Under Pressure

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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Mr_Pink
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Under Pressure

Beitrag von Mr_Pink » 31.08.2011, 17:50

Under Pressure
AT: American Amok

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Original Titel: Bad Day on the Block
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Craig R. Baxley
Darsteller: Charlie Sheen, Mare Winningham, David Andrews, Noah Fleiss, Dawnn Lewis, Chelsea Russo, John Ratzenberger, Keone Young, Reggie Jackson...


Der Feuerwehrmann Lyle Wilder (Charlie Sheen) gilt in den Medien als Held, seit er ein Baby aus einem brennenden Haus gerettet hat und wird aufgrund dessen auch zum 'Feuerwehrmann des Jahres' gekürt. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich ein ungemein verbitterter, von seine Familie verlassener, Rassist, mit christlich Fundamentalistischen Ansichten, der seinen Nachbarn die Schuld am Ende seiner Ehe gibt und sich von deren Kindern regelmäßig gestört fühlt.

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Der Einstieg ist durchaus sehr Stimmungsvoll gelungen. Nach einer recht kurzen Schießerei zwischen, vermutlichen, Drogendealern, die, ganz im Sinne aller zu bedienenden Klischees, alle Schwarz sind, steht ein Drogenlabor in Flammen. Der eintreffende Wilder begibt sich gegen den Willen seines Vorgesetzten in das Haus um das Baby zu retten. Dies alles ist durchaus nett und auch recht spannend gemacht. Zudem: brennende Häuser und Explosionen hat man schon deutlich schlechter gesehen.
Danach wird das Tempo deutlich reduziert und das Geschehen verlagert sich praktisch komplett auf die Grundstücke und Häuser von Wilder und seinen Nachbarn, den Bravertons. Schon bald wird klar, dass zwischen den Nachbarn ein bestenfalls angespanntes Verhältnis herrscht. Als dann der älteste Spross der Bravertons ein Modellflugzeug durch das, geschlossene, Fenster Wilders manövriert, eskaliert die Situation.


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Auch wenn dieser Film in manchen Momenten praktisch Slalom läuft um ja kein Klischee auszulassen, unterhält er doch recht ordentlich. Dies liegt in erster Linie an einem wirklich überzeugend aufspielenden Charlie Sheen, der auch in der, ungewohnten, Psychopathen-Rolle sehr zu gefallen weiß. Wer ihn nur aus 'Two and a half Men' oder 'Hot Shots' kennt wird von dieser Rolle sicherlich überrascht sein. Doch auch der Rest des Casts durchweg solide, auch wenn die großen Namen, neben Sheen, fehlen. Komplette Ausfälle sind keine zu verzeichnen, auch wenn einige Figuren doch nicht ganz die Sympathie erwecken, die sie eigentlich sollten.
Leider ist ein wenig abträglich für die Spannung, das Sheen Wilder schon von der ersten Sekunde ziemlich offensichtlich als Psychopathen spielt. Schon beim Rettungseinsatz verrät sein Blick praktisch alles. Ein etwas dosierteres Spiel, das die wahre Persönlichkeit Wilders erst nach und nach Preis gibt hätte ihm hier gut zu Gesicht gestanden. Wobei man dies auch durchaus als Schwäche des Drehbuchs ansehen könnte.


Auch wenn die Entscheidung die Sets im Grunde auf zwei Häuser und die zugehörigen Grundstücke zu beschränken vermutlich am Budget lag, ist sie der Spannung durchaus zuträglich. Auch die Idee, die Geschichte während einer Hitzewelle spielen zu lassen, war nicht die schlechteste, tut doch die Hitze ein Übriges zur, an sich schon gereizten, Stimmung. Und genau diese Stimmung ist es, welche den Film durchaus sehenswert macht. Steigert sich doch das anfängliche Unbehagen über einen nervigen, unsympathischen Nachbarn, mit dem man zu Beginn aber gerade so noch leben könnte immer weiter und wenn dann schlussendlich der Kühlschranktechniker an der falschen Tür klingelt und Charlie Sheen seinen Charakter zum absolut Wahnsinnigen hin steigert, sitzt man doch ziemlich gespannt vor dem Fernseher und fragt sich wie weit es nun noch gehen soll.


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'Under Pressure' ist mit Sicherheit kein Highlight der Sheenschen Filmographie, aber auch deutlich entfernt vom Bodensatz filmischen Schaffens. Wer sich der vorhandenen Schwächen bewusst ist, kann durchaus einen zufriedenen Film-Abend verbringen. Sicherlich gibt es bessere Filme, doch Graig R. Baxley, hat einen durchaus spannenden Thriller mit einem furiosen Einstieg geschaffen, der dann doch eine knappe
:liquid6:
verdient.


Sämtliche in Deutschland verfügbaren Fassungen sind ungekürzt. Die Fassung von epiX bietet ein annehmbares Bild samt qualitativ gleichwertigem Sound. Wer aber nicht gerade ein riesen Charlie Sheen-Fan ist (auch wenn er in Vor- und Abspann als Charles Sheen vermerkt ist, warum auch immer) sollte sich einen Kauf reichlich überlegen und auf eine Free-TV-Ausstrahlung hoffen. Auch wenn ein Kauf für kleines Geld durchaus eine Idee sein könnte.
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Jason Stathams bruudale Mördertitten figgen gelini71´ Papagei, der sich ne Lederkluft umgeschwungen hat weil er auf anale Liebe steht. Die Backstreet Boys sind auch dabei und machen bruutalen Analsex mit ihren erregierten Analwürmern.

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Beitrag von StS » 31.08.2011, 18:23

Finde den eigentlich ebenfalls recht okay - allerdings hat der bei mir inzwischen (so nach den entsprechenden Jahren und gut 3 Sichtungen) auch merklich in der Gunst nachgelassen, so dass es heutzutage in etwa bloß noch für eine "knappe 5/10" ausreichen dürfte. :wink:

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Beitrag von Mr_Pink » 31.08.2011, 18:32

StS hat geschrieben:Finde den eigentlich ebenfalls recht okay - allerdings hat der bei mir inzwischen (so nach den entsprechenden Jahren und gut 3 Sichtungen) auch merklich in der Gunst nachgelassen, so dass es heutzutage in etwa bloß noch für eine "knappe 5/10" ausreichen dürfte. :wink:
War eigentlich auch ziemlich am schwanken, hab mich dann aber für die 6 entschieden, da ich das Gefühl hatte, dass ich das Review für ne 5 ein wenig zu positiv formuliert habe.
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Beitrag von freeman » 01.09.2011, 08:22

Das passt imo auch, weil der bei der Erstsichtung durchaus als ok durchgeht und Sheen richtig gut spielt. Und da der imo kein Kandidat ist, den man mehrfach ansieht, passt die 6 für mich und gibt auch meinen Eindruck gut wieder und viel ändern wird sich daran nicht :lol:.

In diesem Sinne:
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