Hellboy + Hellboy II - Die goldene Armee + Hellboy: Call of Darkness

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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Ed Hunter
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Hellboy + Hellboy II - Die goldene Armee + Hellboy: Call of Darkness

Beitrag von Ed Hunter » 19.10.2008, 22:50

Hellboy

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Originaltitel: Hellboy
Herstellungsland: USA
Produktionsjahr: 2004
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Ron Perlman, John Hurt, Selma Blair, Rupert Evans, Karel Roden, Jeffrey Tambor, Doug Jones

Nachdem sich im Juni 2004 Tobey Maguire als Vorzeigesuperheld Peter Parker durchs erste Sequel der „Spiderman“-Franchise geschwungen hatte, machte zwei Monate später, dem ungebrochenen Genreboom folgend, gleich ein weiterer Comicheld deutsche Leinwände unsicher: Fantasyspezi Guillermo del Toro („Mimic“, „The Devil’s Backbone“), der zuletzt den zweiten Einsatz von Wesley Snipes als vampirschnetzelnder Daywalker Blade inszeniert hatte, wurde mit der Regie der Comicadaption „Hellboy“ betraut, in der Ron Perlman („Alien: Resurrection“), der zuvor ebenfalls als Nebendarsteller in „Blade 2“ mitgewirkt hatte, als coole Sprüche klopfender rothäutiger Dämon gegen Monster und mutierte Nazis zu Felde zieht. Das Werk, dessen Fortsetzung mit demselben Team vor und hinter der Kamera schon in den Startlöchern steht, entpuppt sich als abgedrehter Fantasytrash auf hohem Niveau, der durchaus zu unterhalten weiß.

Um den „Endsieg“ zu sichern, greifen die Nationalsozialisten 1944 zu unkonventionellen Methoden: Mithilfe des russischen Magiers Rasputin versucht eine dem okkulten zugewandte geheime Wissenschaftsabteilung des Dritten Reichs, in Irland ein Tor zur Hölle zu öffnen und sich die daraus hervorkommenden sieben Götter des Chaos zu ihren Zwecken gefügig zu machen. Ein amerikanischer Soldatentrupp unter Leitung von Professor "Broom" Bruttenholm (John Hurt) schafft es jedoch, das Ritual zu verhindern. Ein junges, rothäutiges Dämonenkind hat es allerdings ins Diesseits geschafft: Bruttenholm nennt den Kleinen passenderweise „Hellboy“, zieht ihn bei sich auf und instrumentalisiert ihn in ausgewachsener Form (Ron Perlman) innerhalb einer Forschungs- und Abwehreinheit gegen paranormale Vorkommnisse als perfekte Waffe gegen wütende Monsterkreaturen aller Art. Doch eines Tages tauchen Rasputin und ein untoter Nazi wieder auf – mit dem Bestreben, zu Ende zu bringen, was sie während des Weltkriegs begannen…

„Hellboy“ ist, das muss man klar sagen, Trash hoch zehn. Zwar im Gewand eines Blockbusters und auf relativ hoch budgetiertem A-Niveau, aber trotzdem inszenierte Guillermo del Toro hier nichts anderes als abgedrehtes, teils kindisches, oft lächerliches Gagaentertainment, das den Rezipienten mit einem Overkill skuriller Figuren und irrer Szenarien konfrontiert: Da kämpft ein gehörntes, Zigarre rauchendes, muskelbepacktes rotes Höllenmonster mit coolen Sprüchen, omnigenervter Attitüde und überdimensioniertem Revolver an der Seite seiner feuerkontrollierenden menschlichen Freundin und eines grotesken, telepathisch begabten Reptilienwesens gegen einen russischen Zauberer, ein sich vielfach selbst duplizierendes zotteliges Glibbermonster mit einem Lookcrossover aus den Creatures aus „Pakt der Wölfe“, „Das Relikt“ und noch so manchen anderen sowie einen untoten, schwertschwingenden, maskierten nationalsozialistischen Zombie, dessen Look keine allzu entfernten Assoziationen mit dem Frosch mit der Maske aus der ersten Edgar-Wallace-Verfilmung aus den 50ern heraufbeschwört. Dieses gelinde gesagt seltsame Figurenensemble wird dann durch ein wüstes Storykonglomerat aus Monsterjägerspezialeinheiten, Höllentoren, Nazigeschichte und einem grotesken Lovestory-Sublplot geschickt und fertig ist ein stranger Fanasycocktail, der mal atmosphärisch gut und mal lächerlich daherkommt.

