Filmtagebuch: freeman
Moderator: SFI
Trade
Wichtiges Thema, wichtiger Film wegen dem wichtigen Thema, ABER net DER Film zum Thema. Man spürt, dass er viel Wut im Bauch hat und es gelingen auch großartige Einzelszenen, im Großen und Ganzen ist er aber zu glatt, zu amerikanisch (die Bullen greifen nur ein, weil ein Ami in Gefahr ist
) und zu pc (am Ende bekommen alle Lumpenhunde, was sie verdienen - hallo Realität ;-) ). Auch die Grundstruktur eines verhinderten Buddymovies gefiel mir gar nicht, zumal die Chemie zwischen Kline und Jorge sehr spröde war. Dafür ist die Optik gelungen, die musikalische Untermalung passend (wenn auch kitschig bis zum Anschlag) und wie gesagt, ab und an bekommt man schon Gänsehaut ... alleine die Szene mit den Eieruhren ist unglaublich intensiv ...

The Andromeda Strain
Ein TV Movie aus der Ridley und Tony Scott Schmiede von Mikael Salomon nach Michael Crichton? Da bin ich dabei und sah einen für TV Verhältnisse mehr als ordentlichen Zweiteiler, der sich erfrischenderweise mal ausschließlich auf die Grundstory beschränkt und keine sinnlosen Nebenschauplätze ala Romantikgeturtel usw. einführt. Stattdessen wird das Tempo beständig hochgehalten und fürs Pantoffelkino überdurchschnittlich druckvolle Action abgefeuert. Die Bilder passen ebenfalls (Salomon hats einfach raus, leider versauert er ja derzeit im TV Bereich!) und die Darsteller sind in Ordnung. Beim Wissenschaftsblabla wirds zwar ab und an sehr geekig, ab und an ist man als Zuschauer dem Film aber auch ein wenig voraus (ich sag nur Binärcode), weswegen man auch seine Erfolgserlebnisse bekommt ;-). Selbst die Computereffekte machten was her und die Akte X Einschübe gegen Ende wussten ebenfalls zu gefallen. Für ein TV Movie mehr als prall!

Quarantäne
Da guck ich lieber [REC]
... was das Remake dem Original voraus hat: Weniger Overacting (wobei Jennifer Carpenter dreimal amtlichst überzieht) und ein besser gelungener Einstieg (im Feuerwehrhauptquartier), da der Amihumor eher meine Kragenweite ist. Mit der Ankunft im Horrorhaus gehts dann steil bergab und selbst das irre Ende des Originals versemmelt man brachial ... Dazu eine nervtötende, alles zulärmende Tonspur ... Schlimm ...

In diesem Sinne:
freeman
Wichtiges Thema, wichtiger Film wegen dem wichtigen Thema, ABER net DER Film zum Thema. Man spürt, dass er viel Wut im Bauch hat und es gelingen auch großartige Einzelszenen, im Großen und Ganzen ist er aber zu glatt, zu amerikanisch (die Bullen greifen nur ein, weil ein Ami in Gefahr ist
The Andromeda Strain
Ein TV Movie aus der Ridley und Tony Scott Schmiede von Mikael Salomon nach Michael Crichton? Da bin ich dabei und sah einen für TV Verhältnisse mehr als ordentlichen Zweiteiler, der sich erfrischenderweise mal ausschließlich auf die Grundstory beschränkt und keine sinnlosen Nebenschauplätze ala Romantikgeturtel usw. einführt. Stattdessen wird das Tempo beständig hochgehalten und fürs Pantoffelkino überdurchschnittlich druckvolle Action abgefeuert. Die Bilder passen ebenfalls (Salomon hats einfach raus, leider versauert er ja derzeit im TV Bereich!) und die Darsteller sind in Ordnung. Beim Wissenschaftsblabla wirds zwar ab und an sehr geekig, ab und an ist man als Zuschauer dem Film aber auch ein wenig voraus (ich sag nur Binärcode), weswegen man auch seine Erfolgserlebnisse bekommt ;-). Selbst die Computereffekte machten was her und die Akte X Einschübe gegen Ende wussten ebenfalls zu gefallen. Für ein TV Movie mehr als prall!

