Dragon Eyes

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
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Kruger
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Dragon Eyes

Beitrag von Kruger » 13.04.2012, 02:31

DRAGON EYES

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Originaltitel: Dragon Eyes
Erscheinungsjahr: 2012
Regie: John Hyams
Darsteller: Cung Lee, Peter Weller, Jean Claude Van Damme

Ein junger Mann gerät zwischen zwei Banden und behauptet sich dank seiner Kampfsportfähigkeiten, die ihm Jean Claude van Damme als Mentor im Knast beibrachte, gegen beide Seiten. Damit wird er vor allem Peter Weller als Bösewicht ein Dorn im Auge.

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:liquid5:

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John_Clark
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Beitrag von John_Clark » 14.04.2012, 03:22

Fazit: "Dragon Eyes" ist ein kleiner Actionfilm, den man nicht zwingend gesehen haben muss. Aber wer ein Faible für kleine B-Kracher hat, darf getrost einen Blick riskieren. Ich habe meine Lebenszeit schon an wesentlich schlechtere Werke verschwendet.

:liquid6:

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kami
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Beitrag von kami » 14.04.2012, 20:16

Ich finde den deutlich besser! DRAGON EYES ist natürlich KEIN van-Damme-Film und zudem ziemlich preiswert, aber er ist souverän inszeniert, erzählt seine Geschichte mit Schwung und bietet vor allem einiges an Action, welche vornehmlich aus Fights besteht, die mal richtig rocken. Choreografie, Kamera und Montage sorgen im Zusammenspiel mit einem wahrhaft markerschütternden Soundmix für ordentlich Druck in der Bude. Hauptdarsteller Cung Le hat zugegeben ein nur sehr mäßig sympathisches Gesicht, das in Sachen Vertrauenseinflößung leicht an Bolo Yeung erinnert, aber es passt zum Charakter, der auch nicht mit sich spaßen lässt.
Alles in allem ist DRAGON EYES ein geiles B-Actionbrett mit sympathisch eigenwilliger Inszenierung. Besser als der lahme ASSASSINATION GAMES ist er mehr als locker.
Gute :liquid7:

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Beitrag von John_Clark » 14.04.2012, 20:50

Steigerungslauf :) Wer bringt nen 8er? :)

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Beitrag von freeman » 19.04.2012, 20:32

Ich net ;-) ... Also, das Schlechte vorweg: Die Story um den Lone Ranger, der mehrere Banden gegeneinander ausspielt, und die mich sonst mühelos packt, ließ mich diesmal vollkommen kalt, was an dem vollkommen charismabefreiten Hauptdarsteller liegt, der imo nicht funktioniert, wie er funktionieren soll. Das ist schon ein riesiges Problem und beschert dem Film auch einige amtliche Hänger. Neben witzigen Details, wie den Handvoll Dollar Ponjo, hat der Film allerdings noch einige unbestreitbar positive Elemente. Zum einen ist Jean Claude als Mentor eine echte Schau. Es ist zwar blöd, dass er seinem Lehrling eher sein elegantes Kicken beibringt und der dann fightet wie ein tollwütiger Hund, aber naja. Die Stimmen, van Damme sei so brutal gealtert, würde ich jetzt net weiter anheizen wollen, denn imo wurde Jean Claude auch maskentechnisch alt gemacht und das Licht bei seinen Abschnitten ließ ja sogar seinen Schüler aussehen wie einen Opa. :lol: Egal. Zumindest ist van Damme hier fit wie ein Turnschuh und seine Trainingsstunde erinnerte mich an seinen Auftritt bei der Kampfsportveranstaltung, wo er in der Schweiz damals einen auf ziemlich arrogant gemacht hat und sein Gegner Bolo letztlich dann zum Liebling der Zuschauer wurde. Van Damme zeigt imo hier dieselbe Trainingseinheit, auch mit Stuhl usw. Schon witzig. Doch leider ist van Dammes Screentime arg begrenzt. Dafür darf dann Peter Weller so richtig aufdrehen. Wer im Vorfeld gemeint hat, dass Weller zu bemitleiden sei, in was für Filmen er inzwischen landet, der sollte sich den hier beruhigt mal anschauen, denn Weller liefert eine Galavorstellung und macht sich den Film in seinen Szenen vollkommen zu eigen. Punkt drei ist Regisseur John Hyams, der sich einen Wolf inszeniert, um die Budgetschwächen zu kaschieren und der es imo durchweg schafft. Farbfilter, schräge Perspektiven, eine dynamische Kamera und kleine Kabinettstückchen wie die Plansequenz um van Dammes Vergangenheit rocken gut durch und lassen auch manch abgerissenen Schauplatz in durchaus güldenem Licht erstrahlen. Und Punkt vier: Die Action. Die ist zwar insgesamt eher sparsam gesetzt, wenn sie dann aber anrollt, lässt Hyams seine Protagonisten schon ordentlich auf die Kacke hauen. Leider ist keiner von ihnen ein zweiter Tony Jaa, aber vermutlich hätte das auch nicht zu Hyams brutalen Ansatz gepasst. Hier setzt es teils Hiebe, die samt des üblen Basses der UK Blu Ray durch den ganzen Körper des Zuschauers fahren ...

