The Tron Legacy (1+2)

Filme die viel kosten und meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht.
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Alrik
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The Tron Legacy (1+2)

Beitrag von Alrik » 31.01.2011, 09:02

Platzhalter für Tron I

folgt in Kürze
"Rourke vor Gericht bringen? Ja sicher...und wenn ich dieses Wunder vollbracht hab schlage ich Gott K.O."

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TRON: Legacy

Beitrag von Alrik » 31.01.2011, 09:54

TRON: Legacy

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Originaltitel: Tron: Legacy
Produktionsjahr: 2010
Herstellungsland: USA
Regie: Joseph Kosinski
Darsteller: Jeff Bridges, Garrett Hedlund, Bruce Boxleitner, Olivia Wilde, Michael Sheen, James Frain, Beau Garrett

Gerade als man dachte das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts würde nur dafür bekannt sein für uninspirierte Remakes und Reboots. Tauchte plötzlich
auf der Comic-Con 2008 ein Teaser auf, welcher ein kurzes Lightcycle Rennen zeigte. In modernen Look, mit Jeff Bridges und dem Namen, welcher Genrefans aufhorchen lies. Diesesmal jedoch mit einer Ziffer zusätzlich. "TR2N" kündigte der Teaser am Ende an, unter Beifall der Zuschauer. Bis dato war es nur ein Versuch. Ein Test, um das Publikum auszuhorchen, ob es bereit und willens war. Und wie es schien, war es das Publikum auch.
So haben wir nun eine der ganz wenigen, filmischen, Überraschungen in diesem Jahrzehnt. Eine Fortsetzung zu einem Film, welcher bereits 28 Jahre alt ist. Etwas was nicht alle Tage vorkommt. Vergleichbar höchstens mit der Remake/Fortsetzung zu Predator. Doch wo da nur die Story, der Soundtrack und die Predatordesigns die Brücke schlugen, sollte es für Tron 2 alles sein. Nicht nur die Designs, sondern auch die Reaktivierung der beiden Hauptdarsteller von damals. Kein unnötiges Reboot, sondern in der Tat ein Sequel. Welches wie folgt uns zeigt...

Die Welt von Kevin Flynn, kurz nach seinem ersten Ausflug in die digitale Welt des Computers. Fünf Jahre sind vergangen, Flynn ist alleinerziehender Vater eines Sohnes, mit Namen Sam.
Flynn ist sich längst im Klaren geworden das jene Erlebnisse von damals real waren und kein Traum. Und wie zu erwarten ist die Neugierde und Faszination auf dem Höhepunkt. Wie auch sein Geschäftssinn. Als Präsident des Encom Konzerns, läßt Flynn, neben den üblichen Software und Hardware Neuerungen, ebenso Merchandising rausbringen. Neue Videogames um eine Programmkrieger namens Tron. Actionfiguren von Programmen, welche im Lightdisc Kämpfen verstrickt sind als auch Spielzeug Lightcycles und Poster. Kurz alles was das Fanherz begehrt.
Für seinen Sohn natürlich Phantasie und kindliche Utopie. Nichtsahnend das alles auf realen Vorbildern basiert. Doch ehe er es selbst sehen darf, wie es sein Vater ihm eines Abends verspricht, verschwindet dieser spurlos. Hinterläßt seinem Sohn seinen Konzern und nur noch Erinnerungen.
Über 20 Jahre verstreichen. Sam ist erwachsen, leicht rebellisch und demotiviert. Einziger Ziehvater ist Alan Bradley. Seinerzeit der Programmierer des Tron Programms. Der triste Alltag ändert sich doch endlich schlagartig, als Alan eines Tages zu Sam kommt und ihm von einer Nachricht berichtet, welcher er von Kevin Flynn erhalten habe. Mehr als skeptisch begibt sich Sam zur alten Spielhalle seines Vaters. Entdeckt dessen geheimes Büro. Randvoll mit viel Equipment. Doch von seinem Vater keine Spur. Mehr als auf dessen Computer zuzugreifen, um Antworten zu finden, bleibt ihm nicht. Was den ahnungslosen Sam munter die Laserkanone, hinter ihm, in Gang setzen läßt. Das Letzte was er hört ist ein aufsurren...dann Licht und Verwirrung. Welche nicht enden will. Denn statt der dreckigen Straße, vor der Spielhalle, steht Sam plötzlich in einer futuristischen Stadt, wird von einem raumschiffartigen Objekt abgeholt und gerät in Gefangenschaft. Was nicht das Letzte für den jungen Mann sein wird, was ihn überrascht. Denn wie einst sein Vater, muss nun auch Sam durch den digitalen Mikrokosmos, hinter dem Videoschirm, nach Antworten forschen.
Auf der Suche nach seinem Vater selbst und eine Weg in die Freiheit.

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Wie der Vater so der Sohn

Und so lange wie Sam auf seinen Vater gewartet hat, durften die Fans auch warten. Was gleichermaßen für die Generation aus dieser Zeit, zu welcher ich mich auch zählen darf, eine zweideutige Reise darstellt. Sam kriegt erstmals die Gelegenheit selber in diese Welt des Rasters einzutauchen und wir bekommen es ebenso. In einer Fortsetzung und im Kino, das Tronverse zu erleben. Mein Grinsen war nicht zu übersehen für meine Freundin, als die Titelschrift erschien.
Gleichermaßen stellt auch dieser Film ein Sequel als auch eine Art Remake dar. Für Nichtkenner daher relativ leicht zu verstehen. Wobei da dennoch Hin und Wieder ein paar Knackpunkte sind.
Denn es gibt Stellen wo man das Original einfach kennen sollte, und die Macher das auch vom Zuschauer vorraussetzen. Weswegen die Digitalisierung und Teleportation diesesmal recht schnell und undeutlich von Statten geht. Was passieren kann das jüngere Nichtkenner da sitzen und sich unweigerlich fragen was diese komische, leuchtende Linse nun war und wo Sam nun plötzlich ist. Denn obwohl eigentlich klar sein sollte, das jene Welt der Cyberspace ist, geht dieses Detail gern schnell wieder in Vergessenheit. Aufgrund des teils sehr realistischen Looks. Wo wir an dem Punkt sind wo es schwer wird was Bewertung angeht und Kritikpunkte.