Quarantäne
Da guck ich lieber [REC]
In diesem Sinne:
freeman

Ich kenne leider nur das Original aus den 70ern, der ja auch super ist. Den Zweiteiler muss ich mir aber auch mal geben. Hört sich gut an.freeman hat geschrieben: The Andromeda Strain
Ein TV Movie aus der Ridley und Tony Scott Schmiede von Mikael Salomon nach Michael Crichton? Da bin ich dabei und sah einen für TV Verhältnisse mehr als ordentlichen Zweiteiler, der sich erfrischenderweise mal ausschließlich auf die Grundstory beschränkt und keine sinnlosen Nebenschauplätze ala Romantikgeturtel usw. einführt. Stattdessen wird das Tempo beständig hochgehalten und fürs Pantoffelkino überdurchschnittlich druckvolle Action abgefeuert. Die Bilder passen ebenfalls (Salomon hats einfach raus, leider versauert er ja derzeit im TV Bereich!) und die Darsteller sind in Ordnung. Beim Wissenschaftsblabla wirds zwar ab und an sehr geekig, ab und an ist man als Zuschauer dem Film aber auch ein wenig voraus (ich sag nur Binärcode), weswegen man auch seine Erfolgserlebnisse bekommt ;-). Selbst die Computereffekte machten was her und die Akte X Einschübe gegen Ende wussten ebenfalls zu gefallen. Für ein TV Movie mehr als prall!
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freeman
"Du bist vielleicht groß, dafür bin ich aber klein!" (Duffy Duck aka Duck Dodgers)
The Expendables-Countdown
The Expendables-Countdown
Hab den auch letztens gesehen - werde vielleicht sogar noch ne Kritik nachschieben. Ist ganz okay - kommt aber aufgrund verschiedener Schwächen (Logik, F/X, mangelhafte Backstories etc.) nicht über ne 5/10 hinaus. Ist auch anders als der Film aus den 70ern - daher auch für Kenner des Originals durchaus ein Blick (nicht aber einen Kauf) wert.TomHorn hat geschrieben:Ich kenne leider nur das Original aus den 70ern, der ja auch super ist. Den Zweiteiler muss ich mir aber auch mal geben. Hört sich gut an.freeman hat geschrieben: The Andromeda Strain
Ein TV Movie aus der Ridley und Tony Scott Schmiede von Mikael Salomon nach Michael Crichton? Da bin ich dabei und sah einen für TV Verhältnisse mehr als ordentlichen Zweiteiler, der sich erfrischenderweise mal ausschließlich auf die Grundstory beschränkt und keine sinnlosen Nebenschauplätze ala Romantikgeturtel usw. einführt. Stattdessen wird das Tempo beständig hochgehalten und fürs Pantoffelkino überdurchschnittlich druckvolle Action abgefeuert. Die Bilder passen ebenfalls (Salomon hats einfach raus, leider versauert er ja derzeit im TV Bereich!) und die Darsteller sind in Ordnung. Beim Wissenschaftsblabla wirds zwar ab und an sehr geekig, ab und an ist man als Zuschauer dem Film aber auch ein wenig voraus (ich sag nur Binärcode), weswegen man auch seine Erfolgserlebnisse bekommt ;-). Selbst die Computereffekte machten was her und die Akte X Einschübe gegen Ende wussten ebenfalls zu gefallen. Für ein TV Movie mehr als prall!
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freeman
Der is halt fein modern ... 5/10 kann man auch vergeben, blendet dann aber imo nen bisserl das Umfeld aus, immerhin braucht der Film dicke Effekte, regelt das anständig und hatte eben nur nen TV Budget ... das fehlen von Backstories fand ich kewl, weil eben nicht von der Hauptgeschichte abgelenkt wurde und durch die fehlenden Backstories auch der Verschwörungsplot gegen Ende gut funzte, auch wenn er etwas übers Knie gebrochen wirkte ... Aber wie gesagt, für nen TV Film sehr beachtlich ... ein paar präsentere Darsteller wären halt schön gewesen ...
In diesem Sinne:
freeman
In diesem Sinne:
freeman

