaukeln sich Emotionen, Zweifel, Verdächtigungen und Vorwürfe gegenseitig hoch. Seine aufsteigende Wut nährt indessen Sam´s Angst, weshalb sie die Angelegenheit unbedingt noch in dieser Nacht geklärt haben will, bevor es auf in die Flitterwochen geht – oder wohlmöglich ganz allgemein zu spät ist…

„In Sickness and in Health“ verfügt über eine simple wie verheißungsvolle Prämisse, die man in verschiedene Richtungen hin hätte ausbauen oder sich entfalten lassen können: In erster Linie kommt einem in dieser Hinsicht unweigerlich das Thriller-Genre in den Sinn, denn die psychologischen Komponenten und Auswirkungen des Erhalts einer solchen Botschaft auf die betreffende Person sind natürlich evident und würden sich (quasi als Fundament) hervorragend zum Generieren von Suspense eignen – zumal der zeitliche Rahmen (zuerst vor der Trauung, dann der Abreise) mehr oder minder abgesteckt ist und die bis dato verbleibende Zeit jeweils kontinuierlich heruntertickt. Im Prinzip sind demnach eine Vielzahl inhaltlicher Zutaten und Voraussetzungen für eine kurzweilige wie ansprechende Episode gegeben – allerdings wird einem beim Sichten schon bald gewahr, dass das zentrale Problem letztlich eher in der handwerklichen Ausführung zu verorten ist, welcher es nur in den wenigsten Momenten gelingt, den für die gradlinige Materie eigentlich notwendigen Idealkurs zu halten. In Sachen Spannungserzeugung war Landis noch nie sonderlich kompetent, was im vorliegenden Fall (erneut) unverkennbar negativ zu Buche schlägt...

Geradezu unverhohlen ist die Absicht der Verantwortlichen auszumachen, dem Publikum in erster Linie eine Art (amüsant und clever zugleich wirkendes) Katz-und-Maus-Spiel zu präsentieren, das die mysteriöse Nachricht eingangs in Gang setzt und welches fortan von der gepaarten Paranoia der Frischvermählten angetrieben wird. Unter anderem gibt es ein sich unter den Gästen befindendes (merkwürdiges sowie sich eben solche Blicke austauschendes) Onkel-Zwillingspaar des Bräutigams, von denen einer zudem einen schleierhaften Job bei irgendeiner ominösen Regierungsbehörde ausübt, die geheimnisvolle Frau, welche das alles überhaupt auslöste und seither nicht mehr ausfindig zu machen ist, Sam´s Bruder, der weiterhin verschwunden bleibt, sowie verschiedene Fragen bezüglich der Vergangenheit des Zukünftigen, die sich nur schrittweise (im Zuge einiger „Spontan-Nachforschungen“) auftun – wie zum Beispiel, dass sich Carlos im Anschluss an den rätselhaften Tod seiner Eltern eine Weile in psychologischer Behandlung befand. Als jener dann ebenfalls von dem Zettel (aber nicht dessen Wortlaut) Wind bekommt und daraufhin selbst immer nervöser, misstrauischer und schließlich gar verärgerter wird, wittert er eine Art Verschwörung und versucht seinerseits, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen – denn ja, er trägt tatsächlich ein dunkles Geheimnis in sich…

Leider griff man bei der Ausarbeitung und Umsetzung der (zuvor erwähnten) fundamentalen sowie eigentlich recht vielversprechenden Intention jedoch auf derart abgegriffene Klischees, falsche Fährten und viel zu mühelos ersichtliche Ablenkungsmanöver zurück, dass Freunde und (ganz besonders) Kenner des Genres beim besten Willen keine Schwierigkeiten damit haben dürften, die Hintergründe mitsamt des finalen Ausgangs relativ rasch zu durchschauen – was selbstverständlich fatal ist. Davon unabhängig und unbeeinträchtigt, verleiht Maggie Lawson („Cleaner“/„Pleasantville“) der weiblichen Hauptrolle die nötige Glaubwürdigkeit und meistert vor allem die dramatischeren Anforderungen überraschend gut – nur schade, dass ihre Figur im zunehmenden Verlauf immer stärker zu nerven beginnt, woran aber eindeutig das Skript die primäre Schuld trägt, nicht etwa sie. Nichtsdestotrotz verwehrt ihr diese Gegebenheit dennoch eine Menge Sympathiepunkte, welche potentiell abzugreifen gewesen wären. Selbiges gilt übrigens auch für ihren Co-Star James Roday („Beerfest“/„Repli-Kate“) – bloß dass jener aufgrund seiner Rollenauslegung das Ziel öftermals verfehlt, da seine Darbietung zum Teil schlichtweg aufgesetzt anmutet. Entweder waren die Regie-Anweisungen in seinem Fall nicht differenziert genug – oder Roday war einfach nicht dazu in der Lage, den erforderlichen Nuancen des Parts gerecht zu werden. Ich persönlich tippe ja auf eine Kombination dieser zwei vermuteten Ursachen. Alle weiteren vor der Kamera versammelten Akteure erfüllen ihre schlichten Aufgaben ohne nennenswerte Beanstandungen: Sonja Bennet („Elegy“) und Christie Laing („Scary Movie 4“) treten als die „typischen Brautjungfer“ auf, den leicht schwerhörigen Priester mimt William B. Davis, welcher bekanntermaßen als „Cigarette Smoking Man“ in der „X-Files“-Franchise zu Kultstatus gelangte, und als schräges (eineiiges) Zwillingspaar bringt Marshall Bell („Total Recall“) seine Screen-Time solide über die Bühne, was einigermaßen vergnüglich anzusehen ist, unterm Strich allerdings nicht wirklich etwas zum Story-Kerngeschehen beiträgt.

Victor Salva´s Teleplay legt den Charakteren nicht gerade hochwertige Dialogzeilen in ihre Münder und bietet ihnen zudem nur sehr eingeschränkte Backgrounds und Entwicklungsmöglichkeiten, was angesichts des örtlichen wie zeitlichen Umfangs der Handlung (von nur wenigen Stunden an einem einzigen Schauplatz, also in und um der Kirche) aber zumindest im Ansatz durchaus nachvollziehbar und daher fast schon wieder (ausgleichend) zu entschuldigen ist. Obwohl mehrheitlich nicht umwerfend originell oder so, haben mir bestimmte hier und da eingestreute Zusätze beim Sichten fraglos einen gewissen Spaß bereitet – wie Sam´s Wunsch, die Passage „Bis dass der Tod uns scheidet“ kurzerhand aus dem Treueschwur zu streichen. Den positiven Eindrücken stehen allerdings stets irgendwelche „Unstimmigkeiten“ gegenüber, welche nicht so einfach zu übergehen sind und die Waage permanent (erneut) ausbalancieren – man nehme nur mal den Priester, der dank seiner Hörschwäche diverse Sätze seiner direkten Gesprächspartner nicht versteht, an anderer Stelle aber plötzlich entfernte Schritte und sonstige Geräusche in den alten Gemäuern zu vernehmen vermag. Was dem Werk sowie (entsprechend) der Gesamteinschätzung jedoch am meisten schadet, das sind die geballt eingesetzten „Red Herrings“: Sie dienen der Verschleierung der erst zum Schluss gelüfteten wahren Umstände, sollen den Zuschauer bis dato ablenken und seine Vermutungen in die Irre führen – nur leider ergeben die meisten dieser aus Gesprächsfetzen, Verhaltensweisen und ins Auge fallenden Details bestehenden Elemente nach dem Zurückziehen des Vorhangs bzw Preisgeben der Wahrheit am Ende kaum mehr einen Sinn…

