Ninja Assassin

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Ed Hunter
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Ninja Assassin

Beitrag von Ed Hunter » 12.12.2009, 14:00

Ninja Assassin

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Originaltitel: Ninja Assassin
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: James McTeigue
Produktion: Andy Wachowski, Larry Wachowski, Joel Silver
Darsteller: Rain, Naomie Harris, Rick Yune, Randall Duk Kim, Sung Kang, Ben Miles, Shô Kosugi

Immer mal wieder fördert Hollywoods Actionkino abseits harmlosen PG-13-Mainstream-Breis noch heute auch schöne, kompromisslose R-Rated-Kracher alter Schule zutage - und im aktuellen Falle von „Ninja Assassin" sogar inform eines Revivals des Ninja-Subgenres, das seinen letzten großen Boom in den 80er-Jahren zu Zeiten von Klassikern wie Sam Firstenbergs Dudikoff-Kult „American Ninja" erlebte. Nun erwecken die Wachowski-Brüder den Mythos des schwarzgewandeten japanischen Attentäters auf der Leinwand zu neuem Leben - wie schon bei „V for Vendetta" 2006 überlassen sie den Regiestuhl dabei ihrem langjährigen Second-Unit-Mann James McTeigue und fungieren in bewährter Allianz mit Actionblockbuster-Legende Joel Silver als Produzenten des blutigen Krachers, der denkbar schnörkellos das bietet, was es heutzutage eigentlich nur noch auf dem Direct-to-DVD-Markt gibt (auf dem ja in Kürze Isaac Florentine mit seinem „Ninja"-Film nachlegen wird): Anspruchslos rockenden, gewalttätigen Actionoverkill nonstop.

Das aus bekannten Versatzstücken kompilierte, konventionelle Skript macht sich keine große Mühe, die untergeordnete Rolle, die es spielt, zu verbergen: Einmal mehr dient das Motiv von frühester Kindheit an in einer Ninja-Festung zu erbarmungslosen Killermaschinen ausgebildeter Waisen, von denen sich einer schließlich gegen seinen Meister und seine unmenschlice Bestimmung wendet, als Aufhänger für rasante Martial-Arts-Action im Minutentakt. Dieser Abtrünnige wird in diesem Fall vom südkoreanischen Popstar Rain gespielt, der die Wachowskis 2008 mit seiner Fighter-Performance im schrägen „Speed Racer" überzeugte und hier sein Debüt als Hauptdarsteller feiern darf. Große schauspielerische Fähigkeiten werden ihm hierbei nicht abverlangt - Coolness und Akrobatik sind alles, was in „Ninja Assassin" zählt, und auf diesen Gebieten macht Rain eine durchweg höchst souveräne Figur. Die Geschichte seines Charakters Raizo verwebt das Drehbuch mit den Ermittlungen zweier Europol-Agenten, die in Berlin durch brutale Mordfälle auf die Spuren der mythenumrankten schwarzgewandeten Attentäter-Clans geraten - länger als eine halbe Stunde bremst diese weitgehend uninteressante Krimikomponente den Film jedoch nicht aus, da sobald Raizo und Agentin Mika Coretti (Naomi Harris) eine Allianz des Überlebens bilden und von Ninja-Horden gejagt durch Berlin flüchten James McTeigue nur mehr pure Nonstop-Action entfesselt - auf brillantem Niveau.