Da hast Du mich falsch verstanden!
Ich fand die vorhandenen Backstorys blöd: Kranke Frau, Kind ... Ehemann, Kind. Recht überflüssig und zudem arg grob geschnitzt.
Zudem war der Reporter-Plotstrang wichtig, um die Handlung vom Bunker weg an die Oberfläche zu bringen (das Original spielte ja nur in jenem) - aber im Grunde hat es die Story kein Stück weiter gebracht. Zudem war da die "angehende Romanze" (Minuten nach dem Tod ihres Freundes in der Wüste) einfach nur zum Augenrollen...
Solide TV-Kost.
Wie gesagt: Vielleicht gibbet noch ne Kritik. Ne Einleitung und Inhaltsangabe hatte ich vorm Urlaub jedenfalls schon gechrieben...
Ich fand die vorhandenen Backstorys blöd: Kranke Frau, Kind ... Ehemann, Kind. Recht überflüssig und zudem arg grob geschnitzt.
Zudem war der Reporter-Plotstrang wichtig, um die Handlung vom Bunker weg an die Oberfläche zu bringen (das Original spielte ja nur in jenem) - aber im Grunde hat es die Story kein Stück weiter gebracht. Zudem war da die "angehende Romanze" (Minuten nach dem Tod ihres Freundes in der Wüste) einfach nur zum Augenrollen...
Solide TV-Kost.
Wie gesagt: Vielleicht gibbet noch ne Kritik. Ne Einleitung und Inhaltsangabe hatte ich vorm Urlaub jedenfalls schon gechrieben...
Lightspeed
Geil, die ultimative Superheldencomicverfilmungsverarsche mit lachhaften Effekten, miesen Darstellern, witzloser Story, ungelenker Inszenierung, null Spannung und dem geilsten Superheldenkostüm seit Menschengedenken. Blöd nur, dass sich dieser SCI FI Müll viel zu ernst nimmt und so statt zu amüsieren übelst langweilt. Wieso da Stan Lee wirklich mitproduziert hat und sich eine seiner Figuren selbst zerwichste ... man weiß es net. Oder aber er war Zeit seines Lebens neidisch auf die Flashfigur und versuchte ein Reboot? Und Don E. Fauntleroy frönt wieder seiner seltsamen Vorliebe für groteske Einschusseffekte und eimerweise Blut ... wie die FSK 16 zustande kam, fragt man sich da schon. Aber vermutlich sind die Prüfer einfach eingepennt ...

In diesem Sinne:
freeman
Geil, die ultimative Superheldencomicverfilmungsverarsche mit lachhaften Effekten, miesen Darstellern, witzloser Story, ungelenker Inszenierung, null Spannung und dem geilsten Superheldenkostüm seit Menschengedenken. Blöd nur, dass sich dieser SCI FI Müll viel zu ernst nimmt und so statt zu amüsieren übelst langweilt. Wieso da Stan Lee wirklich mitproduziert hat und sich eine seiner Figuren selbst zerwichste ... man weiß es net. Oder aber er war Zeit seines Lebens neidisch auf die Flashfigur und versuchte ein Reboot? Und Don E. Fauntleroy frönt wieder seiner seltsamen Vorliebe für groteske Einschusseffekte und eimerweise Blut ... wie die FSK 16 zustande kam, fragt man sich da schon. Aber vermutlich sind die Prüfer einfach eingepennt ...
In diesem Sinne:
freeman

