Project X

Filme abseits des Actiongenres aber mit Actionhelden [irgendwie so in der Art]
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freeman
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Project X

Beitrag von freeman » 08.05.2012, 19:52

Project X

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Originaltitel: Project X
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2012
Produktion: Joel Silver u.a.
Regie: Nima Nourizadeh
Darsteller: Thomas Mann, Jonathan Daniel Brown, Oliver Cooper, Dax Flame, Nichole Bloom, Martin Klebba, Miles Teller, Sam Lant, Alexis Knapp, Alex Rose Wiesel, Rick Shapiro u.a.

Thomas will seinen Geburtstag im eher kleinen Kreis begehen. Doch sein Kumpel Costa überredet ihn zu einer Sause, die beide so richtig cool machen soll. Am Ende steht eine Party apokalyptischen Ausmaßes, die mal so richtig durcheskaliert und diverse Collateralschäden zur Folge hat.
:liquid7:

Lest hier das gesamte Review der Joel Silver Produktion

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 08.05.2012, 20:18

Hatte auch überlegt, mir den im Kino anzusehen - aber die deutsche Synchro macht mir durchaus etwas Angst, ebenso wie die Mehrzahl der Kritiken: Eine ausufernde Teenieparty mit unsympathischen Hauptfiguren ist mir dann doch kein Gang ins Kino wert. Anschauen werd ich ihn mir nichtsdestotrotz gewiss mal irgendwann in Ruhe daheim - mit zurückgeschraubten Erwartungen, u.a. da ich die erwähnte Szene im zweiten (höchst mittelprächtigen) "Hangover" schon (...nunja...) arg mittelprächtig fand. :wink:

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Beitrag von freeman » 08.05.2012, 20:36

Wobei sie hier, da sie ja wirklich ins Extrem zu Ende gedacht wird, fast schon surreale Qualitäten hat. Irre war da auch die Stimmung im Kino, da man da wirklich fassungslos da hockt, und obwohl sie das "Highlight" des Filmes ist, auf das die ganze Zeit hingearbeitet wurde, ist man echt unfähig zu lachen ... also zumindest bei meiner Vorstellung, die erstaunlich gut besucht war, war da Totenstille.

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 08.05.2012, 20:38

Okay. Das überzeichnete, zunehmend außer Kontrolle geratende Szenario hatte mich ja auch im Vorfeld an der ganzen Sache überhaupt angesprochen. Sobald ich ihn dann ich einigen Monaten mal gesehen hab, geb ich Rückmeldung, wie er denn letztlich bei mir so ankam... :wink:

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Beitrag von McClane » 09.05.2012, 08:47

Läuft bei uns leider nur auf deutsch, deshalb überlege ich, ob ich mir den im Kino gebe oder noch abwarte.
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Beitrag von John_Clark » 09.05.2012, 11:33

Eine definitive :liquid7:

Das macht einfach zu spass. Ich sag nur: Ofen :lol:

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Beitrag von McClane » 28.06.2012, 08:49

Hab ihn jetzt gesehen, war aber glaube ich nicht verkehrt den im Kino auszulassen - wobei der Film jetzt nicht wirklich so brillante Dialoge hat, dass der O-Ton jetzt nötig war, bin aber bekennender O-Ton-Fan. An sich ist "Project X" ganz unterhaltsam, aber irgendwie auch komplett sinnlos. Eine Geschichte erzählt er nicht wirklich, die Ansätze von Story sind bekannt, wie freeman schon anmerkt (vor allem: Loser kriegt mit Megafete die scharfe Mietze, entscheidet sich dann aber in der letzten Sekunde doch für die Kumpeltyp-Frau) und die letzte Eskalationsstufe des Ganzen ist schon im Trailer zu bewundern, insofern wiederholt der Film sich in der Mitte mit ewiggleichem Bierexen, Moppenzeigen und Kotzen (letzteres auf teilweise echt ekelhafte Weise). Der Film ist ganz witzig, aber auch kein Oberbrüller - oft fühlt man sich als Zuschauer in der Position derjenigen, die nicht auf der Party waren und nur davon erzählt bekommen (bzw. das Video gezeigt bekommen). Das ist schon ganz witzig, selber feiern macht aber mehr Spaß.
Das klingt vielleicht etwas negativ, also muss ich doch auch die guten Seiten des Films betonen, der mit "Project X" ganz gut betitelt ist: Weniger ein Spielfilm, eher ein filmisches Experiment. Das found footage-Konzept ist ganz putzig und gibt dem Film einen neuen Touch, die Montagen des Films sind dynamisch (gerade wenn man schnell hintereinander schneidet, was dem Hund passiert - grandios ist der Köter in der Hüpfburg) und die moralische Seite ist (abgesehen von der Love Story, wie man freeman schon sagt) interessant: Im Gegensatz zu "Risky Business" und anderen Kollegen wird halt nicht alles gut, gerade in der Mitte kommt der Punkt des Films, an dem Thomas die Party einfach nur noch laufen lässt, weil er eh nix mehr verhindern kann. Unsympathisch fand ich die Hauptfiguren im Gegensatz zu freeman nicht, eher ambivalent - selbst der großmäulige Costa versteckt ja nur seine eigene Unsicherheit hinter dem ganzen Prollgebahren.

