Filmtagebuch: LivingDead

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Beitrag von LivingDead » 29.09.2010, 00:10

Nachts unterwegs

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Der Film wurde zu einer Zeit gedreht, in der ein Name wie Humphrey Bogart noch kein Begriff war und somit mit Nebenrollen abgespeist wurde. So auch hier. Der Film selbst, am ehesten als sozialkritisches Road-Movie zu beschreiben, gestaltet sich als unterhaltsam und hat mit der Gerichtsszene gen Ende noch eine Sequenz zu bieten, die Ida Lupino "über Nacht" Starstatus einbringen sollte. Nett.
:liquid7:


Entscheidung in der Sierra

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Der hat mir weniger gefallen. Zwar wird mit diesem Film der Charakter Bogarts (mit welchem seine Karriere dann auch beginnen sollte) zur fast perfekten Vollendung gebracht, indem er geradezu nonchalant den abgebrühten Gangster mimt, welcher im Innersten doch mit einem großen Herzen ausgestattet ist; doch das Figureninterieur und die Geschichte bleiben viel zu flach. Vor allem die Rollen der Frauen erweisen sich mit ihrer naiv-dümmlich-devoten Art als schnell enervierend.
:liquid5:
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Beitrag von Vince » 29.09.2010, 09:30

Soso, der Herr hat sich wohl die Bogart-Box gegönnt. ;)

Von mir auch noch gute Besserung. Bin auch grad krank, aber bei mir reichts grad noch zum arbeiten gehen.

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Beitrag von kami » 29.09.2010, 10:11

LivingDead hat geschrieben:Nachts unterwegs

Der Film wurde zu einer Zeit gedreht, in der ein Name wie Humphrey Bogart noch kein Begriff war und somit mit Nebenrollen abgespeist wurde. So auch hier. Der Film selbst, am ehesten als sozialkritisches Road-Movie zu beschreiben, gestaltet sich als unterhaltsam und hat mit der Gerichtsszene gen Ende noch eine Sequenz zu bieten, die Ida Lupino "über Nacht" Starstatus einbringen sollte. Nett.
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Entscheidung in der Sierra

Der hat mir weniger gefallen. Zwar wird mit diesem Film der Charakter Bogarts (mit welchem seine Karriere dann auch beginnen sollte) zur fast perfekten Vollendung gebracht, indem er geradezu nonchalant den abgebrühten Gangster mimt, welcher im Innersten doch mit einem großen Herzen ausgestattet ist; doch das Figureninterieur und die Geschichte bleiben viel zu flach. Vor allem die Rollen der Frauen erweisen sich mit ihrer naiv-dümmlich-devoten Art als schnell enervierend.
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Raoul Walsh hat auf alle Fälle schon bessere Filme gedreht als diese beiden, von denen ich They Drive by Night auch als den besseren in Erinnerung habe. Dafür hat HIGH SIERRA filmhistorisch größere Relevanz, schließlich startete er Bogarts Karriere als Star.

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Beitrag von LivingDead » 29.09.2010, 11:16

Danke für die Genesungswünsche. Habe nun auch definitv das Pfeiffer-Drüsenfieber. Eine höchst unangenehme Sache, vor allem, wenn's einen so schlimm erwischt, wie mich diesmal.
Vince hat geschrieben:Soso, der Herr hat sich wohl die Bogart-Box gegönnt. ;)
Erwischt. Allerdings liegt die Box sicherlich schon seit einem Jahr unangetastet auf meinem "to do"-Stapel. Wenn die Krankheit etwas Gutes hat, dann, dass ich den Stapel endlich mal wieder etwas minimieren kann. ... In dem Sinne: Dir auch ne gute Besserung. ;)

Zu Bogart: Von ihm kannte ich bisher nur "Die Spur des Falken" und "Casablanca". Die Box gibt immerhin die nette Möglichkeit, seine Karriere chronologisch zu verfolgen. Und dabei hat "High Sierra" sicherlich filmhistorisch die höhere Relevanz, was allerdings wieder einmal zeigt, dass das nicht zugleich auch einen Indikator für die Qualität eines Filmes darstellen muss.
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Beitrag von LivingDead » 29.09.2010, 19:20

