Riddick - Überleben ist seine Rache (Extended Cut)
Nachdem "Pitch Black" anschaubar (aber nicht mehr) war und Riddick schon in Richtung Schnarcher ging, hatte ich von "Riddick - Überleben ist seine Rache" auch nicht viel erwartet, zumal der deutsche Subtitel schon ziemlich dämlich ist. Der Trailer hatte mich dann doch wieder etwas optimistischer gestimmt, da dieser mir einen angenehmen Action/Alien-Mix suggerierte. Das Ergebnis war dann aber doch so mau, wie ich es anfangs befürchtet hatte.
So weiß das Drittel durchaus noch zu unterhalten und dürfte auch der beste Teil im Film sein. Der Survival-Abenteuer-Trip ist vom Ambiente her ansprechend und hat mit dem Alien-Kampf auch einen coolen Showdown. Danach hätte dann wahrscheinlich auch Schluss sein sollen, da der Rest nicht mehr wirklich etwas reißt. So ist der Mittelteil an sich erst mal viel zu lang und nimmt vollkommen das Tempo raus. Dass man die dazu stoßenden Crews ordentlich einführen will, ist ja durchaus ok, es passiert aber einfach zu wenig und der Konflikt mit Riddick wird ziemlich langweilig ausgetragen. Nach der Festnahme von Riddick, kam der Teil auf welchen ich mich am meisten gefreut habe. Der Horror-Part, der Teil in welchem sich die Crew mit den fiesen Aliens auseinander setzen muss. Dummerweise wurde die Crew schon vorher dezimiert, so dass für die Aliens nicht mehr viel Futter da ist. Dazu kommt, dass der Teil viel zu schnell abgehandelt wird, es massiv an Beklemmung fehlt und Spannung kaum vorhanden ist.
Was mir zudem an dem Film mit zunehmender Laufzeit ziemlich auf den Kecks ging, war die aufgesetzte Coolness von Riddick, welche irgendwann in Vorhersagen, wann er wen wie schnell killt und die Kirsche wie flachlegt, gipfelte und da schon eigentlich nur noch nervte. Das war schon ziemlich lächerlich. Außerdem nagte der Coolnessfakter schwer an der Spannung, denn es war immer klar, dass der supercoole Held es ja alle Hindernisse bewältigen kann, weil er ja so supercool ist. Horror ohne Überlebensangst funktioniert aber nun mal nicht.
Die CGI-Effekte konnten auch an mehreren Stellen nicht überzeugen. So waren die Screens z.B. viel zu deutlich als solche zu erkennen. Der Film wird sicherlich optisch sehr schlecht altern. Der sah an manchen Stellen jetzt schon ziemlich schlecht aus.
"Riddick - Überleben ist seine Rache" ist mit knapp 2 Stunden Laufzeit auf jeden Fall viel zu lang. Kürzer, knackiger und eine Besinnung auf das Wesentliche, dann wäre vielleicht ein ordentlicher No-Brainer rausgekommen. So schafft man aber gerade mal die Mittelmäßigkeit.

,5