Auf der Jagd nach dem goldenen Buddha
Wer Probleme mit Leuten hat, die beim Reden mit den Armen fuchteln und jeden Furz mit großen Gesten untermalen oder beim Lachen die Schultern rhythmisch auf und abtanzen lassen, um kurz darauf wie irre in die Kamera zu stieren ... Hände weg von diesem Film. Ihr könntet entsetzt sein, was in Sachen Overacting WIRKLICH geht! Für alle anderen ist es eine Art Get Smart oder Nackte Kanone Variation aus Südkorea, die albernsten Humor mit einem teils grandios ernsten Hauptcharakter kombiniert, eine saudämliche Geschichte erzählt und irgendwann einfach nur noch der schiere Wahnsinn ist. Irre ... auf eine befremdliche Art und Weise und absolut genial, wenn der City of Violence Regisseur das abfeiert, was er am Besten kann: Action! Die passt dann zwar in ihrer Brachialität nicht vollends ins Gesamtbild, wird aber oft genug aufgebrochen (beispielsweise durch süßlichen Girliepop), um nicht komplett unpassend zu wirken. Wirklich ein teils schwer verdaulicher Mix aus infantiler Komik und einigen genialen Momenten ... Schwer zu bewerten ...

In diesem Sinne:
freeman
Wer Probleme mit Leuten hat, die beim Reden mit den Armen fuchteln und jeden Furz mit großen Gesten untermalen oder beim Lachen die Schultern rhythmisch auf und abtanzen lassen, um kurz darauf wie irre in die Kamera zu stieren ... Hände weg von diesem Film. Ihr könntet entsetzt sein, was in Sachen Overacting WIRKLICH geht! Für alle anderen ist es eine Art Get Smart oder Nackte Kanone Variation aus Südkorea, die albernsten Humor mit einem teils grandios ernsten Hauptcharakter kombiniert, eine saudämliche Geschichte erzählt und irgendwann einfach nur noch der schiere Wahnsinn ist. Irre ... auf eine befremdliche Art und Weise und absolut genial, wenn der City of Violence Regisseur das abfeiert, was er am Besten kann: Action! Die passt dann zwar in ihrer Brachialität nicht vollends ins Gesamtbild, wird aber oft genug aufgebrochen (beispielsweise durch süßlichen Girliepop), um nicht komplett unpassend zu wirken. Wirklich ein teils schwer verdaulicher Mix aus infantiler Komik und einigen genialen Momenten ... Schwer zu bewerten ...
In diesem Sinne:
freeman

Walk Hard
Die erste Apatow Produktion, die mal so richtig zündete bei mir, weil sie auf ihre dumme, Walkt the Line verarschende Art und Weise genau das macht, was Spoofs eigentlich sollten: Die Elemente, in denen sich das Original zu ernst nimmt, aufgreifen und zerwichsen! Eine Fähigkeit, die man allen Spoofs seit Scary Movie durchweg abreden kann und muss! Obendrein ist der Film fett inszeniert, hat erstaunlich coole Mucke und einen sehr netten Cast, der nur ein riesiges Problem hat: Will Ferrell spielt nicht mit und John C. Reilly ist nur ein offenkundiger, nicht immer treffender Ersatz ...

Die Wächter des Tages
Inszenatorisch Vollgaskino vom Derbsten ohne Wenn und Aber und übersprühend vor irren Bildern und Bildkonstrukten. Problematisch wirds immer dann, wenn die "Story" greift, die so wirr, so episodisch und so wenig logisch daherkommt, dass es scheppert. Zumal den Machern diesmal nicht wirklich eine sinnige Grundstory einfiel, um die schlimmsten Tempolöcher auch nur ansatzweise aufzufüllen. Und so wirds mittendrin gottenlangweilig und es wird einem erst einmal richtig bewusst, wie sehr man auf den noch interessant anmutenden Vorgänger letztlich doch hereingefallen ist ...

In diesem Sinne:
freeman
Die erste Apatow Produktion, die mal so richtig zündete bei mir, weil sie auf ihre dumme, Walkt the Line verarschende Art und Weise genau das macht, was Spoofs eigentlich sollten: Die Elemente, in denen sich das Original zu ernst nimmt, aufgreifen und zerwichsen! Eine Fähigkeit, die man allen Spoofs seit Scary Movie durchweg abreden kann und muss! Obendrein ist der Film fett inszeniert, hat erstaunlich coole Mucke und einen sehr netten Cast, der nur ein riesiges Problem hat: Will Ferrell spielt nicht mit und John C. Reilly ist nur ein offenkundiger, nicht immer treffender Ersatz ...

