Vince hat geschrieben:
Von daher würde ich mir heute nur einen Rechner mit SSD kaufen. Lieber eine kleinere aber dafür massiv schneller Platte als eine langsame große. Eine langsame große Platte für die Daten kannst entweder gleich oder später zusätzlich einbauen (lassen). Dafür könntest du eventuell sogar deine vorhandene nehmen.
Eher ungerne, da die 500GB jetzt auch schon so ziemlich ausgereizt sind und viel Speicherplatz mir schon sehr wichtig ist, wenn ich mir schon einen neu kaufe.
Das ist aber das was ich damit meinte, dass du dir mit deinen Ansprüchen klar sein musst.
Wenn du den Rechner tatsächlich nur für ein bisschen Office, surfen und ab und zu zocken nutzt, dann reicht eine 256 GB dicke aus. Da sollten die Anwendungen alle Platz drauf finden und die wichtigsten Daten auch. Die Daten die eine Menge Speicher fressen, speicherst du dann auf die externe Festplatte oder lässt dir eben gleich eine zusätzliche HDD einbauen (Funktionsweise hat Elkjaer-Larsen ja schon erklärt).
Mir geht es hier um Handling und um Budget. Also um die Frage was brauchst du, was kannst du ausgeben und kannst du am Ende mit der Lösung auch leben und umgehen (was im PC-Bereich nicht zu unterschätzen ist).
Um das besser nachvollziehen zu können, erläutere ich dir mal wie in solchen Sachen vorgehe. Da ich mich um so was auch betrieblich kümmere, hab ich da auch ein paar Erfahrungen drin.
Das Budget ist meistens klar. Hier geht es meistens ja nur darum, inwieweit man bereit wäre noch etwas nach oben abzuweichen.
Anforderungen. Für was nutze ich den den Rechner? Nur Office: Excel, Word, Mails, Internet, einfache Grafikbearbeitung. Was brauche ich dafür: Mindestens sollte es i3-Prozessor sein und 4 GB RAM (ja, auch da laufen alle die genannten Anwendungen). Besser wären i5 und 8GB RAM, um auch noch ein paar Jahre damit klar zu kommen. Lokaler Speicherplatz sollte SSD sein, da die Geschwindigkeit dadurch massiv erhöht wird. Dazu kommt, dass ich lokal nicht viel Speicher brauche, weil ich zentral eine NAS habe, wo es alles gespeichert werden soll. Also reicht eine 128 GB SSD, schöner wäre eine 256 SSD, welche aber wieder dicke reicht.
Kosten. Nehme ich einen zusammengebastelten Rechner, welchen ich günstiger bekomme bzw. augenscheinlich mehr Rechenpower bei gleichem Geld? Wie sieht es dann mit dem Service aus (betrieblich extrem wichtig)? Kann ich die Garantie auf 3-Jahre mit Vor-Ort Service erhöhen? Dann vielleicht doch auf etwas Perfomance verzichten, die ich eh nicht unbedingt brauche, und den Sicherheitsgrad erhöhen. Denn glaube mir, ich habe keinen Bock alle paar Tage zu irgendwelchen genervten Mitarbeitern zu gehen, die über nicht funktionierende Rechner jammern. Zumal ich auch kein IT-Profi bin.
Fazit: Und damit sind wir wieder beim Anfang. Mein Beispiel bezog sich halt darauf, dass du dir aktuell eben durch weglassen einer zusätzlichen HDD erst mal einen performanteren Rechner kaufen könntest. Angenommen es stellt sich die Frage, ob du besser 128 GB (oder kleiner) SSD + 500 GB HDD oder nur eine 256 GB SSD nimmst, würde ich halt lieber die Variante 256 GB SSD wählen. So schnell wirst du 256 GB ja hoffentlich nicht zu schmeißen. Irgendwann später kaufst du dir dann eine externe Festplatte mit 2TB und USB 3.0 (aktuell für 80 €) und ziehst dann darauf die Daten von dem alten Rechner und lagerst auch alles aktuelle da drauf aus, worauf du nicht permanent zugreifen musst. Das ist absolut einfach in der Anwendung, trotzdem nachher schnell in den Prozessen, bringt zukünftig noch eine Menge Speicherplatz, schiebt die Kosten ein wenig nach hinten raus und ist planbar.
Natürlich ist es eleganter und einfacher sich gleich für 50€ extra zusätzlich zur 256 GB SSD noch eine HDD einbauen zu lassen.
Du musst aber unbedingt wissen, auf was du verzichten kannst.
Ich will dir auch absolut nichts aufschwatzen, aber das einzige auf was ich heute nicht mehr verzichten würde, ist halt eine SSD. SSD heißt Rechner anschalten und gleich einloggen. Da ist nichts mehr groß mit warten. Wie ich schon schrieb, ist der Wechsel nachher nicht unbedingt einfach und sollte mit etwas Fachwissen geschehen. Ich weiß nicht, ob ich dann nicht in jedem Fall das Betriebssystem neu aufspielen müsste. Viel Speicher löst man heute eigentlich auch eher extern. Cloudsysteme sind weit verbreitet und viele Haushalte haben inzwischen auch schon eine eigene NAS-Station.
Ich bin übrigens auch ein alter Konsolero und werde wahrscheinlich nie am PC nachhaltig zocken. Auch ein Grund, warum es eher einfach in Sachen PC-Technik mag.