Outlander

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Outlander

Beitrag von SFI » 30.06.2009, 19:48

Land: USA 2008
Regie: Howard McCain
Cast: James Caviezel, Sophia Myles, Jack Huston, John Hurt, Ron Perlman
TRAILER -> 720p Download

Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 709 nach Christus: Inmitten einer Wikingerfehde stürzt der Raumfahrer „Kainan“ auf die Erde ab, im Gepäck ein tödliches Alien, namens „Moorwen“. Zusammen mit den Wikingern gilt es nun dieses mordlustige Wesen zu töten.

Kritik:
Nach dem soliden "13. Krieger" musste man recht lange auf weitere vielversprechende Wikinger Action warten, leider enttäuschte dann 2007 ausgerechnet das potentielle Brett „Pathfinder“ auf ganzer Ebene. Interessanterweise sollte ja erst Karl Urban die Rolle des Outlanders übernehmen, lehnte diese aber zu Gunsten von „Pathfinder“ ab. Im Vergleich zu McTiernans 160 Mio. $ Big Budget Produktion, war „Outlander“ mit verursachten Kosten von 50 Mio. $ vergleichsweise recht günstig und darf daher auch eher als hochwertiges B-Movie, denn als Blockbuster verstanden werden.

Der Streifen macht dann von Beginn an auch einiges richtig, was in ähnlichen Filmen und TV- Serien rund um Außerirdische meistens ignoriert wird. Hier spricht der Held nämlich nicht von Beginn an O-Ton, sondern hat konsequenterweise seine eigene Sprache. Erlernte der 13. Krieger „Ibn“ die Sprache der Wikinger noch durch einfaches Zuhören, beamt sich „Kainan“, so der Name des Outlanders, diese per Netzhautscan ins Gehirn, was auch nicht ohne Nebenwirkungen bleibt. Auch die Gepflogenheiten und die Nahrungsmittel wirken fremd und so weiß „Kainan“ erst einmal nicht, was er mit einem Pferd so anstellen soll.

Die Story ist dann auch recht schnell erzählt und bedient sich bekannter Wendungen und Klischees allen voran der Dorfschönheit, die ihren Verehrer nicht heiraten will und sich dann natürlich in den „Outlander“ verliebt. Dieser (… natürlich hat er im Vorfeld die Familie verloren) wird erst einmal von den Wikingern gefangen genommen, darf sich aber schon recht schnell als „Insider“ fühlen und zusammen mit den Nordmännern in den Krieg ziehen. Dabei erinnert vieles und letztendlich auch die Suche nach dem Feind an den „13 Krieger“ ohne jedoch ein billiger Abklatsch zu sein.

Natürlich fallen dessen Production Values um einiges hochwertiger aus, was sich aber letztendlich bei „Outlander“ lediglich an den FX-Shots rund um die SciFi Komponente festmachen lässt, die man beim Banderas Vehikel ja auch nicht vorfindet. Der Drache und dessen Interaktion mit den Wikingern sowie die Szenen auf Kainans Heimatwelt, können ihre CGI Herkunft dann auch nicht verbergen, wirken aber auch nicht trashig wie in einigen anderen B-Movies der letzten Zeit, z.B. „Mutant Chronicles“. Die restlichen Sets und Kulissen sind gelungen wenn auch zweckorientiert, spiegeln aber gut das raue und kalte Norwegen wieder. Einige kurze Kamerafahrten sorgen dann zudem noch für tolle Landschaftsbilder. Die Optik ist ebenfalls hochwertig, auch wenn die blauen Farbfilter mittlerweile schon inflationär benutzt werden.

Die Action ist gut verteilt, in Anbetracht der Thematik und der geringen Wikingeranzahl zwar nicht übermäßig spektakulär, aber durchweg unterhaltsam und schön choreographiert. Dafür gibt es einige recht blutige und rohe Scharmützel, die sich zwar recht häufig in der Dunkelheit abspielen, aber trotzdem die FSK erfreuen dürften.
Schauspielerisch sieht es auch recht gut aus, James Caviezel gefällt in der Rolle des Outlanders, Sophia Myles sieht gut aus, Ron Perlman ist trotz des kurzen Auftrittes einfach eine coole Sau und als Überwikinger richtig Furcht einflößend. Der restliche Cast ist ebenfalls sehr solide und widmet sich den Genre üblichen restlichen Charakterparts.
Musikalisch sieht es ebenfalls sehr gut aus, der Score ist zwar kein Frontalbrett, aber eine durchweg schöne orchestrale Nummer, die in einigen pathetischen Szenen, vor allem dem obligatorischen Heldenende durchaus für Gänsehaut sorgt.

