Tooth and Nail

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Tooth and Nail

Beitrag von StS » 20.08.2008, 06:38

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Originaltitel: Tooth and Nail
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Mark Young
Darsteller: Nicole Duport, Rachel Miner, Rider Strong, Michael Kelly, Robert Carradine, Emily Catherine Young, Michael Madsen, Vinnie Jones, ...

Trailer:
http://www.imdb.com/title/tt0922642/trailers


„For better or worse: This is our world. Not the end of life, and not the beginning either – just different. We live in the light, because society tells us to – but we are all children of the dark. Laws are the only things that separate us from savagery. Because the beast is there – inside all of us. Watching. Waiting. When civilization is no longer there to protect us, when the beast is the only thing standing between us and death – we will absolutely fight tooth and nail to survive…“


Bei „Tooth and Nail“, einer der „8 Films to die for“ des 2007er „After Dark“-Horrorfests, handelt es sich um einen Low-Budget-Horror-Thriller, der in einer nicht allzu fernen, aber dennoch „post-apokalyptischen“ Zukunft angesiedelt ist. Erzählt wird die Geschichte einiger Personen, die in einem verlassenen Krankenhaus Zuflucht vor der um sie herum zugrunde gehenden Welt gesucht haben und sich irgendwann plötzlich gegen eine Bande blutrünstiger Kannibalen zur Wehr setzen müssen – was erwartungsgemäß in einem erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod mündet, dessen Grundzüge unverkennbar auf den von Spencer und Darwin geprägten Fachausdruck „Survival of the Fittest“ zurückgehen. Leider vermag das vorliegende Werk einem nicht unerheblichen Teil der Erwartungen, welche diese im ersten Moment eventuell nach einem herrlich wüsten B-Movie-Spaß klingende Kurzbeschreibung gewiss bei so manch einem Leser und potentiellen Zuschauer geweckt hat, letzten Endes nicht wirklich gerecht zu werden – was an einer Vielzahl Gründe liegt, auf die ich im späteren Verlauf der Kritik noch genauer eingehen werde…

Der weitestgehende Niedergang der Ordnung auf unserem Planeten ging im Jahre 2012 nicht etwa auf einen Krieg, Virus, Asteroideneinschlag, die Überpopulation oder den globalen Treibhauseffekt zurück – nein, den Menschen ging schlichtweg das Benzin aus, da die Rohölquellen, entgegen aller Experten-Prognosen, vorzeitig versiegten. Panik und Missmanagement führte infolge dessen zu einem unkontrollierten Aufbrauchen der finalen Reserven – die Notfallpläne der Regierungen scheiterten, denn jene waren viel zu sehr mit dem verzweifelten Bestreben beschäftigt, das Chaos und die sich ausbreitende Gewalt unter Kontrolle zu bekommen. Ohne Treibstoff blieben die anderen Energiesparten (Elektrizität, Heizwärme etc) irgendwann ebenso auf der Strecke – eine fatale Ereigniskette wurde ausgelöst, die Zivilisation versank in Anarchie. Viele zogen in die südlichen Länder, wo allerdings schon bald die unterschiedlichsten Konflikte grausam eskalierten, zum Beispiel aufgrund der Knappheit an Nahrungsmittel und Unterkünfte. Binnen keiner halben Dekade fielen zwei Drittel der Bevölkerung dieser Lage und ihren mannigfachen Auswirkungen zum Opfer – und seither versuchen die Verbliebenen, spärlich verteilt über alle Regionen, ihr eigenes Überleben so gut wie nur erdenklich zu sichern…

In der ehemals lebhaften Metropole Philadelphia hat sich eine dieser Gruppierungen – ihres Zeichens ein relativ niedriges Durchschnittsalter aufweisend sowie sich aus Viper (Michael Kelly), Torino (Alexandra Barretto), Yukon (Zack Robidas), Max (Kevin E. Scott), Dakota (Nicole DuPort), der stummen Nova (Emily C. Young), dem temperamentvollen Ford (Rider Strong) und ihrem wissenschaftlich gebildeten Anführer Darwin (Robert Carradine) zusammensetzend – innerhalb eines riesigen Klinikgebäudes einquartiert und versucht nun dort vereint das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Auf einem ihrer regelmäßigen Streifzüge durch die verlassene Stadt, zwecks Beschaffung von Vorräten und anderen nützlichen Dingen, entdecken sie eines Tages eine verletzt neben der Leiche ihres Freundes liegende junge Frau namens Neon (Rachel Miner), wonach eine knappe demokratische Mehrheit die Entscheidung bringt, sie in ihrer Mitte aufzunehmen – und dank ihres handwerklichen Geschicks leistet sie fortan auch ihren Beitrag zu der kleinen Gemeinschaft, einigen skeptischen Stimmen zum Trotz. Eine Form von Ruhe kann jedoch nicht in ihre Reihen einkehren, denn unmittelbar darauf geraten sie in den Blickpunkt und somit zugleich ins Visier einer mordend umherziehenden Bande Kannibalen, genannt „Rovers“ (u.a. Michael Madsen und Vinnie Jones), denen Neon zuvor nur knapp entkommen war und die nun unmittelbar damit beginnen, das Krankenhaus zu belagern. Immerzu nachts dringen sie in den weitläufigen, unmöglich völlig zu sichernden Komplex ein, um jeweils ein Opfer zu finden, zu verschleppen und im Anschluss daran genüsslich zu verspeisen…

