
Vollkommen überdrehte Slapstickkomödie mit Bühnenflair, die gerade zum Ende hin immer wirrer wird und einen Plottwist nach dem anderen in die Runde wirft, so dass man das Gefühl hat, tausend Enden beizuwohnen - was den Film natürlich sehr lang macht. Cary Grant overacted sich um den Verstand, was manchmal bemüht wirkt, dann aber wiederum auch schon mal höchste Comedykunst ist (sein Blick etwa, als die Tanten ihm brühwarm erzählen, 13 Leichen im Keller begraben zu haben). Ein zweischeidiges Schwert.
Midnight Meat Train

Regisseur Kitamura gelingt es, die ebenentiefe Kurgeschichte Clive Barkers hochatmosphärisch in Bild und Ton umzuwandeln. Der Film fließt dahin wie die Züge, in denen der Mann im schwarzen Anzug sein Werk verrichtet. Unterstützend für diese Impression sind dynamische Außenbilder des vorbeirasenden Zuges und ein träumerisch verschrobener Score, der die knallblaue Stahloptik der Stadt in ein surreales Licht taucht. Vinnie Jones ist als wortloser Butcher hervorragend besetzt und füllt mit seiner Präsenz die Leinwand im Alleingang aus. Der Horroranteil ist durchaus als konsequent zu bezeichnen, eine allerletzte Konsequenz wird aber - nicht nur des offensichtlichen CGI-Blutes wegen - ausgespart. Dass zuletzt deutlich zu viele konventionelle Passagen mit allen verfügbaren Spannungsklischees zustande kommen, ist bedauerlich, in Anbetracht der Aufplusterung der Kurzgeschichte auf Spielfilmformat aber wohl nicht zu vermeiden gewesen.


