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Lightdisc Kämpfe, im Upgrade

Einerseits ist der Look fabelhaft. Grell als auch düster gehalten. Die Anzüge sehen deutlich stylischer als als früher. Aus der farbenfrohen und teils sterilen Digitalwelt ist ein futuristisches und atmendes Utopia geworden. Mit Gewitter, staubähnlichen Wolken und, und, und. Doch wie Johnny Depp in "Once upon a time in mexiko" so treffend sagte: "Genau genommen ist es zu gut."
Denn auch wenn diese Welt realistisch und fantastisch anmutet, so vergisst man, aufgrund eben dieses Realismus, schnell das es eine digitale Welt ist und keine reale Paralleldimension.
Es fehlt irgendwie der direkt Unterschied zwischen unseren Welten. Das Gefühl das dies wirklich im Computer ist. Weswegen viele unter Garantie wieder den klassischen "Matrix-Vergleich" ziehen werden. Welcher schon schnell reininterprettiert wird, wenn auch nur mal eine Hauptfigur in schwarzen Klamotten, Mantel und Waffe umher läuft. Aber hier nun mehr als stark.
Eine programmierte, realistisch anmutende Welt, in der man sich einspeisen kann.
Einerseits sind die leuchtenden Anzüge noch vorhanden, anderseits scheinen die Energieströme keinen wirklichen Zweck mehr zu erfüllen und Sam taucht im Raster sogar noch mit seinen realen Klamotten erst noch auf. So gesehen wirken die neuen Anzüge einfach nur noch cool doch nicht wie ein wichtiger Teil des Körpers. Waren Programme sauer gewesen oder luden sich auf, glühten die Energieströme an ihnen auf. Was hier nicht mehr geschieht und nicht mehr mehr in den Kontext zu den einstigen Programmen passt. Es sind so Details welche einen hin und her reißen. Einerseits gut anderseits unpassend und nicht 100 % kompatibel zu Teil 1. Ironischerweise könnte man es mit moderner und alter Software jedoch vergleichen. Denn alte DOS Software wird wohl kaum auf Windows 7 noch funktionieren. ;)
Noch dazu wird die Grafik, bei Games, immer realistischer. Weswegen man wieder zugeben muss das es eigentlich im Sinne der Entwicklung passt.
Kompatibilität jedoch erreicht die Story. Welche in der Tat ohne Probleme anknüpft und plausibel fortsetzt. Es allerdings in einem Punkt ebenso den Vorgänger um nichts nachsteht. In Sachen Komplexität. Denn da ist Tron Legacy ebenso einfach geraten wie sein großer Vorgänger. Bedauerlich das man die Story des 2. Teils auf die Eine oder Andere Weise schon gesehen hat. Und es irgendwie halt, durch die Wahrung vieler Altbekannten Ereignisse wie ein Remake halt wirkt. Was noch hinzu kommt ist das manches auch einfach verschenkt wurde.
Eingefleischte Filmkenner und jene welche gern Filme ausschlachten werden Dinge erkennen wie zusammenklappbare Helme ähnlich in Stargate und danach in Lost in Space, drei Aspekte erinnerten mich glatt ein wenig an Star Wars, die Einkleidungsszene von Sam könnte 1:1 aus dem Sci-Fi Zeichentrickfilm "Der wilde Planet" (La Planete Savage) stammen und ein leicht phylosophischer Ansatz wie in Matrix. Aber gut, was ist schon wirklich neu heutzutage? Weswegen ich diese Aspekte nur als Fußnote belassen möchte und nicht als ernsthaften Kritikpunkt.

Generell seh ich ein Problem welches schon Superman Returns hatte. Ein passende Fortsetzung mit Upgrade, welches nicht jeder versteht wer nich das Original kennt. Beispielsweise was Wasser in einer elektronischen Welt zu suchen hat. Wer Teil 1 kennt weiß aber das Wasser, in Trons Universum, die Form ist für Energie. Zuschauer, welche über die einfache Handlung mosern, werden dennoch Gelegenheit haben hinterher viel zu diskutieren und nachzudenken. Stichwort "Essen" im Cyberspace oder warum Flynns Behausung noch realer aussieht als die Welt außerhalb davon. Bedenkt man aber manche Aspekte so kommt man dennoch auf eine "plausible" Antwort. Plausibel im Sinne der Fantasy-Sci-Fi Handlung der Tron Serie. Aufgrund der fehlenden Erklärungen für manche Zuschauer jedoch unverständlich und vielleicht sogar albern.

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Schöpfung Clu 2.0 und Schöpfer Kevin Flynn