Was bleibt ist ein trotz Budgetschwächen hübsch anzusehender Prügelstreifen, der mehr als einmal an die 80er Treter erinnert. Die Gegner kommen schön der Reihe nach, der Held ist unbesiegbar, die Martial Arts sind eher effektiv denn schön, die Dialoge sind hübsch dumm, die Handlung irgendwann leider auch und der Hauptdarsteller wird sowohl von Weller als auch von van Damme in seinem 3 Minuten Part an die Wand gespielt. Zumindest kann er gut kicken ... und hat einen Regisseur an seiner Seite, den man imo wirklich im Auge behalten muss.
:liquid5:

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Beitrag von John_Clark » 19.04.2012, 20:39

Wir sehen den Film doch sehr ähnlich Freiermann

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Beitrag von freeman » 19.04.2012, 20:40

Jip, denke mal auch!

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Beitrag von StS » 19.04.2012, 20:46

Ach, wenn Pierre schon ne 5/10 gibt, ist er wohl locker ne 3/10 wert. :lol:

:wink:

Der "UniSol" von Hyams war schon sträflich überbewertet - und Weller sieht man nicht zum ersten Mal als "Szenen-Stealer" in miesen Filmchen (vgl. "the Hard Easy"). Seiner Karriere könnte es wahrlich besser gehen. Dazu dann noch ein alter Belgier, der seinen Co-Stars aus Versehen echte Tritte verpasst, in einem B-Movie mit ausdruckslosem Hauptdarsteller, lahmer Story und kaum Budget - ich werd erst einmal passen, danke. Vielleicht eines Tages...

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Beitrag von freeman » 19.04.2012, 21:00

Abgesehen von der UniSol Zeile kann man das auch so stehen lassen und es würde keinem weh tun, sprich, triffts ziemlich gut. :lol:

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Beitrag von John_Clark » 19.04.2012, 21:24

In Episode 5 von JCVD's Reality-Serie "Behind Closed Doors" findet ihr auch etwas "Making of" von Dragon Eyes. Selbstsüchtig wie ich bin verweise ich auf meinen Blog - Video 2 bitte. :)

http://dompathug.blogspot.com/2011/04/j ... ed_21.html

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Beitrag von McClane » 19.05.2012, 22:55

