Filmtagebuch: Vince
Moderator: SFI
Jip, bei Nummer 9 hatte ich vor allem extrem damit zu kämpfen, dass sich die Charaktere einfach nicht entwickeln wollen. Sie bleiben bis zum Ende genau das, als was sie eingeführt wurden. Puppen ... ich fand im Übrigen aber den Kurzfilm deutlich schlechter. Zu behäbig, langweilig und der Hype darum erschloss sich mir gleich gar nicht ...
In diesem Sinne:
freeman
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Ein seltsames Paar

Ein zeitgebundener und dennoch zeitloser Klassiker, der den Mann als haushaltendes, liebendes und befreundetes Wesen ganz neu beleuchtet. Aus der Konstellation Matthau / Lemmon ergibt sich herausragende Situationskomik, die sich ganz von selbst trägt. Der eine bestimmende Handlungsort, Oscars Wohnung nämlich, ist Zugeständnis an die Herkunft des Films, der auf einem Theaterstück basiert. Und das spielt den Dialogen nur in die Karten, die hierdurch endgültig in den Vordergrund geschoben werden und all ihre Klasse ausspielen können.

Immer noch ein seltsames Paar

Gar nicht so ungeschickt, die alten Herren nun in das Gegenteil eines Theaterstücks zu werfen, ein Road Movie nämlich. Ein Running Gag, der wiederholte Besuch auf einer Polizeistation, ist das Dreh- und Angelkreuz eines Films, der etwas bemüht wirkt in dem Versuch, zwei alte Bekannte wiederzuvereinen. Manche Zwischenepisode wirkt inszeniert, aber Lemmon und Matthau vereinen genug Charisma auf der Leinwand, damit einen die Wiedervereinigung nicht ganz kalt lässt.

Ghost in the Shell 2: Innocence

Bildgewaltiges Meisterstück. Schon "Ghost in the Shell" war bislang neben "Paprika" mein Lieblingsanime, aber der zweite Teil setzt da noch einen drauf: alleine der Vorspann schon lässt einen vor Verzücken erschaudern, und das ohne jedes Wort. Als dann die Dialoge noch dazu kommen, wird es erst recht stark - unaufdringliche Philosophie, die von einem Krimiplot unterfüttert wird, dem leicht zu folgen ist. Dazu immer wieder an Film Noir erinnernde Szenen, eingefangen in allerfeinster Animationstechnik, die sich allerdings, das sollten Fans des Originals bedenken, grundlegend von selbigem unterscheiden.

Horsemen

Ein Serienkillerfilm, der dem Aufbau der Bildsprache von "Sieben" ziemlich exakt folgt und in der Folge auch ein paar herbe Bilder zaubert, der nur ein gewaltiges Problem hat: Im Gegensatz zu "Sieben" ist man dem Handlungsverlauf von "Horsemen" immer zwei Schritte voraus, was ihn wie eine üble Serienkillerfilmparodie wirken lässt, mit der Ausnahme, dass man mit Sicherheit keinen Funken Ironie oder dergleichen erwarten kann. Mit anderen Worten: Optisch kann sich das sehen lassen, aber das A und O eines Films dieses Subgenres ist nun mal der Plot und der wirkt abgegriffen und überholt.

No Man's Land: Rise of the Reeker

Hm. Hat man einmal einen Plottwist aus dem Sack gelassen, funktioniert er sicher kein zweites Mal. Vom Oho-Effekt des ersten Teils kann das Prequel nicht profitieren; um so merkwürdiger, dass er es überhaupt versucht. Zwischendrin ist das ziellose Herumgehüpfe einer Gruppe von Menschen, die sich verhalten wie Hühner mit abgehackten Köpfen, auch noch relativ langweilig - und unsichtbare Wände sorgen für Komik, die den Film als Ganzes sicher "weird" erscheinen lassen, nur leider nicht unbedingt im positiven Sinne.