„In Sickness and in Health“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie man im Zuge der Präsentation eines an sich beileibe nicht unattraktiven Twists aufgrund einer falschen Vorbereitung und Annäherung alles Vorherige mit einem Mal frontal gegen die Wand fahren kann – allgemein hilft ja auch keine noch so gute Pointe, wenn der zu dieser hinführende Witz mies erzählt wird. Hier ist es ist nämlich so, dass die spezielle Wendung absolut kein Stück mit der restlichen Handlung harmoniert: Diverse Taten und Reaktionen entpuppen sich schlagartig als unlogisch, schlüssige Erklärungen bleiben fällig und simultan dazu werden ebenfalls verschiedene neue Fragen aufgeworfen. Richtig übel – und im Prinzip der Todesstoß einer ohnehin arg mäßigen Episode. Dabei ist der reine Kniff wirklich nicht der schlechteste: Er wird sogar von einer echt gelungenen Offenbarung eingeleitet – aber das fehlende Feingefühl während der kompletten Laufzeit davor wird (unsanft) mitten ins Scheinwerferlicht gezerrt, worauf man plötzlich umso deutlicher merkt, wie hoffnungslos forciert die ganze Geschichte bislang doch war. Der „Kracher“ ist allerdings, dass jeder halbwegs clevere Betrachter die Auflösung bereits innerhalb der ersten fünf Minuten an zwei unterschiedlichen Stellen förmlich auf einem Silbertablett vorgesetzt bzw angekündigt erhält! Tja, demnach dürften ja eigentlich nur solche Leute am Ende überrascht werden, die beim Schauen nicht vernünftig zugehört haben und/oder bewusst zweideutig gehaltene Grammatik nicht aus dem Stehgreif heraus als „verdächtig“ einstufen sowie im nächsten Schritt dann hinterfragen – bloß schützt selbst diese „Unwissenheit“ sie nicht vor der verärgernden Beschaffenheit des gewählten Ausklangs, welchen man zuvor auf Teufel komm raus zu vernebeln versuchte…

Das Gebotene ist zu keiner Sekunde irgendwie gruselig, kommt frei von Blut oder psychologischen Verknüpfungen daher und entbehrt jeglicher Spannung – darüber hinaus wurden die Mystery-Komponenten erschreckend einfallslos in Szene gesetzt, so dass es ihnen sowohl an Reiz als auch Nachhaltigkeit mangelt. Die (wenigen) obligatorischen „Jump Scares“ laufen ineffektiv ins Leere – und erstaunlicherweise vermochte Landis selbst aus dem nächtlichen, vornehmlich innerhalb einer dieser stimmungsvollen alten Gotteshäuser angesiedelten Setting kaum Atmosphäre herauszukitzeln: Seine Herangehensweise mutet einfach zu plump an, wie im Falle der Trauung, bei welcher der Saal viel zu dunkel ausgeleuchtet wurde, was zusätzlich auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht. Das ständige (vordergründige) ins Bild rücken irgendwelcher religiösen Symbole und Staturen, die ja überall in der Kirche zu finden sind, wirkt schon nach wenigen Minuten ausgereizt, geht aber bis zum (bitteren) Ende hin kontinuierlich so weiter – und ein ins Übernatürliche tendierende Moment, nämlich als Sam Carlos am Altar anschaut und sich dieser vor ihren Augen bzw in ihrem Kopf in ein (CGI-) Skelett verwandelt, ist gleich auf mehreren Ebenen misslungen. Wer darauf baut, sich zumindest auf den vom Regisseur gewohnten schwarzen Humor verlassen zu können, muss sich ebenfalls eines Besseren belehren lassen, denn die humoristischen Elemente sind zum einen recht spärlich gesät, zum anderen vermisst man bei ihnen sowohl Biss als auch eine inspirierte Einbettung in die Geschehnisse. Na ja – immerhin sind einige Momente ab und an unfreiwillig komisch…

Fazit: John Landis war bereits in seiner Position als Beteiligter an der „Masters of Horror“-Anthology (allein vom Titel ausgehend) relativ fehl am Platze – und in Gestalt seines vorliegenden Beitrags zu der „Fear Itself“-Reihe, welche ja an jene Serie anknüpfte, als diese in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr fortgeführt wurde, ist er auf diesem (eigentlich besser zu ihm passenden, weil jugendfreien) Parkett nun ebenfalls unschön gescheitert. Die Idee hinter „In Sickness and in Health“ barg durchaus eine Menge Potential in sich, keine Frage – bloß war weder die Skriptvorlage noch ihre Umsetzung letzten Endes dazu in der Lage, dieses in einem genügenden Maße anzuzapfen und umzusetzen, so dass unterm Strich schließlich nichts weiter als eine unbefriedigende wie unspannende Episode dabei herauskam, welche nach dem Preisgeben ihres „ach so großen Twists“ (besonders rückwirkend betrachtet) umso stärker verärgert…

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:36

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Season 1, Episode 5: "Eater"

Regie: Stuart Gordon
Darsteller: Elisabeth Moss, Stephen R. Hart, Stephen Lee, Pablo Schreiber, Russel Hornsby, ...


„Eater“, Genre-Veteran Stuart Gordon´s („Re-Animator“/„King of the Ants“) Beitrag zur „Fear Itself“-Reihe aus dem Hause „NBC“, basiert mal nicht auf einer Vorlage aus der Feder von Edgar Allen Poe oder H.P. Lovecraft, ihres Zeichens ja zwei der liebsten Autoren des Regisseurs, sondern in diesem Fall auf einem Skript des Gespanns Johnathon Schaech (der hauptberufliche Schauspieler) und Richard Chizmar, welche bereits bei „Road House 2“ und „MoH: the Washingtonians“ miteinander arbeiteten und vorliegend eine Geschichte des britischen Schriftstellers Peter Crowther Format-gerecht adaptierten. Um mit letzterem Punkt unweigerlich in Zusammenhang stehende Befürchtungen gleich im Vorfeld ein gutes Stück weit abzuschwächen, etwa hinsichtlich der einschränkenden amerikanischen „Network Television“-Vorgaben, möchte ich an dieser Stelle schonmal vermelden, dass es sich bei dieser Episode um eine der härteren und besseren der Serie handelt – und dass man das Material im Zuge einiger Drehbuch-Erweiterungen sowie veränderten Produktionsbedingungen durchaus ebenso in Gestalt eines für Fans mit Sicherheit nicht uninteressanten kleinen B-Movies hätte realisieren können…