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Aus dem Schatten der Wachowskis tritt der bereits bei „V for Vendetta" überzeugende Mann spätestens hiermit endgültig heraus, verleiht seinem Film nicht nur generell einen stylish-coolen Edellook, sondern vermag vor allem die zahlreichen Kampfszenen inszenatorisch großartig zu veredeln: Sinnvoll platzierte Zeitlupen, dynamische Kameraarbeit, stets top gewählte Perspektiven und ein Gespür für atmosphäriche Setting-Garnituren wie lodernde Feuer lassen die ohnehin herorragend choreografierten Fights zusätzlich zu der Qualität im perfekten Glanz erstrahlen, die die augenfälligste in „Ninja Assasssin" ist: Der Film ist verdammt brutal. Bereits mit der Eröffnungssequenz, in der ein entzwei gesäbelter menschlicher Kopf dem Zuschauer in einem Blutschwall entgegenfliegt, zeigt McTeigue die Marschrichtung seiner Actionszenen an. „Ninja Assassin" ist ein wahres Gorefest, das lustvoll von einem übersteigerten Splatterexzess zum nächsten prescht und was im westlichen Martial-Arts-Kino bisher als hart galt mühelos in den Schatten stellt. Gegen die Frequenz und Detailfreudigkeit, in der hier Extremitäten abgehackt, Leute zersäbelt und zerteilt, gehauen und gestochen, gemetztelt und mit Blutfontänten um sich gespritzt wird, wirkt Tarantinos „Kill Bill Vol.1" direkt moderat - und die enorme, jeglichen Realismus mit Füßen tretende Übersteigerung, die unseren Helden im Stile alter HK-Klassiker noch mit aufgeschlitztem Bauch, im Körper steckenden gegnerischen Waffen und für fünf Tode reichenden Verletzungen unbeeindruckt weiterfighten lässt, sowie die artifizielle Ästhetik der CGI-Herkunft der roten Sturzbäche versehen das brutale Geschehen dabei stets mit einem Flair des Comichaften, das dem Film die Leichtigkeit puren Unterhaltungskinos bewahrt. Wer die ästhetisierten Splatterexzesse von „Ninja Assassin" ernst oder gar zum Anlass für Kritik nimmt, ist selber schuld.

Abseits der reinen Thematik kommt zudem insbesondere beim Showdown ein überwältigendes 80er-Jahre-Feeling auf, wenn die Handlung Berlin gen fernen Osten verlässt und bis an die Zähne bewaffnete Polizei- und Militärkräfte eine Ninja-Bergfestung angreifen: Maschinengewehre gegen Wurfsterne, Panzerfäuste gegen Martial-Arts, all dies zelebriert in lustvoller Ausführlichkeit und gekrönt von gleich mehreren Showdown-Stationen, in denen Rain abseits der um ihn tobenden, den Film um zahlreiche explosive Pyro-Schauwerte bereichernden Materialschlacht gegen seine ehemaligen Brüder und Meister antritt. So viel 80s-Feeling gab es seit „John Rambo" nicht mehr - großartig, dass etwas Derartiges nocheinmal den Weg auf eine Kinoleinwand findet.

Ohnehin spielt die Atmosphäre in „Ninja Assassin" eine große Rolle und McTeigue bewältigt perfekt den Spagat zwischen Oldschool-Feeling und stliysh-moderner, CGI-lastiger Inszenierung, Flair entfaltender Betonung des mythischen Aspekts der Ninja-Schattenkrieger, mit deren Übermenschlichkeit atmosphärisch kokettiert wird, und einem Augenzwinkern, das all dies niemals allzu ernst nimmt und den puren Entertainment-Anspruch des Gebotenen betont.

Fazit: „Ninja Assassin" ist ein großartiges Revival des Ninja-Actionfilms der 80er-Jahre, ein Fest für Genrefans, das optisch edel, temporeich und atmosphärisch 90 Minuten pure auf-die-Fresse-Unterhaltung alter Schule bietet: James McTeigue inszenierte einen stylishen, megablutigen, comichaft überzeichneten und sich nie zu ernst nehmenden Martial-Arts-Splatter-Overkill, der nicht mehr und nicht weniger als perfekte Unterhaltung mit dem Charme und dem Konzept im Grunde längst vergangener Zeiten liefert. Das muss Isaac Florentines anstehender „Ninja"-Film erstmal toppen.
:liquid10:

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freeman ninjat mit:

Waise Raizo wurde als Kleinkind vom Ninjaclan der Ozunu aufgenommen und fortfolgend mit gnadenloser Härte zum Scharfrichter des Clans erzogen. Doch bei Raizos bluttriefendem Initiationsmord macht der Clan einen großen Fehler ... Heute ist Raizo in Berlin unterwegs, wo die Europolagentin Mika hinter Mördern her ist, die wohl einem geheimen Ninjaclan angehören. Doch niemand will ihr die Geschichte von den Ninjas abkaufen. Da mischt sich auf einmal Raizo ins Geschehen ein ...

Die soeben vorgestellte „Story“ hat freilich nur Alibifunktion, um ungestört von Massaker zu Massaker springen zu können, funktioniert innerhalb dieses eng gesteckten Rahmens aber ganz gut und wird gar nicht einmal so dämlich aufgezogen. Immerhin weiß man erst nach der Hälfte des Filmes, was im Ninja Assassin Universum nun eigentlich wirklich los ist und wer gegen wen und warum kämpft. Dass dieser „Kniff“ in J. Michael Straczynskis (der Babylon 5 Schöpfer) Drehbuch durch teils haarsträubend miese Dialoge wieder ausgeglichen wird, darüber breiten wir hier lieber den Mantel des Ninjas.

