Es zeigen sich im Grunde die gleichen Symptome, die dann später auch das Remake vorwies: Die suspensehaltige, einmalige Stimmung des Originals wird zugunsten einer effekthascherischen, dynamischen Psycho-Tour de Force geopfert. Nach einer von der Konstruktion her gar nicht mal so ungeschickten Einleitung wird schon die erste Szene danach durch unnötige "Placebo-Schocks" (Verfolgerperspektive, die sich damit auflöst, dass da eigentlich nur ein Vertrauter näherkommt) künstlerisch verschandelt.
Hinzu kommt noch die Problematik, dass - StS hat es schon ausgeführt - die Situation im Sequel viel zu unwahrscheinlich ist. Das geht soweit, dass der Überlebende aus dem ersten Teil behauptet, das sei irgendwie der gleiche Killer - er sehe halt nur anders aus.
Die nicht uninteressante Tatsache, dass ein vermeintlicher Hauptdarsteller irgendwann unerwartet stirbt und ein anderer seinen Platz einnimmt, wird durch zu hektisches und wenig durchdachtes Spiel mit der Umgebung wettgemacht. Anlehnend an die Vorgehensweise des Killers im Original wird hier eine Szene nach der anderen hergerichtet, die den Protagonisten schwer in den Verdacht zieht, selbst die Morde begangen zu haben - und das ohne jeglichen Sinn und Verstand.
Jake Busey ist psychologisch gesehen für die Rolle nicht im geringsten zu gebrauchen, er bringt allenfalls die rein physiognomischen Anlagen für einen B-Movie-Killer mit, der eben nur ein schön breites Haifischgrinsen haben muss und nicht mehr.
Insofern eine in Ansätzen bemühte, aber letztlich komplett falsch angepackte Fortsetzung, die dem original nicht gerade schmeichelt.