Dani Bannerman (Elisabeth Moss) ist eine junge angehende Polizistin (auch „Rookie“ oder „Boot“ genannt), die ein Faible für Horror-Flicks besitzt und in einem abgelegenen Revier gerade ihre Nachtschicht antritt, welche sie dort gemeinsam mit den beiden alteingessenen Cops Mattingly (Pablo Schreiber) und Steinwitz (Stephen Lee) ableisten muss. Obwohl die Umstände für sie nicht unbedingt die einfachsten sind, in erster Linie weil sie zu einem permanenten Ziel der Schikanen und bösen Sprüche ihrer Kollegen geworden ist (u.a. aufgrund ihrer Anwesenheit als „Mädchen“, Film-Geek und/oder Anfängerin), ist sie gewillt, es in diesem Job zu etwas zu bringen – was ihr zumindest den Respekt ihres Sergeants (Russel Hornsby) erntet. Während draußen nun also der Schnee vom Himmel rieselt und sich drinnen im Prinzip eine ereignislos-öde Schicht wie die meisten anderen abzeichnet, ändert sich das alles jedoch schlagartig, als ein Gefangener (Stephen R. Hart) bei ihnen eingeliefert wird, der bis zu seiner Überführung in eine angemessenere Einrichtung am nächsten Morgen in einer der Zellen im oberen Stockwerk der Wache verbleiben soll. Nicht nur ist der sehr hoch gewachsene Mann per se ein arg unheimlicher Zeitgenosse – er ist ebenfalls ein brutaler kannibalistischer Serienkiller, der rund 32 (vorwiegend weibliche) Opfer getötet, zum Teil gegessen sowie im Anschluss gar bestimmte ihrer Körperteile weiterverarbeitet hat (Lampenschirme aus Haut, Schalen aus Schädeldecken etc). Erwartungsgemäß erweckt die bloße Anwesenheit eines „echten menschlichen Monsters“ Dani´s Interesse und regt zudem ihre Phantasie an – und sie ist es dann auch, der schon bald verschiedene ungewöhnliche Dinge in ihrer direkten Umgebung auffallen: Gemeint sind weniger die flackernden Lichter und merkwürdigen Geräusche, denn diese könnten ja Auswirkungen des schlechten Wetters draußen sein – nein, es ist eher das veränderte Verhalten von Mattingly und Steinwitz, sind grausame Dinge, die sie auf einmal zu sehen beginnt, sowie das sich stetig intensivierende Gefühl, dass da noch andere Kräfte mit im Spiel sind, welche deutlich über die Grenzen der Normalität hinausreichen…

„Eater“ eröffnet genau richtig – nämlich zügig und ohne Umschweife: Bereits im ersten Drittel erhält der Zuschauer alle nötigen Angaben und Gegebenheiten präsentiert, weshalb er sich fortan, dank der etablierten Charaktere und Rahmenbedingungen sowie dem übersichtlichen Setting, voll und ganz von den sich entfaltenden Geschehnissen unterhalten lassen kann. Über Officer Bannerman erfährt man (u.a.), dass sie als weiblicher Cop in jenem von Männern geprägten Umfeld einen äußerst schweren Stand hat, nichtsdestotrotz willenstark und zielstrebig ist, coole Tattoos unter ihrer Uniform verborgen hält sowie auf makabere Details und Genre-Ware steht (bspw. liest sie eine „Fangoria“-ähnliche Zeitschrift und kennt ihre (Horror-) Filmfakten dermaßen gut, dass sie derartige Diskussionen mit Leichtigkeit dominiert). Die sympathische Elisabeth Moss (TV´s „Mad Men“/„Girl, Interrupted“) spielt sie sehr natürlich, tritt (je nach Situation) mal verunsichert, tough, charmant oder selbst ein Tick naive auf, vermittelt die wechselnden Emotionen glaubwürdig und liefert eine absolut zufriedenstellende Performance ab. Die Ausführungen des Sergeants beim abendlichen Briefing versehen den „Eater“ mit einigen Background-Infos (z.B. bezüglich seiner Taten und Vorgehensweise), welche später durch verschiedene kulturelle und mythologische Anekdoten ergänzt werden, die primär mit seiner „Cajun“-Abstammung in Verbindung stehen – etwa dass sich Angehörige dieser vornehmlich in Louisiana ansässigen frankophonen Bevölkerungsgruppe gelegentlich recht anständig mit Voodoo auskennen oder (bestimmten Überlieferungen nach) der Geist eines Menschen absorbiert bzw übernommen werden kann, wenn man dessen noch schlagendes Herz verspeist. Entsprechend dauert es nicht lange, bis der Gefangene eine bei der Leibesvisitation übersehene Mini-Rassel aus seinem Ärmel zückt und in einer creepy-tiefen Tonlage Zeilen wie „Zoo zoo zoo zoo zee za“ zu skandieren anfängt – und das noch vorm Einsetzen des offiziellen Serien-Vorspanns. Verkörpert wird er von dem 2,11 Meter großen Kanadier Stephen R. Hart („Silent Hill“/„Resident Evil: Apocalypse“), der allein schon aufgrund seiner physischen Präsenz perfekt gecastet wurde, allerdings auch darüber hinaus eine ersprießliche Leistung an den Tag legt. Was nun jedenfalls an die Titelmelodie anknüpft, ist eine angenehm gradlinige Ereignis-Abfolge: Die angedeuteten „Shape-Shifter“-Eigenschaften kommen vordergründig zum Einsatz, seltsame Schwingungen und Vibrationen durchziehen das Gebäude, alle Ausgänge entpuppen sich als verriegelt, Schweiß beginnt zu strömen, Visionen vor Dani´s innerem Auge aufzublitzen sowie erste Leichen aufzutauchen – bis zur finalen Konfrontation und dem bitteren Ende dieses fiesen „Katz&Maus-Spielchens“…

Das Skript der beiden Schreiberlinge Schaech und Chizmar, welche sich aktuell übrigens an einer Adaption der Stephen King Novelle „From a Buick 8“ versuchen, würde ich (unterm Strich betrachtet) als „nichts Besonderes, insgesamt aber in Ordnung“ bezeichnen, denn es verfügt zwar über diverse nicht zu übersehende Schwachstellen, wartet jedoch im Gegenzug trotzdem mit genügend Inhalt auf, um eine knappe Dreiviertelstunde bündig auszufüllen, ohne Leerlauf oder gar langweilende Phasen entstehen zu lassen. Die Ausgangslage erinnert an das 2005er „Assault on Precinct 13“-Remake sowie die übernatürlichen Elemente an etliche im DTV-Bereich zu findende B-Movies – demgemäß dürfte das Gebotene in der Hinsicht wahrlich für keine Originalitätspreise nominiert werden, was ebenfalls für die Klischee-behafteten, allerdings von Pablo Schreiber (TV´s „the Wire“), Russel Hornsby („Stuck“) und Stephen Lee („the Negotiator“) immerhin solide dargestellten Nebenfiguren gilt. Filmfans können sich währenddessen an vereinzelten Anspielungen und Querverweisen erfreuen, wie auch an einer netten Portion morbid-schwarzen Humors, der ja seit jeher einen festen Bestandteil des Stils bzw der Handschrift Gordons markiert. Schade fand ich es hingegen, dass Bannerman ihr cineastisches Wissen in den betreffenden Situationen nie im nötigen Maße dienlich einzusetzen weiß. Wieso lässt sie sich beispielsweise von der mit einer Kette verschlossenen gläsernen Vordertür aufhalten, statt einfach die Scheiben zu zerschießen? Warum ein solch gefährlicher Killer überhaupt in einem derart kleinen sowie personell schwach besetzten Revier „einquartiert“ wird oder es nirgends den eigentlich obligatorischen Waffenschrank zu erspähen und plündern gibt – das sind noch zwei der weiteren Fragen, welche mir beim Ansehen irgendwann mal in den Sinn kamen. Wie bereits erwähnt: Innovativität und Einfallsreichtum sind keine der Stärken dieser weder unvorhersehbaren noch wirklich spannenden Episode – jene liegen vielmehr in ihrer handwerklichen Beschaffenheit und vorzuweisenden Atmosphäre.

