Bastille Day

Der Action Film der 80er, der 90er und heute.
Antworten
Benutzeravatar
McClane
Action Experte
Action Experte
Beiträge: 5987
Registriert: 07.10.2007, 15:02

Bastille Day

Beitrag von McClane » 24.09.2016, 07:38

Bastille Day

Bild

Originaltitel: Bastille Day
Herstellungsland: USA/Frankreich/Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2016
Regie: James Watkins
Darsteller: Idris Elba, Richard Madden, Kelly Reilly, Charlotte Le Bon, Anatol Yusef, Alexander Cooper, Laura Hydari, José Garcia, Daniel Westwood, Eriq Ebouaney, Jorge Leon Martinez, Tony Paul West u.a.

Kurz vor dem titelgebenden Nationalfeiertag wird es in Frankreich brenzlig: Eine Bombe explodiert und tötet vier Menschen, nachdem ein Taschendieb eine Aktivistin beklaut und deren explosiven Rucksack in einem Mülleimer platziert. Nun ist er ein wichtiger Zeuge, hinter dem bald nicht nur der ruppige CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba), sondern auch die Hintermänner der verhinderten Bombenlegerin her sind.

:liquid6:

Hier geht's zur Kritik
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

Benutzeravatar
Vince
Actioncrew
Actioncrew
Beiträge: 17641
Registriert: 30.09.2005, 18:00
Wohnort: Aachen

Beitrag von Vince » 04.01.2017, 11:31

Da stimm ich ein: Stark choreografierter und temporeich inszenierter Actionthriller, der von seiner eigenen Zeitgemäßheit bitter überrannt wird. Angesichts eines im Jahr 2016 von Anschlägen geplagten Europa mit einem besonders leiderprobten Paris im Zentrum erscheint der flapsige Buddy-Duktus, mit dem sich Idris Elba und Michael Mason ihre Wege über Dächer und durch Straßen bahnen, in mancher Situation etwas irritierend, obwohl beide eigentlich ein ausgesprochen harmonisches Duo abgeben: Eine Szene, in der beide gegenseitige Psychoanalyse betreiben, fasst die zur notdürftigen Zusammenarbeit zusammengeführten Rädchen ideal zusammen.

Während der Plot anfangs auf ein kryptisches Puzzle um Terrorismus und Verschwörung hinausläuft – entsprechend skurril eröffnet der Film mit einer nackten Frau, die zur Ablenkung einen gut gefüllten öffentlichen Platz entlang schreitet – klären sich die Fronten unerwartet schnell und machen die Bahn frei für puristische Euro-Action, die meist von Verfolgungsjagden bestimmt ist und auf diese Weise die französische Hauptstadt aus teils schwindelerregender Perspektive einfängt (ein Wunder, dass der Eiffelturm diesmal keine nennenswerte Rolle spielt).
Wie gerne würde man einen Film mit diesem Flow und der geglückten Chemie der Hauptdarsteller als reine Unterhaltungsware annehmen. Dafür aber ist der Plot zu nah an der Realität angesiedelt und einer solchen Perspektive hält das immer noch stark auf Filmklischees vertrauende Drehbuch nicht stand, was einen etwas zwiespältigen Gesamteindruck hinterlässt.
:liquid6:

Benutzeravatar
John_Clark
Action Fan
Action Fan
Beiträge: 3005
Registriert: 25.03.2007, 20:56
Wohnort: Basel
Kontaktdaten:

Beitrag von John_Clark » 05.01.2017, 00:31

Ich geh mit:

Eine europäische Filmproduktion über einen Terroranschlag in Frankreich. Geht es noch aktueller?

Inhalt:
Am Bastille Day, dem französischen Nationalfeiertag, explodiert in der Pariser Metro eine Bombe. Ebenso klaut der Trickbetrüger Michael Mason (Richard Madden) den Rucksack von Zoe (Charlotte Le Bon). Da der Inhalt des Rucksacks unwichtig erscheint, deponiert Michael den gestohlenen Gegenstand an einem öffentlichen Platz. Die Bombe im Teddybär hat Mason jedoch übersehen und so sterben durch die Explosion vier Menschen. Dies ruft CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba) auf den Plan…

Bastille Day wirkt extrem frisch. Paris wirkt als Setting für Actionfilme doch noch immer relativ unverbraucht. Und trotz aller Geschehnisse der letzten 12 Monate hat der Film keinen richtig düsteren Unterton, sondern will vorallem eines, nämlich richtig gute Unterhaltung abliefern.

Idris Elba als Hauptdarsteller passt perfekt. Der Typ ist einfach ein richtig cooler Darsteller, der von Regisseur James Watkins auch entsprechend in Szene gesetzt wird. Von ihm würde ich gerne noch weitere Filme dieser Art sehen. Game of Thrones-Star Richard Madden hat hier seinen Kopf noch (ähm, Spoileralarm?) und überzeugt in seiner Rolle als sympathischer Taschendieb ebenso. Allgemein, der Cast arbeitete sehr ordentlich. Keine Ausfälle auszumachen.

Ich würde jetzt gerne sagen, dass Bastille Day eine komplett runde Sache war, aber die Story wirkt gegen Ende hin zu wenig direkt und innovativ. Man befindet sich einfach im Fahrwasser von Jason Bourne und der Film verpasste alle Möglichkeiten sich daraus zu retten.

Fazit: Idris Elba und Richard Madden sind ein cooles Duo, welches man gerne durch diesen grösstenteils kurzweiligen Film begleitet. Aber eine richtig grosse Nummer wurde Bastille Day leider nicht.

:liquid6:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast