Ninja + Ninja - Pfad der Rache

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Ninja + Ninja - Pfad der Rache

Beitrag von C4rter » 25.11.2009, 11:04

Ninja

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Originaltitel: Ninja
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Isaac Florentine
Darsteller: Scott Adkins, Tsuyoshi Ihara, Mika Hijii, Todd Jensen, Togo Igawa, Garrick Hagon, Miles Anderson u.a.

Die aktuelle Zusammenarbeit zwischen Regisseur Isaac Florentine und Darsteller Scott Adkins für "Nu Image" hört auf den Namen "Ninja". Nach vielen Filmen zum Thema in den glorreichen 80er Jahren, war das Genre irgendwann nicht weiter beachtet worden. Dabei gehörten damals Filme wie "American Ninja" mit Michael Dudikoff zu dem besten im Action-Bereich und machen auch noch heute jede Menge Spaß. Höchste Zeit also das "Nu Image" was tut, und mit "Ninja" ist es ihnen wirklich gelungen in die Ninja-Fußstapfen der Vorbilder von damals zu treten.

Der Westländer Casey wächst, nachdem beide Elternteile starben, in einer Ninja-Schule eines Sensei auf. Dort lernt er die hohe Kunst des Ninjutsu. Neben ihm trainieren noch viele andere dort, selbst Namiko, die Tochter des Sensei-Meisters. Zu ihr fühlt sich Casey hingezogen, was ein anderer Schüler, Masazuka genannt, aber gar nicht so gerne sieht. In einem Duell rastet Masazuka aus und bringt Casey fast um. Daraufhin verbannt der Sensei ihn von der Schule. Masazuka ist gedemütigt.
Während Casey und die anderen Schüler weiter zu Ninjas ausgebildet werden, bildet sich Masazuka mit Auftrags-Morden für Firmen-Mogule weiter. Am Ende der Ninja-Ausbildung taucht Masazuka dann wieder bei der Schule auf, und verlangt das der Sensei ihm das legendäre Yoroi Bitsu gibt. Dies ist eine Truhe welche die Ausrüstung des letzten Koga Ninjas enthält. Eine Auszeichnung für den besten Schüler. Der Sensei weigert sich und Masazuka zieht von dannen, aber natürlich nicht ohne den Sensei zu warnen, das dies eine dumme Entscheidung war. Casey, Namiko und 2 namenlose nehmen die Kiste und fliegen nach New York um die Truhe dort in einem Uni-Tresor zu verstauen. Masazuka taucht an der Ninja-Schule auf und verarbeitet alle Schüler sowie den Sensei zu Hackfleisch. Durch Zufall erfährt er noch, dass Casey und Namiko in New York sind und macht sich ebenfalls auf den Weg...

Simple Story und platte Charaktere, für einige Filme sind dies Todesurteile, für "Ninja" könnte man sogar von Qualitätsmerkmal sprechen. Dadurch das die Story so simpel und schnell erzählt ist, steht viel Platz für jede Menge Action zur Verfügung. Und wie man Isaac Florentine und Scott Adkins kennt, lassen die sich das nicht zwei Mal sagen, und brennen von Beginn an ein wahres Action-Feuerwerk ab. Der Film kann getrost als "Daueraction" bezeichnet werden, es vergehen kaum ein paar Minuten Leerlauf, dann beginnt auch schon die nächste Keilerei. Ninjafilm-Typisch werden Casey dutzende von gleich angezogenen Schergen an diversen Kampfplätzen(U-Bahn, Appartement, Ninja-Schule Baustelle, Straßenschlucht, Cafe) entgegen geworfen, bevor er dann im Finale auf den Endgegner Masazuka trifft. Das ganze erinnert in seiner Einfachheit an ein X-beliebiges Prügelspiel, aber macht als Film trotzdem jede Menge Spaß.
Die Kämpfe sind spektakulär, mit Fäusten, Tritten, Handkanten, Schwertern, Pistolen und Gewehren sind auch alle gängigen Kamptechniken abgedeckt und wohl auch die meisten Todesarten gleich mit(inkl. jemanden aus einer fahrenden U-Bahn vor eine andere werfen).
Scott Adkins fegt wieder wie ein junger Gott durch die stets reichlich vorhandenen Handlanger. Isaac Florentine muss abermals für ein paar Szenen die Zeitlupe bemühen, damit man Adkins ganzes Können auch angemessen bewundern kann. Die Kameraführung ist allgemein äußerst ruhig und jeder Kampf wird im Detail gezeigt. Hier muss nichts verwackelt gezeigt werden, z.B. weil der Schauspieler keine Ahnung von Kämpfen hat(Jason Bourne), hier ist mit Adkins ein Vollprofi am Werk. Scott Adkins ist einfach wieder mal die Wucht in Fäusten.