Dank einer inspirierten Kameraarbeit, welche die sich innerhalb des adäquat gestalteten Set-Designs zutragenden Geschehnisse hervorragend eingefangen hat, fühlt man sich als Zuschauer sofort ins Zentrum der bizarren wie ungemütlichen Umstände hineinversetzt – kombiniert mit der optisch ansprechend ausgewählten Farbpalette (vorwiegend graue, grünliche und rötlich-orange Töne), klassischen Stilmitteln (wie einer flackernden Beleuchtung) sowie dem in den richtigen Momenten effektiv erklingenden Score, verbindet sich all das zu einem umfassend stimmigen Gesamteindruck. Im ersten Akt injiziert eine stark arrangierte Rückblende eine Prise „Torture Porn“ in die Story (das Herausschneiden einer Zunge, die im Anschluss daran in einer Pfanne zubereitet und gegessen wird), doch hat man diese Schiene sodann schnell wieder verlassen und sich fortan gänzlich der angespannten Situation in der isolierten wie räumlich begrenzten Örtlichkeit verschrieben – eine weise, wirkungsvolle Entscheidung, welche simultan auch vorteilhaft mit den psychologischen Komponenten sowie den nur zur Verfügung gestandenen limitierten Ressourcen harmoniert. Zum Glück wurde bloß selten auf digitale Zusätze zurückgegriffen, und nebenbei ist es Gordon zudem gelungen, in dieser TV-Version einige unappetitliche An- und Augenblicke (wie einen Ekel-erregenden Pizza-Belag) zu platzieren, die angesichts dieses speziellen Formats „nicht ohne“ sind – und die kommende DVD-Veröffentlichung soll gar noch zusätzliche Härten aufweisen, wie er jüngst in einem Interview bestätigt bzw angekündigt hat. Was mir an dieser Episode nicht so gefiel, das waren die zu früh gesäten Hinweise auf die „Shape-Shifter“-Fähigkeiten des Cajuns, ebenso wie das viel zu kurz, überstürzt und außerdem von der Idee her nicht gerade sonderlich vorteilhaft anmutende Finale, welches mich durchaus etwas enttäuscht zurückließ. Zumindest hielten sich die Ärgernisse bis dato erfreulich in Grenzen – was ganz klar Stuart Gordon´s Erfahrung, Fingerspitzengefühl und kompetenten Inszenierung zuzusprechen ist sowie „Eater“ sowohl zu einem Highlight der „Fear Itself“-Reihe als auch (für sich allein betrachtet) zu einer unterhaltsamen wie düster-kurzweiligen Angelegenheit macht…

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:36

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Season 1, Episode 6: "New Year´s Day"

Regie: Darren Lynn Bousman
Darsteller: Briana Evigan, Cory Monteith, Niall Matter, Zulay Henao, Shelene Yung, ...


„New Year´s Day“ basiert auf der 2007er Kurzgeschichte „Dead Time“ aus der Feder des Schriftstellers und „Hellraiser“-Experten Paul Kane, welche vorliegend, zwecks Einbettung in die „Fear Itself“-Reihe aus dem Hause „NBC“, von dem gefeierten Graphic Novelist Steve Niles („30 Days of Night“) gemeinsam mit Ben Sokolowski (entsprechend Format-gerecht) adaptiert wurde. Die Handlung lässt sich im Prinzip als eine nicht unbedingt kreative, nichtsdestotrotz unterhaltsame sowie einigermaßen interessante Kombination (u.a.) aus „Cloverfield“, „28 Days Later“ und dem „Dawn of the Dead“-Remake umschreiben: Ein inmitten einer sich entfaltenden Apokalypse angesiedelter, aus einer persönlichen Perspektive heraus erzählter Zombie-Horror-Thriller, inszeniert von dem aufstrebenden Filmemacher Darren Lynn Bousman, welcher sich in den vergangenen Jahren vergleichsweise zügig (dank der ersten drei „Saw“-Sequels sowie (insbesondere) seiner extravaganten 2008er Veröffentlichung „Repo! The Genetic Opera“) innerhalb des Genres und der Branche einen soliden Ruf bzw bekannten Namen erarbeitet hat. Seiner gewohnt energischen Regie-Handschrift, ihres Zeichens ja der Albtraum eines jeden Epileptikers, ist es letzten Endes maßgeblich zu verdanken, dass diese (sechste) Folge der Serie insgesamt derart prächtig funktioniert – denn die stilistisch-visuelle Umsetzung ist in diesem Fall tatsächlich mal untrennbar mit der inhaltlichen Ebene verzahnt, dient also nicht bloß dem reinen optischen Effekt, sondern erfüllt gar eine tiefergreifende Absicht…

Helen (Briana Evigan) vermag man relativ treffend als einen „eigensinnigen Freigeist“ einzustufen bzw zu charakterisieren: Sie macht sich nicht viel aus aktuellen Modetrends, trägt stattdessen lieber Stiefel und dunkle Kleidung, ziert ihre Wohnungswände mit Poster alter B-Movies und fährt anstelle eines angesagten Neuwagens lieber ein cooles altes Modell, an dem normalerweise eher das männliche Geschlecht Gefallen findet. Ihre individuellen Ansichten und Haltungen haben sie jedoch weitestgehend in einen einsamen Randbereich der (Großstadt-) Gesellschaft gedrängt – es gibt kaum Menschen, die ihr noch nahe stehen, zumal sie seit dem Tod ihres Bruders keinen lebenden Verwandten mehr besitzt und sich im Zuge der Trauer gar ein zusätzliches Stück weiter gegenüber ihrer Umgebung verschlossen hat…

Ihr WG-Genosse Eddie (Niall Matter) steht ihr allerdings stets treu und aufrichtig zur Seite – zumal er mehr für sie empfindet, als er es bislang je auszusprechen wagte. Helen indessen hat sich jüngst in James (Cory Monteith) verliebt, welcher dem aus lauter „stylisch-oberflächlichen“ Personen bestehenden Freundeskreis ihrer besten (und im Grunde genommen einzigen) Freundin Crissy (Zulay Henao) entstammt. Inzwischen ist ihr aber zumindest selbst bewusst geworden, dass sich in ihrem Leben etwas umfassend verändern muss – es schlichtweg so nicht weitergehen kann. Silvester soll daher den Zeitpunkt eines symbolischen Schlußstrichs markieren: Auf Chrissy´s Party will sie sich mit James aussprechen, sich für ihr recht ablehnendes Verhalten in den zurückliegenden Wochen entschuldigen sowie ihm endlich den vollen Umfang ihrer (für sie ungewohnt intensiven) Gefühle gestehen…

Die bis hierhin aufgeführten Gegebenheiten erfahren die Zuschauer von „New Year´s Day“ rein aus diversen Flashbacks, welche in regelmäßigen Abständen die Episode durchziehen und die Ereignisse bis zur eigentlichen Gegenwart der Story (bruchstückhaft in groben Zügen) aufzeigen. Konkret eröffnet wird nämlich in Gestalt der um 4 Uhr 32 am Neujahrsmorgen in ihrem Bett erwachenden Helen – verschwitzt, voll bekleidet, neben einigen leeren Flaschen liegend sowie noch mit einer ganzen Menge Alkohol im Blut, der ihre Wahrnehmung merklich beeinträchtigt. Nicht mehr als Erinnerungsfragmente der Feier sind ihr geblieben, welche sie fortan krampfhaft in einen Sinn ergebenden Kontext zu bringen versucht – was echt schwierig ist, angesichts der Übelkeit, Desorientierung sowie dem allgemein total geräderten Feeling…

Aufmerksam geworden auf verschiedene absonderliche Geräusche, die von draußen her ins Zimmer dringen, tritt sie kurz darauf ans Fenster und muss mit Schrecken erkennen, dass die gesamte Stadt gerade im absoluten Chaos versinkt: Die Stromversorgung ist zusammengebrochen, Feuer lodern in den Straßen, Schüsse fallen, Armee-Hubschrauber kreisen über dem wie ein Kriegsschauplatz anmutenden Szenario – und per Lautsprecher wird ständig durchgegeben, dass sich das alles keinesfalls um eine Übung handelt. Wie es sich herausstellt, hatte sich im Laufe der Nacht in einer nahe gelegenen Chemiefabrik eine verheerende Explosion ereignet: Die mysteriösen wie höchst aggressiven Giftstoffe, Viren oder Toxine, welche dabei freigesetzt wurden, haben nun maßgeblich zur Folge, dass die Infizierten bzw Toten schlichtweg nicht dahingeschieden verbleiben – stattdessen wandeln sie fortan weiterhin auf Erden, ein intensives Verlangen nach Menschenfleisch aufweisend…