„Hellboy“ ist fraglos Schwachsinn hinter der Fassade eines Blockbusters, unterhält nicht zuletzt dadurch aber ganz ordentlich: Stört man sich nicht länger an der abstrusen Story, wird man dank reichlich Action und Humor mit solider Unterhaltung versorgt. Als größter Pluspunkt stellt sich hierbei fraglos der zumeist in Nebenrollen oder B-Movies vor sich hin dümpelnde Ron Perlman als Idealbesetzung des muskulösen Höllenjungen heraus: Sein genialer, dauergenervter Habitus gepaart mit herrlichen Onelinern („Hatte ich dich nicht schon mal kaltgmacht?“) macht den Comicheld zu einem der coolsten Genreprotagonisten, die der jüngere Boom hervorgebracht hat..
Zum zweiten brennt Guillermo del Toro das obligatorische Trick- und Actionfeuerwerk ab, dessen überbordender CGI-Terrorismus zwar ein bisschen auf die Nerven gehen kann, zumal sich äußerst gelungene mit eher billig aussehenden Effekten abwechseln. Mit seinen nicht überragenden, aber doch ganz ordentlichen 60 Millionen Dollar Budget sorgt der Regisseur aber für einen passablen Eyecandyfaktor, lässt Perlman Monster aller Art verkloppen und extrahiert vor allem aus der Figur des schwertschwingenden Zombienazis ein paar flotte Actionszenen. Seine wahre Stärke darf del Toro überdies einmal mehr auf dem Gebiet von Look und Atmosphäre offenbaren, wo er einen äußerst ähnlichen Ton wie im vorigen Werk „Blade 2“ anschlägt. Hauptsächlich ist der rote Wüterich in nassen Kanalisationen und düsteren U-Bahn-Schächten zugange, wodurch wer sich mit dem zweiten Abenteuer des Daywalkers anfreunden konnte, sich auch in „Hellboy“ schnell heimisch fühlen wird – lediglich der fehlende Gewaltgrad – der Film geht mit PG-13 bzw. FSK-12 an den Start – nimmt der Atmosphäre ein wenig von der „Blade 2“-Intensität, doch fällt dieser Aspekt nicht als Manko auf.

Fazit: Fantasyspezi Guillermo del Toro inszenierte seine Comicadaption „Hellboy“ als obertrashigen, abgedrehten Schwachsinn auf hohem Niveau, der gerade ob seines irren Storykonglomerats und des skurrilen Figurenensembles aber durchaus gute Unterhaltung liefert. Während der Regisseur mit dem bereits in seinem Vorgängerwerk „Blade 2“ etablierten, atmosphärischen, düsteren Look und stimmungsvollen Locations punkten kann und den Zuschauer überdies mit solider CGI-Action bei Laune hält, erweist sich vor allem Ron Perlman als dauergenervter Höllenjunge als Glanzlicht und kreiert mit einer beachtlichen Frequenz cooler Oneliner einen der unterhaltsamsten Comichelden, die derzeit auf den internationalen Kinoleinwänden herumturnen.

Gute :liquid6:

Auf DVD ist "Hellboy" von Columbia wahlweise als KF oder DC zu haben.
Zuletzt geändert von Ed Hunter am 19.10.2008, 23:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Ed Hunter
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Beitrag von Ed Hunter » 19.10.2008, 22:50

Hellboy II - Die goldene Armee

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Originaltitel: Hellboy II - The Golden Army
Produktionsjahr: 2008
Herstellungsland: USA
Regie: Guillermo del Toro
Darsteller: Ron Perlman, Selma Blair, Doug Jones, Jeffrey Tambor, Luke Goss, John Hurt

