Turbo Kid

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Turbo Kid

Beitrag von StS » 27.09.2015, 17:28

Platzhalter für "T is for Turbo"

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Beitrag von StS » 27.09.2015, 17:28

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Originaltitel: Turbo Kid
Herstellungsland: Kanada-Neuseeland
Erscheinungsjahr: 2015
Regie: François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell
Darsteller: Munro Chambers, Laurence Leboeuf, Michael Ironside, Edwin Wright, Aaron Jeffery, Romano Orzari, …

Basierend auf ihrem 2011er Kurzfilm "T is for Turbo" schufen François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell in Gestalt der kanadisch-neuseeländischen Co-Produktion "Turbo Kid" (2015) einen ebenso schrägen, inspirierten wie unterhaltsamen Fun-Splatter-Coming-of-Age-Retro-Endzeit-Streifen, den es auf jeden Fall anzusehen lohnt…

Zur Kritik geht´s hier!

starke :liquid8:

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Beitrag von StS » 27.09.2015, 17:29

Platzhalter für eine mögliche Fortsetzung

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Beitrag von kami » 27.09.2015, 19:06

Fand ich nur mäßig prickelnd, habe langsam aber auch ein wenig die Nase voll von all den betont kultigen Retro- und Metafilmen. Den Soundtrack mochte ich dennoch. Weniger gut gefielen mir Story und Optik, Endzeitflair kommt selten auf. Derbe Schwächen erlaubt sich auch die Actioninszenierung, die nur als plump charakterisiert werden kann. Und das Gesplatter will irgendwie auch nicht recht zur netten Coming-of-Age-Idee passen. Immerhin ist der Film recht kurzweilig, und so langt's noch zu knappen :liquid6:

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Beitrag von Actionfilmfan » 06.11.2015, 23:24

Freu mich sehr auf dem Film. Haben sich viele gewundert das der FSK ab 16 wurde. Was man ihm Trailer sah war sehr blutig und brutal. Meinung kommt nach Sichtung auf DVD

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Beitrag von freeman » 10.11.2015, 09:09

Da er auf dem Weekend of Hell schon vom Anbieter verkloppt wurde, hab ich direkt zugeschlagen und bin extrem angetan. Toller kleiner Film mit ganz vielen *Hachmach* Momenten. Fühlt sich ein wenig an, als habe jemand 80s Wohlfühlkino der Marke Goonies und Co. mit dem frühen Peter Jackson gekreuzt. Das Ergebnis ist witzig, intelligent, herrlich retro und mit einem irre genialen Soundtrack versehen... und blutig wie die Sau. Ein echtes Highlight des aktuellen Jahres.
:liquid9:

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 10.11.2015, 09:19

freeman hat geschrieben:Ein echtes Highlight des aktuellen Jahres.
Sag ich doch. :wink:

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Beitrag von Actionfilmfan » 18.11.2015, 22:18

So heute den Film auf DVD gekauft.
Irgendwie haben die Regisseur hier Mad Max, Braindead, die BMX Bande in einem Topf geworfen dazu noch viel Retrozeug dazugemischt und daraus ist Turbo Kid entstanden.

Der Film fetzt echt und ist sowas von blutig und splatterig was die da auch an Kunstblut verwendet haben. Also die Szene wo Skeletron da Fahrrad fährt und dann als er radelt die Gedärme herauszog man ist das eklig gewesen. Genial Appels Waffen mit dem Gartenzwerg :lol: oder das Einhorn.

Die Waffen sind echt genial und dann diese ganzen Charakter. Der Film ist auch herrlich schwarzhumorig und sehr böse. Will ich eine Fortsetzung? Ja, sowas von. Soundtrack ist auch richtig klasse.

:liquid9: für mich einer der Filme 2015.

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Beitrag von SFI » 19.11.2015, 06:02

Da muss ich so langsam wohl auch mal zuschlagen. :D
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Beitrag von SFI » 28.11.2015, 06:35

Herrlich skurrile Hommage, bei der sich aktuelle Kids wohl über die vielen vermeintlichen SciFi Gimmicks wundern dürften. :lol: Die Show bekommt der Streifen dennoch gestohlen und zwar vom fantastischen Soundtrack, der erneut eindrucksvoll beweist, warum 80er Synthie Gedudel einfach zeitlos ist.

