die Tribute von Panem: Hunger Games & Catching Fire

Filme die viel kosten aber meistens nicht das halten, was der Trailer verspricht
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die Tribute von Panem: Hunger Games & Catching Fire

Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:36

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Originaltitel: the Hunger Games
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Regie: Gary Ross
Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Stanley Tucci, Wes Bentley, Lenny Kravitz, Donald Sutherland, Liam Hemsworth, Alexander Ludwig, Toby Jones, Willow Shields, Isabelle Fuhrman, ...

Mit "die Tribute von Panem" ("the Hunger Games") gelang Regisseur Gary Ross im Jahre 2012 eine ebenso erfolgreiche wie werkgetreue Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans aus der Feder von Suzanne Collins…

Zur Kritik geht´s hier!

:liquid7:
Zuletzt geändert von StS am 25.11.2013, 09:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Die Tribute von Panem - Catching Fire

Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:38

McClane leistet Tribut:

Die Tribute von Panem - Catching Fire

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Originaltitel: The Hunger Games: Catching Fire
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Francis Lawrence
Darsteller: Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Josh Hutcherson, Elizabeth Banks, Jena Malone, Sam Claflin, Woody Harrelson, Alan Ritchson, Stanley Tucci, Philip Seymour Hoffman, Paula Malcomson, Donald Sutherland, Jeffrey Wright, Amanda Plummer, Lynn Cohen, Lenny Kravitz, Willow Shields, Toby Jones, Daniel Bernhardt u.a.

In der Fortsetzung von „The Hunger Games“ kann Katniss ihren Sieg kaum genießen: Unfreiwillig ist sie zur Gallionsfigur einer Rebellion geworden, weshalb Präsident Snow zum 75. Jubiläum der Spiele die Tribute aus den Reihen der Vorjahressieger gestellt werden. Zu deren Darstellern gehört auch B-Actionstar Daniel Bernhardt, der hier eine Minirolle hat.
:liquid7:

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:38

Platzhalter für "Mockingjay"...

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:38

Weiterer Platzhalter...

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:41

[color=red]freeman[/color] hat geschrieben:Die Tribute von Panem: Hunger Spiele
War das jetzt der Film zum Hype ... oder der Hype zum Film? Ich bin maximal verwirrt. Ok, wie versprochen, gebe ich angesichts der Amizahlen gerne zu, dass ich den Panemtrend komplett verpennt habe. Da bin ich Sportsmann genug. ABER: ICH habe da mal wieder definitiv nichts verpasst. Und schaue ich mir die Reaktionen im Kinosaal an, bin ich da wohl nicht der einzige... Ein Hauch von Trash durchwehte permanent diesen aus den verschiedensten Filmquellen zusammengeklaubten Zitathaufen (von Running Man über natürlich Battle Royal gabs noch etwas Rambo, Die Jugger und Steve Austin metzelt auf der Insel Elemente zu entdecken, OHNE dass man sich anstrengen musste, diese zu erkennen.), der aufgrund seiner Ausrichtung auf ein viel zu junges Publikum so gar nicht zünden wollte. Um die PG13er nicht zu überfordern, blieb man bei allen Figuren und der Handlung selbst immer an der Oberfläche und schafft es so nie, den Zuschauer in den Film oder die Welt von Panem eintauchen lassen. Zudem zelebriert der Film, der sich zumeist gritty und roh gibt, in den Spielen das glatte Hochglanzsterben, begleitet von Kanonenschlägen, bei denen ohnehin gesichtlose Teenies meist im Off verschwinden. So kommt nie Spannung auf, es wird nie intensiv, der Film tut einfach nicht weh und aus dem Battle Royal "Hier töten sich Teenies und die Gesellschaft mag es" What the Fuck Momenten werden "Hier töten sich Teenies und die Gesellschaft mag es" What kümmerts mich Momente. Ein Filmereignis, so muss ich sagen, sieht anders aus und es ist auch anders bebildert. Teilweise schien der Kameramann hier echt Amok zu laufen. Die Trickabteilung tat es ihm dann gleich und pumpte ein paar hübsch misslungene Effekte in den Film. ABER zumindest langweilt die Chose nicht. Die Hauptdarstellerin ist im Gegensatz zu den meisten anderen Teeniedarstellern toll (und hat ne schöne dicke Kiste, rennt darum aber auch komisch), Woody, dessen Rolle seltsam leer wirkt, hat ein paar gute Witze abbekommen (im Gegensatz zu dem ansonsten reichlich vorhandenen unfreiwilligen Humor) und der Score ist ne Bombe, da er den Erwartungen ein wenig zuwider läuft. Ansonsten ist da nicht viel. Außer eben eine Menge Hype ... der in Deutschland wohl nicht vollends greifen wird, denn witzigerweise lief Panem bei uns nur in einem kleinen Saal und war am WE nur zur Hälfte besetzt. Gleich im Saal daneben, gleichgroß, lief die Geschichte um die beiden Franzosen, der eine im Rollstuhl. Vor ausverkauftem Saal. Zuschauerhype trifft selbstgebastelten, oberflächlichen Hype, bei dem ich gespannt bin, wie oft man zu hören bekommen wird, dass er das Buch so gar nicht widerspiegelt.
:liquid5:
[color=red]kami[/color] hat geschrieben:Komme gerade aus dem Kino und bin von diesem weichgespülten, schmalbrüstigen BATTLE ROYALE-Abklatsch doch ganz schön enttäuscht. Dabei verärgert das unplausible Szenario genauso wie antiklimaktische Dramaturgie, die miserabel inszenierte Action und das Fehlen von Schauwerten. Wüsste gerne mal, wie man für diese preisgünstig ausschauende Chose 100 Mill.US$ verbraten konnte. Der Ehrlichkeit halber muss ich zugeben, dass ich die Hauptdarstellerin zwar optisch wenig attraktiv finde, sie ihre Sache aber sowohl schauspierisch als auch physisch recht gut macht und ich den Film trotz aller berechtigter Kritik ganz unterhaltsam fand. Objektiv sind mehr als :liquid5: aber ganz sicher nicht drin.
Zuletzt geändert von StS am 30.03.2012, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:43