Mit „Hellboy“ leistete der Mexikaner Guillermo del Toro, der sich bereits zwei Jahre zuvor mit dem spaßigen Vampirkracher „Blade 2“ für düstere Comicaction empfohlen hatte, 2004 eine ultratrashige, auf ihre Art aber recht sympathische und unterhaltsame Kontribution zum ungebrochenen Hollywoodschen Superheldenboom, vier Jahre später ist es soweit und Ron Perlman darf unter del Toros Regie ein zweites Mal als rothäutiger Dämonenwüterich allerlei sinistrem Monster-Inventar in den Allerwertesten treten. Verglichen mit dem Erstling erweist sich „Die goldene Armee“ allerdings leider als recht herbe Enttäuschung.

In Hellboys (Ron Perlman) Beziehung zu Agentenkollegin Liz (Selma Bair) läuft es alles andere als rund, doch eine neue Gefahr sorgt dafür, dass die beste Waffe des Bureau of Paranormal Research and Defense seine Privatprobleme hintanstellen muss: Elfenprinz Nuada (Luke Goss) will die legendäre „goldene Armee“ entfesseln, um die Menschheit zu unterjochen. Hierzu braucht er den letzten Teil einer magischen Krone, mit dem seine Schwester durch die verwinkelte Unterwelt der Stadt flieht. Können Hellboy und seine Mitstreiter (Doug Jones, Selma Blair u.a.) ihn aufhalten?
Die von del Toro selbst verfasste Story des neuen Höllenjungen-Abenteuers ist kaum oscarverdächtig, als Aufhänger für allerlei atmosphärischen Fantasyrabatz aber prinzipiell einwandfrei tauglich und bietet darüber hinaus ausreichend Raum, auch Hellboys Privatleben und menschliche Zwischentöne zur Geltung kommen zu lassen. Dass das hin und wieder auf Kosten des Tempos geht, mag man del Toro angesichts einiger sympathischer Momente verzeihen, den enttäuschenden Gesamteindruck seines Werks allerdings nicht.

Könnte man noch darüber hinwegsehen, dass die Handlung nicht ganz an die trashige Abgedrehtheit des Erstlings herankommt, so stößt das Verständnis bei ihrer monotonen Umsetzung an seine Grenzen: Nichts scheint Guillermo del Toro in „Hellboy 2“ wichtiger gewesen zu sein, als ein Monster nach dem anderen aus dem Hut zu zaubern und ein einziges Schaulaufen von mehr oder minder kreativ designten Creaturehorden auf Zelluloid zu bannen. Das Freakinventar reicht dabei von garstigen Mini-Flugviechern namens „Zahnfeen“ über zottelige Trolle bis zu einem tentakeligen Waldgott, geht aber nicht nur auf die Dauer tierisch auf die Nerven sondern lässt allzu oft auch optische und designtechnische Attraktivität vermissen: Neben einigen wirklich genial erdachten, atmosphärisch glänzenden Kreaturen tummeln sich reihenweise wahlweise furchtbar schlicht und einfallslos wirkende oder zu ütertrieben und lächerlich daherkommende Ungeheuer.

Hellboys Kämpfe gegen dieselben sind zumeist wenig aufregender over-the-top-Effektbombast, aus dem lediglich die Fights von und gegen Elfenprinz Nuada himself positiv herausstechen: Der hat scheinbar eine exzellente Martial-Arts-Schule besucht und wirbelt mit Speeren, Schwertern, je nach Bedarf modifizierbaren Fantasy-Dolchen sowie spektakulären Kampfkunstmoves durch ausgezeichnet choreografierte und eingefangene Schnetzelgewitter, die klar die raren Highlights des Streifens markieren. Atmospärisch liefert del Toro gewohnt soliden Standard, hat mit düster-glitischiger Katakomben-Unterwelt schließlich auch seine Lieblingslocations vor der Linse, herausragendes Flair entfaltet sich jedoch nur in verschiedenen Einzelsequenzen.

Besonders negativ macht sich dagegen der Mangel an überzeugendem Witz bemerkbar: Freilich gibt Ron Perlman seinen Höllenjungen, den man beinahe schon als seine Paraderolle bezeichen könnte, mit der bereits aus dem Vorgänger bekannten Coolness und Charme, brauchbare Oneliner legt ihm das Skript abgesehen von der „O, Kacke“-Routine aber allzu selten in den Mund. Highlight ist ein im Zusammenhang mit einem neuen deutschen Vorgesetzten vorgebrachter „SS“-Spruch. :mrgreen: Schauspierisch schlägt sich auch der restliche Cast wacker, wobei das absolute Gros der beteiligten aber ohnehin hinter Monster-Makeup versteckt und das menschliche Figureninventar von verschwindend geringer Bedeutung ist.

Fazit: Guillermo del Toros Sequel zum soliden 04er Fantasytrash „Hellboy“ enttäuscht als inhaltlich lediglich passable und als reines, selbstverliebts Creature-Schaulaufen auf die Dauer tierisch lahmes Comickino, das ein gewohnt souveräner Ron Perlman, einige chice Martial-Arts-Fights und vom Regisseur routiniert evozierte Atmosphäre nicht in ausreichendem Maß retten können, zumal auch der Dialogwitz weitgehend enttäuschend ausfällt. 12-jährige sind vom lächerlichen Nonstop-Monsterrabatz zweifellos begeistert, ich bin es nicht.

:liquid4:

Seit 16.10.2008 läuft "Hellboy II" in den deutschen Kinos.
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Beitrag von Vince » 19.10.2008, 23:10

In Hannibals Thread bahnte sich ja schon dezent eine Diskussion an... wo ich den Film ja selbst mal wieder noch gar net gesehen hab und ins Blaue argumentiere... ich sollte das mal lassen. :lol:

Deswegen kurz und knapp: schöne Kritik, aber meine Prognose sieht so aus, dass ich den wohl viel besser finden werde. Aber man wird sehen. ;)

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Beitrag von Hannibal » 20.10.2008, 00:01

Vince hat geschrieben:In Hannibals Thread bahnte sich ja schon dezent eine Diskussion an... wo ich den Film ja selbst mal wieder noch gar net gesehen hab und ins Blaue argumentiere... ich sollte das mal lassen. :lol:

Deswegen kurz und knapp: schöne Kritik, aber meine Prognose sieht so aus, dass ich den wohl viel besser finden werde. Aber man wird sehen. ;)
Sehr schöne Review, Ed! Und die Kritikpunkte sehen bei uns ja sehr ähnlich sein.
Hör auf die Pfeife zu verteidigen, Vince! ;-) Ich bin mir ziemlich sicher, dass du den nicht viel besser finden wirst. Wenn mehr als ne :liquid6: aus Aachen kommt, dann.......hm, ich glaube ich lass den "Kiste Bier"-Spruch besser ;-)

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Beitrag von freeman » 20.10.2008, 08:40

Oh wow ... also mein Fazit wird DEUTLICH wohlwollender ausfallen ... Habe anscheinend nen anderen Film gesehen ... Komisch ...

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Vince » 20.10.2008, 10:23

freeman hat geschrieben:Oh wow ... also mein Fazit wird DEUTLICH wohlwollender ausfallen ... Habe anscheinend nen anderen Film gesehen ... Komisch ...
HA! Wusste ich doch, uffn freeman kann man sich halt manchmal verlassen. ;)

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Beitrag von McClane » 20.10.2008, 10:29

Pfff, jetzt bezeichnen die Joha-Fans del Toro Filme als Trash... irgendwie haben wir wohl ne andere Definition des Begriffs. Andere Geschmäcker scheinbar auch :D

Hellboy

Schöner Fantasyactionfilm mit ureigenem Humor (groß: Hellboy redet mit einem Kind über Beziehungsprobleme), schicker CGI-Action und reichlich coolen Sprüchen - deshalb tunlichst im O-Ton schauen. Da stört es dann auch nicht, dass die Story relativ wenig hergibt und kaum Wendungen besitzt, einfach ein toller Augen- und Ohrenschmaus mit einem schrägen wie sympathischen Hauptcharakter.

gute :liquid7:

Hellboy II

Man merkt, dass del Toro nach "Pans Labyrinth" mehr Freiheiten besaß, also tobt der Mann sich hier wesentlich mehr aus, was Creature Design angeht und optischen Bombast. Die Viecher sind phantasievoller, wobei das teilweise schon "Pans Labyrinth"-Selbstzitat ist (und Luke Goss spielt seine "Blade 2"-Rolle quasi erneut). Wieder wunderbar abstruse Szenen (das Besäufnis plus Duett von Abe und Hellboy), mehr Blick auf die Charaktere, dafür etwas zielloser und weniger temporeich als der erste. Den mochte ich persönlich etwas lieber, aber da kommt es auf die Gewichtung an (gerade die "Pans Labyrinth"-Fans feiern "Hellboy II" deutlich stärker ab).

:liquid7:
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Beitrag von Ed Hunter » 21.10.2008, 00:06

McClane hat geschrieben:Pfff, jetzt bezeichnen die Joha-Fans del Toro Filme als Trash... irgendwie haben wir wohl ne andere Definition des Begriffs. Andere Geschmäcker scheinbar auch :D
Joha-Filme sind ja auch Trash imo, nur auf ne andere Art :wink: Und von del Toro sind die "Hellboy"s auch die einzigen, die ich so bezeichnen würde. :wink: Muss endlich mal "Pan's Labyrinth" sichten, im Grunde mag ich den del Toro ja...
und beim 1er liegen wir jetzt nicht so weit auseinander von der Meinung/Wertung her...

@Hannibal: Schön, dass wir uns einig sind. :)

@freeman: Bin gespannt. :wink:

@Vince: Bin ebenfalls gespannt, was du nun sagts, wenn du ihn gesehen hast...
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Beitrag von daemonicus » 22.10.2008, 19:08

Ich glaub bald die haben die Witze aus dem Original wohl eingedeutscht. Der Humor war teilweise echt nett. Mir war er einfach zu kitschig mit dem ganzen Liebesgeschwurbel. Trotzdem knappe 7.

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Beitrag von The Punisher » 01.03.2009, 17:49

Hellboy II: Die goldene Armee :liquid6:

Nach dem grandiosen ersten Hellboy ziemlich enttäuschend, dünne Handlung, recycelte Pans Labyrinth Figuren (obwohl ich mir das schlimmer vorgestellt habe) und selbst die Synchronsprecher haben wohl keine rechte lust gehabt. Bei HB, Liz und Abe klang es ziemlich lustlos Synchronisiert, die anderen Synchronsprecher hingegen haben ihre Sache recht ordentlich gemacht
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Beitrag von Hannibal » 01.03.2009, 18:04

The Punisher hat geschrieben:Hellboy II: Die goldene Armee :liquid6:

Nach dem grandiosen ersten Hellboy ziemlich enttäuschend, dünne Handlung, recycelte Pans Labyrinth Figuren (obwohl ich mir das schlimmer vorgestellt habe) und selbst die Synchronsprecher haben wohl keine rechte lust gehabt. Bei HB, Liz und Abe klang es ziemlich lustlos Synchronisiert, die anderen Synchronsprecher hingegen haben ihre Sache recht ordentlich gemacht
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Beitrag von LivingDead » 15.03.2009, 12:15

Hellboy II: Die goldene Armee

Wenn es darum geht ein Universum voll mit phantastischen Fabelwesen und Kreaturen zu entwerfen, so ist Guillermo Del Toro genau der richtige Mann. Und mit "Hellboy" verfilmt er zugleich sein Lieblingscomic in das er genug Herzblut steckte, dass es auch das Publikum merken dürfte, wie leichtfüßig - erzählerisch vielleicht etwas hinkend - sich diese Comicwelt offenbart. Die Effeke sind dabei (im Gegensatz zum ersten Teil) völlig State of the Art und die Kreaturen nach dem Erfolg von "Pans Labyrinth" noch fantasievoller. Der Film ist ein visueller Augenschmaus sondergleichen. Dass die Geschichte dabei zweitrangig ist, muss man aufgrund des immensen Unterhaltungsfaktors ersteinmal verschmerzen können. Viele Erzählstränge verlaufen im Nichts und einige romantische Ansätze werden vielleicht etwas zu kitschig in die ansonsten so drollige Geschichte lanciert.
Insgesamt ein optischer Hochgenuss mit einigen Abzügen in der B-Note. Reicht aber locker noch für knappe:
:liquid7:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von Vince » 23.09.2009, 07:27