Sich auf ihrer Etage umschauend, entdeckt Helen wenig später sowohl eine verflucht irre auftretende Nachbarin als auch Eddie´s Leichnam im Nebenraum, wonach aufkeimende Panik sie zu übermannen beginnt – zumal ihr vernebelter Verstand noch immer nicht wirklich zu realisieren vermocht hat, was um sie herum da überhaupt so vor sich geht sowie in letzterem Fall (Stichwort: Eddie) schon bald vermutlich anstehen dürfte. Verzweifelt versucht sie daraufhin, James daheim per Telefon zu erreichen: Tatsächlich kommt ein kurzer Kontakt zustande – bloß verhindern schwere Interferenzen das Führen einer ergiebigen Konversation. Nichtsdestotrotz schöpft sie daraus neue Hoffnung und Impulse, verfügt nun über einen konkreten Ansatzpunkt sowie klares Ziel vor Augen, weshalb sie umgehend zu seiner Wohnung hin aufbricht – quer durch eine weitläufige Metropole, die zunehmend von blutrünstigen (Zombie-ähnlichen) Gestalten vollkommen überrannt zu werden droht…

Dieser gefährliche wie ereignisreiche Weg bildet das Kernstück von „New Year´s Day“ – präsentiert aus der Sicht eines (u.a.) mit dem Restalkohol in ihrem Körper ringenden Mädels, deren Wahrnehmung und Reaktionsvermögen dadurch natürlich (jeweils) nicht unerheblich eingeschränkt ist. Wir, die Betrachter, erhalten die Geschichte ausschließlich aus ihrer Perspektive heraus dargeboten – demgemäß ist sie die einzige Person, mit der wir uns identifizieren können, was unweigerlich eine Verbindung zu ihr fördert, da wir die generellen Begebenheiten sowie die speziell ihr widerfahrenden Schrecken sozusagen selbst direkt miterleben. Primär der Spannung und Atmosphäre dienlich, bewirkt Helen´s Verwirrung und eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit ferner, dass wichtige Details oftmals (zuerst) nicht als solche identifiziert werden können – eine Herangehensweise, die ungemein wichtig für den Erfolg bzw die Wucht der finalen Offenbarung ist. Aufmerksame Zuschauer werden den Twist zwar bereits (angesichts einer Reihe Hinweise und eigenen Vermutungen) vorzeitig durchschauen können – allerdings ändert das absolut nichts an seiner cleveren wie ausgezeichneten Beschaffenheit, denn der Gedanke dahinter ist intelligent, bedeutungsschwanger und zudem erfreulich innovativ für ein weitestgehend abgegrastes Genre wie das hier vorliegende. Ergänzt und untermauert von zusätzlichen Rückblenden, nehmen alle fragmentarischen Einzelteile ihren angedachten Platz ein und legen den Blick auf ein erweitertes Gesamtbild frei, welches eine großartige Schlusseinstellung letzten Endes krönt.

Das Skript des Gespanns Niles und Sokolowski bietet dem Publikum im Prinzip nichts mehr als eine weitere (Standard-) Variante der schon „seit Ewigkeiten“ bekannten, die Nachwirkungen eines Unglücks oder fatalen Vorfalls aufzeigenden sowie mit irgendwelchen „kannibalistischen“ Menschen / Infizierten / Zombies aufwartenden Story, wie es sie in den vergangenen Jahren inzwischen zuhauf gab. Trotz des kreativen Kniffs, den ich allerdings eher der literarischen Vorlage Kanes zurechne, entpuppt sich der Plot (per se) als eine recht enttäuschende Angelegenheit – beileibe nicht verärgernd oder furchtbar schlecht, nur halt unterm Strich ziemlich unoriginell sowie reich an schwachen Dialogzeilen und oberflächlichen Charakterzeichnungen. Zumindest haben die Verantwortlichen bei der Besetzung der Hauptrolle, von welcher ja verlangt wird, dass sie im Grunde genommen die komplette Episode trägt, eine inspirierte Wahl bewiesen: Briana Evigan („S.Darko“/„Sorority Row“), seit „Step Up 2: the Streets“ ohnehin weit oben auf meiner Liste der „heißesten Newcomer 2008“, beweist ihr Können erneut in Form einer restlos soliden Leistung – und dieses Mal musste sie nicht einmal ihre beachtlichen Dance-Skills zur Schau stellen. Helen´s Background-Infos sind vage (sie fühlt sich als Außenseiterin etc), reichen in Anbetracht der Umstände aber dennoch einigermaßen passabel aus, dem Part die angestrebte Note zu verleihen. Dies gilt ebenso für Eddie, den Niall Matter („Watchmen“) augenscheinlich so anlegte, als hätte er sich Regisseur Bousman (vom Aussehen und Auftreten her) zum Vorbild genommen, während Chrissy (Zulay Henao: „Grizzly Park“) und James (Cory Monteith: „Whisper“) keinerlei Freiraum (in jeglicher Hinsicht) erhielten, was dazu führt, dass einem ihre beiden farblosen Figuren immerzu restlos egal verbleiben.

In vielerlei Belangen erinnert „New Year´s Day“ an „Cloverfield“ (u.a. eine Feier als Ausgangspunkt, überwiegend grob gestrickte Protagonisten oder der zentrale Marsch zur Wohnung der/des Liebsten quer durch eine „Gefahrenzone“) – bloß profitiert diese „Fear Itself“-Folge, nun speziell im Gegensatz zu der überhypten J.J.Abrams-Kinoproduktion, von ihrer kürzeren Laufzeit sowie der ganz anderen Erwartungshaltung, welche nicht künstlich in die Höhe geschraubt, sondern aufgrund der einschränkenden Rahmenbedingungen (Stichwort: „NBC“) eher vorteilhaft niedrig gehalten wurde. Der generelle Aufbau setzt sich aus einem konstanten Wechsel zwischen Helen´s Erlebnissen am Neujahrsmorgen und den ihren auf der zuvor besuchten Silvester-Party zusammen: Auf letzterer, welche im Übrigen unter dem unerwartet prophetischen Motto „End of the World“ stattfand, waren die Anwesenden zu sehr mit sich selbst und/oder ihren eigenen Problemen beschäftigt, um den im Hintergrund auf einigen TV-Geräten zu sehenden Nachrichten-Sondersendungen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Je näher Helen ihrem „physischen Ziel“ (in der Story-Gegenwart) kommt, desto lückenloser vervollständigt sich auch das (Gedächtnis-) Bild der ihrem Entschlummern im heimischen Bettchen vorausgegangenen Ereignisse – entsprechend treiben diese zwei Stränge, resultierend aus ihrer Wechselwirkung und den im Zuge dessen schrittweise offenbarten Informationen, die Handlung permanent voran, bis sie sich schließlich im Rahmen des Finales zusammenfügen und den Twist gehaltvoll unterstreichen. Eingangs erwecken die wesentlich ruhigeren Rückblenden das Gefühl, einen stets aus der „Action“ herauszureißen, doch rasch erkennt man ihre Notwendigkeit im übergeordneten Kontext – beispielsweise legitimieren sie Helen´s Empfindungen und erzeugen ebenso eine unheilschwangere Stimmung, da man ja (derweil) weiß, was diesen Menschen in nur wenigen Stunden bevorsteht. Inhaltlich wie stilistisch bilden sie einen scharfen Kontrast zu den düsteren, hektischen, von Verzweiflung und Gewalt geprägten „Szenen im Jetzt“ – die beabsichtigte Unruhe der Kombination überträgt sich zudem vorteilhaft auf die Atmosphäre sowie den Betrachter, zumal die Clips im Verlauf zunehmend kürzer werden und in immer schnelleren Abständen daherkommen.

