
Originaltitel: The Keeper
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Keoni Waxman
Darsteller: Steven Seagal, Luce Rains, Liezl Carstens, Steph DuVall, Arron Shiver u.a.
Nachdem der knallharte und unbestechliche L.A.- Cop Rolland Sallinger nur knapp einem Anschlag seiner korrupten und habgierigen Partner entgangen ist, muss er den Dienst quittieren und in Texas untertauchen. Dort heuert er als Bodyguard für die Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmanns an - ein Job, der für Sallinger keine grosse Herausforderung darstellt und ihm erst einmal hilft, seine Spuren zu verwischen. Als Gangster jedoch während eines kleinen Moments der Unachtsamkeit seinen Schützling entführen, schaltet Sallinger in den Kampfmodus und macht sich auf die Jagd nach den Kidnappern...
Die Vorfreude war nach Sichtung des Trailers gross, zumal der Vorgänger „Driven to kill“ auch kurzweilige Unterhaltung bot.
„The Keeper“ kann aber leider nicht in allen Punkten überzeugen, auch wenn der Film den insgesamt recht positiven Output seit „Urban Justice“ grundsätzlich dementsprechend weiterführt.
Die stark an „Man on Fire“ erinnernde Geschichte gewinnt wahrlich keine Preise, doch ist sie ein idealer Aufhänger für 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung und hebt sich auch noch wohltuend von den üblichen Revenge-Filmen ab. Und dennoch bleibt die Geschichte schön geradlinig und stiftet keine unnötige Verwirrung mit unzähligen Subplots und zig mitmischenden Parteien, wie es schon öfters der Fall war.
Als besonderes Schmankerl gestalten sich die Optik und die Locations. Dass der Film in New Mexiko gedreht wurde, muss man dem Film schon mal zu Gute halten, und Regisseur Keoni Waxman („The Sweeper“) wusste dies auch entsprechend zu nutzen. Der Film hat keinen Kino-Look, aber es macht trotzdem Spass, sich den Streifen anzuschauen. Die Sets machen einen guten Eindruck, und der Look gestaltet sich mit kräftigen Farben und schönen Motiven. Optisch sicher der beste Film seit „Mercenary for Justice“. Gemessen am niedrigen Budget kann man nur ein Kompliment aussprechen.
Auch kein Grund zur Klage gibt es in schauspielerischer Hinsicht. Steven Seagal ist sichtlich motiviert und spielt zweifellos besser als zuletzt, auch wenn er nicht an seine alten Filme anknüpfen kann. Für den Fan von knackigen One-Linern ist auch gesorgt und die Chemie mit dem Mädel, dass er beschützen muss, stimmt. Die restlichen Darsteller sind mir allesamt unbekannte Gesichter, machen ihren Job aber tadellos und sind ebenfalls sichtlich motiviert. Auf jeden Fall über dem Durchschnitt gängiger B-Movie-Produktionen. Kritik könnte man allenfalls bei dem Boxer Mason ausüben, da er nicht wirklich wie ein Boxer aussieht und vergleichsweise farblos daherkommt.
Das Problem ist bei der Action zu finden: Diese ist zwar gut gemacht, aber leider deutlich zu spärlich über den Film verteilt. Kampfszenen gibt es nur etwa 3, diese scheinen zwar vom Meister selber bestritten zu werden, sind aber etwas zu schnell geschnitten und nur mässig choreographiert. Besonders ein Fight in einem Restaurant leidet unter den angesprochenen Mängeln. Daneben gibt es noch diverse relativ kurze, aber immerhin blutige und gut gemachte Shootouts und eine passable Autoverfolgungsjagd. Der Showdown ist leider ebenfalls zu kurz geraten, kann aber in seiner Direktheit durchaus überzeugen und bietet ordentlich Futter für die Lautsprecher.
Die Action kann qualitativ also soweit überzeugen, aber enttäuscht ganz klar quantitativ und bleibt somit hinter den Erwartungen zurück.
Etwas seltsam war, dass Seagals Charakter im Film von diversen Roland Sallinger, von jemand anderem aber plötzlich Roland Ballinger genannt wird. Ob das Absicht ist oder auf pure Nachlässigkeit zurückzuführen ist, kann ich mir zum gegebenen Zeitpunkt nicht erklären. Allenfalls wird das in der deutschen Version wieder ausgebügelt.