Wie ein wilder Stier

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Im Gegensatz zu seiner späteren Biografie des Fliegers und Filmemachers Howard Hughes, zeigte Scorsese bei der Verfilmung der Karriere des Boxers Jake La Motta keine Scheu, auch die Schattenseiten des Sportlers offenzulegen, die sogar den Großteil dieses Menschens ausmachten - vor allem im Privatleben. Dadurch gewinnt der Film, und vor allem der von Robert De Niro verkörperte La Motta, einen Großteil ihrer Glaubwürdigkeit. Zudem ist die Inszenierung schlichtweg grandios, vor allem die Boxszenen hauen auch heute noch vom Hocker.
:liquid9:
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Beitrag von LivingDead » 01.10.2010, 12:02

Yojimbo - Der Leibwächter

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Mein erster Kurosawa, welcher, in Anbetracht der Remakes, die der Film nach sich zog, ohne mit der Wimper zu zucken, als Pflichtfilm tituliert werden darf. Zwar kenne ich mich in seiner Filmografie noch nicht besonders aus; diese wird in den nächsten Monaten aber peu à peu "durchgearbeitet", sofern es meine äußerst beschränkte Zeit zulässt.
"Yojimbo" allerdings entpuppt sich als erstaunlich temporeicher Eastern, der deutliche Elemente des Italo-Westerns (welcher sich aber wiederum an Kurosawa orientierte) offenlegt, und mehr als jeder andere Film das Prädikat "zeitlos" verdient. Wirklich ganz groß.
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Der Ghostwriter

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Unglaublich edel bebilderter (Polit-)Thriller, welcher sich sehr viel Zeit nimmt, um Figuren, Landschaften und das architektonisch interessante Haus in den Dünen in die Geschichte einzuflechten. Dazu beweist Polanski durch sein geradezu unheimliches Gespür für die richtigen Kameraperspektiven und Farbgebungen, eine düstere, gar bedrohliche Atmosphäre aufkeimen zu lassen. Gerade dieser Stil - welcher auch gerne als europäisch bezeichnet werden darf - hebt den "Ghostwriter" von anderen Thrillern ab, die ich in der nahen Vergangenheit sehen durfte. Spannung wird hier aus dem inneren der Geschichte erzeugt, und nicht durch eine lose, von schnellen Schnitten und bedrohlicher Musik aufgesetzten Oberfläche, welche nur die Inhaltlosigkeit unter diesem Deckmantel zu vertuschen versucht.
Dass der Film allerdngs kein Meisterwerk ist, liegt an der doch etwas zu linear verlaufenden Geschichte, die keinerlei Raum für großartige Überraschungen parat hält (selbst wenn diese das gar nicht möchte), auch wenn der Schluss als durchaus gelungen zu bezeichnen ist, und noch einmal ein dickes Ausrufezeichen zu setzen vermag.
:liquid8:
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Beitrag von Vince » 01.10.2010, 13:17

Dann bin ich ja mal schwerst gespannt, wie du Kurosawas Werk so einordnen wirst. Das ist der Regisseur, den ich bisher am schwierigsten durchdringen kann. Und dazu muss man sagen, dass ich Regisseure wie Bergman liebe! "Yojimbo" und "Die 7 Samurai" hab ich dabei als die zugänglichsten Filme in Erinnerung (vielleicht noch zusammen mit "Rashomon") und auch als die besten; die anderen haben mir irgendwie nichts gegeben, aber ich denke, ich muss die einfach noch mal sehen.

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Beitrag von LivingDead » 02.10.2010, 13:51

Ich bin auch gespannt. Die 7 Samurai habe ich hier schon liegen, die anderen Filme werden bei jeder Bestellung bei Amazon (für nen Fünfer) mitgenommen. Wobei "Yojimbo" tatsächlich wesentlich leichter zugänglich war, als auch ich dachte. Der war ja schon sehr "westlich" in seiner Erzählstruktur, an der sich ja auch die Remakes orientierten.