Und da sind wir schon beim Thema: Ninjas. Noch nie wurden die Ninjas so effektiv inszeniert wie in diesem Film. Dank coolem Sounddesign, einigen starken Computereffekten und einer nie gekannten Gnadenlosigkeit werden sie fast zu Dämonen oder Rachemonstern hochstilisiert, die nichts menschliches mehr an sich habe. Und beginnen dann die großen Ninjaumnieteinlagen, mutieren sie fast zu einer Art Zombiemasse, die rein aufgrund zahlenmäßiger Überlegenheit zu obsiegen scheint.

Sie sind dann freilich auch für die Action in Ninja Assassin zuständig, die sich weitgehend auf Martial Arts Einlagen beschränkt und erst im Showdown auch Raum für dicke Explosionen lässt. Rein mengentechnisch gesehen, könnte man bei Ninja Assassin fast von einem Dauershowdown sprechen, denn großartige Pausen im Dauergemetzel gibt es nicht wirklich. Und wenn ich Gemetzel schreibe, kann man das ruhig ernst nehmen. Enthauptungen, Halbierungen, Köperteilabtrennungen, harsche Schnittverletzungen und wüste Blutfontänen, Ninja Assassin ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit und lässt den Fan harter Actionkost durchaus ein oder zweimal gehörig mit der Zunge schnalzen.

Leider ist Regisseur James McTeigue (ein Zögling der produzierenden Matrix Wachowski Brüder), der prinzipiell und vor allem in den gelungen gesetzten Bullet Time Zeitlupenszenen ein echtes Auge für heftige und überstilisierte Action beweist, offensichtlicher Fan von wilden Schnittkaskaden und Wackelkamera, was es schwer macht, die Martial Arts Choreografien wirklich zu genießen, geschweige denn zu erkennen. Als extremes Beispiel sei eine Verfolgungsjagd zu Fuß genannt, die auf der großen Leinwand für permanente Orientierungsprobleme beim Zuschauer sorgt. Auch das etwas überschwänglich zum Einsatz kommende Computerblut gereicht dem Ninja Assassin nicht immer zum Vorteil. Zumindest verpasst es ihm einen Comicanstrich, der das wahrlich überbordende Gemetzel durchaus erträglicher macht.

Ansonsten gibt es da nämlich nicht viel, was das brutale Treiben auflockern oder abfedern würde. Storytwists hat es keine, Ironie und Humor sind dem Film vollkommen fremd und irgendwie nimmt sich der Film durchweg viel zu ernst. Absolutes Highlight dahingehend sind die unfreiwillig komischen, extrem mühselig auf menschenverachtend und zynisch getrimmten Labertiraden von Ninjafilmurgestein Sho Kosugi in der Rolle des Lehrmeisters von Raizo.

Und damit wären wir bei den Darstellern, die allesamt wussten, wo sie hier eigentlich mitspielten und dementsprechend reduziert agieren. Held Raizo wird von dem koreanischen Superstar Rain mit einer beeindruckenden Physis versehen, redet aber maximal fünf Sätze und kann keinerlei Charaktermomente für sich verbuchen. Alle dramatischen Aspekte seiner Figur schultern der Kind- und der Teenagerdarsteller der jungen Raizoausgaben. Naomie Harris ist offensichtlich nur für den „Storypart“ und als Sidekick von Raizo gedacht und verpufft dabei vollständig. Rick Yune (The 5th Commandment) bekommt als Erzfeind von Raizo ebenfalls keine Gelegenheit, ein Profil zu entwickeln und Sho Kosugi spielt eh – wie bereits erwähnt – in einer eigenen Welt. Dafür darf er seine Figur zumindest bis an den Rand der Lächerlichkeit überhöhen. Und der Rest ... stirbt. Ist doch auch was ...

