Dass man ein zunächst mittelmäßig eingestuftes Album später lieben lernt kenne ich selber; habe ja schon öfter erwähnt, dass ich zu Beginn mit The Downward Spiral nicht viel anfangen konnte; war mir zu wenig greifbar; aber ich konnte zumindest nach dem ersten mal nicht behaupten, dass es eintönig sei, die Abwechslung war auf jedenfall hörbar. Und irgendwann entstand halt sowas wie Liebe.
Aber Master of Puppets hört sich eben auch nach dem ersten hören ziemlich abwechslungsarm an, und wenn das schon das abwechslungsreichste Album von Metallica ist, dann erhoffe ich mir in der HInsicht keine große Besserung bei Justice for all (wird morgen gehört denk ich).
Naja vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass der mir der Titeltrack einen Ohrwurm für den ganzen Vormittag beschert hat, der war wie gesagt schon noch in Ordnung und eben einprägsamsten, aber ich bezweifele, dass mich der Thrash Metal noch zum Anhänger machen kann; klar kann man sich an alles gewöhnen, aber wenn ich jetzt dem Hanni erzähle, er solle sich jeden Tag 8 STunden lang Tokio Hotel anhören, wird er mich auch nur auslachen, wenn ich ihm dann versichere er werde nach einem Monat zum Fan ;)
Was den Prog Rock betrifft, würde ich übrigens nicht sagen, dass ich das für mich komplett neu entdeckt hätte, denn diese majestätischen Gitarrensolos mochte ich schon immer, wo auch immer ich sie gehört hatte (Film, videospiel etc), mit PT habe ich da dann nur eine direkt zugreifbare Quelle gefunden, die mir das ganze in neuen Facetten und experimentiellen Ausarbeitungen präsentiert; aber wenn mir Musik gleich von Anfang an gefällt, dann bin ich in gewisser weiße schon vorbelastet.
Metallica ist halt etwas, das mir weniger begegnet ist und nie so ansprach, insofern gibt da eben so einige Kennenlernschwierigkeiten, doch wir wollen nicht vergessen, dass ich Das Black Album ja eigentlich ganz dufte fand
aber ich bleibe dabei, dass dieses "one two" nicht in ein Album gehört, schon gar nicht in ein Konzeptalbum, oder zumindest ein Album, dass sich doch einer relativ seriösen Thematik annimmt.
Diese Taktansage kann der Hetfield in einer Live Show bringen, oder eben beim proben.
So wirkt das auf mich als hätte man in einer Szene eines fertigen Filmes vergessen die Action-Klappe aus dem Bild rauszuschneiden
Für mich ist ja Musik nicht einfach nur "was tolles hören", sondern eintauchen in eine andere Welt. Eine von den Künstlern erschaffene Welt, die plötzlich zusammenbricht, sobald da so eine Reviewanweisung wie die Taktansage zu hören ist
Na ok, wenn ihr damit leben könnt...fatal ist das natürlich nicht, aber ich finde wie gesagt, sollte sowas nicht sein ;)







die sich aber ganz sicher noch ändern wird