In Sachen Logik weist „Tooth and Nail“ (bzw die zugrunde liegende Skriptvorlage) einige arg offensichtliche Verfehlungen auf, über die man, angesichts ihrer Auffälligkeit und Schwere, keineswegs „einfach so“ hinwegsehen kann – schließlich fängt die gesamte Angelegenheit in dieser Hinsicht bereits bei der generellen Ausgangslage der präsentierten Story an: Man will uns, den Zuschauern, also verkaufen, dass der Zusammenbruch der Zivilisation derart zügig von statten ging – und das nur, weil wir auf einmal kein Benzin mehr zur Verfügung hatten?!? Ähm, okay. Ich will nun gar nicht im Detail auf solche Faktoren wie alternative Energiequellen eingehen, die man im beschriebenen Ernstfall außerdem mit Sicherheit noch ganz anders hätte ausbauen können – abgesehen davon, dass die meisten Menschen selbst vor Erfindung der Elektrizität ein gesittetes und passables Leben zu führen vermochten. Natürlich würde sich vieles gravierend ändern, sollte eine Situation wie diese tatsächlich eintreten, und selbstredend würden daraus dramatische Konsequenzen resultieren – aber wahrscheinlich nicht unbedingt vergleichbare oder sich in diesem gezeigten Ausmaß entfaltende. Und das Annehmen einer sadistisch-kannibalistischen Haltung und Gesinnung als eine dieser Folgen? Ich weiß ja nicht. Was ist eigentlich aus den Tieren (zum Züchten, Halten oder Jagen) geworden? Warum sind so viele Leute (zig Millionen) in den Süden gezogen, wo es wärmer ist – allgemein erfriert man in Gegenden wie Philly ja nicht zwangsläufig, sollte die Heizung mal defekt sein. Augenscheinlich wurde das Konzept dieses Projekts, inklusive der betreffenden Hintergründe und Erläuterungen, viel zu simpel gestrickt und nicht sonderlich gut durchdacht.

Es ist klar ersichtlich, was Regisseur und Drehbuchautor Mark Young („Phreaker“) mit seiner Geschichte aussagen und bezwecken wollte, nämlich die Abgabe eines Statements zu der auf mehreren Ebenen bestehenden Abhängigkeit unserer Gesellschaft von der ja beileibe nicht unerschöpflichen Ressource Öl – vorsätzlich eingebettet in dem auf Unterhaltung abzielenden Kontext eines filmischen Vertreters des Horror-Genres. Vielleicht wollte er auf diese Weise bewusst eine Publikumsschicht ansprechen, die ansonsten (eventuell) weniger an anspruchsvolleren Debatten und Veröffentlichungen zu diesem brisanten Thema interessiert ist. Was würde aus uns werden bzw bliebe übrig, wenn uns all unsere technischen Errungenschaften plötzlich nicht mehr zur Verfügung ständen? Ein reizvolles Gedankenspielchen – aber egal wie löblich die ursprüngliche Absicht auch immer gewesen sein mag, der evidente Mangel an Cleverness bei der Ausgestaltung dieser Idee stellt ihr jedenfalls schon während des erläuternden Prologs ein Bein, nicht nur weil die Zeitspanne zwischen dem Fördern des letzten Tropfens und der Gegenwart der Handlung viel zu kurz gewählt wurde. Von der ersten Minute an kommt die Botschaft mit der Subtilität eines Vorschlaghammers daher, und zu allem Überfluss benannte Young seine „normalen“ Figuren gar noch durch die Bank weg nach Fahrzeugmodellen – einschließlich „Neon“ (Plymouth/Dodge), die sich ja erst später der Gruppe anschließt, allerdings trotzdem so heißt. Und hinsichtlich der mindestens ebenbürtig plumpen namentlichen „Darwin“-Anspielung muss ich mich jetzt hoffentlich nicht irgendwie weiter äußern, oder...?