Was bleibt, ist eine rasend brutale Metzelorgie in Blutrot, die sich einen Scheiß um Story, Charaktere oder Humor kümmert und ein pausenloses Actionbombardement auf den Zuschauer abfeuert, der sich aufgrund dessen fast in den guten alten 80ern wähnt, als Ninjakracher noch in rauen Mengen die Videothekenregale blockierten. Dabei gefällt vor allem die irre brachiale Umsetzung diverser Ninjamythen mittels modernster Trickeffekte. Leider hat man sich bei der Action selbst dann etwas zu sehr in Richtung Moderne orientiert, was Ninja Assassin quasi zum Jason Bourne unter den Ninjaholzern macht. Und darauf steht man ... oder eben nicht. Vom etwas schmucklosen Berlinsetting ganz zu schweigen. Doch ich fand’s knorke, allerdings habe ich auch nicht mehr erwartet als eine blöd rockende, urstbrutale Stilbombe, die den Ninja abseits der Turtles mal wieder hip macht. Und das löst Ninja Assassin spielend ein.
:liquid7:

In diesem Sinne:
freeman

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C4rter Ninjat mit:

Das Ninja-Genre hatte seine Hochzeit in den glorreichen 80er Jahren. Mit Perlen wie "American Ninja" wurden dort die Kinosäle gefüllt und die Videothekenregale belagert. Doch schnell war dieser Hype auch wieder vorbei und auch wenn viele Fans noch Ninja-Filme sehen wollten gab es plötzlich nur noch alle Jubeljahre mal einen. Umso überraschender das nun in kurzer Zeit direkt 2 Filme zum Thema rauskamen. Der Direct-To-Video Kracher "Ninja" von Isaac Florentine und die Hollywood-Version mit Namen "Ninja Assassin" den ich hier bewerte.

Die ersten Trailer zum Film sahen ganz brauchbar aus, völlig overstyled zwar, aber doch brauchbar. Von den ersten Action-Szenen, die zu Beginn nicht lange auf sich warten lassen, war ich dann aber doch erstaunt und entsetzt zu gleich. Recht brauchbar choreographiert ist das Ganze zwar, doch mit dem Gallonenweise vorhandenen CGI-Blut, was wohl eindeutige Comic-Parallelen aufweisen sollte, konnte ich mich nicht anfreunden, vor allem wenn es so völlig unpassend daher kommt wie in diesem Film. Es wirkt ständig wie ein absoluter Fremdkörper im Film und ist einfach total daneben.

Nach einiger Zeit schafft man es zwar, sich etwas mit diesem "Effekt" anzufreunden, aber trotzdem macht es im Grunde jede Action-Szene kaputt, was gerade ab der Mitte des Films bis zum Ende hin schade ist, da hier wirklich einige sehr starke Szenen kommen u.a. Massenkämpfe des "guten" Ninjas Raizo gegen ganze Ninja-Horden.

Die Ninjas in den meisten Filmen waren einfach jahrelang trainierte Experten, aber immer noch Menschen in Verkleidung mit weltlichen Kräften. In "Ninja Assassin" wirken die Ninja aber wie etwas mysteriöses, was im Grunde erst befremdlich wirkt aber dann doch irgendwie seinen eigenen Charme entwickelt. Überall wo Schatten ist können sich die Ninja enorm schnell bewegen, auch mal von einer Sekunden auf die andere plötzlich hinter ihrem Opfer auftauchen. Auch das heilen von lebensbedrohlichen Wunden ist so gut wie kein Problem wenn man ein paar Stunden zeit hat regeneriert sich die Körper mit Ninja-Magie. Wenn Raizo gegen die Ninja-Horden kämpft flüstern diese auch meist im Akkord so Sachen wie "Traitor" oder "Kill the Traitor" was ziemlich geisterhaft daherkommt irgendwie aber eben doch seinen ganz eigenen Charme entwickelt weil es auch etwas ist, was man so nicht in einem Ninja Film vermutet hätte.

Die Story ist in Action-Filmen nie allzu wichtig aber kann den Unterschied ausmachen. Auch in "American Ninja" oder "Ninja" war die Story recht einfach gehalten trotzdem sind es gute Filme, eben auch wegen der Einfachheit der Story, denn es geht eben schnell zur Sache. So ist auch die Story in "Ninja Assassin" ziemlich flach geraten. Die Einführung zu Beginn geschieht recht plump, Charaktereinführung gibt es eigentlich gar nicht, ehe man sich versieht kamen schon 2 Action-Szenen.

