Die Indianer von Cleveland I + II

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Mr_Pink
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Die Indianer von Cleveland I + II

Beitrag von Mr_Pink » 11.10.2010, 20:10

Die Indianer von Cleveland

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Original Titel: Major League
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1989
Regie: David S. Ward
Darsteller: Tom Berenger, Charlie Sheen, Corbin Bernsen, Margaret Whitton, James Gammon, Rene Russo, Wesley Snipes, Charles Cyphers, Chelcie Ross, Dennis Haysbert, Andy Romano, Bob Uecker

Ich liebe Sportkomödien. Egal was für ein Sport, egal was für eine schwachsinnige Handlung. Sobald man eine Sportart zusammen mit ein paar halbwegs lustigen Szenen zusammen in einem Film untergebracht hat, kann man sich darauf verlassen, dass ich eine vergnügliche Zeit vor dem Fernseher verbringen werde. Dabei ist mir sehr wohl bewusst, wenn ein Film eigentlich Grütze ist, es ist mir nur egal. Solange am Schluss der Underdog jubelt und wir uns nicht gerade im absoluten Bodensatz filmischen Schaffens bewegen, bin ich zufrieden. Bei 'Major League' handelt es sich sicher um einen der besten Vertreter des von mir so abgöttisch geliebten Genres.

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Die Witwe des ehemaligen Besitzers der 'Cleveland Indians' hat mit ihrem Erbe nicht gerade das Beste im Sinn. Sie will das Team aus der von ihr gehassten Stadt nach Miami verpflanzen. Zu diesem Zweck stellt sie ein Team aus abgehalfterten Alt-Profis und unerfahrenen Neulingen zusammen, welche die Saison möglichst als Liga-Schlusslicht beenden sollen. Dieser Plan scheint zunächst auch aufzugehen, doch das Team wächst zusammen und wird, auch durch die zusätzliche Motivation durch den Plan ihrer Chefin bedingt, langsam aber sicher zur Spitzenmannschaft. Klar, dass die Besitzerin dies mit allen Mitteln verhindern will.

Ein belächeltes Team kämpft sich nach oben, das Standard-Rezept für diese Art Film. Will man sich hier von der Masse abheben muss etwas geboten werden, dass man woanders in dieser Art nicht findet; sei es eine tolle Chemie zwischen den, nach Möglichkeit sympathischen, Figuren oder gute, möglichst witzige, Ideen. 'Die Indianer von Cleveland' hat beides.
Von Letzteren bleiben vor allem die abgedrehten Ideen von Margaret Whitton, als Rachel Phelps, im Gedächtnis, mit denen sie versucht die Leistungen ihrer Spieler so schlecht wie nur möglich werden zu lassen. Doch auch die Konter der Spieler sind gut gelungen, wobei ein zum Whirlpool umfunktionierter Außenbordmotor sicher zu den Highlights gehört.
Doch auch Darstellertechnisch ist alles mehr als im Lot. Die größte Screentime hat Catcher Jake Taylor, der von Tom Berenger gespielt wird. Als Leitwolf des Teams und Alt-Star, der seine große Liebe zurückgewinnen will überzeugt er auf ganzer Linie. Auch die Liebesgeschichte mit Rene Russo gefällt und fügt sich gut ins Gefüge des Films ein, auch wenn die Auflösung dieser arg schnell von statten geht. Neben Berenger hat auch Charlie Sheen eine größere Rolle abbekommen, als talentierter Pitcher Ricky 'Wild Thing' Vaughn hat er mit seinem Temperament und seiner Kurzsichtigkeit zu kämpfen. Seine Einlaufszene im letzten Spiel zu dem seinem Spitznamen entsprechenden Lied gehört sicherlich zu den prägnantesten Szenen des Films. Klar, dass es auch einige Spieler im Team gibt, die anfangs quer schießen, namentlich Vaughns Gegenspieler als Pitcher Eddie Harris (Chelcie Ross) und Roger Dorn (Corbin Bernsen), wobei vor allem letzterer als geldgeiler Schnösel zu Beginn einiges an Antipathie des Zuschauers auf sich zieht. Als er dann von Taylor mehr als deutlich gemaßregelt wird, kann man sich ein breites Grinsen sicher nicht verkneifen. Klarer Antagonist ist aber sicher Rachel Phelps, deren saure Gurken Gesicht bei den Siegen ihres Teams die Schadenfreude ins Unermessliche steigen lässt. In kleineren, nichts desto trotz sympathischen Rollen sind auch noch Wesley Snipes und 24-US-Präsident Dennis Haysbert zu sehen. Gesonderte Erwähnung verdient auch Bob Uecker als Kommentator der Indians Spiele, der mit einigem Humor einschließlich abfälliger Kommentare über die Gegner durch die Partien führt.