Hannibal hat geschrieben: Hör auf die Pfeife zu verteidigen, Vince! ;-) Ich bin mir ziemlich sicher, dass du den nicht viel besser finden wirst. Wenn mehr als ne :liquid6: aus Aachen kommt, dann.......hm, ich glaube ich lass den "Kiste Bier"-Spruch besser ;-)
Hm schade, vorerst bleibst du im Recht; typischer Fall von "more of the same". Mehr Fantasygedöns, mehr coole echte Kostüme anstatt von CGI (was sehr gut ist), mehr Hellboy, mehr Katzen, mehr Liebe, mehr Böses. Ein bisschen Weiterentwicklung im "Spiderman 2"-Stil macht sich breit, aber nicht so viel, dass man ruhigen Gewissens von einer Handlungsfortsetzung reden könnte. Einen "Wow"-Effekt weiß del Toro nie einzubauen, "Hellboy II" ist gut darin, sämtliche Erwartungen des Publikums einzulösen - und das kann langweilig wirken. Es ist souverän gemacht, das ist soweit aber auch alles Daher noch
:liquid5:
, aber "Hellboy" hatte bei Erstsichtung einen ganz ähnlichen Effekt auf mich, nur um dann in seiner angenehmen Schlichtheit mit jeder weiteren Sichtung zu gewinnen. Ähnliches halte ich für "Hellboy II" auch nicht als ausgeschlossen.

Hab mir btw. die Box geholt, was ich eigentlich nicht machen wollte, aber die 28 Euro auf dem Preisschild haben mich so angelächelt...

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Beitrag von Dr Dolph » 23.09.2009, 14:51

Ich würde beiden eine 8 geben, imo Unterhaltungskino pur das einfach Spaß macht. Beide habe ich im Kino gesehen und bei Beiden wurden meine Erwartungen übertroffen.
Während ich beim ersten mehr als nur skeptisch war, dachte ich zwar das der Zweite nett, aber nicht so richtig zünden würde. Falsch gedacht, ich finde den sogar ein Ticken besser.

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Beitrag von Hannibal » 23.09.2009, 15:06

Vince hat geschrieben:
Hannibal hat geschrieben: Hör auf die Pfeife zu verteidigen, Vince! ;-) Ich bin mir ziemlich sicher, dass du den nicht viel besser finden wirst. Wenn mehr als ne :liquid6: aus Aachen kommt, dann.......hm, ich glaube ich lass den "Kiste Bier"-Spruch besser ;-)
Hm schade, vorerst bleibst du im Recht; typischer Fall von "more of the same". Mehr Fantasygedöns, mehr coole echte Kostüme anstatt von CGI (was sehr gut ist), mehr Hellboy, mehr Katzen, mehr Liebe, mehr Böses. Ein bisschen Weiterentwicklung im "Spiderman 2"-Stil macht sich breit, aber nicht so viel, dass man ruhigen Gewissens von einer Handlungsfortsetzung reden könnte. Einen "Wow"-Effekt weiß del Toro nie einzubauen, "Hellboy II" ist gut darin, sämtliche Erwartungen des Publikums einzulösen - und das kann langweilig wirken. Es ist souverän gemacht, das ist soweit aber auch alles Daher noch
:liquid5:
Ich grinse gerade zufrieden über's ganze Gesicht ;-)

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Beitrag von Alrik » 30.01.2010, 00:32