Leider wird wird trotzdem versucht die Hintergrundgeschichte von Raizo mit Flashbacks bzw. Rückblenden aufzufüllen, was im Grunde ziemlich daneben geht denn Raizo und seine Vergangenheit ist dem Zuschauer völlig egal. Er war in einem Camp wo eine Ninja-Organisation Kinder zu Killern ausbildet. "Ja gut, wirklich traurig, können wir uns jetzt bitte wieder auf die wichtigen Szenen in diesem Film konzentrieren"? Doch der Film walzt die Rückblenden ordentlich aus und sie nehmen einen großen Teil der ersten Filmhälfte ein, ohne auch nur sehr geringen Mehrwert für den Rest des Films zu haben, außer das sich Raizo am Ende an seinem Ausbilder rächt. Ganz toll...

Gott sei Dank wird sich dann in der zweiten Filmhälfte fast ausschließlich auf spektakuläre Kämpfe konzertiert, die zwar das störende CGI-Blut haben aber ansonsten zumeist wirklich Spaß machen. Auch Fans von abgetrennten Körperteilen in Kämpfen kommen voll auf ihre Kosten.
Darstellerisch kann "Rain" der Raizo spielt recht gut überzeugen. Auch wenn er nicht so eine Wuchtbrumme ist wie Scott Adkins hat er doch einige nette Moves drauf. Überrascht war ich auch Ben Miles aus "Coupling" hier zu sehen. Doch die Nebenrollen hier im Film haben alle schon von Drehbuch wegen her nicht allzu viel Gewicht.

Der Film ist in und um Berlin gedreht worden und soll auch wirklich in Berlin spielen. Sehen tut man davon herzlich wenig bis gar nichts. Aus Berlin wurde per CGI US-Großstadt XYZ und obwohl der Film in Deutschland gedreht wurde gibt es in einer Aufnahme einen Schriftzug zu sehen, der zwar in Deutsch geschrieben ist aber keinerlei Sinn ergibt.
Soweit so durchschnittlich. Isaac Florentine wischt mit dem Film hier den Boden, denn sein Direct To DVD "Ninja" ist der um Klassen bessere Film mit weitaus weniger Budget. Trotzdem ist auch "Ninja Assassin" kein schlechter Film. Die Actionszenen sind gut gelungen, der Look ist auch recht nett und der mystische Touch der die Ninja umgibt ist stimmig und unheimlich. Trotzdem fehlt es einfach an Atmosphäre und die Story nervt stellenweise einfach nur.

:liquid6:
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Beitrag von McClane » 12.12.2009, 15:39

Was soll denn dann der Florentine-Film kriegen? 11 oder 12? :D War gestern drin, nettes, anspruchsloses Entertainment, ganz flott durchgezogen ohne großen Mehrwert. Störend fand ich ebenfalls die Tatsache, dass in ein paar Kampfszenen lieber auf Schnittgewusel, Übersichtsverlust und SFX gesetzt wurde (gerade der Auftakt ist ein übles CGI-Gewichse), und weniger auf sehenswerte Moves und eine richtige Choreographie. Dabei können die Macher ja was, in den restlichen Fights ist das durchaus zu sehen, gerade der Massenkampf des Helden gegen die Ninjahorde bei der Flucht aus dem Bunker ist ein echtes Highlight. Etwas kurz hingegen die Konfrontation Rick Yune vs. Rain, da wär mehr drin gewesen. Nette Optik, etwas übertrieben viel CGI-Blut für die "Gore macht Filme geil"-Fraktion, aber dennoch ein brauchbares Actionvehikel, dem Isaac Florentines "Ninja" trotzdem deutlich überlegen ist. Scheinbar bin ich allerdings unempfänglich für die leisen, ironischen Zwischentöne, die Ed da gesehen hat, für mich nahm sich der Film eine Spur zu ernst... die Waschmaschinenszene ist zwar comichaft, aber als Ironie geht das bei mir noch nicht durch.

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Beitrag von SFI » 12.12.2009, 16:04

Wow ne 10! :shock: Da bin ich ja mal gespannt! Liest man allerdings so die restlichen Kritiken, dann wird es sich wohl so bei McClanes Wertung einpendeln.
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Beitrag von Joker6686 » 12.12.2009, 18:11

Also bei aller Liebe :lol: Der Film ging garnicht. Dumm, dümmer, Ninja Assassin. Die Action, die es denn zu sehen gab, bei dem Schnittstakatto war da ja nicht allzuviel erkennbar, auch dank der etwas dürftigen Beleuchtung, war ganz in Ordnung. Die Schauspieler waren unter aller Sau, das CGI Blut, zwar comichaft, aber trotzdem deutlich zuviel und über die sogenannte Geschichte hüllen wir mal lieber den Mantel des Schweigens.