Von der Erzählstruktur bis hin zu John („Decoys 2“) Spooner´s Kamera- und Marshall („Exit Speed“) Harvey´s Editing-Arbeit – Darren Lynn Bousman´s charakteristische Handschrift ist allen Bereichen dieser Produktion unverkennbar anzusehen: Gefilmt in „Saw-Vision“, wie man die mit jener Franchise untrennbar verbundenen und auch hier nicht minder aggressiv eingesetzten Stilmittel (á la „Shaky-Cam“, verschwommene Images, „Speed-Ups“, dröhnende Soundkulissen, „Stakatto-Schnittfolgen“, ungewöhnlich arrangierte Perspektiven sowie einer düster-flackernden Ausleuchtung) durchaus treffend bezeichnen könnte, unterstützt diese Darstellungsform die Verbildlichung der unkontrollierbaren Natur der Situation genauso wie die auf Helen einwirkenden Impressionen und Sinneseindrücke. Darüber hinaus war es auf diese Weise möglich, einige Brutalitäten und „unschöne Details“ (wie direkt aufgezeigte Tötungen, herumliegende Leichenteile oder Guts&Gore-Zusätze an sich) ein gutes Stück weit zu „kaschieren“, um eine Ausstrahlung im (mehr oder minder „öffentlichen“) US-Fernsehen zu gewährleisten. Es wäre reizvoll gewesen, mal sehen zu können, was Bousman mit den Freiheiten des ursprünglichen „Masters of Horror“-Formats aus dem Stoff gemacht bzw herausgeholt hätte – aber auch so kann man sich im Prinzip nicht groß über den Härtegrad beklagen. Ohne an Verwesungserscheinungen zu leiden, da ja noch äußerst „frisch“, gibt diese Zombie-Variante übrigens seltsame „insektenartige Laute“ von sich (ähnlich wie die Kreaturen in „Mimic“ oder „the Descent“) und scheint zudem (durchweg) irgendwelche Probleme mit dem Genick aufzuweisen, weshalb die Infizierten ständig ihren Kopf ruckartig zur Seite bewegen – warum, das weiß ich beim besten Willen nicht. Ferner muss ich (als weiteren Kritikpunkt) anmerken, dass in keinem Moment ein substantielles Maß an Spannung aufkommt – dem ungeachtet wird das Interesse jedoch andauernd gehalten sowie ein Erkeimen fataler Langeweile erfolgreich verhindert. Dafür, dass man als Zuschauer aufmerksam bei der Sache bleibt, sorgen (u.a.) einige einprägsame Augenblicke (wie als Helen auf ein älteres Ehepaar trifft) sowie nett in Szene gesetzte Set-Pieces (z.B. in einem Fahrstuhl oder einer Tiefgarage) – ebenso wie der generelle Wunsch, das Ende dieser albtraumhaften Odyssee mitzuerleben…

Fazit – und vorweg noch eine Warnung: Wer Darren Lynn Bousman´s Inszenierungsstil nicht ausstehen kann, sollte unbedingt einen großen Bogen um „Fear Itself: New Year´s Day“ schlagen! Allen anderen kann ich dieses Mini-Movie allerdings durchaus empfehlen – und das nicht nur, weil es sich um die (neben Stuart Gordon´s „Eater“) bislang beste Veröffentlichung der Reihe handelt. Insgesamt vermochte mich diese postapokalyptische Horror-Geschichte, einer auffällig uninspirierten Drehbuch-Vorlage zum Trotz, erstaunlich gut zu unterhalten – auch weil sich die finale Offenbarung dieses Mal tatsächlich als besonders stark herausstellte…

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:36

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Season 1, Episode 7:"Community"

Regie: Mary Harron
Darsteller: Brandon Routh, Shiri Appleby, Alex Fatovich, Brooklyn Sudano, Barbara Tyson, John Billingsley, ...


„Community“, die von Regisseurin Mary Harron („American Psycho“) inszenierte siebte Folge der „Fear Itself“-Reihe aus dem Hause „NBC“, eröffnet in Gestalt einer nächtlichen Sequenz, in der ein junger Mann („Superman“ Brandon Routh) von einer Gruppe Hunde bei sich führender Männer durch einen verschneiten Wald gehetzt wird – bis ein blendend-weißes Licht ihn und seine direkte Umgebung plötzlich intensiv erhellt, (s)ein Schrei erklingt sowie eine Texttafel diese einleitenden Momente erst einmal konkret im zeitlichen Gesamtkontext verortet: Die eigentliche Haupthandlung, welche zu diesem Prolog hinführt und auf diesem Wege (durch die Vorwegnahme jener dramatischen Ereignisse) schon vorab unweigerlich mit einem unheilschwangeren Schatten versehen wurde, setzt nun im Anschluss daran fünf Monate zuvor ein…

Tracy (Shiri Appleby) und Bobby (Routh) bilden zusammen ein junges Ehepaar, das gern eine kleine Familie gründen möchte – allerdings nicht unbedingt in der lauten, dreckigen und ungemütlichen Großstadt, in welcher sie derzeitig wohnen. Besonders sie ist der Meinung, dass ihr (bislang bloß angedachtes) Kind auf jeden Fall in einer ruhigeren und angenehmeren (kurzum: besseren) Gegend aufwachsen soll. Eines Abends, im Rahmen eines Dinners mit ihren Freunden Meryl (Alex Fatovich) und Scott (Charlie Hofheimer), berichten ihnen diese von einer in sich geschlossenen kleinen Siedlung in der Vorstadt, genannt „the Commons“, deren Anwohner nach strengen Kriterien ausgewählt werden, um so ein möglichst ideales gemeinschaftliches Zusammenleben zu gewährleisten – „Picture-Perfect-Suburbia“ sozusagen, konzipiert und selektiert auf der Basis von Erfahrungswerten und demographischen Studien. Sie selbst wurden damals abgelehnt, worüber Scott inzwischen aber eigentlich recht froh ist – dennoch haben ihre grundsätzlichen Ausführungen (in Kombination mit der weniger ablehnenden Haltung Meryls) an dem Punkt bereits speziell Tracy´s Interesse derart stark geweckt, dass sie und Bobby die Wohnanlage schon bald darauf einfach mal (ganz unverbindlich) besichtigen fahren…

Die Einfamilienhäuser vor Ort stellen sich schnell als wunderschön heraus, die Anwohner treten sehr freundlich auf und die eigene kleine Infrastruktur wurde auffällig gut durchdacht – und sie scheinen zudem momentan sogar Glück zu haben, denn ein Pärchen mit Familienplänen würde sich aktuell geradezu optimal ins Konzept der Verantwortlichen einfügen, ein passendes (möbliertes) Eigenheim steht ebenfalls zum Verkauf frei, das zugehörige Finanzierungsmodell klingt verlockend sowie das im Gespräch von ihrer persönlichen Ansprechpartnerin (Barbara Tyson) allgemein Berichtete ohnehin. Bobby ist zwar leicht skeptisch – aber angesichts der herzlichen Begeisterung seiner Frau hält er sich absichtlich zurück. Nachdem sie dann tatsächlich den Zuschlag erhalten, dort einziehen und sich die ersten paar Wochen (für beide) als sehr wohltuend entpuppen, beginnen sich allerdings einige Merkwürdigkeiten zu häufen, welche insbesondere Bobby fortan zunehmend beschäftigen: Irgendwie scheint Tracy´s ausbleibende Schwangerschaft ein relativ verbreitetes Thema zu sein, alle Gebäude stellen sich als mit Kameras bestückt heraus, so dass man via TV-Gerät regelmäßig Zeuge werden kann, was in den anderen Haushalten so vor sich geht, und ihre direkten Nachbarn (John Billingsley & Bonita Friedericy) verhalten sich gelegentlich etwas seltsam – er zum Beispiel wirkt sporadisch verbittert, sie hingegen eher verängstigt. Als sich Bobby dann irgendwann auch endlich mal die Mühe macht, den gesamten anfänglich unterzeichneten Vertrag zu lesen, klären sich so einige Dinge schließlich schlagartig auf – nur nicht unbedingt beruhigend oder zum Guten...