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Die Spiele an sich sind, so weit ich das mit meinen begrenzten Kenntnissen der zu Grunde liegenden Sportart beurteilen kann, halbwegs realistisch gehalten. Auf jeden Fall machen sie ordentlich Laune, auch wenn die Ergebnisse vorhersehbar sind. Es ist nun mal so, dass am Anfang verloren werden muss, immerhin sind die Helden Underdogs, dann wird das Team besser und alles gipfelt in einem Finale gegen eine Mannschaft, welche die Protagonisten schon mehrmals gedemütigt hat und das beste Team der Liga ist. Das ist eben ein ungeschriebenes Gesetz dieser Art von Film. Genau wie die Tatsache, dass im entscheidenden Spiel die Punkte immer zu dramaturgisch günstigen Zeitpunkten erzielt werden. Aber was solls? ;)

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Abschließend lässt sich nur noch einmal sagen, dass es sich bei 'Major League' um einen der besten Vertreter eines von mir verehrten Genres handelt. Ich könnte von mir aus locker eine 10 zücken, aber da ich mir der Tatsache bewusst bin, dass nicht jeder Sportfilme so liebt wie ich und ich, so gut wie eben möglich, objektiv beurteilen möchte, komme ich Schlussendlich auf eine
:liquid8:
Es ist einfach ein Film, der jede Menge Spaß macht. Weniger Spaß machen die deutschen Veröffentlichungen. Es gibt lediglich zwei VHS-Versionen, von Starlight, bei denen eine noch um die Liebesgeschichte gekürzt wurde. Auf DVD gibt es hierzulande lediglich ein Bootleg. DVD-Veröffentlichungen gibt es in Schweden und, natürlich, über dem großen Teich. Ich besitze die Wild Thing-Edition der US-DVD. Bild und Ton sind voll und ganz in Ordnung und glücklicherweise, lässt sie sich über amazon.de für recht günstiges Geld einfach importieren.
Zuletzt geändert von Mr_Pink am 02.11.2012, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.

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Beitrag von Mr_Pink » 11.10.2010, 20:11

Die Indianer von Cleveland II


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Original Titel: Major League II
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1994
Regie: David S. Ward
Darsteller: Charlie Sheen, Tom Berenger, Corbin Bernsen, Dennis Haysbert, James Gammon, Omar Epps, Eric Bruskotter, Takaaki Ishibashi, Alison Doody, Michelle Burke, David Keith, Margaret Whitton...


Die Indians sind wieder da. Doch diesmal unter ganz anderen Voraussetzungen: nach der grandiosen Vor-Saison gelten sie als Favoriten auf den Titel, blieb doch die Truppe zusammen und wurde dazu auch noch um einige starke Spieler ergänzt. Zudem wurde man die verhasste Eigentümerin los, der Club gehört nun Ex-Spieler Roger Dorn (Corbin Bernsen) Dumm nur, dass sich bei den Stars des letzten Jahres einige Probleme auftun. So muss Jake Taylor (Tom Berenger) seinem Alter und dem geschundenen Körper Tribut zollen und steht nur noch als Trainer zur Verfügung. Pitcher Rick 'Wild Thing' Vaughn (Charlie Sheen) hat seine Wurzeln vergessen aufgrund seiner neuen Freundin seinen starken Arm verloren ;) und Willie Mays Hayes (Omar Epps, bekannt aus Dr. House) will nur noch für die großen Momente sorgen, sieht er sich doch als Superstar und hat mittlerweile sogar Film-Erfahrung. Da trifft es sich besonders schlecht, das Voodoo-Mann Pedro Cerrano (Dennis Haysbert) mittlerweile Buddhist ist und mehr Interesse an friedlichem miteinander mit Allem und Jedem hat,Jakes Nachfolger Rube Baker ein paar Probleme mit dem kleinen 1x1 des Sports hat, Star Neuzugang Jack Parkman nur auf sich schaut und sich möglichst schnell wieder aus dem Staub macht und dessen japanischer Ersatz ernsthafte Probleme mit den Spielfeldgrenzen hat.
Glücklicherweise hat sich Neu-Besitzer Dorn beim Kauf der Mannschaft finanziell übernommen und muss sie zurück an Rachel Phelps veräußern. Diese möchte sich am Untergang der Mannschaft ergötzen, welche ihr den Umzug nach Miami ruiniert hat; nur dumm, dass sie damit erneut eine Trotzreaktion dieser hervorruft.

Wie man sieht hat sich handlungstechnisch im Vergleich zum ersten Teil nicht viel getan. Immer noch will man der fiesen Besitzerin eins auswischen und immer noch hat einer der Spieler Probleme im privaten Bereich. Doch in ein paar Punkten unterscheiden sich Original und Fortsetzung dann doch: Zum Einen gibt es keinen Umzugs-Plan mehr, stattdessen will Mrs. Phelps einfach nur das Team im Dreck liegen sehen. Leider tut sie dafür nicht das geringste, was damit auch die Gegenmaßnahmen obsolet macht, die dem ersten Teil einen der einprägsamsten Momente spendierten. Zum Anderen ist diesmal Vaughn derjenige, der private Probleme in den Griff zu bekommen hat. Wie bereits Jake im ersten Teil will er, im Endeffekt, seine Verflossene zurück gewinnen. Leider hat auch dieser Sub-Plot nicht die Qualität wie der artverwandte in Teil Eins.
Interessant hingegen ist die Variante mit dem Feind im eigenen Team, die zwar auch im ersten Teil ein wenig angeschnitten wurde, aber keiner der Querulanten damals war dermaßen unsympathisch wie Jack Parkman hier. Schade, dass dieser Reibungspunkt mit dem Transfer des Spielers so früh beseitigt wird; der Wechsel zu größten Rivalen und finalen Gegner der Indians versteht sich, in diesem Fall, allerdings von selbst.