Irritiert war ich zunächst wegen dem hohen Anteil an CGI-Blut, dachte Nu Image würde das nicht so häufig einsetzen. Dies wirkte zunächst arg befremdlich und man sieht halt direkt das es nicht echt ist. Aber man gewöhnt sich dran und etwas echtes Kunst-Blut ist auch noch vorhanden. Trotzdem geht dadurch aber vor allem Old-School-Atmosphäre flöten. Es gibt an 2,3 kleinen Stellen ebenfalls CGI-Effeke, die auch dort nicht sehr überzeugend sind. Hier gibt der Film seine B-Wurzeln Preis. Ansonsten war ich aber sehr überrascht und erfreut, wie hochwertig "Ninja" aussieht. Würde am Anfang nicht Nu Image stehen, hätte man zunächst nicht vermutet, dass dies ein Action-B-Movie ist. Schöne Schauplätze und einfach nette Set-Designs täuschen sehr gut über das wahrscheinlich eher niedrige Budget hinweg.

Isaac Florentine und Scott Adkins können gern noch viele Filme dieses Kalibers zusammen machen. Nachdem mir vor kurzem schon "Special Forces" von den beiden sehr gut gefiel(wo Adkins aber keine Hauptrolle hatte), kann er hier als Hauptdarsteller(nach "Undisputed 2") wieder Kampfstark überzeugen. Der Film weiß sehr gut zu unterhalten, die Inhaltsleere fällt eigentlich nie auf. Stellenweise freut man sich gar, das man nicht auf irgendeine lahme Story warten muss(wie in vielen anderen B-Filmen) und stattdessen eine feine Action-Szene nach der nächsten serviert bekommt. Ninja Fans und vor allem Freunde von Adkins Kampfkunst werden den Film lieben. Aber auch alle anderen die gerne wieder einen Action-Film ohne viel Klimbim sehen wollen, treffen mit "Ninja" eine sehr gute Wahl.
:liquid8:

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John Clark schmeißt den Wurfstern:

Martial Arts-König Scott Adkins und B-Movie Regie-Gott Isaac Florentine melden sich nach "Undisputed 2" gemeinsam zurück. Mit "Ninja" wird ein beliebtes Thema des achtziger Jahre-Actionfilms wieder belebt...

Inhalt:
Ninjutsu-Meister Sensei (Togo Igawa) hütet das älteste Geheimnis der Ninjas: Die Waffentruhe "Yoroi Bitsu" mit den Waffen der letzten Koga Ninja. Zwei seiner eifrigsten Schüler sind der hitzköpfige Masazuka (Tsuyoshi Ihara) und der amerikanische Student Casey (Scott Adkins). Als sich beide in die Tochter ihres Meisters verlieben, verliert Masazuka die Kontrolle. Daraufhin verbannt ihn Sensei für immer aus dem Doro - doch Masazuka schwört Rache.Jahre später kehrt Masazuka zurück, um die Herrschaft über das Doro und des Yoroi Bitsu an sich zu reißen. Eine kampfgeladene Jagd nach der Waffentruhe beginnt und führt die Krieger schließlich bis nach New York - wo Masazuka endlich zu kriegen scheint, was er will: Sensei’s Tochter Namika. Doch mit der Yoroi Bitsu als Köder, führt Casey seinen Gegner in eine tödliche Falle.