Innerhalb seiner Cast-Reihen weist „Tooth and Nail“ einige (zumindest in B-Movie-Kreisen) recht bekannte Gesichter auf: Rachel Miner („Penny Dreadful“/„the Black Dahlia“) liefert eine brauchbare Performance ab, wird jedoch von der Beschaffenheit des Skripts in ihrer Entfaltung auffällig eingeschränkt, was ebenso für Rider Strong („Cabin Fever“/„Borderland“) gilt, obgleich er den anvisierten Ton diverser Szenen auch selbständig (also ohne Schuld der Vorlage) leicht verfehlt. Michael Kelly („Carlito´s Way: Rise to Power“), dessen Rolle seiner im 2004er „Dawn of the Dead“-Remake stark ähnelt, gefiel mir gut, genauso wie Nicole Duport´s („Sonata“/„Cemetery Gates“) Leistung als Dakota, welche sich von einer eher ruhigen Nebenperson eindrucksvoll hin zu einer echten Kämpferin entwickelt. Robert Carradine („the Long Riders“/„Ghosts of Mars“) fällt immerhin nicht negativ ins Gewicht, die junge Emily Catherine Young („Southern Gothic“) fand ich ganz nett, der Rest ist kaum der Rede wert – mit Ausnahme (in erster Linie „per se“) von Vinnie Jones („Swordfish“/„X-Men 3“) und „Executive Producer“ Michael Madsen („Reservoir Dogs“/„Hell Ride“), die als fiese Baddies in Erscheinung treten, bloß weder wirklich treffend besetzt anmuten noch sonderlich viel Screen-Time besitzen…

Die „Rovers“ bestehen überwiegend aus persönlichkeitslosen Barbaren, die sich kaum richtig artikulieren können – ich kann nur spekulieren, was das soll, zumal sich ihre beiden Anführer (zusätzlich sowie auch unabhängig dessen) vom Rest der Bande abheben, indem sie als die einzigen aus ihren Reihen dazu in der Lage sind, vernünftig zu sprechen. Allein schon deshalb wirken Madsen und Jones eher wie Fremdkörper im Geschehen. Young wollte wohl veranschaulichen, dass bei manchen Menschen die primitivsten Wesenszüge „erneut“ hervortreten und letzten Endes die Oberhand gewinnen können, sollte ihnen (u.a.) die Sicherheit der technisch hoch entwickelten Zivilisation sowie deren Ordnungsstruktur mal entrissen werden. Leider entbehrt dieser Ansatz, nicht nur (wiederum) in Anbetracht der verstrichenen Zeit seit Beginn der Krise, das nötige Maß an Logik, um vernünftig zu funktionieren. In diesem Zusammenhang muss ebenso angeführt werden, dass sich diese Kannibalen in einem viel Leder und Fell (plus „metallische Accessoires“ á la Ketten) aufweisenden Stil kleiden, der sie wie eine (unglückliche) Kreuzung aus einem „Mad Max“- bzw „Doomsday“-Statisten und „Medieval Times“-Schausteller aussehen lässt – in „Botched“ wurde ein vergleichbares Auftreten des Killers bewusst zur Erheiterung des Publikums eingesetzt, hier ist es bedauerlicherweise ernst gemeint. Statt Pistolen und Gewehre nutzen sie Sensen, Messer und Äxte, eine Trompete fungiert als Jagd- und Rückzugshorn. Ausschließlich nachts gehen sie auf Beutezug – und töten immerzu nur ein einziges (der Nahrung dienendes) Opfer. Erklärt wird dieses Vorgehen mit ihrem Bestreben, stets nur auf „frisches Fleisch“ zurückgreifen zu wollen, ohne dass es zwischen dem Schlachten und Verspeisen verdirbt – auf die allgemeine Idee, einfach Gefangene zu nehmen und diese (quasi als „Live Stock“) bis zum entsprechenden Bedarf einzusperren, kommt irgendwie keiner…

In nur knapp 20 Tagen mit einem bescheidenen Budget umgesetzt, gelingt es „Tooth and Nail“ nichtsdestotrotz relativ gut, eine schön düstere wie unheilschwangere Atmosphäre aufzubauen – etwa dank eines trostlos-ungekünstelten Looks und einigen speziell arrangierten „post-apokalyptischen Einstellungen“ (verlassene Straßenzüge, herumliegende skelettierte Leichen etc). Die erste, entfernt an ruhige „28 Days later“-Momente erinnernde Hälfte beschäftigt sich vornehmlich mit der Situation der Protagonisten im riesigen verlassen Krankenhaus: Ihr zweckmäßig ausgerichteter Alltag wird beleuchtet, bevor die neu hinzugekommene Neon (quasi als Katalysator) bestimmte Diskussionen sowie bis dato unter der Oberfläche der Gemeinschaft brodelnde Konflikte auslöst – eine Phase der Handlung, welche mir sehr zusagte. Als die Morde und Übergriffe dann einsetzen, werden (etlichen Führungsdebatten folgend) Tempo und Action-Gehalt angezogen – was in einem mäßig aufregenden und minder kreativen „Night of the living Dead“-Belagerungsszenario mündet. Mittendrin wird zudem ein entscheidendes Geheimnis gelüftet – allerdings kann jeder halbwegs clevere Zuschauer diesen Twist mehrere Meilen im Voraus kommen sehen. Der Showdown an sich wird zwar von einer suboptimalen Szene eingeleitet, in der die „Leading Lady“ ihr Gesicht symbolträchtig mit Kriegsbemalung verziert (vom Muster her: vgl. Darryl Hannah in „the Clan of the Cave Bear“), dennoch sehe ich das finale Blutbad als echtes Highlight an – kurz, bündig, konsequent, mal nicht auf Action ausgerichtet sowie auf einem ausgefuchsten Einfall basierend. Die Worte, welche ich für die Einleitung dieser Kritik verwendet habe, beenden den Film übrigens – werden jedoch noch von einer Art Cliffhanger „unterstrichen“, den man sich lieber hätte sparen sollen…