Hass - La Haine

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Hat mir gut gefallen. Auch wenn das Konzept, einen Tag im Leben dreier perspektivloser Jugendlicher in einer Pariser Vorstadt zu zeigen, durch Improvisationen und viel "Langeweile" (im Leben der Jugendlichen) deutlich an "Trainspotting" und Co. erinnert, wodurch auch eben jener unberechenbare Doku-Stil entsteht, der den Film letztlich ausmacht. Dadurch verzichtet er komplett auf einen Spannungsbogen, oder einen dramaturgischen Unterbau, und lässt die Protagonisten letztlich nur "in den Tag hinein leben". Dennoch ließ sich es sich Kassovitz nicht nehmen, einige stylische Aufnahmen einzubauen. Insgesamt sein bester Film.
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Entführung der U-Bahn Pelham 123

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Das Positive zuerst: Die altmodische Geschichte wurde ganz konvenabel in die Gegenwart transportiert. Das Original kenne ich (noch) nicht. Allerdings hört es dann auch schon auf mit den guten Kritikpunkten. Irgendwie passte hier vorne und hinten nichts so wirklich zusammen: Die Scott-typischen Bildverfremdungs-Mätzchen wirken hier eher enervierend, und die coole Aufmachung Travoltas funktioniert lange nicht so gut wie in "From Paris With Love". Da nützt es auch nicht viel, dass Scott ordentlich auf's Tempo drückt, um die teils ziemlich flachen Dialoge zu kaschieren.
Komischer Film, der es tatsächlich geschafft hat, mir so gar nichts zu geben, und trotzdem habe ich mich nicht wirklich gelangweilt. Aber nochmal werde ich ihn mir sicher nicht ansehen.
:liquid4:
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Beitrag von Cinefreak » 02.10.2010, 14:01

mir hats bei dem STreifen (Pelham) vor allem an Bruckheimer-typischen Actionszenen gefehlt.
meine mich zu erinnern, was von Bruchheimer-Films gelesen zu haben. ABer selbst wenn nicht, auch für Tony Scott war der Streifen eher ein Schnarcher :roll:
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Beitrag von LivingDead » 02.10.2010, 20:08

Nee, der Bruckheimer hatte da nichts mit zu tun. :wink:

Der Elefantenmensch

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Da war noch Nachholbedarf. Und es hat wahrlich gedauert, bis ich mich dann mal an dieses Werk, des von mir so verehrten David Lynch, ran getraut habe. Zu Unrecht. Immerhin ist es bei Außenseiterdramen immer so eine Sache. Meist verlieren sie sich zu sehr in Kitsch und Sentimentalitäten - und das hasse ich. Doch Lynch umschifft diese Todsünden konsequent, und liefert mal eben einen der besten Vertreter dieses Genres ab, und fügt ihn somit perfekt in sein Ouevre ein. Dabei bleibt die Erzählstruktur massentauglich, auch wenn in vielen Szenen immer wieder deutlich Lynch's Handschrift herauszulesen ist.
:liquid9:
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Beitrag von LivingDead » 03.10.2010, 15:31

Haben und Nichthaben

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Gefiel mir ganz gut, diese, auf einem Roman von Ernest Hemingway basierende, Abenteuerromanze mit Bogart in gewohnter Rolle. Nennenswert auch Lauren Bacall, die fühlbar auch abseits der Dreharbeiten mit Bogart anbandelte. Ansonsten punktet der Film weniger durch inhaltliche Tiefen, als viel mehr durch seine tolle Inszenierung und den sehr guten Darstellern.
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Die durch die Hölle gehen

