Es + Es: Kapitel 2

Ob Splatter, Trash oder was es sonst noch gibt ... all das findet hier seinen verdienten Platz
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Es + Es: Kapitel 2

Beitrag von Vince » 01.10.2017, 18:39

Es

Originaltitel: It
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1990
Regie: Tommy Lee Wallace
Darsteller: Harry Anderson Dennis Christopher, Richard Masur, Annette O'Toole, Tim Reid, John Ritter, Richard Thomas, Tim Curry, Jonathan Brandis, Brandon Crane, Adam Faraizl, Seth Green u.a.
Zuletzt geändert von Vince am 03.10.2017, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Vince » 01.10.2017, 18:39

Es

Bild

Originaltitel: It
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2017
Regie: Andrés Muschietti
Darsteller: Bill Skarsgård, Jaeden Lieberher, Jeremy Ray Taylor, Sophia Lillis, Finn Wolfhard, Wyatt Oleff, Chosen Jacobs, Jack Dylan Grazer, Nicholas Hamilton, Jackson Robert Scott, Javier Botet, Owen Teague u.a.

Im Herbst des Jahres 1988 wird in der amerikanischen Kleinstadt Derry ein kleiner Junge ermordet. Sein großer Bruder Bill (Jaeden Lieberher) kann den Verlust nicht verkraften; er gibt sich selbst eine Teilschuld an dem grausamen Tod. Von seinen Eltern, die selbst in Trauer um ihren Sohn versunken sind, erhält er keine Unterstützung.

Den darauffolgenden Sommer verbringt er mit neu gewonnenen Freunden, die ihm bei der Verarbeitung der Geschehnisse eine große Hilfe sind: Ben (Jeremy Ray Taylor), Richie (Finn Wolfhard), Eddie (Jack Grazer), Mike (Chosen Jacobs), Stanley (Wyatt Olefs) und Beverly (Sophia Lillis), sie alle sind auf ihre Art gesellschaftliche Außenseiter und bringen Verständnis für die Probleme der Anderen auf. Der Sommer 1989 sollte für sie eine wundervolle Zeit sein, doch ein unheimlicher Clown (Bill Skarsgård) zerstört endgültig ihr Vertrauen in das Gute. Er ist der Mörder von Bills Bruder, und der "Club der Verlierer" muss großen Mut beweisen und Zusammenhalt bewahren, um sich ihm in einem Kampf gegenüberzustellen und ihn überleben zu können...

27 Jahre nach der ersten Verfilmung des King'schen Horrorklassikers kehrt "ES" gerade zum richtigen Zeitpunkt zurück und räumt derzeit im ganz großen Stil an den Kinokassen ab. Den nicht immer allzu erlesenen Massengeschmack scheint er also wider alle Wahrscheinlichkeit getroffen zu haben. Die Frage ist also: Ist Andrés Muschietti ("Mama") TROTZ des Erfolgs ein guter Film gelungen?
:liquid8: ,5

Zur "Es" Kritik
Zuletzt geändert von Vince am 02.10.2017, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Vince » 01.10.2017, 18:39

*Platzhalter für die Fortsetzung*

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Beitrag von freeman » 03.10.2017, 15:54

1. Sehr feine Kritik @ Vince!

2. Sophia Lillis for Bundeskanzlerin :lol:

3. Sehr guter Film. Hier und da zu lang, ab und an zu klischeehaft im Aufbau der Spannungsszenen (Charaktere werden sogar von der Gruppe separiert, wenn vorher laut ausgesprochen wird, dass das nicht noch einmal passieren werde) und sich nicht zu fein, moderne Horrorfilme wie "It Follows" zu beklauen (Perspektivschocker beim Dia-Abend), macht "Es" eine ganze Menge verdammt richtig. Das beginnt schon bei der Auswahl der absolut perfekten Darsteller für jede einzelne Rolle und setzt sich bei der Pervertierung der zugrundeliegenden Coming of Age Story nahtlos fort. Das ist schon ein angenehm garstiger Sommer, den die Jungs (und das Mädchen) da erleben. Schön ist, dass der Film, abgesehen von der "Kapitel 1" Einblendung, auch wunderbar ohne irgendeine Weiterführung rundum funktionieren würde. Man also auch das traumhafte 80s Dekor/Setting reuelos genießen könnte, wenn der Nachfolger der letzte Dreck wird.

Witzig ist das Dorfkino im Film. Da laufen echte Gassenhauer. Nightmare 5, Lethal Weapon 2, da geht was!
:liquid7:

In diesem Sinne:
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Beitrag von Vince » 03.10.2017, 16:24

1. Vielen Dank!

2. Dann würde sich Trump wahrscheinlich öfter mit der Kanzlerin treffen wollen,

3. Zu lang fand ich den gar nicht, im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl, es fehlen noch Sachen. Freue mich daher auf 15 Minuten mehr zu Hause. Dass der Film als Ganzes funktioniert, hat mir auch sehr gefallen, weil dieses "Es ist vorbei! ...oder doch nicht?" Geteasere eine Unart ist, die man hier mal zum Glück nicht ausgespielt hat.

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Beitrag von StS » 03.10.2017, 17:24

Feine Kritik. Ich geh morgen rein. :D

Ich denke, ein gewisser Faktor, der zu dem Erfolg des Films beigetragen hat, ist auch "Stranger Things": Die Serie und der Stoff/Film teilen sich ja die eine oder andere Gemeinsamkeit (inklusive einen der Kids)...

Ich war mal so frei und hab "Mama" verlinkt. :wink:

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Beitrag von freeman » 04.10.2017, 17:42

Vince hat geschrieben:Dass der Film als Ganzes funktioniert, hat mir auch sehr gefallen, weil dieses "Es ist vorbei! ...oder doch nicht?" Geteasere eine Unart ist, die man hier mal zum Glück nicht ausgespielt hat.
Jupp, das ist eine nervige Unart geworden und leider ja fast schon eine Art Must Have im Horrorgenre. Wenns wenigstens witzig wäre oder ein echter Schock... Aber meist isses ja nur eines: belanglos.

In diesem Sinne:
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Beitrag von StS » 05.10.2017, 08:10

Ich habe das Buch nie gelesen und kann mich kaum an die TV-Adaption erinnern. Der Film nun ist ein netter, gut ausgewogener Mix aus klassischer Coming-of-Age-Story und modernem Horror-Streifen, der mit einer feinen Besetzung, einer rundum zufrieden stellenden Inszenierung und verschiedenen wirklich gelungenen Momenten aufwartet (absolut großartig: die Szene mit Beverly und Pennywise im letzten Akt, nachdem sie in der Kanalisation wieder zu sich kommt). Die Erwachsenen-Parts waren mir indes etwas zu stereotyp und das "80er-Jahre-Feeling" nicht so kräftig wie erwartet - generell hat "Stranger Things" in der Hinsicht einiges besser hinbekommen - aber ich wurde prima unterhalten und freue mich auf die Fortführung der Geschichte...

starke :liquid7:

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Beitrag von McClane » 14.11.2017, 07:44

Schöne, kenntnisreiche Kritik vom King-Experten. Gerade bei den Kommentaren zur Internet-Meckerkultur kann ich zustimmen. Zumal Filmfans in unserem Alter gern ein verklärtes Bild von den guten alten Zeiten zeichnen, die es in der Form nie gab. Und den TV-Film steckt der neue "Es" klar in die Tasche, denn dem sah man trotz aller Qualitäten die Limitierungen seiner Herkunft an.

Zum Film an sich:

Es - Kapitel 1

Natürlich verzichtet "Es" nicht auf Jump Scares. Aber, Hand aufs Herz: Muss er ja auch nicht. Ein gut gesetzter Schock ist doch immer willkommen, wenn er nicht allein dafür da ist um von einer dünnen Geschichte abzulenken. Und gerade storytechnisch ist Muschiettis "Es" ein lobenswerter Film, der seine sieben Protagonisten überzeugend einführt, ihre Hintergründe eindrücklich genug umreißt und sie nicht einfach nur auf ihre Eigenschaften (Stotterer, Witzbold, Hypochonder, Jude, Dicker, Schwarzer, Mädchen) reduziert. Zugegeben: Mit manchen Figuren meint das Drehbuch es besser als mit anderen (sehe die gleichen Unterentwicklungen wie Vince), aber manchmal können die Darsteller dagegensetzen. Richie ist eigentlich kaum mehr als der Spaßmacher der Truppe, wird aber von Finn Wolfhard so bärig gut dargestellt, dass er Eigenleben entwickelt. Noch stärker ist Sophia Lillis in der wohl am besten ausgearbeitete Rolle des Films. Pennywise wird zur wahrlich dämonischen Gestalt, auch wenn seine Auftritte (zumindest im Mittelteil) manchmal etwas von "Jetzt wird es mal wieder Zeit für eine Gruseleinlage" haben. Jedoch ist der Clown mehr der Katalysator für eine Coming-of-Age-Geschichte und das Überwinden der eigenen Urängste, die sich auch in Szenen wie dem Aufstehen gegen die Bullys zeigen (by the way: Anthrax' "Antisocial" als Untermalung dort ist echt genial). Das Eighties-Feeling passt perfekt, der Film würde auch als Einzelstück funktionieren und auch wenn "Es" hier und da leicht formelhaft erscheint, so ist es doch ein erfreulich reifer, figurenbetonter und gut erzählter Horrorfilm, der sich innerhalb der ganzen Haunted-House- und Slasherware nach Schema F mühelos die Pole Position im aktuellen Horrorgenrekino erstreitet.

:liquid8:
Jimmy Dix: "Du glaubst wohl nicht an die Liebe?" - Joe Hallenbeck: "Doch ich glaube an die Liebe. Ich glaube auch an Krebs." [Last Boy Scout]

Perry Van Shrike: "Look up 'idiot' in the dictionary. You know what you'll find?" - Harry Lockhart: "A picture of me?" - Perry Van Shrike: "No! The definition of the word idiot, cause that is what you fucking are!" [Kiss Kiss, Bang Bang]

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Re: Es + Es: Kapitel 2

Beitrag von freeman » 10.09.2019, 20:47

Vincelino war in Teil 2!

Seine Kritik zum Film

Meiner einer war auch drin und sieht einen ähnlichen Qualitätsabfall. Teil zwei ist nun definitiv eine ganze Ecke zu lang. Und zu lärmig. "Es" mutiert zur ziemlichen Monstrositätenshow mit witzigem Monsterdesign, aber doch argen 0815 Schocks im Huibui-Format. Zudem wird Pennywise doch deutlich zurückgenommen bzw. selbst Opfer der Monstershow. So sind die leiseren Momente um den Clown um ein Vielfaches beunruhigender als der Rest. Highlight war für mich ganz klar die Szene unter der Baseballtribüne. Schade fand ich auch, dass die älteren Charaktere sich nicht wirklich entwickeln dürfen. Seltsam auch, dass ihre ureigenen Jugendängste kaum noch eine Rolle spielen, sie stattdessen in eine episodische Abfolge aus Schocks geschickt werden, die mühsam einen Bezug zu ihren jungen Ichs herstellen soll. So richtig rund lief der Film imo erst im Showdown. Der ist zwar auch reichlich monströs, packt aber deutlich mehr als die Szenen zuvor. Würde mit Vince in Formation fliegen.
:liquid5:

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Re: Es + Es: Kapitel 2

Beitrag von StS » 11.09.2019, 08:05

Ich schließe mich an. Einige gute/effektive Einzelszenen, ein feiner Bill Hader und verschiedene kreative (hauptsächlich visuelle/inszenatorische) Einfälle machen noch kein überzeugendes Gesamtwerk. Etwas zu lang, schwächer als Teil 1 (die Erwachsenen sind weiterhin einfach uninteressanter) und zumeist schlichtweg nicht creepy. Alles in allem besser als die Mini-Serie, ja - aber im Ganzen betrachtet (zusammen mit Kapitel 1) von abfallender Qualität. Schade.

Chapter 2: :liquid5:

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Re: Es + Es: Kapitel 2

Beitrag von SFI » 12.09.2019, 07:03

Andy Muschietti will neue Szenen für einen Supercut drehen.
Der Pfalzbote

"Fate: Protects fools, little children and ships named Enterprise."

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