Natürlich handelt es sich um keinen "Battle Royale"-Abklatsch. Eine solche Argumentation ist zwar auf den ersten Blick leicht rauszuhauen - hält aber einem zweiten im Prinzip in keiner Weise stand. Es ist ein Element, ein cineastisches Versatzstück - keine legitime Grundlage einer gewichtigen Kritik. Im Gegenzug: Wie viele Filme wären sonst "Abklatsche" von "the Most Dangerous Game"? Aber egal. Was fandst Du denn an dem Szenario so "unplausibel"...? Und wenn jetzt auch noch einer schreiben sollte, das Szenario in "Battle Royale" wäre irgendwie tiefsinniger, plausibler oder sonstwas, ist eh der Ofen der Glaubwürdigkeit aus. :wink:
kami hat geschrieben:
StS hat geschrieben:Aber egal. Was fandst Du denn an dem Szenario so "unplausibel"...? Und wenn jetzt auch noch einer schreiben sollte, das Szenario in "Battle Royale" wäre irgendwie tiefsinniger, plausibler oder sonstwas, ist eh der Ofen der Glaubwürdigkeit aus. :wink:
Das Szenario in BR ist deswegen plausibler, weil es aufs Wesentliche reduziert ist. Eine kurze Exposition, und schon ist man im Spiel und der Schwerpunkt verlagert sich auf Gruppendynamik, menschliches Drama und blutige Action. THE HUNGER GAMES hingegen malt weitschweifig eine völlig unsinnige Zukunft aus, eine Rom-Analogie, deren Struktur so stabil wie ein Kartenhaus auf dem Kopf wirkt. Das Spiel selbst verliert, in dem während des Spiels die Regeln geändert werden, und statt auf die Dramatik des Kampfes zu vertrauen, werden "geniale" Ideen wie bekloppte Monsterhunde eingeführt. Und dann ist man beim Finale, und der Zuschauer ist rechtschaffen überrascht, dass der kurze und beschissen gefilmte Kampf auf dem Blechteil der Höhepunkt gewesen sein soll.
Du hast recht, THE HUNGER GAMES ist nicht BATTLE ROYALE, es ist wie TWILIGHT ein unininspiriert und geschäftstüchtig zusammengeklaues Sammelsurium, bei dem aber der japanische Streifen (bzw. dessen Romanvorlage) doch ordentlich ausgeweidet und halbgar wiedergekäut wurde. Und btw, bei Rezis zu Filmen wie HARD TARGET oder SURVIVING THE GAME liest man eigentlich auch immer den Hinweis auf THE MOST DANGEROUS GAME. Verstehe gar nicht, wieso du dich so sträubst, THE HUNGER GAMES als die teenie-taugliche BATTE ROYALE - RUNNING MAN-Bastardisierung anzuerkennen, die sie nunmal ist. Selbst die Idee mit den Hobbyjägern wurde doch aus BR geklaut.
StS hat geschrieben:
kami hat geschrieben:Verstehe gar nicht, wieso du dich so sträubst, THE HUNGER GAMES als die teenie-taugliche BATTE ROYALE - RUNNING MAN-Bastardisierung anzuerkennen, die sie nunmal ist.
Tu ich doch gar nicht - schließlich hab ich den Thread hier vor über 10 Monaten mit folgendem Kommentar (damals zum Buch) eröffnet... :wink:
StS hat geschrieben:Bei der Vorlage handelt es sich ja quasi um "Running Man" trifft "Battle Royale" in der PG13-Variante - zwar nicht unbedingt tiefschürfende oder originelle Kost, nichtsdestotrotz...unterhaltsam
Die Sache ist nur: Ich differenziere die Sache und betrachte sie im Kontext. Ich bin z.B. nicht der Meinung, dass das geschaffene Zukunftsbild "völlig unsinnig" ist. Es ist sogar recht umfangreich und schlüssig. Leider wird das im Film nur oberflächlich abgehandelt - und muss man (zudem) schon etwas aufpassen, um die vielen Details (wie das Los- oder District-System) zu erfassen bzw. zu einem Ganzen zusammen zu setzen. Nur weil "Battle Royale" gar nicht erst versucht, ein plausibles Szenario aufzubauen, ist eben jenes (meinem Verständnis nach) auch nicht plausibler. Natürlich sind die von Dir erwähnten Eigenschaften vorhanden – aber es sind nur inhaltliche Bausteine, weshalb Worte wie Abklatsch(*) oder geklaut(*) nicht angebracht sind. Erwähnungen der Titel sind völlig legitim. Man müsste jedoch mal in den Reviews zu Filmen wie "Hard Target" oder "Surviving the Game" schauen, wie oft da die zwei genannten Worte (*) auftauchen - ich nehme an, die Zahl ist nahe der (wenn nicht gleich) 0. Selbiges gilt für "Die Hard". Ich bin auch nicht der Ansicht, dass da was „verwässert“ ist. Wären es Cocktails, keine Filme, wäre einer halt alkoholfrei, der andere nicht – und beide würden sich eine gemeinsame Zutat teilen. ;) Der letzte Satz mit den „Hobbyjägern“ ist imo auch völlig „schräg“: Ich weiß nichtmal, ob Du die „Career Tributes“ oder Gale&Katniss meinst – doch so oder so passt das nicht wirklich, geschweige denn es wurde was „geklaut“.