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Nach langer Zeit mal wieder gesehen, sitzt der Film immer noch punktgenau: Die Sequenz rund um das Russisch-Roulette-Spiel gehört für mich immer noch zu den unangenehmsten Szenen der Filmgeschichte. Darüber hinaus leisten sämtliche Darsteller Höchstleistungen und Cimino (seinerseits Perfektionist) beweist sein Gespür für überlebensgroße Aufnahmen. Gehört für mich zu den besten Kriegsfilmen.
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City of Ember

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Eine weitere Produktion der Walden-Media-Schmiede. Allerdings auf gewohntem Niveau. Optisch makelloser Fantasystreifen, der sich gen Ende allerdings eher als Science-Fictioner denn Fantasyfilm entpuppt, mit tollen Darstellern (auch Murray und Robbins - wenn auch nur in Nebenrollen - machen Spaß) und einer tollen Inszenierung. Wirklich zu mäkeln gibt es, außer der überraschungsarmen Geschichte, erstaunlich wenig.
:liquid6:
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Beitrag von LivingDead » 04.10.2010, 19:58

Haus aus Sand und Nebel

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Eindeutiges Statement zum American Dream, bei dem letztlich eine bittere Bilanz gezogen wird - ummantelt von erstklassiken Darstellern und einer gekonnten Regie. Zwar wird's gen Ende etwas zu pragmatisch, aber die dramatischen Spitzen sitzen und zum Schluss ist man erst einmal wirklich ganz weit unten.
:liquid8:
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Beitrag von StS » 04.10.2010, 19:58

...finde ich absolut großartig, den Streifen. Kratzt bei mir an der 10/10. :wink:

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Beitrag von Vince » 04.10.2010, 20:13

Find den auch toll, bin bei 9/10.

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Beitrag von LivingDead » 09.10.2010, 12:41

Red Eye

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Solider Genrefilm, der in seinen besten Momenten an Hitchcock erinnert; zumindest was den Plot und die Ausgangssituation (inkl. Exposition) angeht. Danach wird's schnell konventionell, und im Showdown werden schnell alle Subtilitäten über Bord geworfen. Kann man sich aber geben.
:liquid5:


An American Haunting - Der Fluch der Betsy Bell

Bild

Handwerklich sehr versiert umgesetzter Horrorfilm, der sein hanebüchenes Skript durch möglichst viele Schockeffekte zu kaschieren versucht. In den ersten dreißig Minuten klappt das noch ganz gut, doch leider verzettelt sich Courtney Solomon immer mehr mit seiner Geistergeschichte. Selbst den Gruselszenen wird der Verve genommen, da Solomon gen Ende anscheinend die Ideen ausgegangen sind und sich viele Szenen in ihrem Aufbau wiederholen. Der Schluss ist blöde... Nett, zum einmal Ansehen reicht's.
:liquid4:
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Beitrag von Cinefreak » 09.10.2010, 13:45

Also Red Eye war damals für mich DIE Überraschung überhaupt. ich mag starke Ladies in Filmen und die Suspense war klasse. Hätte da locker ne 8-9 gegeben :wink:
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Beitrag von gelini71 » 09.10.2010, 13:54

"Red Eye" ist für mich ein besserer TV Film der es Irrtümlich ins Kino geschafft hat - die Wertung von 5/10 geht da voll i.O. , auch wenn die kleine Rachel McAdams putzig anzusehen ist :wink:
Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich gebe Wörtern lediglich eine individuelle Note

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Beitrag von LivingDead » 09.10.2010, 19:00

Sehe ich auch so. Der Film wirkt wie eine TV-Produktion, einzig Craven's Regie schafft es dann, aus dem Stoff das bestmögliche (?!) Resultat heraus zu kitzeln.
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Beitrag von LivingDead » 31.10.2010, 13:46

Red Rock West

Bild

Als träfen die Coen-Brüder auf Lynch, so streift dieser Film Western-Klischees und kombiniert diese gekonnt mit Noir-Mechanismen. Die Darsteller sind perfekt ausgewählt.
Gute :liquid8:


Iron Man 2

Bild

Das Konzept ist nicht mehr wirklich frisch, allerdings gefällt es mir immer noch, wie ironisch der "Superheld" hier dargestellt wird: Immerhin ist er selbst die Ursache, weshalb er überhaupt zum Einsatz kommen muss. Robert Downey Jr. zieht gekonnt seine Show ab, die Action kommt eher spärlich, dafür aber krachend (und übersichtlich) zum Einsatz.
:liquid6:
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Beitrag von LivingDead » 13.11.2010, 12:30

Control

Bild

Unsentimentales Biopic über den Sänger der britischen Punk-Rock-Band Joy Division. Größte Stärken sind die in schwarz-weiß bebilderten Aufnahmen, die in Verbindung mit der adäquat besetzten Schauspielergarde ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
:liquid8:


Die Letzten beißen die Hunde

Bild

Erstling von Michael Cimino, der hier schon sein Gespür für tolle Bilder und Emotionen unter Beweis stellte, die ein paar Jahre später in "The Deer Hunter" zur Vollendung gebracht werden sollten. Zwar besitzt der Film viele heitere Momente, doch unterliegen diese stets der doch recht melancholischen Grundstimmung, die im Laufe des Filmes immer mehr in den Vordergrund rückt.
:liquid8:


Der Krieg des Charlie Wilson

Bild

Das Thema bietet genügend Zündstoff für einen trockenen, politischen Film. Aber Mike Nichols schafft es, auch dank der tollen Schauspieler, einen äußerst unterhaltsamen, dennoch ätzend-treffenden, Politfilm daraus zu machen.
:liquid8:


12 Uhr mittags - High Noon

Bild

Edel umrahmter (Anti-)Western, dem man seine europäischen Einflüsse anmerkt, indem hier eine Stadt beschrieben wird, die keine Helden braucht. Sehr toll auch das Spiel mit der Zeit, indem die Geschehnisse in "Echtzeit" dargestellt werden. Die Stunde vor dem finalen Duell ist geprägt von Zweifeln und moralischen Diskrepanzen, damals ein Novum im heroischen Western-Genre.
:liquid9:
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Beitrag von Vince » 13.11.2010, 14:08

Ist die DVD zu "Die letzten beißen die Hunde" wirklich so scheiße und das Bildformat so störend? Wollte den eigentlich in die 6-für-20-Aktion bei Amazon packen, aber die Kommentare schrecken mich ab...

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Beitrag von LivingDead » 13.11.2010, 14:51

Der Ton liegt (in allen Sprachen) in 1.0 Mono vor, das Bild ist 2,35:1 in 4:3 Letterbox, und als Zusatzmaterial gibt's den Originaltrailer. Summa summarum lohnt sich die DVD nicht, der Film allerdings schon.
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Beitrag von gelini71 » 13.11.2010, 15:32

das Bild ist 2,35:1 in 4:3 Letterbox
:shock: Sieht man da überhaupt noch was ?
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Beitrag von LivingDead » 13.11.2010, 20:05

gelini71 hat geschrieben:
das Bild ist 2,35:1 in 4:3 Letterbox
:shock: Sieht man da überhaupt noch was ?
Wenn man aufzoomt und einen etwas größeren TV besitzt, ja. Aber die Bildquali leidet da sichtlich drunter. Insofern eine mangelhafte DVD, die wie gesagt, nur durch den Film rehabilitiert wird...
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Beitrag von Seemi » 13.11.2010, 20:23

LivingDead hat geschrieben:Control
Unsentimentales Biopic über den Sänger der britischen Punk-Rock-Band Joy Division. Größte Stärken sind die in schwarz-weiß bebilderten Aufnahmen, die in Verbindung mit der adäquat besetzten Schauspielergarde ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
:liquid8:
Von den Bilder und den Schauspielern her echt top, aber ich fand den Hauptcharakter eher unsympathisch und dadurch die Handlung ziemlich öde. Wenn die Musik nicht gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich vorzeitig ausgeschaltet.
:liquid5:
Bild
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