„Community“ leidet sowohl merklich als auch hauptsächlich darunter, dass einem der generelle Aufbau und Ablauf einer Handlung wie der vorliegenden inzwischen beileibe nicht mehr unbekannt ist: Selbst wenn man auf die eingangs beschriebene Pre-Credits-Sequenz verzichtet hätte, sind einem eine Vielzahl der Motive und Elemente, welche Skript-Autor Kelly Kennemer („Music Within“) beim Verfassen seiner Vorlage in deren Ausgestaltung mit hat einfließen lassen, bereits in mehr oder minder ähnlicher Form aus diversen anderen (literarischen wie cineastischen) Werken vertraut – siehe nur mal Shirley Jackson´s 1948er Skandal-Story „the Lottery“, Ira Levin´s „the Stepford Wives“, „Population 436“ oder „the Wicker Man“, ganz zu schweigen von den vielen darüber hinaus reichenden (gängigen) „hinter der makellosen Fassade Suburbias lauert das Böse“-Geschichten. Nicht nur die prinzipielle inhaltliche Entwicklung, sondern selbst den eigentlichen Ausgang der Episode kann man sich demgemäß relativ rasch ausmalen bzw. erdenken – und Kennemer ist es leider in keiner Weise gelungen, dieser Gegebenheit effektiv entgegenzuwirken, etwa per Hinzugabe wahrhaft überraschender Wendungen oder herausragend clever ausgearbeiteter Set-Pieces…

Das vermeintlich erreichte Ziel eines sorglos-harmonischen Lebens in der Vorstadt, fernab der Gefahren, Einschränkungen und Belastungen der City, entpuppt sich nach und nach als ein wahrer Albtraum – jedenfalls sofern man nicht dazu bereit ist, die Augen vor bestimmten (vordiktierten und im Alltag auch aktiv durchgesetzten) Dingen zu verschließen, sich also mit ihnen abzufinden sowie sich fortan umfassend auf genau diese betreffenden (im Regelwerk der „Commons“ fest verankerten) Praktiken und Leitlinien einzulassen. Frühe Warnzeichen gab es einige – wie Scott´s spontanes Abraten, Bobby´s Bauchgefühl oder der perfekt ausgestattete Zustand des Hauses (der Vorbesitzer sei beruflich versetzt worden, wäre mit seiner Familie umgezogen und hätte den Großteil seiner Einrichtung zurücklassen müssen, heißt es dazu nur). Außerdem seien noch die zwischen den Zeilen herauszulesenden Informationen genannt, welche ihre Nachbarn preisgeben – seine Wortwahl und ihre Mimik verraten so einiges. Der schlimmste Fehler aber, den unsere beiden Leads begehen, ist zweifellos das Versäumen, den kompletten (im Rahmen des Kaufs aufgesetzten) Vertrag vorm Unterzeichnen vollständig zu lesen – ansonsten wären sie gewiss zügig über so manch eine Passage gestolpert, wie jene, die besagt, dass sie binnen sechs Monate ein Kind zeugen müssen, um nicht restlos alles zu verlieren. Warum ein nicht unintelligentes Pärchen (mit einem Anwalt als Kumpel) dies nicht getan hat – tja…

Entlang des Weges kommen einem (als Zuschauer) noch verschiedene ähnlich geartete Fragen in den Sinn – wie ob es wohl Zufall oder eine konkrete Intention der Gemeinschaft war, dass Tracy und Bobby erst nach mehreren Wochen herausfinden, dass alle Häuser (einschließlich Schlafzimmer) überwacht werden sowie das entsprechende Bildmaterial jedem in der Siedlung (via TV-Signal) zugänglich gemacht wird, oder warum sie nach dem Realisieren dieser Sachlage nicht augenblicklich ihre Koffer packen und verschwinden. Sollte jemand, unabhängig des Wissens, dass überall Kameras versteckt sind, dennoch einen Seitensprung wagen und dabei „in flagranti“ erwischt werden, darf der/die Betrogene seinem/ihrem untreuen Partner übrigens eine Strafe auferlegen – etwa dass sich diejenige Person (eine Schweinemaske tragend) auf den Markplatz stellen sowie von den Leuten mit Gemüse bewerfen lassen muss. Das „Kollektiv“ zählt, weshalb Privatsphäre klein geschrieben und möglichst viel öffentlich ausgebreitet wird – was den Zusammenhalt stärken soll. Aber unsere zwei Liebenden halten trotzdem tapfer weiter durch – ganz egal, dass dem Mann von nebenan (angetrunken) einige beunruhigende Worte rausrutschen und er danach etliche Tage lang verschwindet, nur um später „lobotomisiert anmutend“ wieder aufzutauchen. Erst als eine verängstigte Frau am helllichten Tage in ihrer Panik vor ein Auto läuft und alle Zeugen sofort von einem „offensichtlichen Selbstmord“ sprechen, fassen sie schließlich den Entschluss, mit Hilfe eines (Flucht-)Plans den „Ausstieg“ zu wagen bzw. diesen endlich auch aktiv anzugehen…

An jener Stelle erhält die Episode einen (schon länger notwendigen) Schub, da die „umgebende“ (jedoch bis dato überwiegend unterschwellig-verborgene) Gefahr dann auf einmal direkt an die Oberfläche tritt und zu einer konkreten Bedrohung wird: Da klar ist, dass man sie definitiv nicht so ohne weiteres ziehen lassen wird, bittet Bobby Maryl und Scott um Unterstützung, um so zumindest (der inzwischen schwangeren) Tracy einen sicheren Vorsprung zu verschaffen – leider ist seine Idee nicht ausnehmend gut durchdacht und mündet schließlich in einem Moment des Blutvergießens (die wohl beste Szene des gesamten Verlaufs) sowie in der eingangs ja (quasi als „Teaser“) vorweggenommenen Verfolgungsjagd, welche die Geschehnisse endlich mal mit solch förderlichen Eigenschaften wie Rasanz und Spannung anreichert. „Natürlich“ darf ein finaler, im vorliegenden Fall primär von zwei der beteiligten Protagonisten ausgehender Twist nicht ausbleiben, welcher allerdings (ebenso) nicht umfassend schlüssig ausgefallen ist, da einer der beiden plötzlich ganz neue Einstellungen und Charakterzüge an den Tag legt, die schlichtweg einer plausiblen Erklärung entbehren, während das Verhalten seiner Begleiterin immerhin halbwegs nachvollziehbar erscheint. In den Abspann entlassen wird man letztlich infolge eines „bitter-bösen“ Epilogs, welchen ich am Ende dieser Besprechung noch einmal kurz aufgreifen werde…