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:43

freeman hat geschrieben:
Das Szenario in BR ist deswegen plausibler, weil es aufs Wesentliche reduziert ist. Eine kurze Exposition, und schon ist man im Spiel und der Schwerpunkt verlagert sich auf Gruppendynamik, menschliches Drama und blutige Action. THE HUNGER GAMES hingegen malt weitschweifig eine völlig unsinnige Zukunft aus, eine Rom-Analogie, deren Struktur so stabil wie ein Kartenhaus auf dem Kopf wirkt. Das Spiel selbst verliert, in dem während des Spiels die Regeln geändert werden, und statt auf die Dramatik des Kampfes zu vertrauen, werden "geniale" Ideen wie bekloppte Monsterhunde eingeführt. Und dann ist man beim Finale, und der Zuschauer ist rechtschaffen überrascht, dass der kurze und beschissen gefilmte Kampf auf dem Blechteil der Höhepunkt gewesen sein soll.
Bei dem Abschnitt bin ich als "Nurfilmseher" aber vollkommen auf kamis Seite. Ich denke, als Nichtkenner des Buches kann man kaum zu einem anderen Schluss kommen. Vor allem das IM FILM entworfene Zukunftszenario aus Brot und Spielen, in trashig bunten Klamotten aber funktionaler Architektur ist vollkommen unglaubwürdig und inhomogen. Auch fehlen einem zu den Hungerspielen viele wichtige Informationen, weshalb sie eben auch nie glaubwürdig wirken. Nur mal so die Fragen, die mir im Kopf rumspukten: Warum geht von Katniss District überhaupt wer hin? Was bringt ihm das, was bringt es dem District? Es ist ein Tribut wegen einem Aufstand, schon klar, trotzdem scheint da im Film kein echter Zwang da zu sein. Und was ist so toll an den Games? Wieso gibt es eine Kaste, die sich sogar gezielt darauf vorbereitet? Was bringen einem die Spiele? Wie es anhand von Woody ausschaut, ja nur einen The Jugger ähnlichen sozialen Aufstieg für EINE Person in höhere gesellschaftliche Schichten. Was bringt es aber dem District? Im Film erfahre ich darüber nichts und deshalb nimmt man halt auch die Materie nicht wirklich ernst. Also zumindest mir ging es so. Und da ist dann freilich das Fehlen echter Höhepunkte und eben von Intensität wirklich problematisch, von den von mir auch schon angesprochenen witzlosen Regeländerungen ganz zu schweigen. Dass das einen als Buchkenner eventuell nicht stört, weil man da Lücken ausm Kopf füllen kann, glaube ich gerne. Die anderen sehen aber nicht viel mehr als einen uninspirierten ABER unterhaltsamen Zitatenflickenteppich, bei dem ich eben immer das GEfühl hatte, dass zu viele wichtige Informationen unter den Tisch gefallen sind. Eklatantestes Beispiel: Der gestartete Aufstand, der mit was niedergeschlagen wird? Der Liebesgeschichte? Eine Behauptung, die im Film übrigens auch keine optische Entsprechung bekommt. Meine Begleitung meinte nach dem Besuch auch nur: Wird wohl in Teil II um den gestarteten Aufstand gehen, der war dem Film ja ziemlich egal bisher ...