Ein zeitgebundener und dennoch zeitloser Klassiker, der den Mann als haushaltendes, liebendes und befreundetes Wesen ganz neu beleuchtet. Aus der Konstellation Matthau / Lemmon ergibt sich herausragende Situationskomik, die sich ganz von selbst trägt. Der eine bestimmende Handlungsort, Oscars Wohnung nämlich, ist Zugeständnis an die Herkunft des Films, der auf einem Theaterstück basiert. Und das spielt den Dialogen nur in die Karten, die hierdurch endgültig in den Vordergrund geschoben werden und all ihre Klasse ausspielen können.
Immer noch ein seltsames Paar

Gar nicht so ungeschickt, die alten Herren nun in das Gegenteil eines Theaterstücks zu werfen, ein Road Movie nämlich. Ein Running Gag, der wiederholte Besuch auf einer Polizeistation, ist das Dreh- und Angelkreuz eines Films, der etwas bemüht wirkt in dem Versuch, zwei alte Bekannte wiederzuvereinen. Manche Zwischenepisode wirkt inszeniert, aber Lemmon und Matthau vereinen genug Charisma auf der Leinwand, damit einen die Wiedervereinigung nicht ganz kalt lässt.
Ghost in the Shell 2: Innocence

Bildgewaltiges Meisterstück. Schon "Ghost in the Shell" war bislang neben "Paprika" mein Lieblingsanime, aber der zweite Teil setzt da noch einen drauf: alleine der Vorspann schon lässt einen vor Verzücken erschaudern, und das ohne jedes Wort. Als dann die Dialoge noch dazu kommen, wird es erst recht stark - unaufdringliche Philosophie, die von einem Krimiplot unterfüttert wird, dem leicht zu folgen ist. Dazu immer wieder an Film Noir erinnernde Szenen, eingefangen in allerfeinster Animationstechnik, die sich allerdings, das sollten Fans des Originals bedenken, grundlegend von selbigem unterscheiden.
Horsemen

Ein Serienkillerfilm, der dem Aufbau der Bildsprache von "Sieben" ziemlich exakt folgt und in der Folge auch ein paar herbe Bilder zaubert, der nur ein gewaltiges Problem hat: Im Gegensatz zu "Sieben" ist man dem Handlungsverlauf von "Horsemen" immer zwei Schritte voraus, was ihn wie eine üble Serienkillerfilmparodie wirken lässt, mit der Ausnahme, dass man mit Sicherheit keinen Funken Ironie oder dergleichen erwarten kann. Mit anderen Worten: Optisch kann sich das sehen lassen, aber das A und O eines Films dieses Subgenres ist nun mal der Plot und der wirkt abgegriffen und überholt.
No Man's Land: Rise of the Reeker

Hm. Hat man einmal einen Plottwist aus dem Sack gelassen, funktioniert er sicher kein zweites Mal. Vom Oho-Effekt des ersten Teils kann das Prequel nicht profitieren; um so merkwürdiger, dass er es überhaupt versucht. Zwischendrin ist das ziellose Herumgehüpfe einer Gruppe von Menschen, die sich verhalten wie Hühner mit abgehackten Köpfen, auch noch relativ langweilig - und unsichtbare Wände sorgen für Komik, die den Film als Ganzes sicher "weird" erscheinen lassen, nur leider nicht unbedingt im positiven Sinne.
- Sir Jay
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Meine letzte Erfahrung mit Ghost in the Shell war irgend eine von den Serien, ich glaube Stand Alone Komplex, wo ich mal kurz reingezappt hatte (war glaub ich MTV) und sofort nur von den Dialogen in den Bann gezogen wurde; war echt stark. Habs leider doch nicht geschafft sie regelmäßig zu gucken. Das Ur-Ghost in the Shell habe ich glaub ich seit Beginn meiner Pubertät nicht mehr gesehenVince hat geschrieben:
Ghost in the Shell 2: Innocence
Bildgewaltiges Meisterstück. Schon "Ghost in the Shell" war bislang neben "Paprika" mein Lieblingsanime, aber der zweite Teil setzt da noch einen drauf: alleine der Vorspann schon lässt einen vor Verzücken erschaudern, und das ohne jedes Wort. Als dann die Dialoge noch dazu kommen, wird es erst recht stark - unaufdringliche Philosophie, die von einem Krimiplot unterfüttert wird, dem leicht zu folgen ist. Dazu immer wieder an Film Noir erinnernde Szenen, eingefangen in allerfeinster Animationstechnik, die sich allerdings, das sollten Fans des Originals bedenken, grundlegend von selbigem unterscheiden.
Dabei wollte ich ihn längst auf DVD neusichten...beim nächsten DVD kauf ist er endgültig fällt...zusammen mit dem zweiten hier
btw, Vince, mal wieder eine gutgemeinte Anime Empfehlung meinerseits.
DEATH NOTE
Ist zwar eine Serie (also verhältnismäßig teuere Anschaffung) doch es ist eine absolut geniale Serie, mit überirdisch guten Dialogen und einem einzigartigen Spannungsbogen. Das ist die bisher einzige Serie, bei der ich es geschafft habe 17 Folgen am Stück ohne Pause zu gucken (6 Stunden!!!):lol: Absolut flashig; selbst nen Kumpel von mir, absoluter Anime Muffel, konnte ich damit überzeugen.
Mehr zum Inhalt erfährst du in der OFDB ;)
Death Note ist eine Erfahrung, die man definitiv nicht bereut!! :)
Der Informant!