Ninja ist mein bislang dritter Florentine-Film, der mir vor die Augen kam. War "The Shepherd" mit Van Damme in der Hauptrolle für mich kein guter Film, konnte mir Florentine mit "Undisputed 2" wirklich beweisen, was für ein exzellenter Filmemacher er eigentlich ist. Die Story war einfach, die Schauspieler dem Zweck entsprechend - aber Florentine wollte schon damals nicht Romeo und Julia aufführen. Martial Arts ist sein Fachgebiet und mit Scott Adkins und Michael Jai White hatte "Undisputed 2" damals alle Zutaten für ein würziges Actionfest.

Als ich nach Filmende nachgeschaut habe, wo genau die Dreharbeiten stattfanden, war ich schon etwas überrascht, zeigt uns der Film doch ein wirklich glaubhaftes Japan und USA - gedreht wurde jedoch in Bulgarien. Florentine hat es bewiesen, man kann in Osteuropa gute und glaubwürdige Actionfilme drehen. Das genaue Budget des Films ist mir nicht bekannt, aber ich schätze es auf einen einstelligen Millionenbetrag. Dies sieht man dem Film jedoch so gut wie nie an. Eher im Gegenteil.

Adkins und Florentine, die bei "Ninja" bereits zum vierten Mal gemeinsame Sache machten, enttäuschen auch mit ihrem neuesten Werk die Fans der Szene nicht. Der in Tel Aviv geborene und aufgewachsene Florentine ist selbst Martial Arts bewandert und kann so selbst am besten abschätzen, was er seinen Darstellern zutrauen kann und was nicht. Und Scott Adkins, einem der wohl besten Fightern der Schauspielzunft, kann er wahrlich eine Menge aufbürden. Unglaublich, wie dieser Typ sich bewegen und verbiegen kann, Atemberaubend sein Timing bei seinen Kampfszenen. Der grösste Schauspieler auf dem Planet ist er nicht, aber wen juckts - die Fans lieben ihn auch so.

Die Film beginnt gleich interessant. Mit Bildern und Schriftzug wird der Zuschauer in die Geschichte der Ninjas eingeweiht. Nach einer kurzweiligen Setup-Time im Ninjitsu-Dojo, in welcher der Zuschauer bereits durch einige Fight-Schmankerl verwöhnt wird, gehts ab nach New York, wo dann die Fight-Party erst richtig los geht. Die Story lässt sich äusserst kurz zusammenfassen. Guter Schüler muss Kiste plus Tochter des Meisters beschützen - böser Schüler will erstes klauen und zweites für sich haben oder allenfalls töten. Mehr Story gibts nicht. Jedoch war ursprünglich eine andere Story geplant, die sich ein wenig interessanter angehört hätte, wollte Florentine den Ninja Adkins auf die Russenmafia loslassen. Da die Produktionsbude Nu Image jedoch erst kürzlich einen anderen Film mit genau diesem Thema auf die Menschheit losgelassen hat, musste Florentine umplanen und das Drehbuch ändern lassen. Die Änderung empfindet der Regisseur selbst als nicht optimal (siehe folgendes Interview).