In diesem Sinne:
freeman
Das Kapitol hat den Krieg gewonnen, die Leute dort sind dekadent (wie im Alten Rom) und leben von den Gütern, die in den Districten (= die Verlierer des Krieges) geschaffen werden (in "12" z.B. Kohle). Die Leute dort sind arm und werden nur mit dem Nötigsten versorgt (nicht einmal genug Strom hat die Verwaltung dort, um den Sicherheitszaun "scharf" zu halten). Um sich eine etwas höhere Essensration (für die Familie) zu beschaffen, können die Kinder ihre Namen mehrfach in den Lostopf geben (daher sagt Gale auch, dass sein Name über 40x drin ist, während Prim nur 1x vertreten ist). Andere Formen der Nahrungsbeschaffung sind illegal - daher auch die risikoreiche Jagd von Gale&Katniss am Anfang (die Beute wird auf dem Schwarzmarkt verkauft).

Zur Belustigung der Leute im Capitol werden die Spiele veranstaltet - und um den Verlierern des Krieges ihre "Position" aufzuzeigen. Der Sieger bekommt u.a. ein Haus und Essen auf Lebzeit, während sein District in dem Jahr zusätzliche Nahrung erhält. Daher auch die "Career Tributes". Allerdings muss er als "Strafe" auch Mentor der nächsten (Todes-) Kandidaten sein (daher u.a. Haymitch´s Alkoholproblem, zumal er im District unweigerlich zum Außenseiter wurde). Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit harten Strafen rechnen...

Der Aufstand in Rue´s District wird im Film ja mit Gewalt niedergeschlagen - doch nur für den Moment bzw. breitet er sich im Folgenden weiterhin aus: Der zweite Roman heißt schließlich auch "Catching Fire"... :wink: In Sachen "Entwicklung der Fortsetzung" wurde ja schon einiges angedeutet, wie die Verärgerung des Regimes aufgrund der Bloßstellung, was ja u.a. zum Schicksal von Bentley´s Figur führte (siehe auch Woody´s Gespräch auf dem Dach am Ende), ebenso wie die aufflammenden Revolten in den Districts - von der Katniss-Peeta-Gale-Konstellation ganz zu schweigen. Im Roman kommt zudem deutlicher rüber, dass es Katniss in der Arena im Hinblick auf Peeta bei den Küssen und so (neben den teils irrationalen Gefühlen eines Teens, obendrein in einer solchen Extremsituation) in erster Linie um den Erhalt der Versorgungsfallschirme durch die Sponsoren ging. Aber auch die Zuschauer sollten sich das eigentlich denken können, nicht nur angesichts der mitgelieferten Nachricht - da muss man nicht unbedingt das Buch für gelesen haben. Etwas Mitdenken kann man ja erwarten. ;)

Ja, das Captitol ändert die Regeln - aber so ist das halt (stets/generell). Es geht ja schließlich nicht um Fairness, sondern um eine Show sowie Macht und Kontrolle. In ähnlichen Werken war das mit den Manipulationen ja auch schon immer so (vgl. etwa das Finale von "Gladiator"... oder ganz aktuell heute: "DSDS", LOL). Die Hunde sind übrigens "neu" - im Buch gab es dagegen die getöteten "Mitspieler", die reanimiert, "mutiert" und zum Töten "programmiert" wurden. Angesichts des CGI-Budgets war diese "Entscheidung zur Änderung" imo aber keineswegs verkehrt...

