
Bin ja großer Fan des Originals, hab den Film unglaublich oft gesehen und mag ihn einfach sehr. Obwohl ich nicht finde, dass die rabenscharze Fright Night dringend ein Remake nötig hätte, ist der Versuch Jerry Dandrige durch Colin Farell neu zu interpretieren sehr reizvoll und macht schon neugierig.
Und überhaupt liegt es an diesem Film das durch Twilight glatt gelutschte Vampir Genre wieder durch originale Mythen und Traditionen quasi neu auffrischen zu lassen.
Zumindest Colin Farell sollte als Vampir bei den Damen genauso gut ankommen wie der Pattinson Robert. Schade nur, dass der Film genau hier sein größtes Potential ein wenig verschenkt. Colin Farell ist eigenltich fast schon so etwas wie eine Idealbesetzung für die Rolle, leider meinte es nur das Script nicht so mit ihm und lässt Jerry Dandridges charmante Seite nur in Ansätzen mal aufblitzen. Viel zu schnell wird er als Vampir enttarnt und ebenso schnell beist und schlürft er und lässt nicht mehr viel vom "menschlichen" Dandrige übrig...
Überhaupt ist das Skript ziemlich mies, das zwar wichtige Schlüsselszenen aus dem Original referenziert, aber das mit teilweise anderer Reihen folge und auch viel zu Früh im Film. Das Pacing stimmt hier gar nicht.
In der allerersten Szene sehen wir bereits wie der Vampir meuchelt, danach Dandrige als unscheinbaren Sexy man.
Und dann ist es auch nicht Charlie selbst, der Dandrige entlarvt sondern sein Kumpel Ed, der als einziger im Film zu Beginn zu wissen scheint was Sache ist. Sehr unbefriedigend...
Und dann ist da noch der Charakter "Ed" selbst, der mir extrem auf die Eier ging. Ed aus dem original war ein leicht diabolisch wirkender Freak, den Ich jedoch gerne gesehen hatte, der Ed hier im Remake dagegen ist einfach nur ein unsympathischer und nerviger Nerd, den Ich mir in jeder Szene weg gewünscht habe, seltsamerweise schon sehr früh im Film gebissen wird, dann aber ewig abwesend bleibt und erst im Finale wieder auftaucht...
Die Neuinterpretation von Peter Vincent fand Ich auf den ersten Blick zunächst extrem befremdlich, dann irgendwie doch cool, zum schluss aber leider auch etwas enttäuschend, da er ebenfalls nicht wirklich brauchbar in den Plot eingewickelt wurde.
Aber jedenfalls Respekt, aus einem alten, weishaarigen, dick bemantelten Mann, einen creepy versifften Okkult-Freak mit Lederhose und nackter Brust zu machen.
Naja insgesamt netter Teenie Horror mit einem großartigen, wenn auch durch das Script star keingeschränkten Colin Farrell, einigen netten Szenen und einem cameo von original dandrige darsteller Chris Sarandon...das Drehbuch haber vermist leider den großteil des Filmes, und so hockt man als Fan des Originals eher genervt und enttäuscht vor dem Fernseher...