Was machen die Darsteller? Oh, die geben sich Mühe. Nichts oscarwürdiges aber es passt.
Der Traum eines jeden Fans natürlich das Jeff Bridges als auch Bruce Boxleitner wieder mit von der Partie sind! Mit einem Riesenpluspunkt an die hießigen Synchronstudios. Denn beide haben wieder ihre Stimmen erhalten, welche sie auch in Teil 1 schon hatten. Bei Bruce sicher wieder etwas ungewohnt, nur das Problem (was zum Glück beachtet wurde): im 1. Teil war der spätere Standardsprecher von Boxleitner, Joachim Tennstedt, ebenso vertreten. Sprach aber Trons Kumpel Ram.
Dank dieser Details jedoch passt es wie aus einem Guß. Nichts zum umgewöhnen.
Bridges hat hier mehr als Grund zum abfeiern. Darf er gleich beides spielen. Schurke als auch Helden (zumindest dessen Vater). Als Clu 2.0 etwas energischer, als auch manchmal kindlich enttäuscht wirkend, aufgrund seiner Einschränkung als Programm. Was gut dargestellt wurde. Als Flynn wiederum etwas abwesend, leicht exzentrisch und fast wie ein Guru wirkend. Bedenkt man jedoch das Flynn, nach dem Maßstab der Programme, wohl etliche Jahrzehnte mehr dort verbrachte, als sein Sohn in der realen Welt, ergibt seine Zurückhaltung und Gesamtart wieder Sinn.
Was aber wieder zur Folge hat das, das Verhältnis vom Vater zum Sohn etwas kühl wirkt.
Boxleitner gibt den souveränen und würdevollen Vaterersatz für Sam und das enttäuschte Relikt im Encom Vorstand. Aufgrund der wenigen Screentime leider nicht viel Platz für ihn viel zu glänzen. Doch er gehört da rein und man freut sich ihn wieder zu sehen.
Da hätten wir noch unseren neuen Helden wider willen, verkörpert von Newbi Garret Hedlund. Was soll man sagen. Ich fand seine Arbeit okay bis gut. Wirklich zu meckern hatte ich nichts. Er gibt sich Mühe, kein Overacting. Passend zur Handlung und seh ihn gern in einer weiteren Forsetzung wieder. Stichwort Overacting wäre allerdings Michael Sheen. Kleine Rolle aber da durfte er voll aufdrehen. Zu sehen als das Programm Castor, einem wirklich exzentrischen Barbesitzers. Der Albinolook ist ungewohnt bei ihm aber wieder hervorragend zu seiner Art. Und es ist ein Vergnügen ihm zuzusehen wie er abfeiert. Auch wenn er etwas kaspermäßig wirkt, brachte er wieder etwas Drive und Komik in die Düsternis.
Jaaa, und da hätten wir natürlich noch Olivia Wilde als Quorra. Welche hier, im Gegensatz zu Dr. House eher das leicht unschuldige Programm playen darf. Im Kampf professionell und cool drauf. In ruhigen Momenten, besonders bei Sam, wieder etwas scheu und kindlich naiv im Bezug auf Dinge aus der realen Welt. Ein gute Mischung und als Kämpferin wirkt sie einfach nur cool. Abgesehen von sexy in dem Look und der neuen Frisur.

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Quorra in Action und ein gealterter Alan Bradley, der wieder den Weg weist

Die wahren Highlights des Films sind allerdings die Effekte und die Musik. CGI auf dem neuesten Stand, wenn ich das sagen darf und eine Wonne fürs Auge. Der Look dieser neuen Welt ist, wie schon erwähnt erste Sahne. Eine strahlende Glitzerstadt, scheinbar aus Energie, Glas und Neonlichtern. Durchzogen aber wiederum durch Kälte, Nebel und überschattet von digitalem Gewitter. Fast wie eine Neo Variante von Blade Runner. Die Bikes, die Deaktivierer und Schiffe wirken nun etwas mechanischer und viel kraftvoller. Flynns Wohnung hingegen hat den Flair von Kubricks 2001. Kompliment an die Designer. Ebenso was die Anzüge angeht. Welche einen neuen Look wohl schaffen werden. Bereits zu finden als Motorradkluft inklusive Helm. Genauso durchzogen von den leuchtenden Streifen. Wehrmutstropfen: der 3D Effekt. Gut ich gebe zu es war mein erster 3D Film im Kino. Dennoch hätte man sich viel mehr vorgestellt, da besonders das Thema des Films es angeboten hat einen eintauchen zu lassen. Der Streifen hatte eine gute Räumlichkeit, keine Frage. Nur gibt es kaum eine Szene wo einem was entgegen fliegt, ein Bike vorbeifährt oder man direkt im Geschehen wäre. Nichts wo man zusammenzuckt oder sich umsieht, wo denn nun dieses Objekt herkäme. In diesem Punkt wieder enttäuschend. In 3D schön zu sehen aber auch problemlos in 2D möglich. Desweiteren der Effekt bei Clu. Welcher eine junge Fassung von Bridges darstellt. Im dunkleren Trailer und auf dem PC wirkt der Effekt gut. Nur auf der großen Leinwand kann man deutlicher sehen das sein Gesicht irgendwie so aalglatt und manchmal gummiemäßig wirkt. Hauptproblem sind die Augen. Etwas woran die Specialeffects Maker wohl noch lange zu knabbern haben. Menschliche Schauspieler sind nunmal nicht zu ersetzen.
Zu guter Letzt die Musik. Ein weiteres großes Kompliment an Daft Punk. Sie haben ein dickes Angebot bekommen, für einen kompletten Film den Soundtrack beizusteuern, inklusive einem großen Orchester. Bei mehreren Szene möchte man mitdancen und die Wucht der Tracks gibt dem Film die kraftvolle Dynamik und Dramatik zusätzlich. Keinen Grund skeptisch zu sein, wegen des Klangs manchmal. Denn der Soundtrack des Vorgängers hatte ebenso einen electro Klang und wirkte futuristisch. Was mehr als passt zum Filmthema und auch hier kongenial umgesetzt wurde. Aufgepasst in der Barszene, in welcher Daft Punk persönlich zu sehen sind als maskierte DJ Programme.