Sehr verschrobenes Charakterportrait, das über innere Dialoge eine erstaunliche Naivität transportiert, die dem forschen, ja fast trampelnden Auftreten der Matt-Damon-Figur einen Motor gibt, bei dem man am liebsten laut "Ach so!" rufen würde. Inwiefern das trottelige, manchmal fast ins Comichafte rutschende Abbild der Realität gerecht wird, möchte ich nicht beurteilen; Soderbergh zeichnet das grobe Vorgehen des Mannes, der als Informant in der Tat stümperhaft vorgeht, aber durchaus nicht unsubtil. Manchmal allerdings wirken die Mittel der Erzählung dann doch vielleicht etwas zu einfach, um etwas wirklich Gutes aus dem Stoff zu machen; unterhaltsam bleibt es aber allemal.

Ein Haufen verwegener Hunde

Nach Herzenslust rotierende Episoderie, die mit der spontanen Kraft und Freude eines jungen Hundes Kriegsfilmelemente fasst, sie apportiert und herumschleudert, um sich anschließend im Dreck zu suhlen. Das macht eine Zeit lang Spaß, insbesondere wenn sich politisch unkorrekte Spitzen einfügen (nackte Nazifrauen fangen zu ballern an, wenn sie den dunkelhäutigen Fred Williamson sehen), die im Kriegsfilmkontext theoretisch ihre Berechtigung hätten, würde der Film tatsächlich um Authentizität bemüht sein. Weshalb Tarantino daran wohl Spaß hatte, ist fast schon zu offensichtlich, um irgendwie interessant zu sein.


Sehr verschrobenes Charakterportrait, das über innere Dialoge eine erstaunliche Naivität transportiert, die dem forschen, ja fast trampelnden Auftreten der Matt-Damon-Figur einen Motor gibt, bei dem man am liebsten laut "Ach so!" rufen würde. Inwiefern das trottelige, manchmal fast ins Comichafte rutschende Abbild der Realität gerecht wird, möchte ich nicht beurteilen; Soderbergh zeichnet das grobe Vorgehen des Mannes, der als Informant in der Tat stümperhaft vorgeht, aber durchaus nicht unsubtil. Manchmal allerdings wirken die Mittel der Erzählung dann doch vielleicht etwas zu einfach, um etwas wirklich Gutes aus dem Stoff zu machen; unterhaltsam bleibt es aber allemal.

Ein Haufen verwegener Hunde

Nach Herzenslust rotierende Episoderie, die mit der spontanen Kraft und Freude eines jungen Hundes Kriegsfilmelemente fasst, sie apportiert und herumschleudert, um sich anschließend im Dreck zu suhlen. Das macht eine Zeit lang Spaß, insbesondere wenn sich politisch unkorrekte Spitzen einfügen (nackte Nazifrauen fangen zu ballern an, wenn sie den dunkelhäutigen Fred Williamson sehen), die im Kriegsfilmkontext theoretisch ihre Berechtigung hätten, würde der Film tatsächlich um Authentizität bemüht sein. Weshalb Tarantino daran wohl Spaß hatte, ist fast schon zu offensichtlich, um irgendwie interessant zu sein.
Ein (un)möglicher Härtefall

