Bisher ist der Streifen vollkommen an mir vorbei gegangen, bin ich nun bei amazon prime auf den gestoßen. Da ich die ägyptische Mythologie ganz interessant finde und der Trailer auch ganz ansprechend war, hab ich mir den mal reingepfiffen. Und so wie es aussieht bin ich dann mal derjenige, welcher hier für den Film die Lanze bricht.
Mich hat
Gods of Egypt jedenfalls prächtig unterhalten. Nicht, dass es keine Kritikpunkte gäbe, aber der Unterhaltungsfaktor war doch sehr beachtlich. Primär lag das eben an der Verwurstung der ägyptischen Göttermythologie. Es war alles ziemlich dick aufgetragen, oberflächlich passte das aber. Dazu kommt der Roadmoviefaktor, die Begleitung der Protagonisten bei ihrem Abenteuer, wodurch keine Langeweile aufkommt. Die Chemie zwischen den 3 Hauptdarstellern passte auch, was dem Film ebenfalls zugute kommt. Das die 3 nicht wie Ägypter aussahen, hat mich nicht gejuckt.
Das größte Problem für mich war die CGI-Last. Schließlich waren die Effekte immer als solche zu erkennen. Das drückt schon merklich auf die Stimmung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir echte Skorpione wie bei Indiana Jones einfach lieber sind als die CGI-Krabbler.
"Gods of Egypt" gefällt mich um einiges besser als viele Marvel-Verfilmungen der letzten Jahre. Das liegt sicher auch an dem Trashfaktor, welchen ich hier einfach als positiv empfinde. Egal ob bei Superheldenfilmen oder auch bei den Comics finde ich es immer daneben, wenn das versucht wird erwachsen zu wirken, weil das in meinen Augen nur selten wirklich gut gelingt. Das ist halt Jugendkultur und darf gerne hirnbefreit sein. Genau das ist die Stärke solcher Sachen. Gut gegen Böse (und nichts dazwischen) und wenn die aufeinander treffen gibt es Gekloppe. Und genau das bietet "Gods of Egypt".