Fazit:
Zusammenfassend ist Outlander ein guter Genremix geworden, der durchweg ohne große Längen zu unterhalten weiß und in seiner Gesamtperformance an alt bekannte Männerfilme rund um Verbrüderung und roher Gewalt erinnert. Durchaus sehenswert!

:liquid7:

Die US DVD ist seit dem 19.05.2009 erhältlich, eine RC2 (UK) erscheint am 17.08.2009. Über einen deutschen Release ist mir bisweilen nichts bekannt.
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Beitrag von StS » 30.06.2009, 22:03

"der 13. Krieger" meets "Beowulf" meets Uwe Boll ("In the Name of the King" meets "Alone in the Dark")

Ziemlicher trashiger Streifen mit schwachen CGI-F/X und so ziemlich jedem Klischee im Buch (der Outlander hat Frau und Kind verloren, es gibt entsprechende Rückblenden, einen weisen König mit einer emanzipiert-rebellischen Tochter, die sich natürlich in den Outlander verliebt... etc pp). Zwar gefühlte 15 Minuten zu lang, mit einem gewohnt agierenden JC (inklusive all seiner Vor- und Nachteile) sowie mit einem durchaus LOL-igen Showdown (insgesondere ein gewisser Sturz... wiederum waren da die Effekte Schuld) - aber mit einem einem coolen Ron P. in einer Nebenrolle und einem durchaus passablen Unterhaltungswert. Kann man sich ansehen - ist aber DTV gut aufgehoben... ;)

:liquid5:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 30.06.2009, 22:16

ich halte mich an SFI, hab bock auf den Film :D
Wollt Ihr 'nen Ritt auf meinem Discostick?
Putzt euch die Zähne mit 'ner bottle of shit
Nein Mann ich will noch nicht gehen
Ich will weiter auf dich schiffen
Solang bis du erkennst
Dass meine Pisse keine Fanta ist :D
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Beitrag von C4rter » 30.06.2009, 23:10

Der Trailer zu "Outlander" versprach eine Unterhaltsame Mischung zwischen Predator, 13th Warrior und The Relic. Der Beginn geht auch genau in diese Richtung, tolle Atmossphäre, gute Action, ganz nette Charaktere. Leider verliert sich der Film dann immer mehr. Zunächst einmal fehlte mir irgendwie der Sci-Fi Anteil. Der Outlander verliert seine Sci-Fi Waffe direkt zu Beginn und von da an verwendet er auch, wie die Wikinger, nur Schwerter und Äxte. Die Actionszenen werden mit der Zeit irgendwie eintönig, die Kreatur konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Das Viech erinnert stark an "Das Relikt", aber gegen dieses Viech in "Outlander" zu kämpfen erzeugt nie die Spannung von dem Film "Das Relikt" oder gar "Predator". Die Kämpfe sind langweilig und das Finale interessiert dann kaum noch.
Dazu vertrödelt der Film Zeit mit peinlichen Spielchen, die wohl im Drehbuch dazu da sein sollten Gebräuche der Wikinger zu zeigen und die Beziehung zwischen dem Outlander und den Wikinger zu verbessern. Im Film wirken die meisten dieser Szenen aufgesetzt und störend. Der Film schwankt immer zwischen knallhart und albern. Eine durchgehend düstere Atmosphäre ohne komische Spielchen wäre viel überzeugender gewesen. Durch viele unnütze Szenen sind die 115 Minuten Spielzeit viel zu lang. 90-100 Minuten hätten es allemal getan und der Film wäre so viel straffer inszeniert gewesen. Schade das "Outlander" einiges falsch macht, trotzdem ist er kein Totalflop. Die Atmosphäre ist nichts desto trotz noch nett und die Sets wissen zu gefallen. Auch gibt es in den Kämpfen einige nette Effekte zu bestaunen. Alles in allem viel verschenkt aber ein paar Sachen konnten gerettet werden.

:liquid6:

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Beitrag von freeman » 01.07.2009, 08:42

Auf jedem Fall mal wieder eine feine Arbeit vom Forenopa Liquid! Könntste öfters machen ;-)

Auf den Film freu ich mich ... Wikinger gehen immer ... also ausser die vom Bully ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 01.07.2009, 09:51

Ich hab echt abgefeiert im Kino... ist kein wendungsreicher oder intelligenter Film, hat aber ordentlich Tempo und macht durchweg Spaß - zumal er sogar recht durchdacht daherkommt (z.B. das Gerät, welches dem Outlander die Sprache beibringt oder die Tatsache, dass er seine Geschichte direkt in die Wikinger-Mythologie um Drachen und Co. verpackt). Die Actionszenen sind eine echt gelungene Mischung aus CGI-FX und Handgemachten, die Darsteller durch die Bank weg OK. Etwas unschön ist das dick aufgetragene Ende und die Subplots sind auch kaum der Rede wert, aber das macht auch nicht viel aus.