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Lightcycles und Deaktivierer up to date

Ein zusätzlicher Pluspunkt von mir als Kenner und Fan ist noch die starke Verknüpfung zu Teil 1. Seien es in Zitaten oder Setting.
Die Arcade Halle wirkt wie damals, die Sitzecke in Flynns kleiner Wohnung oben... man hat das Gefühl man sähe in einem Flashback Alan, Flynn und Laura da sitzen, die schwere Panzertür, welche Sam genauso kommentiert wie sein Vater. Es sind mehrere solcher Dinge welche den Kenner grinsen lassen und weswegen es sich lohnt den 1. Teil einen Abend zuvor, daheim nochmal reinzuziehen zum auffrischen. Man merkt das Leute am Werke waren, welche sich mit dem Original auskennen.
Desweiteren die Steigerung in Sachen Lichtrennen und besonders bei den Disc Kämpfen. Wo extra Profis hinzugezogen wurden, welche mit ihren akrobatischen Einlagen, die Kämpfe viel dynamischer machen.

Was bleibt als Ergebnis?
Wie zu Beginn erwähnt, ist es schwierig. Ein ständiges Hin und Her in den positiven als auch negativen Aspekten.
Mir persönlich hat er gut gefallen und die DVD ist "vorprogrammiert" für den Schrank. Er hätte besser können, insbesondere der Schluss. Aber es bleibt die Hoffnung das man warm geworden ist für den 3. Teil. Dessen Chancen gut stehen könnten. Das Budget lag bei 170 Millionen etwa und zum gegenwärtigen Stand, liegen die Einnahmen etwa bei knapp 350 Millionen. Einnahmen vom deutschen Kinozuschauer und Blue Ray Verkauf noch nicht inbegriffen natürlich. Es läuft wohl auf einen Erfolg hinaus. Sei es moderat oder gut. Tron scheint jedenfalls sich zu einem Franchise zu entwickeln. Neben dem alten PC Game Tron 2.0 (welcher allerdings nun nicht mehr canon ist und in der Timeline ignoriert wird) gesellen sich nun noch das Game "Tron: Evolution" dazu. Welches einen Blick würdig ist, da es die Vorgeschichte direkt erzählt und auch wichtige Informationen lieftert über das Warum.
Ein Comic mit dem Titel "Tron: Betrayal" kommt bald hinzu, sowie eine annimierte Tv Miniserie ist für das nächste Jahr angekündigt, namens "Tron: Uprising." Wieder Mit Boxleitner als Tron und auch Elijah Wood und Lance Henrikson sind mit dabei.
Es steht zu befürchten das diese Kuh nun auch zu Tode gemolken wird und wir sollten beten das aus Tron nicht das wird wie seiner Zeit Highlander.
Disney scheint wohl guter Dinge zu sein. Da bereits das Gerücht kursiert, man würde auf der DVD von Legacy einen ersten Teaser zu Teil 3 drauf machen. Jedoch gibt es noch keine Bestätigung ob es wirklich Szenen sind, welche direkt für den 3. gedreht wurden oder nur geschnitte Szenen aus Legacy sind, welche in der Fortsetzung nun Verwendung finden werden. Man darf jedenfalls gespannt sein. Erst recht, weil eine Szene mit Dan Shor alias Ram enthalten sein soll.

Ich persönlich sehe Legacy etwas schwächer an als Teil 1. Hatte dieser irgendwie mehr Wärme, eine etwas rundere Handlung als auch etwas mehr Dramatik.
Ein Kinobesuch sollte aber für Fans solche Filme Pflicht sein. Die fantastischen Bilder und die grandiose Musik rocken auf der großen Leinwand übelst.
Den Kultstatus wird das Sequel jedenfalls dem 1. Teil nicht nehmen können. Denn auch wenn Legacy sehr gute Effekte und Designs hat, so sind solche Filme heutzutage mehr oder weniger die Norm im Blockbuster Bereich. Damals war Tron ein Unikat und eine Offenbahrung im CGI Bereich. Bleibt abzuwarten ob die Macher mit Legacy den Beginn einer neuen Offenbahrung schaffen und sich steigern.
Ich gebe eine gute :liquid7: mit einem + für die Details welche zu Teil 1 anschließen. Nicht perfekt aber unterhaltsam in jedem Fall und ein würdiger Nachfolger. Die Saat ist jedenfalls gesäht.

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Freeman bleibt beim Original:

Der Film TRON aus dem Jahre 1982 darf sicherlich mit Recht zu den Filmen gezählt werden, die inhaltlich und thematisch ihrer Zeit weit voraus waren. Dass es letztlich eigentlich nur darum ging, ein barrierefreies Programm innerhalb eines Superrechners zu starten (im Grunde ging es also um einen Mausdoppelklick und Open Source Programme ;-) ), das kapierte damals eigentlich so recht niemand. Dazu waren die Heimcomputer noch zu klobig und selbst der Begriff des Computernerds schien noch verdammt weit weg. Einzig die damals wie Pilze aus dem Boden schießenden Spielhallen kündeten davon, dass TRON Erfolg haben und auf ein interessiertes Publikum treffen KÖNNTE.

Interessant an dem irre steif gespielten Streifen ist im Grunde nur seine Entstehung. Denn zum einen enthielt der Streifen als einer der ersten Realfilme computeranimierte Objekte (deren Anzahl aber eher verschwindend gering war) und zum anderen wurde er komplett in Schwarz-Weiß gefilmt und nachträglich von Hand von den versiertesten Zeichnern bei Disney nachkoloriert. Der daraus resultierende Look mit seinen fast schon lebendig wirkenden Neonflächen ist unbestritten eines der Highlights des Filmes, genauso wie die interessante Ausstattung. Nicht umsonst wurde der Film für die abgefahrenen Kostüme oscarnominiert. Dem Publikum war das ziemlich egal. Der Film floppte heftig und Disney machte kurz entschlossen seine Realfilmabteilung dicht, um sich fortan nur noch auf die Kernkompetenz, den Zeichentrickfilm, zu konzentrieren.

