Paycheck (John Woo)
Review bezieht sich auf meine mittlerweile bereits dritte Sichtung (letzte war 2006, erste etwa 2004/2005...
Dass Paycheck manchen Woo-Fan enttäuscht zurücklässt, ist nachvollziehbar. Und auch, wenn ich den Film bei der ersten Sichtung noch richtig gut fand, mit jeder weiteren offenbarten sich die Schwächen des dennoch nicht schlechten Films.
Der Anfang ist richtig gut, verdammt spannend, und der Vergl. mit Hitchcock ist nicht von der Hand zu weisen. Der Film hat meiner Meinung nach nur zwei Probleme: 1. lässt er die Hosen zu früh runter und löst zu schnell auf, was etwas von der gut aufgebauten Spannung klaut...und 2. fällt bei weiteren Sichtungen überdeutlich auf, wie das Budget auf 60 Mio. (s. wikipedia) begrenzt werden konnte...leider wirkt sehr viel von der auch nicht übermäßig reichlich vorhandenen Action künstlich, und es drängte sich mir heute mehr und mehr der Verdacht auf, dass insbesondere bei den Verfolgungsjagden als auch bei den Schießereien (die es übrigens in so ziemlich jedem anderen Woo-Kinofilm in besser gab ;) reichlich CGI im Einsatz war.
Letzten Endes ist aber zu sagen, dass wer den Film - vor allem zum ersten Mal - unvorbehalten ansieht, einen spannenden Mystery-Reißer mit einigen gut gesetzten Actioneinlagen zu sehen bekommt, der aber nicht an Woos letzte Actionkracher Face/off und MI:2 herankommt. Sehenswert allemal, und die zum Teil schwache Action wirkt immerhin mit einer sehr geilen bildschirmsprengenden fetzigen Feuerwalze "ausgeglichen", die dann doch recht ordentlich befriedigt, obwohl der CGI-Einsatz auch hier deutlich zu sehen ist.
man möge sich selbst ein Bild machen, ein echter Woo ist das irgendwie nicht, eher eine zwar gut besetzte aber doch streng budgetierte Auftragsarbeit...und die Taube wirkte noch viel deplazierter als in seinen letzten Actionkrachern...
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,5
Die verhältnismäßig hohe Bewertung ergibt sich aus der doch recht spannenden Story und dem interessanten Drehbuch und einigen wenigen guten Actioneinlagen. Es wäre aber mehr drin gewesen...