Bei dem Spruch "Sie hat ein besonderes Herz" und der Auflösung am Ende hat das gesamte Kino vor Lachen auf dem Boden gelegen oder verächtlich gestöhnt, so scheisse war das.

Ich könnte mich jetzt noch bepissen vor Lachen, wenn ich an so manche Szene denke, die einfach so schier unglaublich dämlich war. Ich liebe sonst günstig produzierte Action und freu mich auch über billige Seagals, aber die schau ich nicht auf der großen Leinwand und gehe somit mit ganz anderen Erwartungen bzw. Bewertungskriterien an die Sache, aber so einen Film auf großer Leinwand, ist irgendwie absolut unnötig. Man sieht halt, dass der Spruch "Kino, dafür sind Filme gemacht" doch nicht immer stimmt.

:liquid3:

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Beitrag von freeman » 14.12.2009, 09:21

Wird morgen gesichtet und ich freu mich druff. Endlich mal wieder anspruchsloses Dumm Dumm Gemetzel im Comicstyle auf der großen Leinwand ... Scheeeeeee ;-)

In diesem Sinne:
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Beitrag von Seemi » 14.12.2009, 20:02

Ich überflieg den Thread hier auch erstmal, weil der Morgen Abend gesichtet wird!
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Beitrag von freeman » 04.01.2010, 13:19

Also ich fand ihn ganz spaßig, wie jetzt auch oben nachzulesen ist ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Joker6686 » 04.01.2010, 15:13

Sehr schönes Review, was absolut nachvollziehbar ist. Wenn ich den im DTV Bereich gesichtet hätte und ihn mit den neueren Seagals Van Dammes und Lundgrens auf eine Ebene stellen würde, dann würde ich den, denk ich auch gänzlich anders betrachten. Aber für einen Kinofilm war der einfach nur großer Murks.

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Beitrag von Seemi » 04.01.2010, 18:09

Ich steuer mal :liquid8: Punkte bei.
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Beitrag von C4rter » 27.02.2010, 11:06

umgetopft ...

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Beitrag von LivingDead » 23.07.2010, 12:58

Unglaublich brutales Teil, der Ninja-Killer. Schon in den Anfangsminuten lässt der Film jeden geneigten Actionfan die Kinnlade gen Boden herunterklappen, wenn im Sekundentakt Köpfe geteilt, Gliedmaßen schwungvoll vom Rest des Körpers entfernt werden und Blutfontänen die Szenerie bestimmen. Die Story ist 08/15, jedoch völlig hinlänglich für einen Genre-Film, lässt er doch endlich wieder den Ninja-Mythos auferstehen. Und wie: Ninjas sind hier reine Tötungsmaschinen, mysthisch und erbarmungslos. Und das alles von McTeigue optisch famos eingefangen, bei dem alleine die Actionszenen stellenweise etwas übersichtlicher hätten gestaltet werden können.
:liquid7:
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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Beitrag von Vince » 09.08.2010, 17:37

Ich hab da mehr erwartet als ein paar coole Actionsequenzen, die das Ersaufen in Blut allerdings als Alibi nehmen, um sonst nichts tun zu müssen; mehr als einen Film, der in den Storyparts auf erbärmliches "The Fast and the Furious 2"-Niveau abfällt und nicht für einen Cent interessant ist; mehr letztendlich auch als wirre Schnitte und hellrote CGI-Soße. Gefallen hat mir die Unkaputtbarkeit der Figuren, die Stehaufmännchen-Mentalität der Hauptfigur vor allem, genug ist das aber nur für den Moment...
:liquid5:

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Beitrag von freeman » 10.08.2010, 08:50

genug ist das aber nur für den Moment...
Ich denke, mehr war da nie geplant ... zumal man den Moment ja replizieren kann und das vermutlich eher tun wird, als mit dem neuen Arthousedoppelwhopper ;-)

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von Vince » 10.08.2010, 18:57

Ja klar, stimmt schon, aber trotzdem lässt mich noch so mancher Big Mac satter zurück als das da. ;) Grottig wars jedenfalls nicht, passt also.

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Beitrag von LivingDead » 10.08.2010, 20:52

Och, so für den kleinen Hunger zwischendurch isser perfekt. Aber jetzt würde ich ihm wohl auch nur noch 6 Punkte geben - so aus der Distanz betrachtet.
Mit freundlichem Gruß
LivingDead

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