Doch mit der Zeit wuchsen ganz neue Generationen von Computernutzern heran, die letztlich auch verstanden, worum es in TRON eigentlich ging und die in dem Film Elemente entdeckten, die dem zeitgenössischen Publikum vollkommen verschlossen blieben. Die Heimkinodatenträger des Filmes hievten ihn in Gewinnsphären und vor allem Spielenerds freuten sich über jedwede Ankündigung, die neues Entertainment aus dem TRONuniversum versprach. Einen neuen Film erwartete indes niemand. Doch Disney hat das eher ungeliebte Kind nie so recht zu den Akten gelegt. Man inszenierte einen Teaser, ohne irgendeine Art von Film in der Hinterhand zu haben, nur um zu sehen, ob der Boden bereit wäre für ein weiteres TRONabenteuer. Die Resonanz war überwältigend und ein zweiter Teil ging in Produktion.

Dieser knüpft vor allem zu Beginn äußerst gelungen an den ersten Teil an und erklärt uns, dass Kevin Flynn kurz nach den Ereignissen in TRON verschwunden ist und seinen Sohn Sam und seine Familie ohne jedwede Erklärung sitzen ließ. Sam entwickelte sich zum rebellischen Mittzwanziger, der das Ansehen seines Vaters hochzuhalten versucht und gegen die nur noch finanziell orientierten Interessen der ehemaligen Firma seines Vaters aufbegehrt. Da erhält sein väterlicher Freund Alan Bradley (genau, Tron!) auf seinem Pager eine Nachricht von Kevin Flynn, die Sam zu einer alten Spielhalle führt, wo er den gut versteckten Arbeitsplatz seines Vaters findet. Er aktiviert den hier stehenden Computer und sieht sich unversehens ins „Raster“ versetzt. Die virtuelle Welt, in der sein Vater einst gegen fiese Programme kämpfen musste. Und hier hat sich anscheinend nicht viel verändert. Identitätsdiskuskämpfe und Lichtrennen erfreuen nach wie vor die Programme. Diese Welt wird beherrscht von Clu, einem Programm, das aussieht wie Sams Vater - vor gut 20 Jahren. Dessen Ziel: Die Übernahme der realen Welt. Die Hindernisse: Sam und dessen Vater Kevin, den Sam in den Außenbereichen des Rasters - ein eremitenartiges Leben führend - wieder findet.

Die Folge ist nun nicht etwa ein Actioninferno sondergleichen, sondern vielmehr eine mit viel pseudophilosophischem Mumpitz überladene Labertirade, deren Dialoge zwischen grandios unverständlich und vollkommen nichts sagend schwanken und kein wirklich griffiges, etwas weniger nerdiges Mittelmaß finden. Jedweden Anflug von Spannung bügelt das nicht zum Punkt kommende Drehbuch mit immer neuen Dialogwüsten platt, was vor allem in Richtung Showdown fast schon ärgerliche Züge annimmt und den Zuschauer überdeutlich spüren lässt, dass der Film locker 30 Minuten zu lang geraten ist. Kurzum: Es passiert nach der Ankunft auf dem „Raster“ einfach nichts mehr bzw. das, was passiert, will nicht zünden. Und wenn dann Clu mit seinen Programmen in die reale Welt wechseln will, um diese zu übernehmen, heißt es dann auch im letzten Logikzentrum im Publikum „Game Over“, denn was wollen denn Gestalten, die aus Einsen und Nullen bestehen, in der realen Welt anrichten? Die Diskusweitwurfweltmeisterschaft gewinnen? Hallo?

Das Fazit wäre: Entweder rafft der Ottonormalzuschauer den Film wieder erst in 15 Jahren oder irgendwie ist die Geschichte letztlich doch genauso dünn, wie anno 1982. Und na ja, ich tendiere zur zweiten Annahme. Massiv sogar. Glücklicherweise macht TRON Legacy diverse Storyunzulänglichkeiten mittels seines Looks fast schon problemlos wett. Wo im Original noch sehr umständlich getrickst werden musste, regiert heute eine zwar ungemein kalte, aber - dank herrlich stimmungsvoller Neonbeleuchtung - irre stilvolle Optik, die von der ersten Minute an gefangen nimmt und fasziniert. Und wenn später irgendwann sogar Feuerwerke in fraktalen Formen abgebrannt werden, fühlen sich die Netzhäute des Zuschauers ob derartiger Detailversessenheit rundum befriedigt. Selbst die Tatsache, dass im Raster alle Umgebungen, Gefährte und Figuren allzu perfekt erscheinen und darum irgendwo an Renderfilmchen für Spielkonsolen erinnern, macht in Hinsicht auf den Schauplatz von TRON Legacy durchaus Sinn. Auch der häufig kritisierte, sehr unlebendige Look von Jeff Bridges Alter Ego Clu erscheint darum nicht gar so störend, denn innerhalb der Logik von TRON Legacy geht es um Perfektion. Und in Bezug auf Perfektion kommen mir persönlich nicht wirklich normal wirkende Menschen in den Sinn. Die fast schon porzellanartige Anmutung des seltsam unbeweglichen Gesichtes von Clu (achtet mal auf seine Augenbrauen und wie oft die sich bewegen … ihr werdet keinen einzigen Finger brauchen, um das zu zählen) passt da gleich wie Arsch auf Eimer.

Auch die in dieser Optik lancierte Action macht durchweg Laune. Vor allem das Lichtrennen auf verschiedenen Ebenen hätte ich mir noch minutenlang anschauen können. Dagegen fand ich die Fluggerätballerei gegen Ende leicht ermüdend und unübersichtlich. Wenngleich auch diese ungemein stylisch herüberkam. Die vollkommene Wirkung erreichen die Bilder aber erst mit dem irren Score von Daft Punkt. Dieser drückt teils so tieffrequent und mächtig aus den Boxen, dass es einen schier aus dem Sitz zu hämmern scheint. Dazu kommen ein paar grandiose Themen, die auf keinen Film besser hätten passen können, als auf TRON Legacy.