Wenn also die Story schon nicht fesselt, muss wenigstens der Actionpart so richtig rocken. Und das tut er auch. Mit nur kurzen Verschnaufpausen wird der Zuschauer durch einen stellenweise comichaften Film gejagt und darf stets ganz grosses Kampfkunst-Kino bewundern. Adkins Gegner bleiben bis auf den Real Bad Guy total blass und haben in der Regel auch keine Namen. Brauchen die auch nicht, die sterben sowieso innert Sekunden weg wie Motten die in das Licht fliegen. Getötet wird auf ziemlich jede erdenkliche Weise, aber vorwiegend werden Fights waffenlos oder mit klassischen Martial Arts-Waffen geführt. Kurz geballert wird auch, vor Züge geworfen auch - langweilig wird es dem Zuschauer bei diesem Film garantiert nicht. Speziell ist, dass viele Fightszenen mit softem Einsatz von CGI aufgewertet wurden. Dies ist jetzt nicht negativ zu verstehen. Aber da spritzt einiges an Computerblut in der Gegend herum, Schwerter haben "Swooooosh"-Effekte, etc. Stören tut's nicht.

Fazit: Adkins + Florentine = rockt. Und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Zusammenarbeit der beiden namens "Undisputed 3". Trailer gibts bereits hier.
:liquid8:

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Ninja - Pfad der Rache

Beitrag von Seemi » 25.11.2009, 11:15

McClane schmeißt den Ninja-Stern:

Ninja - Pfad der Rache

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Originaltitel: Ninja: Shadow of a Tear
Herstellungsland: USA/Thailand
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Isaac Florentine
Darsteller: Scott Adkins, Vithaya Pansringarm, Kane Kosugi, Tim Man, Charlie Ruedpokanon, Mika Hijii, Shun Sugata, Erika Nagamine, Mukesh Bhatt, Kazu Patrick Tang u.a.

Für die Fortsetzung ihres Reißers „Ninja“ aus dem Jahre 2009 taten sich Regisseur Isaac Florentine und Hauptdarsteller Scott Adkins erneut zusammen. Zu Beginn des Sequels wird Namiko, die schwangere Frau des Helden Casey Bowman, ermordet. Der Kampfkunstmeister beschreitet von da an den Pfad der Rache.

:liquid8:

Hier geht's zur Kritik
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Beitrag von C4rter » 25.11.2009, 11:20

Seemi hat geschrieben:Klingt gut, aber wo gibt's den denn schon zu sehen :?:
Auf der russischen DVD. Aber nur in 4:3

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Beitrag von freeman » 25.11.2009, 11:23

:lol: :lol: :lol: Ja, wo wohl? In Russelaaaand ;-)

Feine Kritik, macht gespannt auf den Film. Also das war ich ja schon vorher ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von McClane » 02.12.2009, 11:33

Dem Review muss ich in einem Punkt widersprechen, denn bei den Bourne-Filmen gehört die Kameraarbeit zum Stil und muss keineswegs mangelnde Kampfsporterfahrung übertünchen. Matt Damon ist kein Kampfsportler, aber man sieht, dass er durchaus viel trainiert hat und die Kampfchoreographie ist ausgesprochen realistisch.

Aber zu "Ninja", da kann ich nur zustimmen, ein echtes B-Actionbrett, neben "The Tournament" in der Sparte wohl das Highlight 2009. IMO auch einer der besten Florentine-Filme. "Special Forces USA" hatte die meiste Action, "Undisputed 2" die besten Charaktere, der hier hat im Bereich Ausstattung und Optik das meiste zu bieten, denn so nah war der Look von einem Florentine-Film noch nie an einem A-Movie. Die Geschichte ist eher simpel, legt aber ein enormes Tempo vor. Leider gehen die Charakterzeichnungsansätze schnell verloren (z.B. die Geschichte mit Caseys Mutter, die so schnell abgehakt wird), dafür gibt es massig Action. Die ist dann auf gewohntem Florentine-Niveau: Cooles Moves, starke Choreographie und reichlich Abwechslung, obwohl kaum Schusswaffen gebraucht werden. Das CGI-Blut ist gewöhnungsbedürftig, wird aber recht stimmig in den Film integriert, hat was comichaftes.

:liquid8:
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Beitrag von C4rter » 02.12.2009, 14:28

McClane hat geschrieben:Dem Review muss ich in einem Punkt widersprechen, denn bei den Bourne-Filmen gehört die Kameraarbeit zum Stil und muss keineswegs mangelnde Kampfsporterfahrung übertünchen. Matt Damon ist kein Kampfsportler, aber man sieht, dass er durchaus viel trainiert hat und die Kampfchoreographie ist ausgesprochen realistisch.
Hm okay, Fit ist Maaaatt Daaaamoooonnnn natürlich schon, aber für mich war diese verwackelte Kamera-Arbeit immer ein Indiz dafür, dass man das was der da veranstaltet ruhig und unverwackelt besser niemandem zeigen sollte, bzw. das in bestimmten Szenen sogar gedoubelt wird, wie beim dicken Seagal eben.
Ein Stil war das für mich nie, sondern einfach stümperhafte Arbeit. Da mir aber Damon im ersten Teil sehr gut gefiel, und das mit der Kamera ja erst ab Teil 2, unter neuer Regie, anfing, wird deine Theorie wohl stimmen :D

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Beitrag von kami » 03.12.2009, 08:02

C4rter hat geschrieben: Hm okay, Fit ist Maaaatt Daaaamoooonnnn natürlich schon, aber für mich war diese verwackelte Kamera-Arbeit immer ein Indiz dafür, dass man das was der da veranstaltet ruhig und unverwackelt besser niemandem zeigen sollte, bzw. das in bestimmten Szenen sogar gedoubelt wird, wie beim dicken Seagal eben.
Ein Stil war das für mich nie, sondern einfach stümperhafte Arbeit.
Es ist doch bei den beiden letzten Bourne-Teilen überdeutlich, dass das Gewackel ein Stilmittel ist, um Fiebrigkeit und Authenzität zu evozieren.

Der NINJA hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn es kaum längere Fights und wenig echte Spannung gibt. Dafür ist der Actionanteil hoch, die Actionqualität überzeugend, die Ausstattung gediegen. Die Kameraarbeit kann leider nicht gänzlich überzeugen, vor allem die Nachtszenen sind bescheiden ausgeleuchtet und wenig attraktiv gefilmt. Gerade die nächtliche Regenszene in Japan ist visuell ziemlich danebengegangen.
Auch die comichaften Schwerteffekte konnten mich nicht überzeugen, dafür ist das CGI-Blut stimmig eingesetzt.
Insgesamt sicher einer besten Ami-Ninja-Filme überhaupt, nur der erste AMERICAN NINJA und REVENGE OF THE NINJA gefallen mir besser, wenn auch nicht unbedingt hinsichtlich der Action.
Knappe :liquid8:

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Beitrag von Ed Hunter » 05.12.2009, 00:14

Na, da sehe ich mich ja in meiner Vorfreude bestärkt, wenn's hier lauter 8er hagelt. :D
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Beitrag von freeman » 10.12.2009, 09:01

SPIO uncut

Ich hoffe mal, es gibt kein Fireball Debakel bei dem Titel ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von C4rter » 10.12.2009, 16:19

Oder Tournament

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Beitrag von freeman » 10.12.2009, 19:12

Naja Tournament kommt ja wenigstens uncut. Bei Fireball vom NINJA Label!!! Splendid wurde uns auch ne uncut Spio Fassung versprochen. Das Ergebnis kennen wir leider ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von C4rter » 10.12.2009, 20:50

freeman hat geschrieben:Naja Tournament kommt ja wenigstens uncut.
In Deutschland sind doch beide Fassungen Cut?!

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Beitrag von freeman » 11.12.2009, 08:24

Und dennoch gibts ne deutsche uncut ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 11.12.2009, 08:45

Naja, NINJA ist aber deutlich weniger brutal als TOURNAMENT, wundert mich überhaupt, dass der für ne FSK-Freigabe geschnitten werden muss.
BTW, hab mir jetzt die Thai-DVD bestellt, die im Unterschied zur russischen Fassung auch im Widescreenformat und mit Making Of daherkommt.

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Beitrag von C4rter » 11.12.2009, 10:33

freeman hat geschrieben:Und dennoch gibts ne deutsche uncut ;-)

In diesem Sinne:
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Du meinst aber nicht aus Schweiz/Österreich oder? Da fehlt ja der Hundemord.

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Beitrag von freeman » 14.12.2009, 09:19

Das wär mir eh zu brudal ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von C4rter » 14.12.2009, 10:09

freeman hat geschrieben:Das wär mir eh zu brudal ...
:roll:

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Beitrag von SFI » 09.03.2010, 12:00

Hier noch meine Meinung:

Adkins und Florentine brennen hier ein wahres Actionfeuerwerk ab, welches aus meiner Sicht aber nicht beschwerdefrei ist. Die Fights sind zwar äußerst brutal und auch der Einsatz etlicher Ninja Gimmicks macht das Ganze sehr abwechslungsreich, aber das Abhacken von Köpfen und das Aufschlitzen von Bäuchen in Kombination mit literweise CGI Blut ist mir dann einfach eine Nummer zu viel. Die Wucht der Kampfchoreographie mit reinem Körpereinsatz wie man es aus "Undisputed 2" kennt, kommt hier nur teilweise zum Tragen was ich sehr schade finde. Trotzdem kann sich das Ganze natürlich sehen lassen. Der Rest ist eine simple Variation bekannter B-Movie Plots, zieht sich aber zum Glück kaum.

:liquid7:
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Beitrag von freeman » 29.03.2010, 09:13

Ich wurde mit der Story des Filmes niemals so recht warm und habe mich permanent gefragt, warum Florentine nicht einen wuchtigeren Konflikt zwischen den beiden Antagonisten installiert hat. Letztlich hat der eine den anderen nur gedisst, weil er seine Eltern nie kennen gelernt hat. Dazu ein wenig Konkurrenzdenken und das wars. Zwar packt Florentine dann noch das Gelaber um die Ninjautensilien auf den Tisch, aber wirklich zwingend ist die Dramaturgie in Ninja leider nie! Dementsprechend bleibt auch der Bäddie komplett blass und Adkins kann nie seinen definitiv vorhandenen Charme ausspielen, einfach weil der Grundkonflikt zu egal ist. Schade.

Dafür holt Florentine in der Action den Hammer raus! Geiler hat er noch keinen Film inszeniert. Die punktgenauen Slow Mos haben richtig geil gerockt, die Kampfchoreographie war vom Feinsten (zumal sie nach dem Steigerungsprinzip ablief und die geilsten Fights auch erst in Richtung Showdown abfeuerte), die Kamera ist agil und lässt ein paar herrliche Zooms und Kamerafahrten vom Stapel und die CGI Blufontänen haben mir auch recht gut gefallen, gaben sie dem ganzen doch einen netten Comicanstrich (Ninja Assassin ist dahingehend deutlich misslungener). Auch die Settings wussten zu gefallen, vor allem der artifizielle Look des Showdownsettings hat mir richtig gut gefallen, genau wie das Dojo zu Beginn des Streifens. Jene hätte man eh noch mehr einbinden können, das hatte ordentlich Atmosphäre. Auch richtig geil war die Mucke! Und wenn der Film dann auch noch in fettestem Scope daherkommt, werden optisch alle B-Grenzen eingerissen ...

Darstellerisch ist der Streifen ok. Alle leiden an den recht unterentwickelten Figuren, Adkins ist aber einfach mal nen Bringer. Der Typ macht schon Spaß. Ein wenig mehr Selbstironie und der könnte echt nen ganz Großer werden. Hoffentlich auch ausserhalb des B-Bereichs. Sein kleiner japanischer Sidekick war auch ne ganz Süße, auch wenn sie mir als Ninjabraut ein wenig zu zerbrechlich wirkte. Lustig waren die Bäddiekommandos in ihren "Uniformen". Lauter bulgarische Schränke mit rot gepunkteten Jacken und Amicheckergoldschmuck ... nur geil :lol:
:liquid7:

In diesem Sinne:
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Beitrag von John_Clark » 31.03.2010, 16:26

freeman hat geschrieben:Ich wurde mit der Story des Filmes niemals so recht warm und habe mich permanent gefragt, warum Florentine nicht einen wuchtigeren Konflikt zwischen den beiden Antagonisten installiert hat.
Viellicht kann ich dir darauf eine Antwort bieten. Die Herren von bereitsgetestet.de haben mit Florentine ein Interview gemacht. Siehe Teil 1, letzte Frage - guckst du hier:
http://www.bereitsgetestet.de/index.php ... &Itemid=90

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Beitrag von John_Clark » 31.03.2010, 17:30

So, soeben gesehen. Und ich schliesse mich dem 8er-Chor an und singe folgende Zeilen mit:

umgetopft!

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Beitrag von freeman » 01.04.2010, 08:44

John_Clark hat geschrieben:
freeman hat geschrieben:Ich wurde mit der Story des Filmes niemals so recht warm und habe mich permanent gefragt, warum Florentine nicht einen wuchtigeren Konflikt zwischen den beiden Antagonisten installiert hat.
Viellicht kann ich dir darauf eine Antwort bieten. Die Herren von bereitsgetestet.de haben mit Florentine ein Interview gemacht. Siehe Teil 1, letzte Frage - guckst du hier:
http://www.bereitsgetestet.de/index.php ... &Itemid=90
Oha, sehr ehrlich!

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 13.04.2010, 22:21

"Ninja" ist definitiv der lustigste Film seit "Hangover" - lange nicht mehr so gelacht beim Schauen eines Streifens. Leider handelt es sich hierbei um reine unfreiwillkige Komik. Mimisch unfähige Darsteller, die eindimensionale Charaktere spielen, eine Story ohne Substanz, dafür aber mit total hohlen und unausgegorenen Sub-Plots (Pipeline-Deals, ein Geheimbund mit lustigen Uniformen) - ständig fühlt man sich unweigerlich an die doofen alten "American Fighter"-Flicks erinnert. Die Archivaufnahmen von NY sehen schick aus - aber die "tatsächlich gedrehten" Szenen an sich versprühen nicht den Hauch von Wirklichkeitsnähe in jener Hinsicht (keiner, der mal dort war, wird das je für die echte "Hauptstadt der Welt" halten). Der Streifen ist von A-Z vorhersehbar - viele Elemente sind zum Augenverdrehen (gerade beim Showdown: menschenleere Straßenzüge, ein Hubschrauber, der mal da, mal weg ist, und zudem ein Zaubertrank im Schwertgriff), andere dagegen wahrlich LOL-ig (der "Batman"-Flug vom Dach ist der Kracher schlechthin). Ohje. Zum Glück macht die Action weitestgehend Laune - auch wenn die vielen bzw. ständigen CGI-Beigaben ein Old-School-Feeling permanent verhindern. Die Kämpfe an sich sind ansehnlich, Adkins rockt, vermag den Streifen aber nicht zu tragen, die Asiatin ist süß, die Baddies indes allesamt arg blass, der Härtgrad kommt nett daher - und eine völlig überflüssig Explosion gibbet am Ende auch noch. Klint alles dumm, aber lustig? Ist es auch - und das übrigens ohne einem Hauch von Ironie in dem gesamten Film! Isaac Florentine beweist einmal mehr, dass er (mit etwas Mühe) ein wirklich solider B-Filmer sein kann. Immerhin. Für einen spaßigen DVD-/BR-Abend genügt der Streifen locker - aber echte Genre-Highlights sehen doch anders aus...

:liquid6:

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Beitrag von Wallnuss » 04.11.2010, 18:39

Ninja

Tolles Drehbuch,starke Darsteller und viel Action.So muss ein Film sein um mir zu gefallen :)

:liquid9:

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