Ziemlich überdrehte Gedächtnis-Screwball, der man angesichts des Mainstreamings der Coen-Brüder Verkrampftheit unterstellen könnte; mit Hinblick auf die Haudrauf-Ästhetik auch zu Recht. Trotzdem würde eine normale Hollywood-Romanze von einem normalen Regisseur doch ein wenig anders aussehen. Ob Catherine Zeta-Jones so wirklich in das hier errichtete Coen-Universum passt (Clooney tut es in jedem Fall!), wage ich mal zu bezweifeln. Das Auge wird aber nicht nur ihretwegen reich beschenkt und zu lachen gibt es auch, so dass am Ende nur zu bemängeln ist, dass den Coens kleinere Anzüge doch vielleicht etwas besser stehen, sie aber auch in weiten Anzügen immer noch eine bessere Figur machen als viele Experten ihres Gebiets.

Veronica Mars - Season 1

Ein Twin-Peaks-Plot, angesiedelt in 90210, erzählt wie bei Lynch im Grunde, den Main Plot nämlich schön häppchenweise zwischen die Nebenhandlungen geschichtet, die zeitweise die einzelnen Folgen beherrschen... das klappt fantastisch und ist im Grunde ganz besonders der Verdienst von Kristen Bell. Die kannte ich bisher nur aus "Pulse" und dort blieb sie unsichtbar. Ihre Veronica Mars hat in mir nun den Wunsch geweckt, "Pulse" nochmal zu sichten, denn plötzlich möchte ich alles über Kristen Bell wissen.
Warum? Sie weckt eine Figur, die laut Drehbuch ein unsympathisches, besserwisserisches Rotzgör sein müsste, das allerhöchstens in der Kinderliteratur noch als Sympathieträger durchgehen dürfte, mit einer Inbrunst zum Leben, die man rein von der Anlage her niemals erwarten dürfte. Emotionalität wird ihr gestattet, Gefühle sind bei ihr latent immer erkennbar, gezeigt werden sie aber nur in Schlüsselmomenten. Der Verzicht darauf, in jeder Folge unbedingt einen emotionalen Moment ihrerseits unterbringen zu müssen, wirkt herzhaft und erfrischend auf die Serie ein, die auch mit all ihren Nebencharakteren ganz ähnlich verfährt. Nebenbei wird noch eine nette Kriminalgeschichte gesponnen, bei der auch der Charakter des toten Mädchens, das in Rückblenden und Visionen ihrer Bekannten gezeigt wird, noch eine gewichtige Rolle einnimmt. Am Ende kulminiert das in zwei mörderisch spannenden Abschlussfolgen, die letztendlich gar nichts anderes mehr zulassen als ein positives Fazit.


Ziemlich überdrehte Gedächtnis-Screwball, der man angesichts des Mainstreamings der Coen-Brüder Verkrampftheit unterstellen könnte; mit Hinblick auf die Haudrauf-Ästhetik auch zu Recht. Trotzdem würde eine normale Hollywood-Romanze von einem normalen Regisseur doch ein wenig anders aussehen. Ob Catherine Zeta-Jones so wirklich in das hier errichtete Coen-Universum passt (Clooney tut es in jedem Fall!), wage ich mal zu bezweifeln. Das Auge wird aber nicht nur ihretwegen reich beschenkt und zu lachen gibt es auch, so dass am Ende nur zu bemängeln ist, dass den Coens kleinere Anzüge doch vielleicht etwas besser stehen, sie aber auch in weiten Anzügen immer noch eine bessere Figur machen als viele Experten ihres Gebiets.