Die Wächter des Tages
Inszenatorisch Vollgaskino vom Derbsten ohne Wenn und Aber und übersprühend vor irren Bildern und Bildkonstrukten. Problematisch wirds immer dann, wenn die "Story" greift, die so wirr, so episodisch und so wenig logisch daherkommt, dass es scheppert. Zumal den Machern diesmal nicht wirklich eine sinnige Grundstory einfiel, um die schlimmsten Tempolöcher auch nur ansatzweise aufzufüllen. Und so wirds mittendrin gottenlangweilig und es wird einem erst einmal richtig bewusst, wie sehr man auf den noch interessant anmutenden Vorgänger letztlich doch hereingefallen ist ...
In diesem Sinne:
freeman

Mir ging es genau andersrum, eine der ersten Apatow-Produktionen, die ich für eher witzlos hielt.
Lustigerweise hab ich genau die beiden DVDs an jemanden bei filmundo verscherbelt... war nicht zufällig ein Kumpel von dir?
Lustigerweise hab ich genau die beiden DVDs an jemanden bei filmundo verscherbelt... war nicht zufällig ein Kumpel von dir?
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]
The International
Das Positive vorweg: Clive Owen spielt extrem wuchtig und man hat häufiger das Gefühl, er will die Bäddies gleich mit seinen Strahleaugen todlasern! Armin Mueller Stahl ist Charisma pur! Die Ballerei im Guggenheim Museum ist der Überkracher und teils grenzgenial inszeniert. Tom Tykwer hat zudem auch im Rest vom Film ein tolles Auge für hervorragende Bilder. Der Score macht ebenfalls Laune, genauso die internationalen Schauplätze und die Handlung hat ja schon etwas leicht prophetisches ... Negativ: Die Handlung selbst ist zu schwammig, gerade die Bäddies wirken zu sanft gezeichnet, zu wenig präsent und ihr Taktieren hinter den Kulissen wird zu oberflächlich abgehandelt. Naomie Watts ist überflüssig wie ein Kropf, die Szene, in der sie von Owen sanft aber mit Nachdruck aus der Handlung gebeten wird, ist ein riesiger Lacher und der Film ist einfach zu geschwätzig (häufig inhaltsleer) und lang ...

Der Vorleser
Worum gehts? Na um Sex mit der KZ Wärterin! Aaahja ... also ... eine Frau steht vor Gericht und wird des Mordes an 300 Menschen zu Zeiten des NS Regimes angeklagt. Sie hat einen Hardcorebeweis gegen ihre Schuld, äußert diesen aber nicht, weil sie sich für ihr Analphabetentum schämt und dies dann herauskommen würde. Wir haben hier also eine Person, die ihre persönliche Scham in Bezug auf einen im Vergleich wesentlich schlimmeren Schamesgrund deutlich höher bewertet und diese soll uns was sein? Sympathisch? Am Ende hockt man da wie Lena Olins Figur und fragt genau dasselbe, wie sie: Weil sie jetzt schreiben kann, soll ich ihr ihre Taten verzeihen? Irgendwie ging die Botschaft dieses Filmes - wenn es sie denn gab - vollkommen an mir vorbei. Zudem hatte ich über weite Strecken das Gefühl einem Softporno und weniger einem Drama zuzuschauen. Wieso die gute Kate für diesen Film für einen Oscar vorgeschlagen wurde, erschließt sich auch nicht so recht, da sie permanent nur mit angefressener Fresse in der Gegend rumhockt, wohingegen der deutsche Krabbatjüngling einen echten Parfourceritt hinlegt und einen weitaus größeren Facettenreichtum in seiner Darstellung beweisen kann. Dank Kates Spiel und der letztlich sehr seltsamen Figurenzeichnung ließ der spröde erzählte Film durchweg vollkommen kalt. Schade ums Thema, das diesmal mit Bildern eines geräumten KZs deutlich subtiler daherkam, als man es aus Hollywood gewöhnt ist, wo man sonst wohl eher eine Rückblende gesetzt hätte ...