:liquid7:
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Beitrag von C4rter » 01.07.2009, 09:57

McClane hat geschrieben:zumal er sogar recht durchdacht daherkommt (z.B. das Gerät, welches dem Outlander die Sprache beibringt
Das fand ich blöd. Bei 13th Warrior war das erlernen der Sprache und die Sprachliche-Differenz ein wichtiger Faktor. Hier ist das vollkommen beduetungslos

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Beitrag von McClane » 01.07.2009, 10:02

Zu dem Film hätte es aber nicht gepasst... bei "Der 13te Krieger" haben sie ja die Reise Zeit. Soll der Outlander erst wochenlang Sprachkurse nehmen, während das Biest seelenruhig Leute verfrühstückt?
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Beitrag von C4rter » 01.07.2009, 10:33

McClane hat geschrieben:Zu dem Film hätte es aber nicht gepasst... bei "Der 13te Krieger" haben sie ja die Reise Zeit. Soll der Outlander erst wochenlang Sprachkurse nehmen, während das Biest seelenruhig Leute verfrühstückt?
Ach komm, peinlicher als ein Sprachkurs waren doch eher diese komischen Spielchen da, dieses Schild-Laufen und so. Fand ich ebenso unpassend wie einen "Sprachkurs"

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Beitrag von SFI » 01.07.2009, 10:35

THX, ja freeman ich versuche es, aber ich bin einfach schreibfaul! :lol:

Zum Thema Sprache: Wie ich jetzt gelesen habe, spricht der Outlander gar nicht outländisch :( :lol: , sondern es wurde ein isländischer Dialekt für seine Sprache benutzt. Ansonsten fand ich die Idee wie geschrieben ganz gut, Universal Translater gibts eh nur in Star Trek und vom ersten Spacedock sind die Wikinger noch ca. 1400 Jahre entfernt. :lol:
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Beitrag von freeman » 25.01.2010, 08:52

Predator trifft den 13ten Krieger und das auf unerhört unterhaltsame Art und Weise. Zwar werden durchweg alle Klischees kolportiert, die man aus ähnlichen Filmen bereits kennt, allerdings hat man nie das Gefühl, dass dies unbeholfen oder ungekonnt geschehen würde. Vielmehr spürt man, dass hier wer am Werk war, der Spaß an dem hatte, was er da fabrizierte. Die Optik war passabel - da war deutlich mehr drin, vor allem ein zwei Farbfilter weniger wären net verkehrt gewesen -, die Darsteller gefielen (wobei die Wikinger den Caviezel teils ordentlich an die Wand gespielt haben) und die Special Effects fand ich von kleinen Ausrutschern abgesehen gar net so verkehrt, zumal mir das Design des Viechs (irgendwo ein Verwandter vom Relikt) sehr gut gefiel. Leider leider verpasste man selbigen auch noch einen Hintergrund, der es irgendwann schwer machte, für die Wikinger die Daumen zu halten ... da reicht mir ehrlicherweise dann doch eine simple "Das ist voll die Tötungsmaschine Mythologie" - die tränenreiche "es rächt sich nur" Plattitüde finde ich da vom Involvement her ziemlich daneben.
:liquid7:

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 25.01.2010, 10:09

Mir hat der Film ja deutlich besser gefallen als DER 13.KRIEGER, den ich für völlig überbewertet halte. Gute :liquid7: sind auf alle Fälle drin.

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Beitrag von MasonStorm » 23.02.2011, 14:01

Ich hab den Film nun schon zum dritten Mal gesehen und er rockt meiner Meinung nach mit jedem Mal ein bisschen mehr. Die Kritik an den Effekten, von der man mancherorts liest, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Bis auf ein, zwei Stellen sieht das alles klasse aus. Und das Biest an sich gefällt mir ebenfalls richtig gut. Vielleicht bin ich aber auch einfach sehr genügsam in dieser Hinsicht :wink:
Auch ansonsten macht der Film eigentlich fast alles richtig, er ist sympatisch besetzt und auch sehr atmospärisch gefilmt.

:liquid8:

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Beitrag von MarS » 31.03.2016, 10:17

Ich reihe mich hier bei den positiven Stimmen zu Outlander ein. Die Mixtur aus SciFi, Fantasy und Monsterhatz ist äußerst kurzweilig und optisch sehr ansprechend umgesetzt. Das Monster kann sich auch heute noch sehen lassen. Einzig die Erinnerungszene mit dem zerstörten Planeten empfand ich nicht ganz gelungen (aber ansehbar). Die Problemfelder sind null Innovationen und das Runtergedresche von Klischees. Dafür ist Outlander aber richtig unterhaltsam und bietet einem mit dem Monster das, was ich bei dem "13. Krieger" erwartet hatte. :liquid7:

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