Fazit: Unterhaltsame und kurzweilige Unterhaltung mit farbenfroher Optik, geradliniger Geschichte und gut aufgelegten Darstellern. Wer aber viel Action erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden und sollte besser nach entsprechenden Alternativen Ausschau halten.
Derzeit ist der Film nur in UK auf DVD verfügbar, die deutsche DVD kommt im Januar von Kinowelt.
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John_Clark keepert mit:
THE KEEPER
Nach seinen letzten grossen Kinoerfolgen wie "Exit Wounds 2" und "Under Siege 3", präsentiert uns Oscar-Preisträger Steven Seagal mit "The Keeper" seinen neuesten Hit.
Na gut, vielleicht habe ich leicht übertrieben. *g* Leider nahm Seagals Karriere den entgegengesetzten Verlauf. Seine mehrmaligen Ausflüge in die B-Movie Unter-Unterwelt hatten Seagal viel an Fans, Respekt und guter Fitness gekostet - dafür jedoch seinen Geldbeutel wohl merklich dicker werden lassen.
Eigentlich erst seit zwei Jahren kann man Seagals Filmografie wieder mit ein wenig mehr Stolz begegnen. Urban Justice, Pistol Whipped, Driven to Kill - drei mehr als ordentliche Filme (fast) am Stück, das lässt auch das Fanherz wieder hoffen. Der Trailer zu "The Keeper" liess mich jedenfalls wieder auf einen weiteren guten B-Kracher des Aikido-Masters hoffen.
Inhalt:
Der Cop Rolland Sallinger (Steven Seagal) hat ein Problem: Er ist zu ehrlich. Da er bei der Unterschlagung mehrerer Millionen Dollar nicht mitmachen will, wird er von seinem Partner kurzerhand über den Haufen geschossen und für tot gehalten. Doch Sallinger wird gespielt von Seagal, ergo erholt sich der gute Bulle schnell, entgeht dank Therapie und Training dem Rollstuhl - und seinen Widersacher hat er noch vom Spitalbett aus in die ewigen Jagdgründe geschickt. Von der Polizei in Frührente geschickt und von seinen Kollegen gemieden, nimmt Seagal das Angebot eines alten Freundes an und wird Bodyguard für dessen hübsche Teenage-Tochter, die irgendwie ständig entführt werden will.
Als ich damals die beiden Trailer zu "Driven to Kill" und zu "The Keeper" sah, hätte ich gewettet, dass "The Keeper" der mit Abstand bessere Film sein würde. Jedoch konnte mich "Driven to Kill" dermassen überzeugen, dass ich mir vom Keeper automatisch noch mehr erhofft habe.
Regisseur Keoni Waxman hat mit seinem vorliegenden ersten Seagalstreifen einen ordentlichen Einstand im Seagal-Business gegeben. Der Film macht optisch was her und das kleine Budget von nur zehn Millionen Dollar sieht man dem Streifen nicht an. Gedreht wurde zudem im schönen Santa Fe, New Mexico, was dem Film einen besonderen Touch gibt.
Auf der Darstellerseite wurde hier natürlich nicht mit der grossen Kelle angerührt. Seagals Name ist der bekannteste, jedoch scheint die zusammengestellte Truppe nicht völlig talentfrei zu sein. Schön, wurde auch hier ein anständiger Cast zusammengestellt. Seagal selbst wirkt auch hier wieder richtig motiviert, legt bei seinen Fights schön selbst Hand an und kann wieder überzeugen.
Was jedoch der grösste Kritikpunkt am ganzen Film ist: die fehlende Action. Wenn schon ein "Man on Fire"-Rip Off mit einem Seagal in der Hauptrolle, dann bitte das "Blabla" ein wenig abkürzen und dem Stevie ein wenig Futter vor seine Fäuste legen. Der Film ist nicht komplett lahm - aber die Durchhänger sind einfach zu gross. Jedoch, das darf gesagt werden, Waxman hat es geschafft, Seagal in seinen Actionsequenzen gut in Szene zu setzen. Dies gibt doch einiges an Hoffnung, wird Waxman auch noch mindestens zwei weitere Seagalstreifen inszenieren (On the Run, "Born to raise Hell").
Fazit: Der Film ist einfach als genügend zu bewerten. Der Streifen sieht äusserst gut aus, aber die Actionarmut verhindert hier einfach eine bessere Note. Denn, wenn DomPatHug sich bei einem Film seines most favorite Actionstars beginnt zu langweilen, dann ist etwas einfach nicht in Ordnung. Genügend ist der Streifen aber allemal.