In diesem Sinne:
freeman
Das Positive vorweg: Clive Owen spielt extrem wuchtig und man hat häufiger das Gefühl, er will die Bäddies gleich mit seinen Strahleaugen todlasern! Armin Mueller Stahl ist Charisma pur! Die Ballerei im Guggenheim Museum ist der Überkracher und teils grenzgenial inszeniert. Tom Tykwer hat zudem auch im Rest vom Film ein tolles Auge für hervorragende Bilder. Der Score macht ebenfalls Laune, genauso die internationalen Schauplätze und die Handlung hat ja schon etwas leicht prophetisches ... Negativ: Die Handlung selbst ist zu schwammig, gerade die Bäddies wirken zu sanft gezeichnet, zu wenig präsent und ihr Taktieren hinter den Kulissen wird zu oberflächlich abgehandelt. Naomie Watts ist überflüssig wie ein Kropf, die Szene, in der sie von Owen sanft aber mit Nachdruck aus der Handlung gebeten wird, ist ein riesiger Lacher und der Film ist einfach zu geschwätzig (häufig inhaltsleer) und lang ...
Der Vorleser
Worum gehts? Na um Sex mit der KZ Wärterin! Aaahja ... also ... eine Frau steht vor Gericht und wird des Mordes an 300 Menschen zu Zeiten des NS Regimes angeklagt. Sie hat einen Hardcorebeweis gegen ihre Schuld, äußert diesen aber nicht, weil sie sich für ihr Analphabetentum schämt und dies dann herauskommen würde. Wir haben hier also eine Person, die ihre persönliche Scham in Bezug auf einen im Vergleich wesentlich schlimmeren Schamesgrund deutlich höher bewertet und diese soll uns was sein? Sympathisch? Am Ende hockt man da wie Lena Olins Figur und fragt genau dasselbe, wie sie: Weil sie jetzt schreiben kann, soll ich ihr ihre Taten verzeihen? Irgendwie ging die Botschaft dieses Filmes - wenn es sie denn gab - vollkommen an mir vorbei. Zudem hatte ich über weite Strecken das Gefühl einem Softporno und weniger einem Drama zuzuschauen. Wieso die gute Kate für diesen Film für einen Oscar vorgeschlagen wurde, erschließt sich auch nicht so recht, da sie permanent nur mit angefressener Fresse in der Gegend rumhockt, wohingegen der deutsche Krabbatjüngling einen echten Parfourceritt hinlegt und einen weitaus größeren Facettenreichtum in seiner Darstellung beweisen kann. Dank Kates Spiel und der letztlich sehr seltsamen Figurenzeichnung ließ der spröde erzählte Film durchweg vollkommen kalt. Schade ums Thema, das diesmal mit Bildern eines geräumten KZs deutlich subtiler daherkam, als man es aus Hollywood gewöhnt ist, wo man sonst wohl eher eine Rückblende gesetzt hätte ...
In diesem Sinne:
freeman

Ich fand schon das Buch ätzend und werde dementsprechend einen großen Bogen um den Film machen.deBohli hat geschrieben:Bezüglich The Reader:
Die Geschichte lies mich als Film auch völlig kalt. Das Buch hingegen ist faszinierend. :)

Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.
Das Buch hab ich in der Schule lesen müssen und fand's jetzt auch nicht sooo dolle, dem ganzen Stoff haftet halt leider wirklich von Grund auf dieses "Deutsch-Unterricht-Image" an. Hab damals sogar so eine Art Mini-Facharbeit drüber geschrieben, vielleicht hab ich die noch irgendwo, mich würden ja mal meine Interpretationen aus der 11. Klasse interessieren :) Den Film hab ich dann letztens im Flugzeug gesehen und fand ihn eigentlich ganz gut umgesetzt, ist halt ne 1:1 Verfilmung. Das allerdings tadellos. Ist nur die Frage, ob einem das reicht, zumal der Stoff im Film in keinster Weise besser zur Geltung kommt - nackte Haut allein ist da kein Grund ;)
Trotzdem zücke ich mal 7/10 Punkte!
Trotzdem zücke ich mal 7/10 Punkte!
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