Klar sind viele Zitate und Versatzstücke zu finden - das fängt ja schon beim Name des Landes Panem ab, der aufs lateinische bzw. römische Sprichwort „Panem et circenses“ („Brot und Spiele“) zurückgeht - aber von "Abklatsch" und "geklaut" kann hat keine ernsthafte Rede sein, ansonsten müsste man das den meisten Filmen in irgendeiner Weise vorwerfen. Es gibt halt keine neuen Geschichten mehr.

So, Class Dismissed. :lol:

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Beitrag von StS » 30.03.2012, 19:45

kami hat geschrieben:Völlig behämmert fand ich auch das Sponsorensystem: Wozu das aufwändige Buhlen um Sponsoren, wenns dann nur ein bisschen Suppe oder Streichhölzer gibt?
Und mit Hobbyjäger meinte ich natürlich die hochmotivierte Bande aus den ersten Distrikten, die Freiwilligen. Solche gab es in sehr ähnlicher Form in BATTLE ROYALE.
Ähm, ja Du meinst sicherlich zusätzlich zu den lebensrettenden Salben? Ich denke, weil Dinge wie Streichhölzer in einer solchen Lage wichtig sind bzw. entscheidend sein können und im Rahmen der Möglichkeiten des gegebenen Rahmens stehen. Mag sein, dass Du Dir in der Lage Haargel oder so gewünscht hättest - aber über Salben und Streichhölzer würde sich z.B. auch Bear Grylls in so mancher Survival-Situation freuen. :wink:
kami hat geschrieben:Wenn ich mir schon einen Sponsor suchen muss, dann soll der gefälligst ordentlich was springen lassen und ne anständige Survival-Ausrüstung rüberwachsen lassen.
Naja, die gab es ja da am Horn. Alle anderen Sachen waren ja "nur" Extras. So ist das halt bei dem Spiel - was soll man dazu noch sagen? :wink:
The Punisher hat geschrieben:Die Salbe oder die Suppe sind in der Zeit in der Panem spielt wahre Luxusartikel die sich nur die wenigsten Leute leisten können, als Vergleich kann man sagen die kleine Portion Suppe würde heute ca 100 - 200€ kosten. Das sind halt so Sachen die im Film vermutlich nicht erklärt werden die man aber weiß wenn man das Buch kennt.

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Beitrag von freeman » 31.03.2012, 15:37

Coole Arbeit! Danke dafür. Muss mal gucken, ob ich meine eigentlich länger ausformulierte Kritik noch habe. Die hatte ich fürs Tagebuch ein wenig zusammengestaucht.

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 07.04.2012, 19:19

Nachdem ich jetzt auch die drei Bücher gelesen habe, muss ich meine Kritik doch etwas revidieren und meine Einschätzung nach oben korrigieren. Ich kann zwar manche Veränderung des Films im Vergleich zur Vorlage nicht ganz nachvollziehen (warum hatte man offenbar keine Zeit für eine genauere Erklärung des Sponsorensystem, baute aber dafür schon Handlungselemente aus dem zweiten Band ein) und auch die Besetzung des Peeta halte ich für unglücklich, dennoch wird der Film der hochunterhaltsamen Vorlage gerecht. Man muss sich allerdings bei Film und Buch von der Vorstellung lösen, eine ausgearbeitete und funktionierende SciFi-Welt zu bekommen. Panem ist letztlich nur Vehikel, um die dramatische Handlung zu ermöglichen. Nach dem Sinn des Herrschafts- und Bestrafungssystems sollte man genauso wenig fragen wie danach, ob Panem eigentlich der einzige Staat in Nordamerika ist (kommt einem ja doch ganz schön klein vor) und wie es im Rest der Welt aussieht. Dafür sind die Charaktere gut ausgearbeitet und gerade dieser Aspekt wurde auch gut in die Verfilmung übertragen. Ich gestehe, die Bücher haben mich extrem gefesselt (insbesondere Band 2) und es ist etwas bitter, ihnen dennoch attestieren zu müssen, ziemlich flach und auch nur mäßig originell zu sein, Schwächen, die sich logischerweise auch in der Verfilmung manifestieren. Wer aber einfach mal wieder bei den Urinstinkten gepackt werden möchte und sich ohne größeres Hinterfragen auf eine fesselnde Geschichte mit faszinierenden Figuren einlassen kann, der wird mit THE HUNGER GAMES auf alle Fälle ein mitreißendes Filmerlebnis bekommen.
:liquid7:

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Beitrag von StS » 07.04.2012, 19:45

kami hat geschrieben:die Bücher haben mich extrem gefesselt (insbesondere Band 2)
Jip, ging mir genauso. Daher bin auch mal auf die filmische Umsetzung gespannt. Allerdings wird es ja nun einen neuen Regisseur geben - mal sehen, für wen man sich da entscheidet...

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Beitrag von Vince » 08.04.2012, 09:09

kami hat geschrieben:Nachdem ich jetzt auch die drei Bücher gelesen habe, muss ich meine Kritik doch etwas revidieren und meine Einschätzung nach oben korrigieren.
Versteh ich nicht. Eigentlich sollte ein Film auch ohne Buchvorlage funktionieren.

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Beitrag von kami » 08.04.2012, 09:21

Vince hat geschrieben:
kami hat geschrieben:Nachdem ich jetzt auch die drei Bücher gelesen habe, muss ich meine Kritik doch etwas revidieren und meine Einschätzung nach oben korrigieren.
Versteh ich nicht. Eigentlich sollte ein Film auch ohne Buchvorlage funktionieren.
Sollte er auch. Und tut er auch. War allerdings im Kino mit zwei Leuten, die den Film ziemlich übel fanden und ihn nach der Vorstellung ordentlich zerlegten, z.T. mit durchaus validen Argumenten. Hab mich davon tatsächlich etwas anstecken lassen, obwohl ich mich, wie ich ja schon in meinem ersten Beitrag schrieb, ziemlich gut unterhalten fühlte. Als ich nun das Buch las, fielen mir wieder viele Dinge ein, die mir am Film gefallen haben, daher die Aufwertung.

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Beitrag von Vince » 08.04.2012, 09:30

Ok, das ist was anderes. ;)

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Beitrag von McClane » 08.04.2012, 12:05

Die Bücher stehen auch bei mir auf der Leseliste, hab es dann Donnerstag ins Kino geschafft und bin noch etwas hin und her gerissen. Ich wollte den Film durchaus mögen und zumindest eines muss man ihm lassen: Für eine Laufzeit von mehr als zwei Stunden ist er ziemlich kurzweilig, hatte nicht gedacht, dass er so lang ging bis ich bei Beginn des Abspanns auf die Uhr schaute. Ein buchkundiger Kumpel klärte mich dann über verschiedene Umstände auf: Zwar sieht es im Capitol so aus als sei der Ausstatter Amok gelaufen, im Buch werden die Kostüme aber wohl als ähnlich extravagant beschrieben. Meckern darf man dann eher über manche Effekte, die angesichts des Budgets doch mehr als suboptimal aussehen (sag mal Stefan, willst du wirklich noch über crappy CGIs bei "The Expendables" motzen? :lol: :lol: ). Die im Vorfeld oft geäußerte Kritik daran, dass man nur bedingt erfährt wie die Panem-Diktatur genau funktioniert, ist durchaus berechtigt, gleichzeitig geht es dem Film gar nicht um die politische Komponente - sie bildet wie in "Battle Royale" und "Running Man" eben den Hintergrund (wobei "Battle Royale" da tatsächlich besser ausgearbeitet ist).
Doch die Exposition ist okay, die Schilderung der Spiele macht Laune, verknappt halt vieles (die Gefahren durch Wassermangel und Infektionen werden zwar erwähnt, aber kaum gezeigt - ist halt unfilmischer als der Exitus durch Axthieb), aber ist durchaus spannend. In den Kämpfen erkennt man nix, viel Kameragewackel für PG-13, das hat Jason Bourne bei gleicher Freigabe besser und stylischer hinbekommen, aber "The Hunger Games" will ja auch kein Actionfilm sein, insofern ist auch das für mich nur ein kleiner Kritikpunkt. Wirklich störend fand ich hingegen, dass man über die meisten Teilnehmer nicht viel oder nichts erfährt: Die Leute aus District 1 und 2 sind halt Sadisten, mehr auch nicht, viele andere sieht man kurz und danach nicht mehr, einen Überblick, wer noch im Spiel ist und wer bereits den Löffel abgegeben hat, gibt es selten. Da hätte mehr Struktur zum Mitfiebern gereizt.
Fast durchweg gelungen dagegen die Besetzung, gerade Jennifer Lawrence, die gewissermassen die Popcorn-Variante ihrer "Winter's Bone"-Rolle spielt, zeigt mal wieder warum sie der aufstrebende Star ist. Die restlichen Teens sind okay, Harrelson als Haymitch ist ein Gewinn, Elizabeth Banks hab ich erst beim zweiten oder dritten Hinsehen erkannt.