Brandon Routh („Lie to Me“) erweckte 2006 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, als Byran Singer den im Vorfeld nahezu unbekannten Schauspieler für die Hauptrolle seiner überteuerten „Superman Returns“-Bruchlandung verpflichtete – seither hat man kaum mehr etwas von ihm gehört, was angesichts seiner eher hölzernen Darbietungskünste auch locker als „nicht weiter tragisch“ einzustufen ist. Hier tritt er (erneut) einigermaßen sympathisch, allerdings mit evidenten darstellerischen Schwächen behaftet auf – seine Dialogzeilen wirken vornehmlich leblos vorgetragen, ohne erkennbare Nuancen oder glaubwürdige Emotionen dahinter. Die anfangs nicht sonderlich ausgeprägte Chemie zwischen ihm und seiner liebenswerten Screen-Partnerin Shiri Appleby (TV´s „Roswell“/„Havoc“) verbessert sich zum Glück stetig – was ebenfalls auf ihre Performance zutrifft, denn je stärker sie gefordert wird, zum Beispiel hinsichtlich ihrer charakterlichen Ausprägungen (so einiges verändert sich, als sie tatsächlich schwanger wird), desto überzeugender agiert sie. Die Nebenrollen wurden u.a. mit Alex Fatovich („Screw Cupid“), Brooklyn Sudano („Alone in the Dark 2“), Barbara Tyson („Battle in Seattle“), John Billingsley (TV´s „Enterprise“) und Bonita Friedericy („Alien Raiders“) allesamt solide besetzt – speziell letztere drei (als „Commons“-Repräsentantin Candace sowie die nebenan wohnenden Phil und Debra) ragen aus jenen Reihen positiv erwähnbar heraus bzw. hervor.

Kelly Kennemer´s Teleplay mangelt es keinesfalls an interessanten Story-Ansätzen – wie etwa die vor dem Hintergrund heutiger Gesellschaftsausprägungen gestellte Frage danach, welchen individuellen Preis man zu zahlen bereit wäre, um in einer sicheren, geregelten und (seitens des Umfelds) angenehm gestalteten Umgebung leben zu können, fernab von Dingen wie Kriminalität, Anonymität oder diversen anderen negativen Einwirkungen – bloß reicht der (Format-bedingte) zur Verfügung stehende Rahmen (der Serie) einfach nicht aus, um genügend in die Tiefe der Materie vorzustoßen, ohne die Krimi/Thriller-Elemente der Handlung dabei nicht zu sehr an den Rand des Geschehens zu drängen. Es wird angeführt, dass die Gestaltung und Zusammensetzung der Siedlung auf akribischen Studien beruhen würde (man betrachtete dabei wohl die Erfahrungswerte verschiedenster Kulturen im Laufe der Weltgeschichte), um auf diesem Wege eine möglichst ideale Balance im täglichen Miteinander zu schaffen (Höhe des prozentualen Anteils von Single- und Familienhaushalten etc.) – wer aber nun konkret dafür verantwortlich ist oder wie sich der genaue Kontext (nicht nur in diesem Bereich) zusammensetzt, das erfahren wir leider nicht, ebenso wenig wie die Weite der involvierten Kreise (gerade über die Jahre hinweg) oder wie die „Kontrollinstanz“ denn überhaupt aufgebaut ist, welche ja „bei Bedarf“ bzw. „gesehener Notwendigkeit“ beileibe nicht zimperlich vorgeht (u.a. kommen Gehirnwäschen und Verstümmelungen offensichtlich regelmäßig zum Einsatz)…

Aufgrund einiger Zeitsprünge, welche zum Teil mehrere Wochen am Stück überbrücken, erhält die Episode zudem einen leicht fragmentarisch anmutenden Touch – im Prinzip wird einem der Inhalt in lauter dosierten Schüben präsentiert, weshalb sich sowohl die Beziehung der zwei Leads (entlang der aufgezeigten Bahnen) nicht wirklich fließend homogen zu entwickeln vermag als auch das allgemein erhoffte ungemütliche Feeling einer schleichenden (von den sie umringenden Umständen ausgehenden) Bedrohung zu keiner Zeit im ersehnten Umfang generiert werden kann. Auf Dauer erkeimt ein höchst oberflächlicher Eindruck des Gebotenen, da man dem Publikum schlichtweg zu viele Informationen verwehrt – selbst simple Fragen (wie nach Bobby´s Job) bleiben unbeantwortet. Technisch solide umgesetzt, obgleich mir persönlich die exquisite Aufnahmequalität der Überwachungskameras gegen den Strich ging, hätte ich mir insgesamt allerdings deutlich mehr von einer talentierten Filmemacherin wie Mary Harron („I shot Andy Warhol“/„the Notorious Bettie Page“) versprochen: Unterm Strich ist es ihr nicht ausreichend genug gelungen, ein effektives Maß an Suspense und Atmosphäre zu erzeugen – in Kombination mit der eher mäßigen Skript-Vorlage, welche ihr nur zur Verfügung stand, haben speziell diese Faktoren letztlich dazu geführt, dass „Fear Itself: Community“ nicht zu dem reizvollen Psycho-Thriller geworden ist, der er (rein von seinem Storyfundament ausgehend) durchaus hätte sein können. Die finale Einstellung ist übrigens die einzige, welche unweigerlich eine gewisse Reaktion beim Zuschauer auslöst – allerdings aus den absolut falschen Gründen heraus, denn jener kurze Epilog, welchen ich hier natürlich nicht im Detail preisgeben werde, erhält in erster Linie durch die Tatsache, dass „Superman“ Routh 2006 ja quasi zum Nachfolger des verunglückten Christopher Reeve wurde, einen unglaublich anstößigen Beigeschmack, der so beim besten Willen nicht hätte sein müssen …

knappe :liquid4:


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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:37

Season 1, Episode 8

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Beitrag von StS » 31.07.2008, 06:38

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Beitrag von freeman » 31.07.2008, 09:01

Ist eigentlich auch bekannt, wie die neue Ausrichtung allgemein ankommt? Also bei den Zuschauern, quotentechnisch? Theoretisch sollten sie ja eigentlich sogar steigen, da ja mehr erreicht werden können ...

Danke für den Einstieg, ich warte ja noch auf die deutsche Prämereausstrahlung der zweiten Staffel ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 31.07.2008, 13:06

Nee, von den Quoten her weiß ich leider nichts. Qualitativ ist die Serie (im Durchschnitt) eher mäßig, mit einigen Spitzen nach oben und unten - wie schon "MoH" halt, nur unblutiger und weniger aufwendig. Die ganzen Rahmenbedingungen spielen hier ne echt gewichtige Rolle - also was man so angesichts der einschränkenden Faktoren rausholen kann und so. Ich bewerte auch ganz bewusst unter diesen Gesichtspunkten. In den USA ist jetzt übrigens erst einmal Olympia-Pause... ;)

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Beitrag von StS » 13.08.2008, 06:44

Review zu Stuart Gordon´s "Eater" wurde eingefügt... :wink:

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Beitrag von StS » 13.09.2008, 16:36

Brad Anderson´s "Spooked" ist nun online :wink:

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Beitrag von StS » 19.11.2008, 11:50

"In Sickness and in Health" von John Landis ist nun online :wink:

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Beitrag von StS » 01.01.2009, 20:50

Trotz Krankheit doch noch "termingerecht" online gebracht: ;)

Darren Lynn Bousman´s "New Year´s Day"

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Beitrag von StS » 23.04.2009, 07:14

Bild Review zu Mary Harron´s Folge ist online: "Community"

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