The Pact (2012)
Gelungener Film, dessen Stärke eindeutig in der Optik zu finden ist, die hier lyncheske Farbkombinationen und Bildeinstellungen zu generieren versteht. In Verbindung mit der schaurigen Tonspur erzeugt der Film in vielen Momenten Gänsehaut, ohne dass beständige Jump-Scares vonnöten wären, und lässt sich damit locker in eine Reihe mit den derzeitigen Genregrößen wie die von James Wan oder Ti West einordnen. Inhaltlich kommt der Film zwar über Standard nicht hinaus, das Ende mag manch einem etwas "unlogisch" erscheinen, doch die Hauptdarstellerin gefällt durchaus. Ein empfehlenswerter Film für all diejenigen, die subtilen Horror mögen.
The Pact 2
Der erste Teil war - gelinde gesagt - ein große Überraschung im Horrorsektor und erfreute den Horrorfan mit einer tollen Inszenierung, die ein großes Gespür für Farbgebung und Bildkompositionen bewies, sodass unter diesen Umständen auch ein weihnachtlich geschmücktes Zimmer wie aus einem lyncheskem Albtraum entrückt schien. Der obligatorische zweite Teil versucht da direkt anzuschließen, spinnt die Story weiter und wagt auch inszenatorisch in die Fußstapfen zu treten. Was eingangs noch ganz gut funktioniert, lässt den Film mit voranschreitender Laufzeit immer mehr wie eine müde Auftragsarbeit wirken. Viele Darsteller aus dem Original haben nur kurze Auftritte und allgemein wirkt der Film oftmals nur wie ein lauer Aufguss. Der Balanceakt zwischen Horrorfilm und Thriller kommt oftmals ins schlingern, sodass gerade zum Ende hin der Grusel komplett auf der Strecke bleibt. Wo das Original noch eine unangenehm surreale Atmosphäre ausstrahlte, versucht der zweite Teil dieses Defizit mit simplen (ausgelutschten) Jump-Scares wett zu machen, die sich meist auf irgendwelche, plötzlich im Spiegel manifestierende, Fratzen beschränken.