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Beitrag von StS » 08.04.2012, 12:21

McClane hat geschrieben:(sag mal Stefan, willst du wirklich noch über crappy CGIs bei "The Expendables" motzen? :lol: :lol: ).
Jip, da bei den Expendables der Kontext einfach anders ist - jener war dort nämlich deutlicher auf "realistisch" getrimmt und die verwendeten CGIs waren zudem auch noch "überflüssig", anders als in diesem Fall. Und wenn man jetzt obendrein gar bedenkt, dass beide Streifen in etwa gleichviel gekostet haben, muss man sich bei Sly und den Jungs umso stärker wundern, in welche Kanäle bzw. Taschen das Geld eigentlich geflossen ist... ;)

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Beitrag von freeman » 08.04.2012, 13:39

Und wenn man jetzt obendrein gar bedenkt, dass beide Streifen in etwa gleichviel gekostet haben, muss man sich bei Sly und den Jungs umso stärker wundern, in welche Kanäle bzw. Taschen das Geld eigentlich geflossen ist...
Ich glaube, das ist das löchrigste Argument, das ich jemals von dir gelesen habe. Alleine was die Expendables für die Pyros ausgegeben haben, will ich gar net wissen. Auch die Settings sind ja wohl durchweg reizvoller als Laubwald und CGI Städte ... Also neee, so net :lol:

In diesem Sinne:
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Beitrag von kami » 08.04.2012, 13:59

Angesichts kaum vorhandener Stars und preiswerten Sets wundert mich das Budget der HUNGER GAMES auch ziemlich. Ich fand allerdings die Effekte recht ordentlich, haben mich zumindest nie gestört. Letztlich sind sowohl EXPENDABLES als auch THE HUNGER GAMES deutlich teurer als sie aussehen, wenn man bedenkt, dass Krawallpakete wie THE MARINE oder 12 ROUNDS nur 15 bzw. 25 Mill.US$ gekostet haben oder der eben von mir gesichtete TRANSIT nur 5 Mill..

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Beitrag von StS » 08.04.2012, 15:00

Okay, aber meine Begründung, warum die CGIs bei "HG" weniger stören, und warum sie bei den "Expendables" umso crappy-er sind, steht noch. :wink:

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Beitrag von kami » 08.04.2012, 15:13

Mich haben sie bei beiden Filmen nicht wirklich gestört. Bin offenbar hart im Nehmen, was Effekte angeht. Da diese in THE EXPENDABLES aber völlig verzichtbar waren, darf man da auch ruhig kritischer sein.

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Beitrag von Vince » 08.09.2012, 14:35

Wenn man sich einen Film ansieht und sich anschließend von der Freundin, die die Bücher gelesen hat, die Hintergründe der Geschichte erklären lassen muss, ist irgendwas falsch gelaufen. Nicht, dass "Die Tribute von Panem" mich unterhaltungstechnisch nicht gut erwischt haben (und zwar, weil ich mich im Vorfeld kaum über ihn informiert habe und irgendwie mit einer weiteren Wischiwaschi-Fantasy-Verfilmung wie "Der Goldene Kompass" oder "Die Chroniken von Narnia" gerechnet habe) - es handelt sich um einen technisch voll ausdefinierten und dadurch jederzeit spannenden Film, der die Zeit flott verstreichen und dann ein zufriedenes Gefühl im Bauch hinterlässt.

