Also beim ersten Durchhören von Metropolis: Scenes of a Memory, hat sich mir der Abwechslumsreichtum sofort erschlossen, da waren die Übergänge zahlreicher, facettenreicher, kontraststärker und somit auch besser.
Im direkten Vergleich war da Puppets furchtbar eintönig.
Klar ist mir aufgefallen, dass es ruhige Passagen gab, den Gitarrensolo, der den epischen Übergang im Titeltrack markierte, habe ich entsprechend auch positiv hervorgehoben, und es gab auch einige weitere davon, die aber eben so schnell von den zerrenden Gitarren wieder weggedrängt wurden, dass sie mich schlicht nicht wirklich überzeugen konnten.
Ja wenn man das Album 500mal gehört hat, und jede Passage auswendig im Kopfe durchlaufen lassen kann, dann kennt man natürlich all die kleinen Übergänge und Feinheiten die sich da so beim Einspielen mit eingeschlichen haben mögen.
Im vergleich zu einem "PEEEEEEEP" in Endlosschleife, wie man es aus TV-Störungssignalen kennt, ist Master of Puppets natürlich unglaublich abwechslungsreich, aber im Vergleich zu dem was ich sonst so kenne; wie eben erwähnt das verdammt gute Metropolis Album von Dream Theater oder eben Downward Spiral von NIN ist Master of Puppets dagegen abwechslungsarmer.
Ich nehme mir übrigens nicht prinzipiell im Vorfeld vor, ein Album als eine Art "Fastfood" zu konsumieren um es dann wieder in die Ecke zum einstauben zu werfen.
Solange mir Musik Spaß macht, höre ich sie so oft ich will (geht wohl jedem so).
Ich erforsche gerne musikalisches Neu-Territorium, doch wenn mir dann die Musik beim ersten Durchhören nicht gefällt, ist meine Motivation es mir gleich nochmal anzuhören nicht so groß, auch wenn ich mir das betroffene Albun in vielen Fällen dann doch wieder auf ein neues mal angehört habe, um eine Chance zu gewähren.
Aber manchmal frage ich mich, kann man es denn jemandem übel nehmen, wenn man nach dem ersten Hören entscheidet, ob die Musik nochmal gehört wird oder nicht?
Wenn dir jetzt ein fanatischer Hip Hopper ne Bushido CD ans Herz legt, und schwärmt wie geil sie doch wäre, und versichert sie würde erst nach dem 10 Durchlauf ihre Stärken entfalten, glaube ich hättest du auch keinen Nerv und Lust dafür, da dieses Genre für dich eine unnahbare Welt darstellt.
Was ich damit sagen will ist, wenn du neue Musik hörst, und sie dich geradezu nervt und anwidert, das du eigentlich am liebsten wieder ausschalten möchtest, wenn du nicht den Anspruch hättest dich in Sachen Musik Kultur weiterzubilden, hast du wirklich Bock dich damit noch länger zu beschäftigen?
Das klingt jetzt sehr hart, und so schlimm find ich die Musik von Metallica nun auch wieder nicht

, aber ich wollte mal nur ganz grundsätzlich diese Frage stellen.
Hannibal hat geschrieben:Die "vom Künstler erschaffene Welt" würde nämlich gar nicht erst aufgebaut werden können, wenn keiner anzählen würde...
Ja aber muss sie deswegen ins fertige Produkt mit einbezogen werden?
Ohne Regieanweisungen würde auch kein guter Film entstehen, trotzdem brauche ich weder ein "Action" noch ein "Cut" in einem Film.
Sowas sehe ich mir gerne in einem Makin of an, nicht aber in einem fertigen Film ;)
Naja habe heute eben noch
Justice for all reingezogen

Und könnte da eigentlich dasselbe schreiben wie zu Master of PUppets, welche Überraschung ;)
Spontan würde ich sagen, dass mir das Vorgängeralbum noch ein wenig besser gefallen hat.
Ich lehne mich jetzt einfachmal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass Metallica sich nicht großartig weiterentwickelt hat; also wenn ich diese beiden 80er Alben mit Death Magnetic vergleiche (und die Sachen dazwischen, ausgenommen Black Album kenne ich ja "noch" nicht) ist da keine große Weiterentwicklung hörbar...Aber ich weiß ja eben nicht wie sich die Alben dazwischen angehört haben, vielleicht war ja Daeth Magnetic auch nur ein Versuch wieder an alte Tage anzuknüpfen.
Insofern spare ich mir jetzt mal eine Bewertung, weil das bei meinem jetzigen Metal-wissensstand wohl wenig Aussagekraft hat.
Ich denke ich werde es auf jedenfall nochmal mit den Alben probieren um zu sehen, was sich da so ergibt, wobei ich eben der Meinung bin, dass sich das menschiche Ohr nicht an JEDEN Musikstil gewöhnen kann...irgendwo hat man sich halt hineinverfressen, womit dann Platz für andere Genres einfach nicht mehr gegeben ist :)