Ich bin da minimal weniger wohlwollend als der Rest der bisherigen Kommentatoren. Man erkennt an "Dragon Eyes" sicher das inszenatorische Talent John Hyams', der aus dem Minibudget echt viel rausholt und dem 100 Mal gesehenen "Red Harvest"-Szenario zumindest stilistisch ein paar schöne Impulse verleibt. Van Damme macht sich als Knast-Miyagi echt sauber, bei Cung Le ging es mir wie den meisten: Schick austeilen kann er ja, steht aber sonst so nur uncharismatisch wie ein angemackter Wandschrank rum. Peter Wellers Baddie ist ne launige Nummer, actiontechnisch ist "Dragon Eyes" etwas flachbrüstig: Das Fratzengeballer zwischen Le und den beiden Gangs auf der Straße rockt ganz gut, der Fight mit dem Attentäter und etwas kurze Showdown wissen zu gefallen, insgesamt ist das für einen Actionfilm etwas wenig. Vor allem für einen, der mit derart massiven Scriptproblemen zu kämpfen hat wie "Dragon Eyes", da fühle ich mich selbst als wohlwollender Fan des Genres stellenweise verarscht. Dass die Baddies zu dumm sind ihr Geld ansatzweise vernünftig einzusperren und bei Prügeleien immer schön einer nach dem anderen angreifen - geschenkt, kann man noch akzeptieren. Aber andere Klöpse nicht: Wenn Mister V angeblich nur zwei seiner Untergebenen erzählt hat, wo er sein Geld versteckt, woher weiß Hong dann wo es ist? Wieso helfen die drei vor Hongs Haustür stehenden Gangmitglieder ihm gegen die eigenen Leuten (weil er sie einmal verdroschen hat???), sind in den nächsten Szenen aber wieder in ihre Gang integriert? Und warum lässt einer der Bad Guys seine Geisel im Showdown ohne Grund los, damit er zum einfachen Ziel wird? Und wie kann Hong, wenn er so kaputt geprügelt ist, dass er sich nur noch kriechend fortbewegen kann, seinen Bewacher unbemerkt von anderen Baddies überwinden? Letzteres findet ja offscreen statt, vermutlich, weil der Drehbuchautor es selbst nicht erklären konnte.

Sehr knappe :liquid5:
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Beitrag von freeman » 21.05.2012, 08:34

Ich hab ehrlicherweiße das ganze Geschiss um das Geld nicht wirklich verstanden. Weder worauf man damit hinaus wollte, noch, was es dem Film gebracht hat. Von daher kann man das mit dem schwachbrüstigen Drehbuch mehr als nur unterschreiben. Aber war das net schon immer so in dem Genre? Also verarscht kam ich mir jetzt net vor, nur als sei ich mal kurz eingeschlafen und hätte wichtige Szenen verpasst :lol:

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Beitrag von McClane » 21.05.2012, 08:39

freeman hat geschrieben:Ich hab ehrlicherweiße das ganze Geschiss um das Geld nicht wirklich verstanden. Weder worauf man damit hinaus wollte, noch, was es dem Film gebracht hat. Von daher kann man das mit dem schwachbrüstigen Drehbuch mehr als nur unterschreiben. Aber war das net schon immer so in dem Genre? Also verarscht kam ich mir jetzt net vor, nur als sei ich mal kurz eingeschlafen und hätte wichtige Szenen verpasst :lol:
Ist das nicht ungefähr das Gleiche? Wie gesagt, "Dragon Eyes" hat da meine ganz persönliche Bullshit-Grenze überschritten. Ich akzeptiere gerne ein gewisses Maß an Unglaubwürdigkeiten, gerade wenn sie im Genre etabliert sind, aber so viel Doofheit wie in "Dragon Eyes" ging bei mir dann nicht mehr.
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Beitrag von freeman » 21.05.2012, 08:45

Ja, wie gesagt, kein Vorwurf ... da war die Story schon so tumb, wie ihr Held, keine Frage. Ich meinte eher, dass dieses ganze Storygeschwulst am Ende, zum Showdown hin, eh keine Rolle mehr spielte und man da ja schon erkannte, wessen Geistes Kind das Drehbuch war.

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Beitrag von kami » 21.05.2012, 10:27

Also ich fand die Dummheit der Geschichte noch völlig im Rahmen dessen, was ich in diesem Subgenre zu ertragen bereit bin. Sicher, ohne Action hätte ich mir das nicht anschauen wollen, aber als Anlass für regelmäßige, gut inszenierte Fights war es völlig ausreichend.

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