In Sachen Optik muss man aber leider auch einen nicht unwesentlichen Abstrich machen. Dieser bezieht sich auf den 3D Effekt. Gleich zu Beginn wird man darüber informiert, dass nicht der ganze Film in 3D und dies ein geplantes Stilmittel sei. Letztlich stellt sich aber auch in dem 3D Abschnitt der Eindruck ein, dass der 3D Effekt dem Film wirklich überhaupt nichts bringt. Dank der 3D Brille geht dann vor allem eines verloren: Helligkeit. Irgendwann versinkt hier einfach alles in Dunkelheit, Kontraste vermischen sich zu einem undurchschaubaren Brei und man spürt richtig, wie anstrengend der Film für die Augen ist. Welch eine sinnlose Verschwendung, zumal die Bilder auch ohne den 3D Effekt hervorragend funktioniert hätten.

Darstellerisch leidet Tron daran, dass seine Figurenzeichnung eher ziemlich schwach ist. Sam Flynn entwickelt sich über den gesamten Film hinweg überhaupt nicht weiter. Er ist zu Beginn ungestüm, er ist es am Ende. Da kann Garrett Hedlund nichts dran ändern, versucht aber zumindest für einige wenige Nerdgirlies gut auszusehen. Jeff Bridges bringt etwas Souveränität in den Film, warum aber aus Kevin Flynn, der in Teil eins ja auch alles andere als lahmarschig angelegt war, plötzlich ein so irre zögerlicher Stubenhocker werden musste, fragt man sich schon. Irgendwie passen hier die Persönlichkeitsprofile von Original und Fortsetzung gar nicht mehr zusammen, auch wenn der Charakter natürlich irgendwo komplett seiner Illusionen beraubt wurde. Die Folge ist ein über weite Strecken arg phlegmatischer Jeff Bridges, der mehr verdient hätte. Michael Sheen macht dagegen als Rockstar / Guitar Hero Abbild so richtig derb Laune und überzieht so köstlich, dass er einem sofort ans Herz wächst. Das gelingt auch Olivia Wilde, aber mehr aufgrund ihrer fragilen Schönheit und ihrer halbwegs interessanten Figur und weniger aufgrund ihres Schauspiels.

Was bleibt, ist Style over Substance par Excellence, das irgendwie frappierend an Matrix Reloaded erinnert. Bedeutungsvoll wird hier versucht, so etwas wie Anspruch oder Tiefe in den Film zu transportieren, was zu keiner Sekunde funktioniert. Der Unterhaltungsfaktor wird nach interessantem Start durch eine eher flache Spannungskurve und immer wieder das Tempo einbremsende Dialogwüsten torpediert. Zumindest sieht das ganze Drumherum einfach nur genial aus und wurde von Daft Punk eindrucksvoll vertont. Das lässt einen durchaus über manches Problemchen hinwegsehen. Dennoch zieht sich der Film in manchen Abschnitten teils so heftig in die Länge, dass einem vor Neusichtungen fast schon graut, denn dieser Film ist einer der Kandidaten, die mit weiteren Sichtungen eher verlieren werden …
:liquid5:

In diesem Sinne:
freeman

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C4rter begibt sich in den Cyberspace:

Auf den Nachfolger zum 1982er Disney Sci-Fi Film „Tron“ durfte man wahrlich gespannt sein. Das Original bot zwar ziemlich geniale Effekte, bei denen man sich stellenweise bis heute fragt, wie zum Teufel die das wohl gemacht haben, ein großer Erfolg war der Film allerdings nicht. Disney beschloss sogar u.a. wegen „Tron“ erst einmal keine Realfilme mehr zu machen. Für Computerbegeisterte hingegen war „Tron“, der sich auch vor dem einen oder anderen Nerd-Gimmick nicht scheute, ein kleines Juwel.

Der Nachfolger, der 27 Jahre nach dem ersten Film spielt, stand unter gänzlich anderen Vorzeichen. Auf der Comic-Con frenetisch gefeiert sollte der Film natürlich die neusten Computertricks bieten und zudem auch noch in 3D daher kommen. Die Sorge, dass die Story, die bereits im ersten Film eher Nebensache war, auf der Strecke bleiben könnte, war ganz klar berechtigt.

Storytechnisch kommt „Tron: Legacy“ dann wie erwartet auch eher rudimentär daher. Flynn, der damals wie heute von Jeff Bridges gespielt wird, verschwindet im Jahr 1989 spurlos. Er hinterlässt ein millionenschweres Unternehmen und seinen Sohn Sam. Dieser ist im Jahr 2009 ein junger Softwarerebell, bricht in die Firma seines Vaters ein, die seit seinem Verschwinden von Verwaltern geleitet wird und stielt Software die eigentlich verkauft werden sollte um diese als Freeware anzubieten. Doch aufgrund einer seltsamen Nachricht sucht er die alte Spielhalle seines Vaters auf und findet auch sogleich heraus wo dieser die ganzen Jahre lang war. Denn Flynn war erneut in einem riesigen Computer gefangen, festgehalten von seinem eigenen Cyberklon „Clu“. Sam lässt nun nichts unversucht seinen Vater aus der Cyberwelt zu befreien. Doch sie haben nur 8 Stunden bis sich das Portal für immer schließt.

Wenn man die simple Story einmal außer Acht lässt, kann der Film auf vielen anderen Ebenen überzeugen. Die Cyberwelt, die im Gegensatz zum ersten Film einer Radikalkur unterzogen wurde, erstrahlt nun in neuem Glanz. Flynn hat alles neu angeordnet und gestaltet, was natürlich auch den verbesserten Effekten entgegen kommt. Aber die Umgebung ist zum Glück keine bunte Kitschwelt, sondern eine wunderbar düstere Modernisierung der Ursprungswelt. Sehr schön.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist Jeff Bridges. Er spielt nicht nur die eigentliche Hauptrolle an die Wand sondern praktisch auch alles andere. Man merkt dass er im Geiste immer noch in den 80s festhängt, was einfach ungemein lustig ist und Spaß macht. Seine lockere Art, seine Sprüche und sein gesamtes Auftreten spricht einfach die Sprache von Jeff Bridges. Flynn ist und bleibt seine Rolle, mehr denn je.
Fürs Auge bietet der Film dann noch Olivia Wilde als neue Programmgattung, die ISOs. Ihre Darstellung ist überzeugend und sie hat mit dem Hauptdarsteller Garrett Hedlund eine ganz gute Chemie.