Hinsichtlich des Ausprägungsgrads der zur Schau gestellten Gewalttätigkeiten braucht sich der geneigte Genre-Fan im Grunde keinerlei Sorgen zu machen: Die Kills, obgleich nicht allzu zahlreich vertreten, sind blutig, brutal, einigermaßen abwechslungsreich (wenn es um die benutzten Waffen geht) und auf den Punkt gebracht – also nicht unnötig ausgedehnt, wodurch sie realistischer als viele in diversen vergleichbaren Produktionen anmuten. Während Regisseur Young handwerklich solide Arbeit abgeliefert hat, ist unverkennbar, dass die schwerwiegenden, den Gesamteindruck klar schädigenden Probleme hauptsächlich auf die Verfehlungen seines Drehbuchs zurückzuführen sind: Neben der inzwischen zu Genüge besprochenen (unausgereift konzipierten) Ausgangslage krankt der Ablauf (u.a.) an seiner Vorhersehbarkeit, der Einbindung von zwei deplatzierten Sex-Szenen, dem unebenen Storyfluss sowie den mehrheitlich schwachen Dialogzeilen. Auf der „Haben“-Seite stehen diesen Punkten vorrangig die düstere Basisstimmung und einige überzeugende Einzelsequenzen gegenüber – allerdings reichen letztere Faktoren meiner Meinung nach insgesamt nicht aus, um den Streifen in dem zu beiden Seiten hin ausgeglichenen Mittelfeld zu verorten, weshalb ich ihn (demgemäß) abschließend mit glatten „4 von 10“ bewerte.

:liquid4:


Hierzulande erscheint der Streifen am 19. Dezember 2008 (Sunfilm: Keine Jugendfreigabe) auf DVD.

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Zuletzt geändert von StS am 27.12.2008, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von freeman » 20.08.2008, 09:10

Ist wegen dem Michael und dem Films to die for Siegel definitiv mal vorgemerkt. Weil so rechte Aussetzer hatten die noch nicht in der Reihe (sogar Unearthed fand ich megaunterhaltsam). Danke fürs interessante Review ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 20.08.2008, 12:32

Bitte. ;)

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Beitrag von Vince » 20.08.2008, 13:40

Von den to die fors kenn ich noch gar nix, der hier klingt aber trotz der tiefen Note recht interessant für mich, weil ich das Szenario mag und darin auch mal nen schwächeren Film ertrage. Screens sehen eigentlich auch ganz schick aus. Behalt ich mal im Auge, danke!

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Beitrag von freeman » 22.06.2009, 09:01

Schade, Schade, Schade ... da war mehr drin. Schrecklich banal und profan (und wie die Ausreden der Amis für den Irakkrieg klingend) ist der Auslöser der Endzeitszenerie, die aufgrunddessen wenig logisch und schon gar nicht storyinhärent wirkt. Zudem ist sie für den Film auch vollkommen Wumpe, denn dass man für ein "Assault" Remake keine Endzeitstimmung braucht, haben schon viele andere Rip Offs bewiesen. Auch der Twist im Figureninterieur wirkte arg durchsichtig und kam wenig überraschend. Madsen, Jones und Carradine werden verschenkt und viele Figuren wirkten schlicht unsympathisch ... auch kommt der Film nur arg langsam aus der Hüfte. Das ganze kleistert man mit einem langweiligen Grünfilter zu und fertig ist der Endzeitschmuh ... naja, nicht ganz. Denn hier und da blitzte durchaus Potential durch. Insbesondere der "Showdown" war ganz groß (in Relation zu den bisher vergangenen Minuten ;-) ) und schön konsequent inszeniert. Auch so manche Hatz durch die Gebäuderäume /-gänge war schön atmophärisch (ABER nicht spannend, dazu fehlte der Inszenierung einiges), im Großen und Ganzen aber nicht mehr als eine wenig überzeugende Fingerübung.
:liquid3:

In diesem Sinne:
freeman
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