Ich musste es eben noch mal feststellen und muss es nun mal fragen.
Ist es im Bereich des Möglichen das es von Hellboy I ZWEI Versionen gibt?!
Denn ich bin mir wrklich sicher das in der Videoversion, Rasputin aus dem Blut emporsteigt und die Frau verdutzt schaut weil er KEINE Augen hat. Später gab es noch eine Szene wo sie ihm Glas Augen gab, und am Schluss als das Monster begann aus seinem Körper zu schlüpfen noch einen Moment wo eines von Rasputins Augen herausfällt und Hellboy drauf tritt. :shock:
Im Fernsehen jedoch hat Rasputin bereits eigene Augen als er aus dem Blut emporsteigt und von dem Rest ist auch nichts mehr zu sehen an Szenen bzw Takes. Bin ich grad paranoid oder bild ich mir das nur ein oder wie ist das möglich? Wenn ja...WARUM ist das so?? :shock:
"Rourke vor Gericht bringen? Ja sicher...und wenn ich dieses Wunder vollbracht hab schlage ich Gott K.O."

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Beitrag von gelini71 » 30.01.2010, 07:01

Alrik hat geschrieben:WARUM ist das so?? :shock:
Ganz einfach - auf der DVD war der DC :wink:
Pro7 zeigt idR nur die Kinofassung - schauste mal hier
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Beitrag von Alrik » 30.01.2010, 11:25

Da merk ich grad wie lang ich die Videofassung nicht mehr gesehen ^^
Ich hatte soweit nur noch das mit den Augen in Erinnerung bzw fiel mir auf.
Aber da ich bislang nicht wußte das es einen Directors Cut gibt, kein Wunder.
Danke für den Link :)
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Beitrag von gelini71 » 30.01.2010, 13:42

Kein Ding - Ich war aber immer der Meinung das das mit dem DC auf der DVD allgemein bekannt sei.
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Beitrag von Alrik » 30.01.2010, 23:16

passenderweise läuft grad der DC auf Pro 7 ^^

und Daredevil war ja sowas von zerstückelt -.-
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Beitrag von Cinefreak » 11.05.2012, 09:19

Hellboy II

Für einmal gucken doch letztlich ganz anständig gewesen. Streckenweise etwas arg redselig, aber ein paar feine Actionszenen, wie z. B. die Straßenschlacht in der Mitte, sowie ein paar ganz schöne Emotionsszenen entschädigen dafür ganz gut. Trotzdem etwas kompakter wäre besser gewesen für meinen Geschmack.

:liquid6: bis :liquid6:,5 etwa, im direkten Verg. mit dem ersten Teil fand ich ihn glaube ich sogar geringf. besser
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Re: Hellboy + Hellboy II - Die goldene Armee

Beitrag von McClane » 11.04.2019, 08:26

Hellboy - Call of Darkness

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Originaltitel: Hellboy
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2019
Regie: Neil Marshall
Darsteller: David Harbour, Milla Jovovich, an McShane, Daniel Dae Kim, Alistair Petrie, Sasha Lane, Thomas Haden Church, Penelope Mitchell, Sophie Okonedo, Brian Gleeson, Kristina Klebe u.a.

„Hellboy – Call of Darkness” rebootet die Reihe um den Dämonen und paranormalen Ermittler mit David Harbour in der Titelrolle und Neil Marshall als genreerfahrenem Regisseur. In diesem Film bekommt es Hellboy es mit der von Milla Jovovich gespielten Hexe Nimue, der Blutkönigin zu tun, deren finstere Pläne er durchkreuzen muss.

Knappe :liquid5:

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Re: Hellboy + Hellboy II - Die goldene Armee

Beitrag von SFI » 11.04.2019, 17:37

Mehr hab ich nach den Trailern auch nicht erwartet. Kann mir zudem nicht vorstellen, dass der am Boxoffice was reißt.

Edit: https://www.rottentomatoes.com/m/hellboy_2019
aktuell 12%
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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Re: Hellboy + Hellboy II - Die goldene Armee + Hellboy: Call of Darkness

Beitrag von Vince » 13.04.2019, 07:58

Ich muss McClane leider weitestgehend Recht geben, ditte war nüscht. Obwohl ich nicht ausschließen würde, dass sich das Ding im Heimkino zum Guilty-Pleasure-Erlebnis entwickeln wird.

:liquid4:

Meine ausführliche Meinung steht jetzt unter McClanes Kritik auf der Hauptseite.

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