Auch bei den Darstellern hat sich nicht allzu viel getan. Tom Berenger spielt als den in den Ruhestand gezwungenen Leitwolf immer noch grundsympathisch und überzeugt trotz der Rolle außerhalb des Spielfeldrands immer noch als Herz des Teams. Auch Charlie Sheen macht das Beste aus seiner Rolle, auch wenn diese doch ein Stück weniger als Berengers damals geeignet ist den Raum zwischen den Spiel- und Trainingsszenen zu füllen. Wesley Snipes nahm sich diesmal frei und überließ seine Rolle Omar Epps, der zwar durchaus gefällig agiert, aber es stellt sich doch die Frage warum man die Rolle nicht einfach komplett gestrichen hat. Auch dem Rest der Mitwirkenden kann man durchaus solides Niveau, welches insgesamt nicht ganz ans Original heranreicht, bescheinigen.
Besondere Erwähnung verdient erneut Bob Uecker, der die Spiele mit viel Humor kommentiert und beim Versuch sich die schlechten Leistungen des Teams schön zu saufen für einige Schmunzler sorgt.

Dem allgemeinen Tenor nach, handelt es sich hier um einen Film, der in keinster Weise die Qualität des Vorgängers hat und eigentlich im Großen und Ganzen ziemlicher Schrott ist. Zumindest dem Schrott-Teil möchte ich hier dann doch widersprechen. Das größte Problem an der Geschichte ist, meiner Meinung nach, dass hier praktisch alles noch einmal passiert, nur nicht so gut wie schonmal gesehen und es eigentlich auch nicht möglich ist den Film losgelöst zu betrachten, da er im Bezug auf die Figurenzeichnung komplett auf dem Vorgänger aufbaut. Dazu kommt eine der schlechtesten Synchronisationen die je ein Film in deutschen Landen erleiden musste. Diesen Film kann man wirklich fast nur im O-Ton anschauen. Dann wiederum kann man dann doch auch ganz ordentlich unterhalten werden, wenn man es schafft auszublenden, dass man die gleiche Geschichte schonmal ein Stück besser gesehen hat. Im Endeffekt schafft es der Film noch auf eine schwache
:liquid7:
bei der mein Bonus für Sportkomödien natürlich ordentlich zu Buche schlägt. Wer ihn auf deutsch anschaut kann gut und gerne 2 Punkte abziehen.

Fürs Heimkino gibt es in deutschen Landen lediglich die Wahl zwischen VHS und Bootleg. Eine offizielle DVD gibt es über dem großen Teich.
Zuletzt geändert von Mr_Pink am 05.11.2012, 21:30, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von Mr_Pink » 11.10.2010, 20:11

Platzhalter: Zweite Liga - Die Indianer von Cleveland sind zurück
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Beitrag von freeman » 12.10.2010, 09:06

Sehr cooles Review zur Eins, die ich auch für ziemlich witzig halte. Bei den Fortsetzungen siehts dann ein wenig anders ;-) ... und der Snipes ist ja in einigen Sportlerfilmen am Start ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Mr_Pink » 12.10.2010, 18:41

Bei den Fortsetzungen greift Absatz 1 ;)
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Beitrag von Mr_Pink » 05.11.2012, 21:31

Viel Spaß mit Teil II, ich hatte ihn zumindest.

Auch wenn ich vermutlich der Einzige bin :lol:
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Beitrag von StS » 05.11.2012, 21:33

Mr_Pink hat geschrieben:Viel Spaß mit Teil II, ich hatte ihn zumindest.
Auch wenn ich vermutlich der Einzige bin :lol:
Ich weiß noch, wie ich ihn damals im USA-Urlaub im Kino geschaut habe - war echt grottig, der Streifen... :lol:

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Beitrag von freeman » 06.11.2012, 08:47

Den zweiten kenn ich nur ausm TV und hab da wegen der erwähnten Synchro vorzeitig abgebrochen. Das war net so meins :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 06.11.2012, 08:51

freeman hat geschrieben:Den zweiten kenn ich nur ausm TV und hab da wegen der erwähnten Synchro vorzeitig abgebrochen. Das war net so meins :lol:
Keine Sorge - der ist auch im Original nicht viel besser. :wink:

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Beitrag von Mr_Pink » 06.11.2012, 12:57

Ihr habt doch alle keine Ahnung. :lol:

Nee, mal im ernst: bei solchen Filmen setzt bei mir jegliche Objektivität aus, dazu noch ein durchaus vorhandener Sheen-Bonus und dann kommen eben solche Bewertungen raus. ;-)
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