Neben den optischen Reizen und den Darstellern weiß der Film auch musiktechnisch zu gefallen. Hatte mich „Tron: Legacy“ bereits recht früh völlig für sich gewonnen durch Journeys „Seperate Ways“, kann auch der weitere, durchweg recht elektronische aber wunderbare epische Soundtrack von Daft Punk überzeugen und passt vor allem sehr gut zum Film.

Eben dieser gibt sich im weiteren Verlauf als sehr launige Nummer. Zwar frühstückt er direkt zu Beginn des Cyber-Ausflugs Discwerfen sowie Lightcycle-Rennen ab um sich dann gänzlich neuen Actionszenen hinzugeben, aber auch diese wissen zu gefallen. Trotzallem ist es schade, dass aus den Lightcycle-Rennen nicht mehr gemacht wurde, werden diese doch gerne als Herzstück von „Tron“ beschrieben.

Etwas konfus mutet es an, das ausgerechnet der Namensgeber der Reihe, das Programm Tron, im Film nur einen verflucht kleinen Auftritt hat. Man hat ihn praktisch beinahe vergessen, doch im Finale taucht er nochmal auf und ist aber so schnell wieder weg wie er gekommen ist. Sehr schade. Immerhin konnte für die wenigen Szenen in denen man sein Gesicht sieht auch der Originaldarsteller, Bruce Boxleitner, engagiert werden.

Insgesamt hat "Tron: Legacy" zwar nur noch wenig mit dem Ur-Film zu tun, aber der etwas andere Ansatz, das tolle Design und die sympatischen Darsteller machen viel freude. Bombige Unterhaltung, auch für Fans des ersten Films, ist garantiert.

:liquid8:
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Beitrag von MasonStorm » 31.01.2011, 15:33

Ich schließe mich der Bewertung einfach mal an. Gerade die Optik und der Soundtrack machen richtig was her, als in der Arcadehalle ein 80er Song von Journey lief war ich richtig am feiern. :D Die Geschichte selbst ist halt eher schlicht und ihr kann auch wirklich gut ohne Kenntnis des Vorgängers (den ich bestimmt seit 15 Jahre nicht gesehen hab, und auch dann nur ausschnittweise) gefolgt werden.
Stichwort 3D, da kann ich dem Review von Alrik nur beipflichten. Nicht in einer Szene hat der Effekt irgendeinen Mehrwert für den Film bewirkt. Für mich hat 3D bisher wirklich nur als reines Kirmeskino funktioniert, sprich wenn der ganze Film von vorneherein darauf ausgelegt ist. Deswegen ist wohl auch immer noch "My bloody Valentine 3D" mein Highlight in der Richtung. :wink:
Film selbst macht aber besonders optisch richtig Spaß

:liquid7: +

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Beitrag von freeman » 01.02.2011, 08:49

Für mich war Tron so Matrix Reloaded ... Irre Bilder, denen immer etwas künstliches anhaftet (was hier aber absolut Sinn machte), viel pseudophilosophischer Mumpitz und letztlich null Substanz. Der Film zieht sich mit seinem nerdigen Geblubber teils übelst in die Länge und diverse Logikholperer hats imo auch ... Dennoch, der Style flasht einen schier weg und die Musi darunter ist der absolute Wahnsinn! Bin noch am Überlegen, ob ich mehr dazu schreiben will ... Der 3D Effekt wird vor allem dadurch torpediert, dass der Film ohnehin recht düster zu sein scheint. Da dann nochmal 20 Prozent Strahlkraft abziehen und schon wird alles zu einem Brei ... Ich denke mal, in einem Jahr wirds das mit 3D gewesen sein ... WENN die so weitermachen ...
:liquid5:

In diesem Sinne:
freeman
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Beitrag von MasonStorm » 01.02.2011, 09:41

freeman hat geschrieben:Ich denke mal, in einem Jahr wirds das mit 3D gewesen sein ... WENN die so weitermachen ...
Das hoffe ich auch. Am Schlimmsten an 3D finde ich mittlerweile, dass man bei bestimmten Filmen einfach nicht mehr die Wahl hat. Zumindest bei uns sind die 3D Projektoren so weit verbreitet, dass die Betreiber meist nur noch 3D Vorstellungen anbieten. Und gerade wenn man schon weiß, dass der 3D Effekt nix kann, tut man sich richtig schwer dann noch Geld für eine Kinokarte plus Aufschlag (und die ganze Zeit die scheiß Brille auf der Nase) auszugeben.