:liquid8:
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Beitrag von McClane » 10.12.2015, 10:08

Turbo Kid

Eine amüsante Hommage an all jene "Mad Max 2"-Plagiate aus den 1980ern, bevorzugt in der Kiesgrube oder dem Steinbruch um die Ecke gedreht. Schulterpolster und Spandex sind Trumpf, es wird reichlich BMX gefahren und der Synthiesoundtrack ist schon ziemlich cool. Die Splatterszenen sind auch derbe wie kreativ, aber dem großen Jubel kann ich mich nicht anschließen, auch wenn ich damit fast allein auf weiter Flur stehe (kami sieht es ja ähnlich). Denn wirklich viel machen die drei Regisseure mit ihrem Material nicht, es ist halt eine etwas ironisch überzeichnete Nachstellung der Vorbilder, aber eine überzogene Parodie wie "Machete" (über dessen Qualitäten man sich sicher auch streiten kann) ist "Turbo Kid" nicht. Der Coming-of-Age-Part und die Liebesgeschichte packen nicht so wirklich, da "Turbo Kid" stets an der (charmant gemachten) Oberfläche hängen bleibt. Eine nette Sache, mit ebensoviel Herz- wie Kunstblut gemacht und mit Michael Ironside als Fiesling knorke besetzt, aber mehr auch nicht.

:liquid6:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

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Beitrag von Vince » 06.02.2016, 16:15

Turbo Kid
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“This is the future. This is the year 1997”. Mit diesem unmissverständlichen Anachronismus hängt normalerweise jeder Anhänger retrofuturistischer Konzepte am Haken. Die von gleich drei Regisseuren gehievte Dystopie wird nachfolgend wie eine Playmobil-Szene aus der Kategorie Science Fiction Teil für Teil nachgebaut, also von der Gedankenwelt in die physische Realität gepflanzt: Vergangenheitsrelikte werden modellartig überall in dieser Wüste platziert, die wie ein weißes Blatt Papier die zu füllende Grundebene stellt. Mühen werden dabei keine gescheut, um die Zielgruppe der Erwachsenen zu überzeugen, die als Kind selber mal mit all diesen Accessoires koexistiert haben und somit über eine gewisse Expertise verfügen: Hintergründe beleben die vergessene Kunst der Matte Paintings wieder und die beachtlichen Massen an Splatter und Gore basieren weitgehend auf Handwerkskunst anstatt auf Einsen und Nullen. So, wie es all die Jahre seit der cineastischen Computerrevolution gefordert und nur allzu selten erhört wurde, bis die Nostalgie zuletzt endlich an Macht gewann. So befindet sich auch der 80s-Synthie-Soundtrack neben „It Follows“ und anderen in bester Gesellschaft anstatt auf weiter Flur.

Problematischerweise ist sich die fertige Modellandschaft selbst bereits genügsam. Jauchzt das Kind im Manne zuerst noch, meldet sich dann doch irgendwann der Mann zurück, oder wenigstens das, was er noch an Geist besitzt – fehlt da nicht eine Metaspiegelung? Der weite Weg in die Vergangenheit, nur um in ihr zu verweilen und nichts mit ihr anzustellen? Die rohe Gewalt beginnt, fehl am Platz zu sein, das kindliche Gemüt der überdrehenden Laurence Leboeuf wirkt nicht länger befreiend, sondern beengend, die individuelle Selbstentfaltung entwickelt sich zurück – das ist es nicht, was Retro-Sci-Fi bezwecken sollte.

Um die Anerkennung für die punktgenaue Rekonstruktion einer Jahrzehnte zurückliegenden Zukunftsvorstellung kommt man nicht umhin. Davon abgesehen ist „Turbo Kid“ aber ähnlich erkenntnisbringend wie die Neusichtung einer früheren Kinderserie wie „M.A.S.K.“ oder „Thundercats“: Man beginnt zu realisieren, dass manche Dinge in den Erinnerungen besser aufgehoben sind als in aufpolierten Bildern.
:liquid5:

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Beitrag von StS » 28.09.2016, 06:42

Ein Apple-Prequel-Musik-Video, bei dem sie erneut von Laurence Leboeuf gespielt wird:

http://www.youtube.com/watch?v=G8kFIbmmuEk

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Re: Turbo Kid

Beitrag von MarS » 13.02.2020, 13:40

Turbo Kid war für mich eine handfeste Enttäuschung. Als Kurzfilm hätte die Splatter-Chose sicherlich noch ganz gut funktioniert, als Langfilm nerven aber die sinnfreien Charaktere und der fehlende Inhalt. Außer den Splatterszenen gibt es nicht viel zu entdecken. Kung Fury bleibt für mich in der Sparte das Maß der Dinge. Cool alberne Story, charismatischer Held und die richtige Laufzeit. An all dem fehlt es bei Turbo Kid.

:liquid4:

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