„
Suicide Squad“ (extended Cut)… tja, auch bei der Zweitsichtung (dieses Mal in der längeren Fassung) funktioniert der Film nicht wirklich gut. Die erste Hälfte macht einigermaßen Laune – und zwar hauptsächlich dank der gelungenen Einführung der an sich durchaus reizvollen Charaktere… bis die eigentliche „Mission“ einsetzt und das Ganze dann plötzlich rasch belanglos und lahm zu werden beginnt: Aus den individuellen Figuren wird nicht viel gemacht, aus dem „Gruppengefüge“ auch nicht, die zerstörte Stadt ist kein sonderlich abwechslungsreicher Schauplatz und die Gegner wurden allesamt einfallslos konzipiert und präsentiert. Wie „wachechte Schwerkriminelle“ wirken diese Anti-Helden kaum und der Inhalt ist so banal wie oberflächlich – während Ayer´s Regie zumindest kompetent-solider Beschaffenheit ist und der Soundtrack ziemlich dufte zusammengestellt wurde. Margot Robbie ist ne schicke, amüsante Harley Quinn – doch das „Irre“ ihrer Persönlichkeit kommt viel zu selten zur Geltung – Will Smith mutet schlichtweg langweilig an (Performance und Part) und von Jared Leto´s Joker gibt es einfach zu wenig zu sehen: Ist für die eigentliche Handlung im Grunde überflüssig – verdient aber dennoch „Anerkennung“, da diese Interpretation des ikonischen Baddies eine angenehm polarisierende war/ist… und mehr solch „kantige“ Eigenheiten dem Projekt klar besser gestanden hätten, als (bspw.) reizlose CGI-Widersacher (plus Skybeam, mal wieder!). Zumindest habe ich mich nicht gelangweilt, gibt es ein paar coole Images und Momente zu verzeichnen… und Viola Davis ist (wie so oft) klasse.
knappe
Angesiedelt in den 1970ern, erzählt „
I’m Your Woman“ (2020) eine vertraute Geschichte – nämlich die eines charmanten Kriminellen, der sich mit den „falschen Leuten“ anlegt sowie daher stracks „auf die Abschussliste“ gerät – eben jene allerdings aus einer anderen, generell eher ungewohnten Perspektive: Aus der seiner (Haus-)Frau, die zusammen mit ihrem Baby auf einmal verunsichert und überfordert mit den Folgen seines Tuns zurechtkommen und um ihr Leben fürchten muss. Im Folgenden „emanzipiert“ sie sich – wird selbstsicherer, eigenständiger und tougher (etc.). Regisseurin und Co-Autorin Julia Hart hat ein ruhiges, fein ausgestattetes, stimmungsvolles Thriller-Drama mit einer guten Hauptdarstellerin (Rachel Brosnahan) und einigen starken Szenen geschaffen – welches mit zwei Stunden Laufzeit aber zu lang daherkommt sowie bestimmte „herausragende Momente“ (etwa im Bereich der vermittelten „Emotionalität“) vermissen lässt. Zudem hätte man inhaltlich einiges durchaus ein Stück weit interessanter gestalten können - auf die Charaktere und Story-Entfaltung bezogen. Alles in allem ein Streifen, den man sich getrost mal ansehen kann – den man sich (u.a. angesichts der „Zutaten“) insgesamt jedoch irgendwie
besser gewünscht hätte…
gute 