Veronica Mars - Season 1

Ein Twin-Peaks-Plot, angesiedelt in 90210, erzählt wie bei Lynch im Grunde, den Main Plot nämlich schön häppchenweise zwischen die Nebenhandlungen geschichtet, die zeitweise die einzelnen Folgen beherrschen... das klappt fantastisch und ist im Grunde ganz besonders der Verdienst von Kristen Bell. Die kannte ich bisher nur aus "Pulse" und dort blieb sie unsichtbar. Ihre Veronica Mars hat in mir nun den Wunsch geweckt, "Pulse" nochmal zu sichten, denn plötzlich möchte ich alles über Kristen Bell wissen.
Warum? Sie weckt eine Figur, die laut Drehbuch ein unsympathisches, besserwisserisches Rotzgör sein müsste, das allerhöchstens in der Kinderliteratur noch als Sympathieträger durchgehen dürfte, mit einer Inbrunst zum Leben, die man rein von der Anlage her niemals erwarten dürfte. Emotionalität wird ihr gestattet, Gefühle sind bei ihr latent immer erkennbar, gezeigt werden sie aber nur in Schlüsselmomenten. Der Verzicht darauf, in jeder Folge unbedingt einen emotionalen Moment ihrerseits unterbringen zu müssen, wirkt herzhaft und erfrischend auf die Serie ein, die auch mit all ihren Nebencharakteren ganz ähnlich verfährt. Nebenbei wird noch eine nette Kriminalgeschichte gesponnen, bei der auch der Charakter des toten Mädchens, das in Rückblenden und Visionen ihrer Bekannten gezeigt wird, noch eine gewichtige Rolle einnimmt. Am Ende kulminiert das in zwei mörderisch spannenden Abschlussfolgen, die letztendlich gar nichts anderes mehr zulassen als ein positives Fazit.
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Unsere Erde

In der Tat die wahrscheinlich großartigsten Bilder, die jemals von unserer Erde eingefangen wurden. Landschaften wie von einem Grafikdesigner erdacht, Schwärme von einer Dynamik, die CGI-Animationen vermuten lässt (es aber nicht sind), fantastisch. Narrativ folgt der Film verschiedenen Land- und Wassertieren vom einen Pol zum anderen. Was die Bandbreite betrifft, hätten von mir aus gerne noch weitreichendere Gebiete Gegenstand sein können, aber der Dramaturgie wegen hat man sich wohl auf einige wenige Eckpfeiler fokussiert (v.a. den Eisbären). Den Rest kann man dann ja in der längeren Serie begutachten.
Leider werde ich mich wohl nie mit Bildern anfreunden, in denen ein Tier vom anderen gerissen wird, aber das ist mein persönliches Problem. Etwas sauer der Hinweis auf die Tierschutzorganisation am Ende, aber man kann's verstehen.
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Gilda

Einer der wichtigsten Noir-Vertreter überhaupt, was an einer Rita Hayworth mit wahnsinniger Ausstrahlung liegt (ihr erster Auftritt wurde nicht zu Unrecht in der "Die Verurteilten"-Verfilmung gezeigt), sondern auch an der komplexen Dreiecksgeschichte, die voller Raffinesse erzählt wird und zum Mehrmalsgucken einlädt.
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In der Tat die wahrscheinlich großartigsten Bilder, die jemals von unserer Erde eingefangen wurden. Landschaften wie von einem Grafikdesigner erdacht, Schwärme von einer Dynamik, die CGI-Animationen vermuten lässt (es aber nicht sind), fantastisch. Narrativ folgt der Film verschiedenen Land- und Wassertieren vom einen Pol zum anderen. Was die Bandbreite betrifft, hätten von mir aus gerne noch weitreichendere Gebiete Gegenstand sein können, aber der Dramaturgie wegen hat man sich wohl auf einige wenige Eckpfeiler fokussiert (v.a. den Eisbären). Den Rest kann man dann ja in der längeren Serie begutachten.
Leider werde ich mich wohl nie mit Bildern anfreunden, in denen ein Tier vom anderen gerissen wird, aber das ist mein persönliches Problem. Etwas sauer der Hinweis auf die Tierschutzorganisation am Ende, aber man kann's verstehen.
,5Gilda

Einer der wichtigsten Noir-Vertreter überhaupt, was an einer Rita Hayworth mit wahnsinniger Ausstrahlung liegt (ihr erster Auftritt wurde nicht zu Unrecht in der "Die Verurteilten"-Verfilmung gezeigt), sondern auch an der komplexen Dreiecksgeschichte, die voller Raffinesse erzählt wird und zum Mehrmalsgucken einlädt.
Kinderstunde:
Wo die wilden Kerle wohnen

