Die Insel der Abenteuer
Ärm ja, da hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet. Das Ergebnis ist quietschbunt und so offensiv auf Kinderfilm getrimmt, dass es teils schon ziemlich anödet. Obendrein wird die Storyline um Jodie Foster, die auf der Insel eintrifft, um dem Mädel bei der Suche nach ihrem verschollenen Vater Gerard Butler zu helfen, erstaunlich spät (zu spät) gezündet, weshalb der ursprünglich im Film vermutete Abenteueransatz niemals ankommt! Das Ergebnis ist kindertaugliches Hollywoodentertainment der belanglosesten Sorte mit einem immerhin beherzt aufspielenden Starensemble und einigen erstaunlich misslungenen Effektszenen ...
History Boys
Wenn mir einer erklären könnte, was dieser Film nun eigentlich sein will, wäre ich echt dankbar. Club der toten Dichter? Coming of Age? Gesellschaftsirgendwas? Keine Ahnung. Der Film weiß es auch nicht und mäandert dementsprechend mit viel gestelztem Schauspiel vor sich hin, ohne den Zuschauer wirklich zu erreichen. Langweilig!
Dead Mary
Sehr garstige Bloody Mary Variante, die mit wirklich starken, teils fast schon suggestiven Bildern den Zuschauer gefangennimmt und auf eine zunehmend irrer werdende Reise mitnimmt. Die Darsteller sind mit Spaß bei der Sache, die Geschichte wird mit Schmackes präsentiert und das Tempo stimmt nach verhaltenem Start absolut. Dieser Film hat mich echt erstaunt ...
Inside
Boah!!! Also dieser Film ist für Scheren das, was der Weiße Hai fürs Schwimmen in den Weltmeeren war. Himmel Herrgott, was die Beatrice Dalle in dem Film mit den gewöhnlichsten Gebrauchsgegenständen anstellt, ist absolut grenzwertig und dass man allgemein ein klitzekleines Problem mit diesem Streifen bei den diversen Prüfbehörden hatte, kann ich irgendwie nur nachvollziehen. Dabei gelingt es dem Film absolut genial, die teils harschen und urstbrutalen Splattereffekte sinnig in den Film zu integrieren, ohne dass selbige zu aufgesetzt wirken würden. Eher gehen sie mit der urst genialen, zum Schneiden dichten Atmosphäre eine spitzen Symbiose ein, die den Zuschauer einiges abverlangt. Vor allem die brachial verstörende Szene um den Polizisten, dem mit einem Gummigeschoss aus nächster Nähe die Schädelinnereien zermatscht wurden, so dass er sich irgendwann vollkommen irrational gegen die zu beschützende Frau stellt und eine Art Sturzgeburt einleitet, schnürt einem in ihrer ausweglosen Inszenierung vollkommen den Atem ab und lässt einen nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln. Grandios ist auch das Tempo des Filmes. Keine 15 Minuten nach Filmbeginn geht die Post ab. Zunächst düster bedrohlich, dann zunehmend wuchtig brachial. Die Darsteller gefallen und selbst die Tatsache, dass alle 5 Minuten jemand zum Sterben vorbeigeguckt kommt, fällt nicht negativ auf. Ganz großes Terrorkino mit Sturzbächen von Blut, das eigentlich nur einen Makel hat: Das CGI Baby geht imo gar nicht!
In diesem Sinne:
freeman