Aber dann schiebt man den Hauptteil um die Jagd beiseite und überlegt, warum hier gejagt wird. Was soll man sagen, der Film liefert dafür kaum plausible Gründe. Die Einführung gibt vor, ausführlich zu sein, hält mit Informationen aber hinterm Berg und provoziert so unnötige logische Schwächen. Auf Grundlage des Buches konnte man mir die meisten Fragen, die ich eigentlich an den Film stellte, zunächst beantworten, wenn man diese dann aber wiederum hinterfragte, schien selbst das Buch gewisse Unausgereiftheiten aufzuweisen. Ich bin von der Konstruktion der Utopie nicht wirklich überzeugt, auch wenn sie interessante Ansätze aufwirft. Filmisch gesehen bereitet zudem die Ähnlichkeit zum deutlich besseren "Battle Royale" Probleme; zudem erscheint der Tod als Strafe fürs Versagen hier als recht billig integrierter Spannungskatalysator, denn denkt man ihn sich weg, bleibt kaum mehr übrig als ein Jugenddrama aus der Subsparte "Sportfilm" - sowas passiert nicht, wenn man die gesellschaftlichen Strukturen klug ausarbeitet.
:liquid5: und keinen Punkt mehr.

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Beitrag von McClane » 23.11.2013, 18:12

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Beitrag von StS » 10.12.2013, 19:29

Bei „the Hunger Games: Catching Fire“ (2013) handelt es sich um das „mittlere Kapitel“ der Jugendliteratur-Erfolgstrilogie aus der Feder von Suzanne Collins, welche dank der Zweiteilung des Abschluss-Romans „Mockingjay“ letzten Endes insgesamt ja in Gestalt vierer Filme ihren Weg „auf die großen Leinwände dieser Welt“ finden wird. Was von Beginn an auffällt, ist dass die Macher im Zuge der Umsetzung all die Stärken des Vorgängers beibehalten haben – während sie zugleich jedoch bestimmte Schwachstellen ebenso gezielt wie erfolgreich „angingen“: U.a. wird die erzählte Story etwas „runder“ anmutend präsentiert und führte ein angehobenes Budget dazu, dass die gebotenen CGI-Effekte dieses Mal keinerlei Anlass zur Klage hervorrufen. Regisseur Francis Lawrence („Constantine“) arrangierte alles in ansehnlichen Bildern, die stolze 146 Minuten umfassende Laufzeit entfaltet sich wunderbar straff (im Grunde ohne einer einzigen „unnötigen“ Minute), ein Großteil der seitens des Drehbuchs gelieferten Gesellschafts- und Sozialkritik weiß zu überzeugen und die gebotenen inhaltlichen Motive (á la Liebe, Freiheitsbestreben oder Aufopferung) kommen nun allesamt ein zusätzliches Stück weit besser bzw. „tiefer“ ausgearbeitet daher. Die stark gezeichnete Hauptrolle meistert Jennifer Lawrence unterdessen (wiederum) mit Bravour – und auch die verbliebene Besetzung weiß durch die Bank weg zu überzeugen: Highlights in dieser Hinsicht markieren u.a. die Auftritte Stanley Tuccis und Donald Sutherlands – plus Jena Malone als Johanna Mason, von der ich liebend gern noch mehr gesehen hätte. Dieses Mal frei des markanten „Kinder töten Kinder“-Plot-Elements, stehen die eigentlichen „Spiele“ nun gar noch weniger im Fokus Schrägstrich Zentrum der Geschehnisse – wissen aufgrund des abwechslungsreichen Szenarios (künstlich geschaffene Fallen, Tropenlandschaft etc.) aber nichtsdestotrotz zu „packen“ und zu unterhalten. Nach einem anständigen Cliffhanger (inklusive einiger reizvoller Offenbarungen) wird der Zuschauer schließlich in den Abspann entlassen – prima zufrieden gestellt sowie gespannt aufs „große Finale“. Kurzum: Im Gegensatz zur Mehrzahl der Blockbuster Hollywoods sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch gleichermaßen überzeugend, vermag man „Catching Fire“ im Grunde genommen als ein Musterbeispiel für einen „Crowd Pleaser“ zu bezeichnen…

:liquid8:

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Beitrag von Orco » 11.12.2013, 21:45

Teil 1 lag bei mir bei einer 7, Teil 2 hat mich gestern im Kino aber überrascht. Wollte eigentlich einen anderen Film sehen, aber der lief nicht mehr, also gings in diesen. Und das war eine sehr gute Alternative, 8 Punkte dafür, der Film rockt :D
Und wenn sich deine Schulter bewegt, dann seh ich das.

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