Ich kenne die Vorlage nicht, aber dafür den Regisseur, und der weiß richtig was aus dem Stoff zu machen. Mit Live-Action-Kamera direkt an den Fersen des Hauptdarstellerkindes gelingt Spike Jonze die Erschaffung einer abseitigen Welt. Hier wird der Erkundungswillen und die Wildheit im Heranwachsen eines Kindes als Quell von Fantasie und Inspiration abgefeiert. Das passiert zwar streckenweise sehr vogelfrei und ohne Bindung an einen griffigen Plot, die sehr schöne Präsentation der "wilden Kerle" (Kostüme, deren Gesichter mit CGI gebildet wurden, soweit ich das erkennen kann) hilft aber darüber hinweg.

Kindsköpfe

Kein Zweifel, "Der Kautions-Cop", bisher mein persönlicher Tiefschläger des Jahres, hat seinen Meister gefunden. "Kindsköpfe" ist so eine Art "Expendables" für alle, die nur Komödien gucken. Da haben wir Adam Sandler, da haben wir Kevin James, Rob Schneider, Chris Rock und wie sie alle heißen, und sie treffen sich irgendwo und verbringen ein Wochenende und haben Spaß und... das ist irgendwie so, als hätte jemand ein heimliches reales Treffen der Comedystars abgefilmt. Nur das erklärt auch die Anwesenheit der weiblichen Garde, von Salma Hayek bis Maria Bello. Und es erklärt die Gags, die quasi witzig sind, "wenn man dabei war", sprich mit am Set, nicht aber, wenn man im Kino sitzt und sich das angucken muss. Nicht ein einziger zündender Gag fällt mir ein. Fazit: das sind ja alles irgendwo witzige Typen, auch so privat, wie es scheint, ein Privatvideo der Comedians dagegen ist nicht auch nur ein Viertel so witzig wie ein halbes Hühnchen.
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Wo die wilden Kerle wohnen

Ich kenne die Vorlage nicht, aber dafür den Regisseur, und der weiß richtig was aus dem Stoff zu machen. Mit Live-Action-Kamera direkt an den Fersen des Hauptdarstellerkindes gelingt Spike Jonze die Erschaffung einer abseitigen Welt. Hier wird der Erkundungswillen und die Wildheit im Heranwachsen eines Kindes als Quell von Fantasie und Inspiration abgefeiert. Das passiert zwar streckenweise sehr vogelfrei und ohne Bindung an einen griffigen Plot, die sehr schöne Präsentation der "wilden Kerle" (Kostüme, deren Gesichter mit CGI gebildet wurden, soweit ich das erkennen kann) hilft aber darüber hinweg.