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Beitrag von Dr Dolph » 01.02.2011, 14:51

Also war ich da mehr fasziniert vom Streifen, klar die Story ist recht dünn, aber eben auch nur Nebensache, da der Film ja rein Soundtechnisch und von der Bildsprache her absolut genial ist. Vielleicht bewerte ich den aber auch so hoch, weil meine negativen Erwartungen nicht erfüllt wurden und mich das ganze echt positiv überrascht hat. Der 3D- Effekt war hier wirklich nicht alzu groß, in ein paar Szenen hats mans zwar ein wenig genutzt, aber so richtige 3d- Szenen gabs dann auch nicht. Ne 10 würde es ja allein für den Soundtrack geben, den ich momentan rauf und runter höre und für den Film auch, weil ich ein Tron-Nerd bin und den ersten Teil schon so vergöttere und der zweite eben ein mehr als nur gelungenes Sequel ist.
Schön geschriebenes Review übrigens

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Beitrag von Wallnuss » 01.02.2011, 15:15

Tron Legacy ist zwar optisch genial und der Soundtrack eine echte Bombe aber die Handlung ist sehr dünn,von Dialogen kann man nicht sprechen und es fehlt jegliche Spannung.Ich vergebe
:liquid3:

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Beitrag von MysteryBobisCREEPY » 01.02.2011, 17:33

freeman hat geschrieben:Für mich war Tron so Matrix Reloaded ... Irre Bilder, denen immer etwas künstliches anhaftet (was hier aber absolut Sinn machte), viel pseudophilosophischer Mumpitz und letztlich null Substanz. Der Film zieht sich mit seinem nerdigen Geblubber teils übelst in die Länge und diverse Logikholperer hats imo auch ... Dennoch, der Style flasht einen schier weg und die Musi darunter ist der absolute Wahnsinn! Bin noch am Überlegen, ob ich mehr dazu schreiben will ... Der 3D Effekt wird vor allem dadurch torpediert, dass der Film ohnehin recht düster zu sein scheint. Da dann nochmal 20 Prozent Strahlkraft abziehen und schon wird alles zu einem Brei ... Ich denke mal, in einem Jahr wirds das mit 3D gewesen sein ... WENN die so weitermachen ...
:liquid5:

In diesem Sinne:
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War ganz schön enttäuscht, ich wär aber nicht ich wenn meine Entwertung nich doch n Tick besser ist xD
:liquid6:
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Beitrag von freeman » 04.02.2011, 08:03

So hab mein Gemoser mal ausformuliert ... ;-) Oben drin ...

In diesem Sinne:
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Beitrag von Alrik » 04.02.2011, 14:20

Warum Flynn plötzlich so zurückhaltend und leicht exzentrisch wurde, hatte mich auch gewundert. Fand ein Wiki zum Thema Tron wo erklärt wurde wie lange er im Raster war.
Nach den anderen Quellen und Informationen des Films, haben die Macher der Site ausgerechnet das 1 Jahr in der Realität, etwa 60 Jahren im Raster entspricht. Flynn dann dementsprechend, ca. 1,260 Jahre im Raster verbrachte. Was nicht von ungefähr kommt, bei so einer Isolation, das er sich etwas veränderte ;)

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Beitrag von djoli » 04.03.2011, 21:17

Gebe dem Film ne :liquid7:
Optik ist einfach nur Bombe, der 3D Effekt imo für den Arsch, Soundtrack ist super, Story ist für den Arsch.
Das beste am Film ist eh der Auftritt von Daft Punk. 8-)
Teil 1 kenne ich leider gar nicht,
Vielleicht war das Pulver feucht...
Oder du bist einfach nur scheiße!

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Beitrag von kami » 23.05.2011, 08:31

Teil 2 hat mir überraschend gut gefallen und mich um einiges besser unterhalten als der zwar im Ansatz originelle, letztlich aber doch sehr seichte und mittlerweile ordentlich angegraute Vorgänger. Die Geschichte ist natürlich bestenfalls solide, als Vehikel für einen audiovisuellen Trip funktioniert sie aber ganz gut. Optik und Effekte sind hervorragend (vielleicht abgesehen vom jungen Jeff Bridges, das Lächeln sieht nicht unbedingt natürlich aus, stört mich aber kaum), der Soundtrack ist bombastisch, die Darsteller passend. Schicker Filmfluff.
:liquid7:

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Beitrag von StS » 23.05.2011, 09:39

Mein Hauptproblem mit dem zweiten Teil: Er ist ca. 15 Minuten zu lang. Die Szene auf dem "Transport-Vehikel" hätte man (zum Beispiel) merklich um die langen Blah-Blah-Dialoge kürzen können. Ansonsten aber durchaus nette Kost...

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Beitrag von C4rter » 23.05.2011, 11:11

umgetopft

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Beitrag von Alrik » 23.05.2011, 14:12

dem kurzen Auftritt von Tron verdanken wir Pixar sogar. Denn das ursprüngliche Script sah vor das Tron überhaupt nicht vorkommt! Woraufhin ein paar wichtigere Personen das nochmal überarbeiteten und und Boxleitner nochmal ins Studio holten.
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Beitrag von Orco » 12.06.2011, 11:42

Der zweite Teil war so dämlich das mans nicht in Worte fassen kann :roll:
:liquid1:
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Beitrag von SFI » 12.06.2011, 18:24

Netter Kontrast:

Bildgewaltiges Spektakel, welches zwar inhaltlich nicht viel Neues bietet, dafür aber neben der optischen Komponente mit einem wuchtigen Score richtig ran glotzt.

:liquid8:
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Beitrag von deBohli » 14.06.2011, 10:23

SFI hat geschrieben:Netter Kontrast:

Bildgewaltiges Spektakel, welches zwar inhaltlich nicht viel Neues bietet, dafür aber neben der optischen Komponente mit einem wuchtigen Score richtig ran glotzt.

:liquid8:
Sehe das genau so. Inhaltlich ist der so selten dämlich, im Kino hat mich die wuchtige Mischung aus Score und Design aber restlos überzeugt. 8 Punkte sind für mich auch drin.

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Beitrag von Vince » 01.11.2011, 10:12

Ich gehe in erster Linie mit kami konform. Teil 1 konnte mich nie begeistern, "Legacy" dagegen mauserte sich zur waschechten Überraschung. Artdesign in Kombination mit dem kongenialen Soundtrack sind atemberaubend, noch dazu entwickelt der Film im ersten und letzten Drittel einen beispiellosen Fluss, der leider im totgeredeten Mittelteil aufgebrochen wird. Trotzdem audiovisuell mächtig genug, um die inhaltliche Leere komplett vergessen zu machen.
:liquid7: ,5

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