[Konzert] Taylor Swift - Berlin - 07.02.2014

Eindrücke, Klangchecks aktueller aber auch älterer Scheiben im Review. Dazu Musik DVDs und Konzertberichte ...

Moderator: gelini71

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[Konzert] Taylor Swift - Berlin - 07.02.2014

Beitrag von StS » 17.02.2014, 19:18

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Am 07. Februar 2014 habe ich mir in der Berliner „O2 World“ das einzige Deutschland-Konzert der erfolgreichen US-amerikanischen Country-Pop-Sängerin Taylor Swift im Rahmen ihrer aktuellen „Red“-Tournee angesehen – und das gemeinsam mit rund 11.000 anderen Zuschauern in der durchaus beeindruckenden Mehrzweckhalle im Osten unserer Hauptstadt. Als „Vorband“ trat Andreas Bourani („Alles nur in meinem Kopf“) auf, der stimmlich überraschend gut zu überzeugen wusste – bevor die im Dezember 1989 geborene siebenfache „Grammy“-Preisträgerin die Show schließlich gegen 20:30 Uhr in Gestalt ihres Songs „State of Grace“ eröffnete…

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Anstelle der weiß-blauen Farben des Namensgebers bzw. Sponsors der betreffenden Arena wurde an diesem Abend so ziemlich alles von verschiedenen Rot-Tönen geprägt – von den eingesetzten Lichtern und Kostümen der Tänzer über die Kleidung und Accessoires etlicher (vornehmlich weiblicher) Fans bis hin zu den Inhalten der Songs: Ein markanter Leitfaden also, welchen Taylor am Anfang auch prompt erläuterte – gewohnt persönlich und gerade für junge Teenager mit Leichtigkeit (aus ihrem eigenen Gefühlsleben heraus) nachempfindbar. Nicht umsonst gilt sie als eine geschätzte Identifikationsfigur – komplett mit einem sauberen, bodenständigen, eher züchtigen sowie absolut authentisch anmutenden Image, frei jeglicher Skandale á la Miley Cyrus oder Britney Spears…

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Unabhängig der (seit jeher ja weitläufig bekannten) Tatsache, dass Miss Swift generell nicht auf „vordergründige Erotik“ zurückgreift, um sich in den Medien irgendwie herauszustellen, ist sie „dennoch“ eine attraktive, keinesfalls unsexy anmutende junge Dame, die nicht nur auf den roten Teppichen dieser Welt regelmäßig einen „waschechten Blickfang“ darstellt – sondern auch im Kontext ihrer Shows optische Akzente zu setzen weiß. Gleich mehrfach zog sie sich im Laufe des Konzerts um – einmal sogar inmitten einer Performance – trug u.a. eine weiße Bluse mit schwarzen Hotpants, ein umwerfendes rotes Abendkleid mit einer langen Schleppe, ein weißes Kleidchen sowie ein opulentes Ballkleid (plus einige weitere, des Öfteren speziell ihre tollen langen Beine akzentuierende Outfits)…

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Vom Klang ihrer (Live-) Stimme und dem kräftigen Sound der Musik-Anlage her ohne jeden Anlass zur Klage, gab sie eine Auswahl ihrer größten Hits (unter ihnen „Sparks fly“, „Mean“, „22“, „the Lucky One“, „Begin again“, „Holy Ground“ und „You belong with me“) zum Besten und präsentierte sich dabei als eine gekonnte Entertainerin – egal ob nun im Zentrum einer durchchoreographierten Performance oder (mehr oder weniger) „ganz für sich allein“ ein Instrument spielend, etwa eine Gitarre oder im Zuge eines „großen Moments“ am Klavier (beim Stück „All too well“, siehe dazu auch die jüngste „Grammy“-Verleihung). Kurzum: Eine fein abgestimmte Mischung aus einigen Balladen und diversen schmissigen Pop-Songs, die zum Teil noch immer einen Hauch von Country-Einschlag aufweisen…