Knappe :liquid6:
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Beitrag von Vince » 04.11.2012, 13:17

Ich teile viele Punkte mit McClane, komme aber auf ein ungleich schwächeres Endergebnis. "Project X" entpuppt sich für mich als in jeder Hinsicht misslungenes Experiment, das so ziemlich jeden Effekt verfehlt, den es angestrebt hat: Weder das durch Handkamera angestrebte Mittendrin-Gefühl stellt sich ein (man fühlt sich durch die Art der Inszenierung tatsächlich eher ausgeschlossen als eingeladen, fast schon wie ein Spanner) noch wird die erwartete Klimax-Übersteigerung ins Groteske geboten, von der man sich im besten Fall neue Sichtweisen auf menschliche Abgründe, zumindest aber einen reflektierenden Kommentar zur Jugend im Facebook-Zeitalter erhofft hätte. Stattdessen bricht der Film die Dramaturgie völlig unmotiviert mit der ausgelutschten Darstellung "lustiger" Kleinwüchsiger, "lustiger" Tierquälerei (hier zum Glück noch halbwegs im Rahmen), fetter Nerds oder eben auch des nur an der Oberfläche autoritären Daddys, der sein eigenes jugendliches Ich im Sohn wiedererkennt. Vom Ausgang der Geschichte fangen wir besser gar nicht an. Letztlich nur ein weiterer American-Pie-Ableger, der freiwillig dessen Charme für inhaltslose Trendyness tauscht.
:liquid3:

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Beitrag von Sir Jay » 04.11.2012, 17:43

könnte man alles so sehen, aber ich fand den film dennoch unterhaltsam, wenn auch nicht wirklich sympathisch...ich als absoluter party muffel und "liber zu hause"-rumhocker wollte mich auch gar nicht von dem Film einladen lassen, habe das fiasko aber mal so mitgenommen und kann nicht leugnen mich recht gut amüsiert zu haben.

@Vince: hast dem Film einen Pluspunkt gegeben wegen dem Metallica Song am Ende? ;)

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Beitrag von Vince » 08.11.2012, 18:21

Das gibt keine Pluspunkte, viel zu ausgelutscht für Pluspunkte. Die hätte es gegeben, wenn im Radio Lady Gaga gelaufen wäre und jemand seine Blase oder seinen Magen auf dem Radio entleert hätte.

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Beitrag von LivingDead » 18.11.2012, 14:34

Jo, gesehen habe ich den auch und hängen geblieben ist nüscht. Es wird nun einmal eine Party gezeigt, welche bis zur Eskalation getrieben wird - alles aus der Sicht eines Nerds mit einer Kamera, welcher immer schön drauf hält. Scheißegal, wie brenzlig es gerade wird. Und die Moral von der Geschichte? Papas Auto liegt im Pool und überall auf der Welt gibt es dutzende Project-X-Nachahmer-Partys...
Dass die "Geschichte" durch unzählige Klischees und Teeniefilm-Dogmen auch nicht wirklich als Found-Footage-Film funktioniert, spricht Bände. Und so suhlt man sich in diversen Sauf- und Kotz-Collagen und erzählt nebenbei eine öde Liebesgeschichte. Eine Fortsetzung soll es geben. Da wird sicherlich noch mehr gesoffen und gekotzt. Aber gelangweilt habe ich mich noch nicht wirklich, deshalb noch:
:liquid4:
Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von StS » 07.03.2013, 07:59

Okay, es gibt also weder eine echte Story noch einen konkreten „dramatischem Unterbau“ für das Gebotene, die Charaktere sind einem zwar nicht gerade unsympathisch, letztlich aber „weitestgehend egal“ – worüber hinaus Faktoren wie Realismus und Verantwortungsbewusstsein seitens der Macher (offenkundig) bewusst vernachlässigt bzw. gar gezielt „ausgeklammert“ wurden (der Loser ist am Ende der Held an seiner Schule, bekommt ein tolles Mädel ab etc. pp.). Zu allem Überfluss drückt sich der Film in den finalen Minuten dann auch noch vor dem Aufzeigen „wahrer Konsequenzen“ (der vorausgegangenen Handlungen) für die betreffenden Personen – während die gespielte Musik (indes) zu rund 80% furchtbar ist. Zudem bietet es sich (tatsächlich) durchaus anbietet, beim Sichten des Streifens einige Drinks zu sich zu nehmen, um diese Party nicht als einziger (von Kameramann Dax und den zwei Security-Knirpsen mal abgesehen) „ohne Alkohol im Blut“ mitzuerleben. Quasi 90 Minuten Teens gone wild – inklusive gratuitous Nudity, Sex, Drugs, Booze, foul Language und einer wüsten Feier, bei welcher man (unabhängig – oder gerade wegen – aller immer weiter außer Kontrolle schweifenden Gegebenheiten) irgendwie doch ganz gern mit von der Partie gewesen wäre. Die „Found Footage“-Präsentationsweise passt in diesem Kontext prima, eine gewisse „transportierte Energie“ ist nicht zu verleugnen, gelegentlich gibt es den einen oder anderen amüsanten Moment zu verzeichnen und der Unterhaltungswert bleibt stets innerhalb des zufrieden stellenden Rahmens verortet. Kurzweilig, aber kein Stück nachhaltig, kann man „Project X“ von daher (alles in allem) im Prinzip mit zwei Worten umschreiben bzw. zusammenfassen: „Guilty Pleasure“.

gute :liquid5:

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