Kindsköpfe

Kein Zweifel, "Der Kautions-Cop", bisher mein persönlicher Tiefschläger des Jahres, hat seinen Meister gefunden. "Kindsköpfe" ist so eine Art "Expendables" für alle, die nur Komödien gucken. Da haben wir Adam Sandler, da haben wir Kevin James, Rob Schneider, Chris Rock und wie sie alle heißen, und sie treffen sich irgendwo und verbringen ein Wochenende und haben Spaß und... das ist irgendwie so, als hätte jemand ein heimliches reales Treffen der Comedystars abgefilmt. Nur das erklärt auch die Anwesenheit der weiblichen Garde, von Salma Hayek bis Maria Bello. Und es erklärt die Gags, die quasi witzig sind, "wenn man dabei war", sprich mit am Set, nicht aber, wenn man im Kino sitzt und sich das angucken muss. Nicht ein einziger zündender Gag fällt mir ein. Fazit: das sind ja alles irgendwo witzige Typen, auch so privat, wie es scheint, ein Privatvideo der Comedians dagegen ist nicht auch nur ein Viertel so witzig wie ein halbes Hühnchen.
Chuck und Larry war doch ganz gut 
Unser neuestes Projekt: https://open.spotify.com/show/35s3iDdkQ12ikEFT9hOoTP - Talk rund um Filme und Serien
- Sir Jay
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Genau das erwarte ich auch von dem Film, und will ihn deswegen auch von vornherein nicht sehen...aber dass er von dir gar sooo eine tiefe Wertung erhält? Das sagt wohl einiges aus, und was den Expandebles Vergleich angeht: Ich glaube Adam Sandler und Kevin James sind auf dem Gebiet der Comedyn icht mal halb so tragende Namen wie es ein Arnold oder Stallone fürs Action Genre sind 8-)Vince hat geschrieben: Kindsköpfe
Kein Zweifel, "Der Kautions-Cop", bisher mein persönlicher Tiefschläger des Jahres, hat seinen Meister gefunden. "Kindsköpfe" ist so eine Art "Expendables" für alle, die nur Komödien gucken. Da haben wir Adam Sandler, da haben wir Kevin James, Rob Schneider, Chris Rock und wie sie alle heißen, und sie treffen sich irgendwo und verbringen ein Wochenende und haben Spaß und... das ist irgendwie so, als hätte jemand ein heimliches reales Treffen der Comedystars abgefilmt. Nur das erklärt auch die Anwesenheit der weiblichen Garde, von Salma Hayek bis Maria Bello. Und es erklärt die Gags, die quasi witzig sind, "wenn man dabei war", sprich mit am Set, nicht aber, wenn man im Kino sitzt und sich das angucken muss. Nicht ein einziger zündender Gag fällt mir ein. Fazit: das sind ja alles irgendwo witzige Typen, auch so privat, wie es scheint, ein Privatvideo der Comedians dagegen ist nicht auch nur ein Viertel so witzig wie ein halbes Hühnchen.
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Vor etwa 15 Gab es da für mich definitiv nur einen König, das war Jim Carrey, oder auch Leslie Neelson; was comedy angeht tendiert die Comedyindustrie auf ein ganz niedriges und erbärmliches Niveau...
Bin ich auf diesem Gebiet einfach nicht mehr so bewandert, oder gab es in den letzten Jahren wirklich eine ernsthaft gelungene Komödie? Also eine Komödie ganz ohne "Gegen den Baum Lauf"- "Angekackt werden"- "sich vor Mädchen blamieren"-Szenen? Neulich habe ich erst zu American Pie 3 kurz rübergezappt und sah den Film mit ganz anderen Augen, als noch vor 5 Jahren; bei der Szene wo Stiffler aus Verzweiflung das Stück Hundescheiße in den Mund nahm, musste ich einfach wegzappen...Wo sind die guten Komödien?
Wie vielleicht bekannt ist bin ich grosser Steve Martin Fan, und der hat seit 2000 genau einen für mich unterhaltsamen Film gedreht (bei etwa 8 Filmen).Sir Jay hat geschrieben: Genau das erwarte ich auch von dem Film, und will ihn deswegen auch von vornherein nicht sehen...aber dass er von dir gar sooo eine tiefe Wertung erhält? Das sagt wohl einiges aus, und was den Expandebles Vergleich angeht: Ich glaube Adam Sandler und Kevin James sind auf dem Gebiet der Comedyn icht mal halb so tragende Namen wie es ein Arnold oder Stallone fürs Action Genre sind 8-)
Vor etwa 15 Gab es da für mich definitiv nur einen König, das war Jim Carrey, oder auch Leslie Neelson; was comedy angeht tendiert die Comedyindustrie auf ein ganz niedriges und erbärmliches Niveau...
Bin ich auf diesem Gebiet einfach nicht mehr so bewandert, oder gab es in den letzten Jahren wirklich eine ernsthaft gelungene Komödie? Also eine Komödie ganz ohne "Gegen den Baum Lauf"- "Angekackt werden"- "sich vor Mädchen blamieren"-Szenen? Neulich habe ich erst zu American Pie 3 kurz rübergezappt und sah den Film mit ganz anderen Augen, als noch vor 5 Jahren; bei der Szene wo Stiffler aus Verzweiflung das Stück Hundescheiße in den Mund nahm, musste ich einfach wegzappen...Wo sind die guten Komödien?
Auch sonst kann ich dir da nur zustimmen, es macht bei mir auch den Anschein als hätte die Comedy-Szene schon bessere Zeiten gesehen. Zumindest gibts noch die ein oder andere akzeptable Comedyserie (Two and a half men zum Beispiel).
Hab sie glaub ich alle gesehen und keiner war richtig gut. "Chuck & Larry" war da wohl tatsächlich das Beste und der war auch nix.John Woo hat geschrieben:@Vince oder die anderen: Gibt es einen Film mit Kevin James, den ihr als halbwegs empfehlenswert bezeichnen würdet? Ich finde es schade, dass er offenbar bislang abseits von King of Queens nie mal einen Hit landen konnte.
Doch in "KoQ" mag ich ihn auf jeden Fall ... das " 8-) " sollte bloß (auf eine gewisse Weise) die Entschiedenheit meines Neins ausdrücken.John Woo hat geschrieben:Magst du ihn nicht so oder weshalb das " 8-)" ?StS hat geschrieben:Nein. 8-)John Woo hat geschrieben:@Vince oder die anderen: Gibt es einen Film mit Kevin James, den ihr als halbwegs empfehlenswert bezeichnen würdet?
Bin auch der Ansicht, dass sich die Komödien mittlerweile totquasselt haben. Entweder ist man zu alt für den Scheiß, was dann erklären würde, warum die Nackte Kanone und Co früher so gerockt haben oder aber man gehört nicht mehr zu Zielgruppe, wo man dann wieder beim Alter angekommen wäre.
Wie dem auch sei, kann mich seit American Pie an keine Komödie mehr erinnern, bei der ich richtig gefeiert hätte. Da sind Actionfilme teilweise lustiger. 
Hangover fand ich ganz gut. Hot Shots gefällt mir auch heute noch. Ich glaube es liegt zum großen Teil daran, dass heute viele Komödien einfach nicht gut sind. Pippi-Kacka-Humor ist eben nicht das was ich sehen will, wenn ich ins Kino gehe und das ist heutzutage leider der Löwenanteil.
Imho sind Komödien auch eher was fürs Wohnzimmer, dafür muss ich nicht ins Kino. Da ist dann auch die Entäuschung nicht so groß.
Imho sind Komödien auch eher was fürs Wohnzimmer, dafür muss ich nicht ins Kino. Da ist dann auch die Entäuschung nicht so groß.

Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.
Auf jeden Fall. Das Problem ist, dass du halt manchmal auch bestimmte Leute (meistens Frauen) dabei hast, die nur so leichten Komödienkram gucken. Da muss man sich dann manchmal leider ganz demokratisch der Mehrheit anschließen. Ich muss sagen, dass mir die gut 6 Euro für "Kindsköpfe" schon richtig weh getan haben, noch bevor ich ihn gesehen habe. Hinterher um so mehr.Mr_Pink hat geschrieben: Imho sind Komödien auch eher was fürs Wohnzimmer, dafür muss ich nicht ins Kino. Da ist dann auch die Entäuschung nicht so groß.
Aber gut, dann muss jetzt nächste Woche "Expendables" halt alle Kohlen aus dem Feuer holen. 8-)
- Sir Jay
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- Wohnort: Bei den Pflasterkackern
Ich hoffe zu dem Anlass schleppst du dann nun auch die ganzen Frauen mit, die unbedingt Kindsköpfe sehen wolltenVince hat geschrieben: Aber gut, dann muss jetzt nächste Woche "Expendables" halt alle Kohlen aus dem Feuer holen. 8-)
btw: wieso sind Frauen eigentlichin den meisten Fällen prädestiniert darauf sich nur sone Kacke wie Kindsköpfe angucken zu wollen?
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LadyC
is gar nich waaaaahr!Sir Jay hat geschrieben:Ich hoffe zu dem Anlass schleppst du dann nun auch die ganzen Frauen mit, die unbedingt Kindsköpfe sehen wolltenVince hat geschrieben: Aber gut, dann muss jetzt nächste Woche "Expendables" halt alle Kohlen aus dem Feuer holen. 8-)
btw: wieso sind Frauen eigentlichin den meisten Fällen prädestiniert darauf sich nur sone Kacke wie Kindsköpfe angucken zu wollen?
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