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Mein persönliches Highlight markierte auf jeden Fall das Lied „I knew you were trouble”, das in einem Kirchen-Setting einsetzte und schließlich (u.a. um Dubstep-Passagen sowie das moderne Spiel einer Geigerin ergänzt) in ein „zeitgemäßes Szenario“ einmündete, welches einfach klasse anzusehen bzw. beizuwohnen war. Begeistert wurde zudem der Überraschungsauftritt des Briten Ed Sheeran aufgenommen, mit dem sie kurzerhand dessen (aus dem „Hobbit“-Soundtrack stammenden) Chart-Erfolg „I see fire“ anstimmte. Den Fans gegenüber gab sie sich durchweg nahbar – sprach verschiedene Male direkt zu ihnen, schüttelte fleißig Hände und unternahm gleich mehrere „Ausflüge“ durch ihre Reihen. Unmittelbar vor der Veranstaltung hatte ihre Mutter einige von ihnen übrigens „eigenhändig auserkoren“, welche daraufhin in die zwei vorne errichteten „Pits“ hinein durften…

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Die Inszenierung des „Spektakels“ wurde ebenso kreativ, aufwändig wie abwechslungsreich gestaltet: Vor Video-Leinwänden und einer mächtigen Treppe führten diverse wechselnd gekleidete Tänzer und Musiker ihre Choreographien auf, Trommler wurden mit Seilen von der Decke hinunter gelassen, das Bühnenbild veränderte sich ständig (mal Kirche, mal Kostümball, mal Nachtclub etc.), immer wieder verschwanden Leute (inklusive Taylor) an einer Stelle der Bühne, nur um kurz danach (umgezogen) woanders wieder aufzutauchen – worüber hinaus es gleich mehrere Bereiche mit Hebevorrichtungen gab. Für ihren letzten Song wählte sie schließlich „We are never ever getting back together“ aus, welchen sie in einem Karnevalsambiente eingebettet (im Outfit einer Zirkusdirektorin) u.a. im Konfetti-Regen auf einer kreisenden Plattform über den Köpfen der Zuschauer performte: Sehr fein. Da störte es auch niemanden ernsthaft, dass es keinerlei „nachgeschobene Zugabe“ (oder so) gab…

Fazit: Gleichermaßen sympathisch, professionell wie talentiert, lieferte Taylor Swift mit ihrem 2014er „Red“-Auftritt in der deutschen Hauptstadt ein „audiovisuell“ rundum überzeugendes 90-minütiges (beinahe schon Musikrevue-artiges) Konzert ab: Richtig gute Unterhaltung – wenn auch ohne Ecken und Kanten…

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Und noch einige weitere Impressionen meines Berlin-Besuchs (Sightseeing und Abstecher zur Berlinale)...

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© der Fotos: Pedro Becerra/Stageview (1. Reihe, rechts), Getty Images Europe (7. Reihe, links und rechts) sowie meine Wenigkeit

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Beitrag von SFI » 17.02.2014, 19:46

Feine Eindrücke, hätte jetzt nicht gedacht, dass du die Taylor magst. Höre sie auch gerne und besitze entsprechend CDs, Delta Goodrem & Kelly Clarkson sind aber nach wie vor meine Faves, wenn natürlich auch nicht Country-lastig. Da höre ich auch die gute Carrie Underwood sehr gerne. Hier mal ein wenig Werbung für die Delta. :lol:
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Beitrag von StS » 17.02.2014, 20:19

SFI hat geschrieben:Feine Eindrücke, hätte jetzt nicht gedacht, dass du die Taylor magst.
Doch, ab und an höre ich Taylor echt gern. Hatte mir vor längerer Zeit mal vorgenommen, sie mir mal live anzusehen, wenn sie denn mal nach Deutschland kommt - und diese Gelegenheit bot sich nun.

Einige Songs von Kelly Clarkson gefallen mir ebenfalls - wenn ich sie denn im Radio höre (ne CD würde ich mir persönlich aber nicht holen). Same with Delta - "Lost without you" etwa ist echt fein, imo.

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Beitrag von Cinefreak » 28.06.2015, 01:19

Die hat auch wundervolle Songs gemacht. Sparks fly oder long live z. B. klingen als Liveversion phantastisch.

Was hast du für die Karte löhnen müssen?

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